Schlagwörter

, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Zurück zu Teil 1

Johann Wolfgang von Goethe hatte in seinem Klassiker „Faust“ dargestellt, dass der Teufel generell die Freiwilligkeit des Menschen und einen Vertrag braucht, um sich in das Leben der Menschen einmischen zu können.

Dieser Grundsatz hat seine Wurzel in der Bibel.

Im ersten Buch Mose (Genesis), Kapitel 1 Vers 27 bis 31 wurde der Mensch am sechsten Tag der Schöpfung geschaffen. So steht geschrieben: „Und Gott sprach weiter: „Laßt uns Menschen machen in unserem Bilde, gemäß unserem Gleichnis; und sie sollen sich untertan halten die Fische des Meeres und die fliegenden Geschöpfe der Himmel und die Haustiere und die ganze Erde und jedes sich regende Tier, das sich auf der Erde regt.“ Und Gott ging daran, den Menschen in seinem Bilde zu erschaffen, im Bilde Gottes schuf er ihn; männlich und weiblich erschuf er sie. Auch segnete Gott sie, und Gott sprach zu ihnen: „Seid fruchtbar, und werdet viele, und füllt die Erde, und unterwerft sie [euch], und haltet [euch] die Fische des Meeres und die fliegenden Geschöpfe der Himmel untertan und jedes lebende Geschöpf, das sich auf der Erde regt.“

Nachdem Gott also den Himmel und die Erde sowie die Lebewesen einschließlich der Menschen nach seinem Bilde (genauer ausgedrückt nach seiner geistigen Vorstellung) erschuf, ruhte er am siebten Tag, um ihn zu heiligen.

Erst danach machte sich Gott daran, Adam und Eva als manifestierte Seelen und damit als fest integrierter Bestandteil von Gott im Garten Eden zu erschaffen. Dort hatte er bereits auch den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse gepflanzt.

Bei Adam und Eva muss es sich demnach um eine ganz besondere Art von Menschen gehandelt haben, die Gott jenseits der Menschen auf der Erde im Anschluss an seiner Schöpfung erschuf. Das zeigt schon die Unterscheidung in Kapitel 1, Vers 27 bis 31 zwischen dem Bild Gottes auf der einen Seite und gemäß Kapitel 2 Vers 7 dem Oden des Lebens, den Gott Adam und Eva für die Entstehung der lebenden Seele einhauchte, auf der anderen Seite.

Im Kapitel 2 der Genesis Vers 16 und 17 steht dann weiter: „Und Jehova Gott erlegte dem Menschen auch dieses Gebot auf: „Von jedem Baum des Gartens darfst du bis zur Sättigung essen. Was aber den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse betrifft, davon sollst du nicht essen, denn an dem Tag, an dem du davon ißt, wirst du ganz bestimmt sterben.“

Mit anderen Worten – bis zum berüchtigten Sündenfall waren Adam und Eva unsterblich, unverletzbar, rein und in göttlicher Liebe vereint. Sie waren damit offensichtlich auch nicht dem Alterungsprozess der dichten Materie ausgesetzt.

Was danach passierte, wissen die meisten sicherlich.

Im Garten Eden lebte auch die Schlange, die Eva mit den Worten verführte: „Ihr werdet ganz bestimmt nicht sterben. Denn Gott weiß, daß an demselben Tag, an dem ihr davon eßt, euch ganz bestimmt die Augen geöffnet werden, und ihr werdet ganz bestimmt sein wie Gott, erkennend Gut und Böse.“

Die Gier und Arroganz (die Schlange als Sinnbild, im Hinduismus auch als Kundalini-Energie bezeichnet), so zu sein wie Gott, hat dazu geführt, dass wir nun tatsächlich als Nachfahren von Adam und Eva die Dualität von Gut und Böse immer wieder durchleben müssen, um auf diese Weise die Erkenntnis zu bekommen.

Dazu gehört auch das Altern, Absterben und schließlich der Tod mit all seinen Facetten nach den Worten Gottes: „Aus Staub (Materie) bist du gemacht, und zu Staub wirst Du wieder zurückkehren.“

Und diese Kette setzt sich von Generation zu Generation fort.

Der einzige, der versucht hatte, diese Kette zu durchbrechen, war demnach Jesus als eingeborener Sohn Gottes.

So sprach Jesus in Markus, Kapitel 10 Vers 42 bis 45 zu seinen Jüngern: „Ihr wißt, daß die, die über die Nationen zu herrschen scheinen, den Herrn über sie spielen und ihre Große Gewalt über sie ausüben. Unter euch ist es nicht so, sondern wer immer unter euch groß werden will, soll euer Diener sein, und wer immer unter euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein. Denn selbst der Menschensohn ist nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und seine Seele als ein Lösegeld im Austausch gegen viele zu geben.“

Leider hat es die Menschheit bis heute nicht verstanden.

Die Warnung, die damals Gott gegenüber Adam und Eva ausgesprochen hatte, geschah also deswegen, um den Menschen als göttliche lebendige Seele vor Schaden zu bewahren und ihm das Leid, das durch die Erkenntnis von Gut und Böse erzeugt wird, zu ersparen.

Gott als allmächtiger Schöpfergeist wusste ja von Anbeginn, was Gut und Böse, also die Dualität von zwei Seiten einer Münze, bedeutet.

Und wer sollte seine Schöpfung besser kennen als Gott selbst?

Und ausgerechnet dieser Mensch, der ja erst von Gott erschaffen wurde, fühlt sich widersinnigerweise mit dem Sündenfall dazu berufen, ihm gleichgestellt zu werden?

Eine wahre satanische und einseitige Ansicht, die bis zum heutigen Tag andauert.

Deswegen sprach Gott in der Genesis Kapitel 3 Vers 14 und 15 zur Schlange als Sinnbild für die niederen Instinkte und Gier weiter: „Weil du diese Sache getan hast, bist du das verfluchte unter allen Haustieren und unter allen wildlebenden Tieren des Feldes. Auf deinem Bauch wirst du kriechen, und Staub wirst du fressen alle Tage deines Lebens. Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zermalmen, und du wirst ihm die Ferse zermalmen.“

Auf unsere Zeit gemünzt würde ich diese Textpassage folgendermaßen übersetzen: „Gier frisst Hirn!“

Menschen, die sich nur von ihren niederen Instinkten und Gier (Kundalini-Energie) leiten lassen, werden wahrlich nicht weit kommen (der Biss in die Ferse) – müssen sie doch wieder zu Staub zurückkehren und alles materiell Erworbene zurücklassen.

Nach dieser etwas längeren Einleitung komme ich aber jetzt endlich auf das NATO-Bündnis und die Sicherheitspolitik Deutschlands zu sprechen.

Wir befinden uns im Jahr 2017 – ein Jahr, das einige große Jubiläumsfeiern vor sich hat. Da wäre zum Beispiel das Jubiläumsjahr 5777 nach dem jüdischen Kalender, bei dem ab 11.04.2017 der Beginn der Apokalypse und am 21.09.2017 die Ankunft des Messias erwartet wird.

Oder der 500. Jahrestag von Martin Luthers 95 Thesen zu Wittenberg (31.10.1517).

Oder auch der 300-jährige Geburtstag der Londoner Großloge von den Freimaurern (24.06.1717).

Was feiern eigentlich die Moslems in diesem Jahr? Die Rückkehr des Großosmanischen Reiches?

Zumindest lässt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am 16.04.2017 über eine neue Verfassungsreform abstimmen, bei der das Präsidialsystem eingeführt werden soll, um seine Machtbefugnisse weiter ausbauen zu können.

Die Süddeutsche Zeitung vom 20.02.2017 schrieb hierzu in ihrem Artikel „Werbeshow mit Halbmond und Stern“: „Am 16. April wird in Deutschland die Auferstehung Christi gefeiert, zumindest von gläubigen Christen, der Rest sucht Ostereier. Für Türken wird der 16. April hingegen womöglich als der Tag in die Geschichte eingehen, an dem sich ein Volk die eigenen Rechte nahm. Erdogan bekäme durch die Verfassungsreform so weitreichende Befugnisse, dass das Parlament danach nur noch einem Marionettentheater gleichen würde.“

In einem Jahr stehen also vier Glaubensrichtungen (Judentum, Christentum, Freimaurer als Atheisten und Islam) mit ihren jeweiligen „Festlichkeiten“ gegenüber. Gleichzeitig findet im Jahr 2017 mit den Wahlen in Frankreich, Holland und Deutschland die Bewährungsprobe für die EU statt.

An dieser Stelle darf ich noch einmal an meinen Traum vom 10. Januar 2017 erinnern, der vom Einmarsch der Türken in den Balkan handelte.

Und das ist gar nicht so weit hergeholt, wenn man an den 15. Juli 2016 zurückdenkt – also noch vor der Zeitrechnung von Donald Trump als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

Es war der 197. Tag im Jahr 2016 von insgesamt 366 Tagen aufgrund des Schaltjahres.

197 wiederum ist eine Primzahl und ergibt in der Quersumme 17, ebenfalls eine Primzahl.

Und wenn man 1 plus 7 zusammenrechnet, dann ergibt das wiederum die Zahl 8 oder unter den Freimaurern besser bekannt als Oktogon – das geometrische Symbol des NATO-Bündnisses.

Ich habe bereits den Octogon Trust unter Rudolf Ruscheweyh in meinem Kapitel „Datenklau von Liechtenstein – Alte Kameraden stets zu Diensten“ behandelt.

Für nähere Informationen zur Bedeutung des Oktogon und seine Beziehung zur NATO kann ich nur das erstklassig gemachte Video von Sean Hross alias Guireh „Octogon – The Empire of Darkness“ empfehlen.

Ich selbst war dem Mysterium schon lange vorher auf der Spur, allerdings hat es bisher keiner so gut auf den Punkt gebracht wie der Südafrikaner und in die Schweiz emigrierte Sean Hross.

Man mag sich trefflich über seine Art und Schimpftiraden gegenüber den Schweizern streiten, aber das sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieser Mann wirklich etwas zu sagen hat – und nur darauf kommt es für mich an.

Die Acht ist gleichzeitig das Symbol der Schlange – der endlose spiralförmige Kreislauf des Galaktischen Zentrums, um das sich auch unser Sonnensystem dreht.

In der Acht manifestiert sich des Weiteren unsere DNS-Struktur.

Alle Edelgase mit Ausnahme des Heliums (2 Elektronen auf der Valenzschale, welche symbolhaft für die zwei Seiten einer Münze interpretiert werden kann) haben acht Elektronen, die auf der Valenzschale um den Atomkern kreisen. Deswegen gelten diese Atome auch als besonders stabil und wenig bindungswillig mit anderen Atomen.

Selbst im chinesischen Symbol des Yin-Yang zeigt sich die Acht – und damit die Schlange aus dem Garten Eden.

Wer das Gleichgewicht dieser energetischen Kräfte (Kundalini) nicht beherrscht oder bewusst stört, wird unweigerlich spiralförmig tief in die Materie hinabfallen, in seiner Handlungsweise erstarren und zu deren Spielball werden. Damit befindet man sich im Reich Satans, des Fürsten der Finsternis.

An diesem Tag soll also Fethullah Gülen von den USA aus den Militärputsch in der Türkei initiiert haben.

Dem gingen zahlreiche Terroranschläge in der Türkei voraus.

Seit dem Jahr 2012 hatten die Türken vor Terroranschlägen eigentlich ihre Ruhe gehabt, allerdings ging es dann plötzlich ab dem 20.07.2015 in Suruc an der syrischen Grenze wieder richtig los. Es folgten Bombenanschläge am 06.09.2015 in Daglica, am 08.09.2015 in Igdir und am 10.10.2015 in Ankara.

Schließlich kam der 24. November 2015.

An diesem Tag wurde ein russischer Kampfjet an der türkisch-syrischen Grenze von der türkischen Luftwaffe abgeschossen.

Die beiden russischen Piloten konnten sich zunächst retten. Während die Russen einen der Piloten in Sicherheit bringen konnten, wurde der andere namens Oleg Peschkow von einem Turkmenen namens Alparslan Celik direkt an der Grenze erschossen.

Die ohnehin schon problembehafteten Beziehungen zwischen Russland und der Türkei verschärften sich, allerdings blieben – so schien es jedenfalls – entsprechende Vergeltungsschläge seitens der Russen aus.

Erdogan ließ einige Militärs verhaften, um den Verdacht überprüfen zu lassen, ob diese gegebenenfalls mit der Gülen-Bewegung in Verbindung stehen und bewusst einen Konflikt zwischen Russland und der Türkei provozieren wollten.

Kurze Zeit nach dem Abschuss des russischen Kampfjets folgte im Jahr 2016 eine weitere Kette von Terroranschlägen in der Türkei.

In Istanbul alleine kam es ab Januar 2016 zu sechs Terroranschlägen, Ankara war zweimal das Ziel von Terroristen geworden. Und 13 Terroranschläge verteilten sich in den südöstlichen Regionen der Türkei, hauptsächlich an der syrisch-irakischen Grenze. Betroffen waren davon die Städte Gaziantep, Derik, Mardin, Midyat, Cizre, Hakkari und Adana. Im Landesinneren erwischte es Kayseri, Elazig, Dicle, Bingöl und Van.

Für die größere Anzahl von Terroranschlägen wurden die PKK und ihr Unterstützerarm TAK verantwortlich gemacht. Nur zwei oder drei Terroranschläge sollen auf das Konto des IS gegangen sein, wobei man den Beweis dafür schuldig blieb.

Bis zum Militärputsch am 15.07.2016 wurde das Land bereits von sieben Terroranschlägen erschüttert.

Nun scheint auf den ersten Blick durchaus die Frage berechtigt zu sein, ob die Türkei als NATO-Mitglied und im Auftrag der NATO-Befehlshaber bereits mit dem Abschuss des russischen Kampfjets bewusst einen Vorfall provozieren wollte, um endlich einen Grund zu haben, gegen Russland kriegerisch vorzugehen.

Nachdem das nicht funktioniert hat, könnte man über die Gülen-Bewegung einen Putsch in der Türkei initiiert haben, was ebenfalls leicht einen Bündnisfall auf den Plan hätte rufen können, sofern Erdogan damit nicht selbst fertiggeworden wäre.

Dabei waren Erdogan und Gülen mal richtig gute Partner, wenn nicht sogar Freunde gewesen. Darüber berichtete zumindest der türkische investigative Journalist Ahmet Sik bereits 2011.

In seinem Buch „Armee des Imam“ hatte er beschrieben „wie Anhänger Gülens mithilfe der Regierung Erdogan staatliche Institutionen unterwandert, sich bereichert und Gegner verfolgt haben.“ (Quelle: Der Spiegel vom 25.02.2017 „Im Land der Willkür“)

Gemäß den Ausführungen von Ahmet Sik hätte Erdogan nach seinem Wahlsieg im Jahr 2002 ein Agreement mit Fethullah Gülen getroffen, wonach das westlich orientierte Militär nebst Sicherheitsbehörden und Geheimdienst entmachtet werden sollte, das im türkischen Staatsgefüge nach wie vor das Sagen hatte und im Hintergrund die Strippen zog. Ich bin darauf schon in meinen früheren Ausführungen zum Sachsensumpf u.a. Teil 7 (Merkwürdige Parallelen zur NSU-Mordserie) eingegangen.

Gülen lebte bereits seit 1999 in den USA im Exil. So habe Gülen seine islamistische Bewegung erst formieren können, um dann seine Handlanger in Schlüsselpositionen von Wirtschaft, Verwaltung und Medien zu hieven. Im Gegenzug dafür sollte er Erdogan helfen, endlich das Militär von NATO-Getreuen zu säubern, um Erdogans Leute in Position bringen zu können.

Der Spiegel schreibt im o.g. Artikel weiter: „Sik deckte auf, wie Gülen-Kader in Polizei und Justiz mit gefälschten Beweisen Hunderte Oppositionelle als vermeintliche Mitglieder der ultranationalistischen Terrororganisation Ergenekon verfolgten.“

An anderer Stelle im gleichen Artikel heißt es weiter: „Er [Sik] erinnerte nach seiner Freilassung fortwährend daran, dass es die Erdogan-Regierung war, die die Gülen-Sekte gefördert und gedeckt hatte. „Fethullah Gülen und Recep Tayyip Erdogan müssen wegen Bildung und Leitung einer Organisation zusammen vor Gericht gestellt werden“, schrieb er.“

„Das Narrativ änderte sich erst, als sich Erdogan und Gülen 2013 endgültig über Machtfragen zerstritten. Plötzlich erfuhr die Öffentlichkeit von den rechtswidrigen Methoden der Gülen-Sekte. Präsident Erdogan stellt sich seitdem als Opfer dar. Gülen habe versucht, gegen ihn zu putschen. Die Regierung sieht den Exilprediger als treibende Kraft hinter dem Militäraufstand vom 15. Juli 2016.“ (Quelle: Der Spiegel vom 25.02.2017 „Im Land der Willkür“)

Und nun macht irgendwie auch die Äußerung des außenpolitischen Sprechers der SPD-Bundestagsfraktion, Niels Annen, langsam Sinn, als er gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung unmittelbar nach dem misslungenen türkischen Militärputsch sagte: „Wir müssen aufpassen, dass wir die Türkei nicht als Nato-Partner verlieren.“ (Quelle: FAZ vom 22.07.2016 „Erdogan lässt türkische Abschuss-Piloten festnehmen“)

Denn was nach dem Putsch passierte, lässt eher vermuten, dass die Türkei durch die Hintertüre die NATO verlassen will, um sich Russland und China anzunähern. Damit würde sich dann eine weitere Frage aufdrängen – war der Abschuss des russischen Kampfjets im November 2015 ein strategisches Spiel zwischen Russland und der Türkei quasi über Bande, um Erdogan den Weg für den Austritt aus der NATO zu ebnen?

Dazu sollte man nämlich wissen, dass die Russen in Syrien eine private Söldnergruppe, die „Gruppe Wagner“ (benannt nach dem Codenamen ihres Kommandeurs Dmitri Utkins), unterhält.

Sie kämpfen auf dem Boden gegen den IS – heißt es jedenfalls.

Die Berliner Zeitung meldete hierzu am 23.02.2017 unter dem Titel „Russische Söldner an vorderster Front“: „So wurde im Dezember bekannt, dass in Syrien Hunderte Kämpfer der tschetschenischen Nationalgarde im Einsatz sind. Vor Kurzem gab der Chef der Nachbarrepublik Inguschetien Junus-Bek Jewkurow bekannt, dass ein Bataillon inguschetischer Militärpolizei die Tschetschenen ablöst. Wie diese sei es für den Schutz der russischen Luftwaffenbasis Hmeimim sowie der Offiziere des russischen Befriedungszentrum zuständig. Aber nach Meinung des Moskauer Nahostexperten Alexander Schumilin sind die Kaukasier vor allem im eroberten Aleppo im Einsatz. […] Russlands Verbündete in Syrien gelten militärisch als unzuverlässig, vor allem die syrischen Regierungstruppen.“

Etwas Ähnliches hatte auch bereits die Welt-Online am 10.05.2016 unter dem Titel „Die russische „Wagner-Einheit“ zieht in den Syrien-Krieg“ berichtet

Also, wenn man an die zahlreichen Bombenanschläge in der Türkei zur syrischen Grenze hin gerade in den Jahren 2015 und 2016 zurückdenkt, müsste man vielleicht auch mal einen Blick in Richtung solcher Söldnertruppen richten.

Nun ja – jedenfalls meldete zum Beispiel wiederum die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 31.01.2017 „Ankara warnt Berlin vor Asyl für türkische Soldaten“, dass Asylanträge von türkischen Soldaten auf keinen Fall angenommen werden dürfen. So heißt es weiter: „Isik zufolge werden die betroffenen Soldaten beschuldigt, Teil einer Organisation zu sein, die für den Putschversuch in der Türkei im Juli des vorigen Jahres verantwortlich gemacht wird.“

Stefan Seibert erklärte dazu, dass man nach Sachlage und nicht nach politischen Erwägungen prüfen werde. „Damit reagiert die Regierung auf Berichte, dass vierzig türkische Offiziere aus Nato-Standorten Asyl in Deutschland beantragt hätten, offenbar weil sie befürchten, in der Türkei Verfolgung ausgesetzt zu sein.“ (Quelle: FAZ vom 31.01.2017 „Ankara warnt Berlin vor Asyl für türkische Soldaten“)

Zuvor hatte die Welt vom 30.01.2017 unter dem Titel „Unwahrscheinlich, dass Gülen eine Rolle gespielt hat“ folgendes gemeldet: „Konkret geht es um brisante Erkenntnisse, die die Aufklärungsabteilung der EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini in einem sechsseitigen Geheimpapier zusammengetragen hat. Demnach sei es „höchst unwahrscheinlich“, dass der in den USA lebende Prediger Gülen eine Rolle bei dem Putschversuch gegen die türkische Regierung im Juli gespielt hat. Genau dies hatte Erdogan aber immer behauptet und daraufhin in einer beispiellosen Säuberungswelle Tausende seiner Anhänger verhaftet oder vom Dienst suspendieren lassen. Seit Monaten fordert Erdogan zudem von Washington die Auslieferung Gülens. […] Der Putschversuch sei nicht die Ursache, sondern „nur der Auslöser einer Säuberungswelle, die lange im Voraus vorbereitet wurde“, gewesen. Der türkische Geheimdienst MIT habe für den 26. August eine größere Säuberungswelle geplant gehabt und erste Verhaftungen seien in der Nacht des Putschversuchs am 16. Juli vorgesehen gewesen. Teile des Militärs wollten laut Einschätzung vornehmlich ihrer Verhaftung entgehen und keinen gesellschaftlichen Umsturz bewirken. Laut EU-Geheimbericht sollten auch Aktivisten, die 2013 an den Anti-Erdogan-Protesten im Gezi-Park in Istanbul beteiligt waren, verhaftet werden.“

Am 02.02.2017 ist dann Merkel in die Türkei geflogen. Dort wurde sie von Erdogan in seinem Palast empfangen. Als beide vor der Presse sprachen, konnte man erkennen, dass sowohl hinter Erdogan als auch hinter Merkel eine türkische Fahne angebracht war. Und so kann man im Tagesspiegel vom 03.02.2017 „Zwei konfliktreiche Stunden“ weiterlesen: „Oppositionschef Kemal Kilicdaroglu warf Merkel vor, sich vor der Volksabstimmung über das Präsidialsystem in zwei Monaten als Wahlhelferin für Erdogan zu betätigen. […] Dasselbe galt für eine öffentliche Zurechtweisung Merkels durch Erdogan vor der Presse. Er verwahrte sich gegen die von der Kanzlerin benutzte Bezeichnung des „islamistischen Terrorismus“, weil Islam „Frieden“ bedeute und nichts mit Terror zu tun habe. Als Muslim könne er diese Wortwahl nicht akzeptieren, gab er Merkel zum Abschied mit auf den Weg.“

Danach forderte Erdogan mit Nachdruck deutsche Daten zu Aufklärungsergebnissen der Bundeswehr-Tornados in Incirlik, weil er damit gegen Kurden in Syrien vorgehen will. „[Numan] Kurtulmus sagte ausdrücklich, es gehe dabei nicht nur um Informationen zum IS. Die Türkei fordere ebenso Aufklärungsergebnisse zu den Kurden-Milizen der PYD, dem syrischen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK.“ (Quelle: Süddeutsche Zeitung „Türkei will deutsche Daten“ vom 07.02.2017)

Und so kam es, dass am 01.03.2017 die Frankfurter Allgemeine Zeitung unter dem Titel „Erdogans Rache“ resümierte: „Die Türkei, die sich als Regionalmacht versteht, sucht neue Partner. So bestellte Ankara in Moskau das Flugabwehrsystem S400; Russland will mit der Lieferung einen Keil in die Nato treiben. Zudem haben sich Ankara und Moskau auf die Aufteilung Syriens verständigt. Und nach außen suggeriert die Türkei, die Nato-Mitgliedschaft sei bloß noch ein Mittel, um die eigene Stabilität zu sichern. Russland und die Türkei haben nur wenige Schnittmengen. Langfristig wichtiger wäre für die Türkei eine Hinwendung nach China. […] eine ernstzunehmende Option ist jedoch die von China (und Russland) geführte Schanghai Organisation für Zusammenarbeit (SCO). Erdogan hat angekündigt, dass die Türkei dort Mitglied werden wolle. Der Augenblick wäre günstig: Die SCO ist auf Erweiterungskurs, und China hat mit der „Neuen Seidenstraße“ eines seiner wichtigsten geostrategischen Projekte angestoßen. Die Türkei könnte dabei ein zentraler Knotenpunkt werden. […] So könnte die Türkei der chinesische Brückenkopf nach Europa werden. Die Türkei ist nicht das erste Land im Nahen Osten, das sich von Europa abwendet. Das taten vor ihr Ägypten unter Nasser und Iran unter Chomeini. Nun könnte die Türkei folgen.“

Und da wiederum sind die Türken nicht die einzigen, wie ich noch im weiteren Verlauf darstellen werde.

Tja, dazu würde dann auch eine Meldung aus der Welt vom 17.02.2017 passen, wonach die Russen gerne wieder mit den Taliban in Afghanistan ins Geschäft kommen würden. So äußerte sich der afghanische Parlamentarier Abdul Wadud Payman dahingehend, dass Russland Waffen über Tadschikistan an die Taliban liefere. Der US-General John Nicholson sah das im Übrigen genauso: „Um seinen Einfluss in Afghanistan auszuweiten, verhandelt Russland sogar mit seinen ehemaligen Feinden – den Taliban. Im vergangenen Dezember erklärte der russische Beauftragte für Afghanistan, Samir Kabulow, dass die Interessen Russlands und der Taliban „objektiv zusammenfallen“, wenn es um den Kampf gegen den IS gehe. Die Taliban seien eine „nationale Befreiungsbewegung“, für die Amerikaner „Okkupanten“ seien. Russland habe eigene Kanäle für Gespräche mit den Taliban.“ (Quelle: Die Welt „Beginnt Russland ein neues Spiel in Afghanistan?“)

Ich kann an dieser Stelle den Spiegel-Artikel vom 28.01.2017 „Doppeltes Spiel“ wärmstens empfehlen. Schon die einleitende Überschrift lässt tief blicken: „Der EU-Beitrittsprozess der Türkei ist gescheitert. Verantwortlich dafür ist nicht nur Erdogan. Europa und die Kanzlerin haben beigetragen zum Ende der türkischen Demokratie.“

Nach den Darstellungen des Spiegels war die Türkei schon immer ein innenpolitischer Spielball für Deutschland. Während Helmut Kohl noch zögerlich darauf reagierte, die Türkei langfristig in die EU aufzunehmen, setzte Gerhard Schröder alles daran, um sich bei den rd. 100.000 wahlberechtigten Türken in Deutschland einzuschleimen – sozusagen als Stimmvieh für die Bundestagswahl im Jahr 1998. Unterstützung erhielt er damals von Günter Verheugen, der auch gleich echote: „Die EU braucht die Türkei mehr als die Türkei die EU“. Und als dann Schröder tatsächlich die Wahl zum Bundeskanzler gewann, machte er Verheugen gleich zum EU-Kommissar in Brüssel. Über die weiteren Beitritts-Verhandlungen habe ich bereits in meinen Ausführungen zum Sachsensumpf Teil 7 – Merkwürdige Parallelen zur NSU-Mordserie -kurz berichtet.

Das jedenfalls hat der CDU/CSU schwer zu schaffen gemacht, worauf man sich eine andere Strategie ausdachte, um wieder bei der nächsten Wahl an vorderster Front zu stehen. Auf Wolfgang Schäubles Mist ist dann die „Norderstedter Erklärung“ gewachsen, um von der Parteispenden-Affäre abzulenken. Man könne sich zwar keine volle Mitgliedschaft der Türkei in der EU vorstellen, da der überwiegende Teil zu Asien gehöre, aber es wäre zumindest zu überlegen, ob man nicht einen gesonderten Status für die Türkei im Sinne der EU einrichten könne. So wurde der Türkei ständig die Wurst vor die Nase hingehalten. Das griff Merkel gleich auf, und heraus kam unter Federführung von Wolfgang Schäuble das Konstrukt einer „privilegierten Partnerschaft“ mit der EU. Angeblich wollten sie damit den Rechtsruck innerhalb Deutschlands verhindern; die deutsche Bevölkerung könne möglicherweise eine Invasion aus Anatolien nach Deutschland befürchten. Zu dem Zeitpunkt hat ja der vorgebliche NSU schon um sich geschlagen – so jedenfalls die offizielle Lesart aus dem Jahr 2011.

Volker Rühe und Ruprecht Polenz im Auswärtigen Ausschuss des Deutschen Bundestages haben diese Vorgehensweise von Schäuble und seiner CDU/CSU-Parteikollegen nicht so toll gefunden. „Wer der Türkei jetzt Beitrittsverhandlungen verweigern will, stoppt den Reformprozess in diesem Land.“ (Quelle: Der Spiegel „Doppeltes Spiel“ vom 28.01.2017)

Mittlerweile schrieb man das Jahr 2003, und Recep Tayyip Erdogan nahm den Platz auf dem türkischen Thron ein. Dabei ließen sich die ersten Jahre seiner Regierungszeit unglaublich freizügig und demokratisch an ohne an den Grundfesten des islamischen Glaubens zu rütteln. Er achtete mehr auf Menschenrechte, indem er das Strafrecht reformierte, führte eine flächendeckende Krankenversicherung ein und lockerte die Bedingungen für den Außenhandel, auch in bis dahin wirtschaftlich benachteiligten Regionen. Unter seiner Führung blühte das Land förmlich auf, die Wirtschaftskraft hatte sich bis zum Jahr 2008 verdreifacht. Von Gerhard Schröder erhielt er bereits am 03.10.2004 die Auszeichnung „Europäer des Jahres“. Begeistert schallte es Erdogan seitens Schröder entgegen: „Ihr Eintreten für mehr Freiheit, einen besseren Schutz der Menschenrechte und weniger staatliche Bevormundung ist für Sie, Herr Ministerpräsident, kein Zugeständnis an Europa, sondern es ist Konsequenz Ihrer politischen Überzeugung. Auf die Unterstützung Deutschlands können Sie sich verlassen.“ (Quelle: Der Spiegel „Doppeltes Spiel“ vom 28.01.2017)

Nun gut, zunächst sah es für Erdogan auch so aus, als ob er dem Traum der Aufnahme der Türkei in die EU als Vollmitglied auch ein gewaltiges Stück nähergekommen wäre, aber da hatte er noch nicht mit Mutti Merkel gerechnet. Schröder hatte es jedenfalls kurz vor seinem Rauswurf aus dem Bundeskanzleramt am 18.09.2005 geschafft, Brüssel das Angebot in Richtung Türkei für Beitrittsgespräche abzuringen, allerdings mit dem kleinen Wörtchen „ergebnisoffen“. Das war wie Wasser auf den Mühlen von Angela Merkel, denn jetzt konnte man die gewohnte Ein-Schritt-vor-fünf-Schritte-zurück-Taktik gegenüber der Türkei fahren. Und so kommt der Spiegel zum Ergebnis: „Der türkische Reformeifer lässt bald nach. Erdogan sieht wenig Anreiz, Bedingungen zu erfüllen, die von der EU in den verschiedenen Verhandlungskapiteln aufgestellt werden. {…] Erdogan ist kein überzeugter Europäer. Er glaubt, die EU könne ihm nützlich sein im Machtkampf gegen die alte Staatselite, gegen das Militär. Unter Beifall aus Brüssel verbannte er die Generäle aus der Politik. Mit jedem Wahlsieg aber wird er autoritärer. Er lässt Proteste niederschlagen und Kritiker verhaften, setzt nach und nach islamische Moralvorstellungen durch. Der Reformer wird zum Patriarchen, aus dem Hoffnungsträger wird ein Risiko. Die Beitrittskritiker sehen sich bestätigt. Sie glauben, dass die demokratischen Reformen nur dem Ziel dienten, das Land in ein Präsidialsystem umzuwandeln und Erdogans Herrschaft auszuweiten.“ (Quelle: Der Spiegel „Doppeltes Spiel“ vom 28.01.2017)

Erdogans Zeit kam dann mit der Flüchtlingskrise im Oktober 2015. Da konnte er die Bedingungen stellen, und seitdem führt er Merkel  und mit ihr auch gleich ganz Deutschland am Nasenring durch die Arena. Den Aufbau autokratischer Strukturen hat er auch ganz gut ohne die EU hinbekommen, wie man mittlerweile sieht. Zudem hat er ein ganzes Agentennetz über die Ditib-Moscheen in Deutschland etabliert, wie wir jüngst ebenfalls aus den Medien erfahren konnten. Natürlich mischt der türkische Geheimdienst MIT, wahrscheinlich unter Erdogan-treuen Gefolgsleuten, kräftig mit, wobei dieser wiederum auf eine langjährige enge Zusammenarbeit mit dem BND zurückblicken kann. Siehe hierzu auch meine Ausführungen zum Oktoberfest-Attentat Teil  6 – Die Rolle der westdeutschen Geheimdienste und Sicherheitsbehörden

Dazu gibt es auch einen interessanten Ausschnitt aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung „Direkter Zugriff aus Ankara“ vom 11.02.2017: „Zunächst versuchte die Ditib, zu der in Deutschland rund 900 Moschee-Vereine zählen, die Sache kleinzureden. Nur etwa drei bis fünf Imame seien irrtümlich einer entsprechenden Diyanet-Anweisung gefolgt, hieß es im Januar. Zwischenzeitlich legte die Ditib-Zentrale in Köln dann wieder Wert darauf, die Ausspähvorwürfe nicht bestätigt zu haben. […] Nach Erkenntnissen des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes hat die Spionageaffäre einen weit größeren Umfang als von der Ditib bisher eingeräumt. Demnach haben mindesten 13 Imame in den Konsulatsbezirken Düsseldorf, Köln und München Berichte über 33 Personen und elf Institutionen mit angeblichem Gülen-Bezug an Diyanet weitergeleitet. […] So ist der Vorsitzende der Ditib in Deutschland in Personalunion auch türkischer Botschaftsrat für religiöse und soziale Angelegenheiten bei der türkischen Botschaft in Berlin. Er wird nicht etwas von den Ditib-Gemeinden gewählt, sondern von der Diyanet als Ditib-Vorsitzender eingesetzt. Die nachfolgende Hierachieebene bilden die Religionsattachés in den 13 Konsulaten, die den Ditib-Gemeinden regelmäßig Besuch abstatten. Die Imame wiederum sind de facto Beamte des türkischen Staates und unterstehen der Dienstaufsicht der Religionsattachés. Auch für sie gilt nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes eine Verordnung vom 05. September, in der festgelegt ist, dass Diyanet-Bedienstete im Ausland dazu verpflichtet sind, „über Aktivitäten von Gruppen wie der Gülen-Bewegung, der PKK und dem sogenannten Islamischen Staat, die als terroristisch bewertet werden, Bericht zu erstatten“, wie es im Bericht des Verfassungsschutz heißt.“

Am meisten jedoch regt mich neben der unglaublichen Verlogenheit der Deutschen der Umstand auf, dass offensichtlich nun türkische Politiker und Staatsmänner in Deutschland für die bevorstehende Wahl zur Verfassungsreform ganz offen in Deutschland agitieren dürfen. Ministerpräsident Binali Yildirim hat es vorgemacht. Vor rund 10.000 türkischstämmigen Deutschen hat er in Oberhausen gleich mal für Erdogans Verfassungsreform kräftig die Werbetrommel gerührt. Erdogan beabsichtigt das Gleiche im März zu tun. Angeblich würde es dafür keine Handhabe geben, denn beide wären ja als Privatpersonen in Deutschland zu Besuch.

Gut – wir sprechen uns noch einmal, sollte Erdogan in Deutschland ein Haar gekrümmt werden. Für den Fall eines Attentats auf Erdogan in Deutschland werden wir dann möglicherweise eine total entfesselte Meute erleben, die in Deutschland offen Straßenkämpfe ausführt bis hin zum Bürgerkrieg. Und Gnade uns Gott, wenn sich dabei herausstellen sollte, dass der oder die Attentäter aus dem Umfeld der Gülen-Bewegung oder PKK kommen sollten, die schon lange in Deutschland subversiv unterwegs waren – möglicherweise auch noch V-Leute der deutschen Geheimdienst- und Sicherheitsbehörden. Oder noch besser, wenn es wieder einmal sogenannte Neonazis oder Reichsbürger waren.

Ich verweise da auch auf einen Artikel des Tagesspiegels vom 22.02.2017 „Angst vor dem nächsten Putsch in der Türkei – Erdogan-Verwandter baut regierungstreue Miliz auf“. Da steht u.a., dass Orhan Uzuner über Kurznachrichten wie WhatsApp und Zello eine Art Bürgerwehr mit tausenden Freiwilligen aufbauen will. Uzuner ist zufälligerweise der Schwiegervater von Erdogans Sohn Bilal. So kann man beim Tagesspiegel weiterlesen: „Ein Internetvideo von einer Versammlung zeigt Uzuner, wie er über die Trillerpfeife und das Megafon redet und dann hinzufügt: „Da sind auch Waffen, die wir benutzen, wenn es notwendig wird.““

Aber es wird noch besser, wenn man die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 19.02.2017 „Migration als Waffe?“ liest. Es geht da um den Moscheeverein „Fussilet 33“, der jüngst verboten wurde. Dieser Verein in Berlin-Moabit in der Perleberger Straße war offenkundig ein Treffpunkt radikalislamistischer Tschetschenen aus Berlin und Brandenburg. Jawoll, Tschetschenen – die Geheimwaffe der internationalen Geheimdienste.

Unter anderem soll auch die syrische Terrorgruppe Junud asch Scham von dort unterstützt worden sein, die vorwiegend aus tschetschenischen Kämpfern besteht. Interessanterweise haben seit 2012 fast 36.000 Tschetschenen in Deutschland Asyl beantragt, die meisten von ihnen natürlich ohne gültigen Pass und Visum. Hierzu heißt es in dem o.g. Artikel der FAZ weiter: „Im vergangenen Jahr stellten mehr als 12 200 Menschen aus der Russischen Föderation einen Asylantrag in Deutschland. Davon waren nach eigenen Angaben 9850 Tschetschenen, mehr als 80 Prozent. Es war die größte Einreisewelle aus Russland seit 2013. In diesem Jahr hatten sogar knapp 15 500 Russen Asyl in Deutschland beantragt. Mehr als 13 600 von ihnen, rund 90 Prozent, waren damals Tschetschenen. […] Eigentlich dürfe sich der größte Teil der Tschetschenen also gar nicht mehr hier aufhalten. Doch der Druck, Deutschland wieder zu verlassen, ist gering. Die Tschetschenen reisen in der Regel aus ihrer Heimat nach Weißrussland und stellen dann an der polnischen Grenze einen Asylantrag. […] In der organisierten Kriminalität in Deutschland spielen Tschetschenen seit Jahren eine große Rolle. Bei Schutzgelderpressungen, Raub und der Verteidigung von Geschäftsbezirken gegen andere kriminelle Banden sind sie stark vertreten, oft agieren sie auch im Auftrag ethnischer Clans. Im November fand eine Razzia gegen sechzehn Tschetschenen in mehreren sächsischen Städten, aber auch in Thüringen und Rheinland-Pfalz statt; ihnen wird die Gründung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.“ (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 19.02.2017 „Migration als Waffe?“ )

Weiterhin ist interessant, dass irgendjemand in den Jahren 2012 und 2013 die Gerüchte unter den Tschetschenen verbreitet hatte, dass man in Deutschland ein Begrüßungsgeld, ein Haus oder ein Grundstück erhält. Hinter vorgehaltener Hand wurde dann mit den Russen verhandelt, um den stetig wachsenden Strom an tschetschenischen Asylanten zum Versiegen zu bringen. Kurze Zeit später reduzierten sich dann tatsächlich die Asylanträge aus Russland. Das änderte sich allerdings ganz schnell wieder mit Merkels Flüchtlingspolitik aus dem Jahr 2015. Dazu schrieb dann ebenfalls die FAZ: „Eine Erklärung für die Reisewellen, die dort außerdem gegeben wird, lautet: Russland hatte kein Interesse, diesen Zustrom illegaler Migranten nach Deutschland zu stoppen. Die Russen wollten den Deutschen vielmehr zeigen, das [sic] sie ein Problem schaffen und es auch wieder abschaffen könnten. In der Flüchtlingsfrage, die Deutschland so tief spaltet, trugen sie so dazu bei, dass die dadurch entstandenen Probleme sich noch verstärkten. Deshalb lohnt es sich für Moskau, die Tschetschenenkarte zu spielen. Bei den Verhandlungen mit den Russen, in denen die deutsche Seite darauf drang, den Zustrom von Tschetschenen zu unterbinden, ließ die russische Seite unter anderem wissen, dass es sich bei den Tschetschenen gar nicht um solche aus der russischen Kaukasusrepublik, sondern um Tschetschenen aus Kasachstan handelte. […] Als Beispiel für das Vorgehen der Russen wird auch auf die Flüchtlinge verwiesen, die 2015 über die sogenannte Polarroute nach Finnland und Norwegen gelangten. Sie durchquerten ein Gebiet, das zuvor als Sperrzone gegolten hatte. Erst als die Regierung in Helsinki und Oslo mit Moskau verhandelten, wurde die Route wieder dicht gemacht. […] Die Erfahrung mit Russland in der Frage der illegalen Migration fasst ein Fachmann in der Regierung so zusammen: „Was den Deutschen Probleme bereitet, das ist für die Russen ein Trumpf im Ärmel.““ (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 19.02.2017 „Migration als Waffe?“)

Über die Clanstrukturen hier in Deutschland habe ich ebenfalls bereits in meinen vorherigen Ausführungen zu den Kindermorden in der BRD – Teil 1 berichtet. Das Thema ist auch heute wieder aktuell, wenn man sich die FAZ vom 04.02.2017 „Diese Straße gehört uns!“ anschaut. Im Fokus stehen hier die kurdisch-libanesischen Familienclans, die sogenannten Mhallamiye-Kurden. Von Südostanatolien haben sie sich zunächst im Libanon angesiedelt bevor sie schließlich als Bürgerkriegsflüchtlinge von 1975 bis 1990 nach Deutschland ohne Papier oder Pässe einwanderten. Damals konnte mehr als die Hälfte die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Sicherlich gibt es einige, die sich in Deutschland gut eingelebt und integriert haben. Allerdings spricht die FAZ auch davon, dass viele unsere Lebenskultur ablehnen und sich stattdessen in Clanstrukturen organisieren. So heißt es weiter: „Heute gibt es die größten Mhallamiye-Gemeinden in Berlin, Bremen und Essen. Dort leben 5000 „Libanesen“, aufgeteilt in zehn festen Familienstrukturen. Die größte Essener Familie umfasst mittlerweile 1200 Mitglieder. […] Ein anderer Teil betrachtet die deutsche Gesellschaft vorwiegend als „Beutegesellschaft“, wie der Berliner Islamwissenschaftler Ralph Ghadban schreibt. Viele Familien planen ihr Leben mit Sozialhilfe, zudem bieten Rauschgifthandel, Erpressung, Diebstahl und Raubüberfälle unerschöpfliche Ressourcen. Einige Clans haben aus den Gewinnen über die Jahre einen beachtlichen Immobilienbesitz angehäuft. […] Ein Teil der Familien sei „im Bereich des gesamten Strafgesetzbuches unterwegs“, sagt der Essener Polizeipräsident Frank Richter.“ (Quelle: FAZ „Diese Straße gehört uns!“ vom 04.02.2017)

Faszinierend ist auch der Spiegelartikel vom 04.02.2017 „Putins Schläfer“. Es geht um die Fernsehdokumentation „Putins kalter Krieg – Ein russischer Spion packt aus“, die am 08.02.2017 im ZDFZoom ausgestrahlt wurde. Der ehemalige Oberst des FSB erzählt dort, wie er mit 50 Mitarbeitern und etwa 400 Spitzeln die Muslime im Nordkaukasus überwacht hätte. Schon vor der Flüchtlingswelle von 2015 habe er dabei mitgeholfen, junge Sportler aus Tschetschenien mit falschen Papieren auszustatten und als Flüchtlinge getarnt nach Europa, insbesondere Deutschland zu schicken. In dem Repertoire des getarnten Flüchtlings waren solche Sachen wie gefälschte Strafurteile, getürkte Ermittlungsberichte und sonstige Nachweise für eine angebliche politische bzw. religiöse Verfolgung. Der Spiegel dazu weiter: „Hans-Georg Maaßen, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz kommt in Kochs Film mit einer beunruhigenden Einschätzung zu Wort. Es sei „offenkundig, wenn eine Durchreise durch Russland nicht ohne Kenntnisse der russischen Nachrichtendienste stattfinden. Oder durch Unterstützung der russischen Nachrichtendienste.“ Die tschetschenische Oppositionelle Rubati Mizajewa, die 2002 aus Tschetschenien floh und seitdem in Deutschland lebt, schätzt die Lage ähnlich ein: „In den letzten fünf Jahren sind in Deutschland viele Beauftragte des FSB aufgetaucht. Ich schätze, dass hierzulande jeder zweite Tschetschene für den FSB arbeitet.“ (Quelle: Der Spiegel „Putins Schläfer“ vom 04.02.2017)

Nach Aussagen des russischen FSB-Oberst soll Putin 2007 größtes Vergnügen daran gefunden haben, Angela Merkel zu demütigen, indem er ihre Angst vor Hunden zum Anlass nahm. Er ließ seinen Hund an ihren Beinen schnüffeln, als sie sich bei ihm in seiner Sommerresidenz auf der Insel Sotchi aufhielt.

Am gleichen Tag berichtete auch der Spiegel, dass die USA eine geheime Eingreiftruppe in Frankfurt unterhielt. Die Zustimmung dafür hat im Übrigen Wolfgang Schäuble bereits 1986 dazu gegeben. Sie waren dem US-Botschafter in Bonn unterstellt und nannten sich „Foreign Emergency Support Team“ (FEST), bestehend aus Soldaten und Geheimdienstlern. Sie waren vor allem mit der Fernmeldeaufklärung beschäftigt und wurden in den US Rhein-Main Air Base in Frankfurt untergebracht. Immerhin versprach man, auf die Anwendung von Gewalt im In- und Ausland zu verzichten, aber als das Auswärtige Amt dafür eine schriftliche Bestätigung haben wollte, lehnte Schäuble es ab. Die Truppe soll mittlerweile abgezogen worden sein, das Datum dafür sei aber nicht bekannt – so der Spiegel (Quelle: Der Spiegel vom 04.02.2017 „Geheime US-Eingreiftruppe in Frankfurt“)

Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass diese Truppe zur Zeit des NSU nach wie vor in Deutschland aktiv war.

Und damit man mir keine Einseitigkeit zum Nachteil der Muslime in meinem Beitrag vorwerfen kann, soll noch der Fall des Briten Mark Kennedy alias Mark Stone erwähnt werden. Dazu berichtete der Tagesspiegel vom 03.02.2017 „Sag niemals, wie“ folgendes: „Seit 2003 war er europaweit als Agent des britischen Staatsschutzes unterwegs und schickte Informationen über Aktivisten und Proteste an seinen Führungsoffizier – ein Einsatz, der sieben Jahre dauerte. Im Oktober 2010 fand eine von ihm getäuschte Freundin in England einen Pass, der nicht auf den Namen Mark Stone ausgestellt war, dazu Unterlagen, die nicht zur Legende des Agenten passten. […] Bis heute ist ungeklärt, was der Agent in Berlin genau tat. Der Enttarnung folgte ein Skandal.“

Jedenfalls versuchte der damalige BKA-Präsident Jörg Ziercke diesen Fall abzuwiegeln – man hätte nur vage Informationen darüber gehabt. Er soll eigentlich in Berlin nur seine Kontakte zur Aktivistenszene gepflegt haben ohne konkrete Spionageaufträge. Der Tagesspiegel hierzu weiter: „Egal ob verdeckte Ermittler wie Mark Kennedy, angeheuerte Spitzel oder hauptamtliche Spione: Für Berlin interessieren sich Späher nicht nur, weil hier Bundesregierung und Behörden ihren Sitz haben. Sondern vor allem wegen der vielen Oppositionellen, Aktivisten, aber auch Schmuggler und Schleuser, die sich in der Stadt treffen.“

Das will ich gerne glauben, nachdem wir nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Balkankrieg so viele Jahre das Scheunentor Deutschland ganz weit für die Organisierte Kriminalität und Bandenkriminalität geöffnet hatten. Hier verweise ich wieder auf meine Ausführungen zum Sachsensumpf Teil 3

Was es jedenfalls heißt, ein Opfer von handfester Spionage zu sein, erzählt der SPD-Politiker Reinhold Robbe – zufälligerweise auch ehemaliger Wehrbeauftragter des Bundes – in dem o.g. Artikel des Tagesspiegels gleich selbst. Da ist ihm ein Pakistani nicht mehr von der Pelle gerückt, insbesondere im Jahr 2015, als er auch noch das Amt des Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft innehatte. Das BKA hat dann den Pakistani im Juli 2016 in Bremerhaven verhaftet. (Quelle: Der Tagesspiegel „Sag niemals, wie“ vom 03.02.2017)

Ach, nebenbei erwähnt zeigt jetzt auch Marokko, wie man richtig die Flüchtlingskarte gegenüber der EU ausspielen kann. Die waren nämlich über das Europäische Gerichtsurteil vom Dezember 2016 ziemlich verärgert, bei dem nun endgültig entschieden wurde, dass die von Marokko beanspruchte Westsahara nicht zum Handelsabkommen zwischen der EU und Marokko gehöre. Dazu schrieb wiederum die FAZ unter dem Titel „Illegale Migration als Drohkulisse“ vom 18.02.2017: „Als Ende Januar 2017 der EU-Energiekommissar Arias Canete die EU-Position zur Westsahara noch einmal bekräftigte, war die Geduld in Rabat offenbar zu Ende. […] Zugleich profitiert Spanien wie kein anderes EU-Mitglied vom Fischereiabkommen, das durch die beiden Urteile wieder fraglich geworden ist. Rund hundert spanische Boote fischen in den Gewässern der Westsahara. Wenn weiterhin vor allem die Europäer von dem Abkommen profitieren, könnte man sich auch Russland, China, Indien und den afrikanischen Nachbarn zuwenden, hieß es jetzt frustriert aus Rabat.“

Na, und jetzt ratet mal, wer sich noch China zuwendet?

Wieder musste ich in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 18.02.2017 lesen, dass die Chinesen bei der Deutschen Bank eingestiegen sind. „Die Deutsche Bank hat einen neuen Großinvestor. Das chinesische Firmenkonglomerat HNA Group hat sich laut einer Mitteilung vom Freitag mit 755 Millionen Euro 3,04 Prozent an der wichtigsten deutschen Bank gesichert und ist damit drittgrößter Aktionär nach der Herrscherfamilie von Qatar und dem weltgrößten Vermögensverwalter Blackrock. Die Chinesen erwägen, noch mehr Geld in die Deutsche Bank zu stecken: „Wir schließen nicht aus, unsere Beteiligung in moderatem Umfang aufzustocken“, sagte ein Sprecher von HNA gegenüber dieser Zeitung: „Wir werden aber auf jeden Fall unter 10 Prozent bleiben.“ […] Die Chinesen haben sich nicht direkt, sondern über den österreichischen Vermögensverwalter C-Quadrat an der Bank beteiligt. […] HNA ist schon seit längerem auf Einkaufstour in Europa und Amerika. Das ursprünglich als reine Fluggesellschaft gestartete Konglomerat von Chinas Tropeninsel Hainan hat etwa für 6,5 Milliarden Dollar ein Viertel am amerikanischen Hotelbetreiber Hilton übernommen. Im Sommer vergangenen Jahres kauften die Chinesen in Europa die Hotelketten Carlson (Radisson, Park Plaza) und NH. Für den Kauf des defizitären Regionalflughafens Frankfurt Hahn ist HNA mittlerweile der einzig ernstzunehmende Anwärter, der gerade von der rheinland-pfälzischen Landesregierung geprüft wird.“

Die Wanda-Gruppe aus Peking soll bereits auch in Gesprächen sein, die Postbank zu übernehmen.

Ja, aber einen richtigen Brechreiz habe ich dann bekommen, als ich den Artikel der Berliner Zeitung vom 20.02.2017 „Die IT-Diktatur“ gelesen habe. Danach sollen Chinas Bürger bei zahlreichen Rechts- und Ordnungsverstößen mit massiven Repressalien zu rechnen haben. Wer zum Beispiel einen Kredit nicht zurückzahlt, darf nicht mit der Bahn oder Flugzeug reisen. Dazu heißt es im o.g. Artikel weiter: „Mehr als 44 Regierungsstellen haben sich zusammengeschlossen, um Regelbrecher auf möglichst vielen Ebenen zu benachteiligen“, lässt sich Meng Xiang zitieren, der Chef der Vollzugsabteilung des obersten Gerichtshof in Peking.“

Vollzogen wird das mit einer riesigen Datenbank, bei der alle, aber auch wirklich alle Daten der Chinesen gesammelt und gründlich ausgewertet werden. Danach bemisst sich dann, wer belohnt oder bestraft wird und wie er zu bewerten ist. „Die chinesischen Kommunisten wollen damit den perfekten autoritären Staat schaffen. […] Handlanger bei dem Vorhaben sind die Internetfirmen des Landes wie Alibaba oder Tencent. In China zeichnet sich damit eine unheilvolle Mischung aus modernster Technik und Stalinismus ab. […] Chinas oberstes Gericht pflegt bereits seit 2013 eine Liste mit langfristig säumigen Schuldnern. Alle 6,7 Millionen Personen auf der Liste sind nun für Reisen in der Luft und auf der Schiene gesperrt.“ (Quelle: Berliner Zeitung „Die IT-Diktatur“ vom 20.02.2017)

Der Testlauf, bei dem Daten aus Finanzbehörden, Telekommunikationsanbietern, Versicherungen, Handelsregister, Ordnungsämter, Sozialmedien, aber auch bei Beschwerdestellen und Petitionsausschüssen gesammelt wurden, fand von 2010 bis 2015 schon mal in der Provinz Jiangsu statt – sicherlich mit durchschlagendem Erfolg.

So, und jetzt könnt Ihr Euch selbst fragen, warum es überhaupt den BREXIT gegeben hat und die USA über die NATO Druck auf Deutschland ausübt, indem der US-Verteidigungsminister James Mattis vorgibt, bis Ende des Jahres 2017 ein Konzept vorzulegen, wie die geforderten Rüstungsinvestitionen von 2% des Bruttoinlandsprodukts zugunsten der NATO erreicht werden. So kann man im Spiegel „Zwei sind zwei sind zwei“ vom 18.02.2017 u.a. lesen: „Die Deutschen scheinen seine Botschaft nicht verstanden zu haben. Mattis hat sie höflich formuliert. Es gebe in Washington eine „gewisse Ungeduld“ mit dem deutschen Beitrag zum westlichen Bündnis, hat er diplomatisch gesagt. Gemeint war: Zahlt endlich euren Anteil, sonst wird es ungemütlich! […] Auf dem Nato-Verteidigungstreffen am Mittwoch in Brüssel stellte der freundliche Herr Mattis den Verbündeten ein Ultimatum. „Ich bin es Ihnen schuldig, Klarheit über die politische Realität in den Vereinigten Staaten zu geben und die Erwartungen der Menschen in meinem Land konkret zu benennen“, sagte der Pentagon-Chef in einer vorbereiteten Rede vor seinen Kollegen. „Amerika wird seiner Verantwortung nachkommen. Aber wenn Ihre Nationen verhindern wollen, dass Amerika sein Engagement in der Allianz zurückfährt, muss jeder von Ihnen zeigen, dass Sie unsere gemeinsame Verteidigung unterstützen.“ Eine deutliche Drohung, die Europäer notfalls ihrem Schicksal zu überlassen.“

Und weiter hießt es im gleichen Artikel: „Zwei Prozent der Wirtschaftskraft aber würden bedeuten, dass der Rüstungsetat von heute 37 auf deutlich über 60 Milliarden Euro steigen müsste. Damit wäre Deutschland mit Abstand die größte Militärmacht in der Mitte des Kontinents. Eine Vorstellung, die den einen oder anderen Europäer nervös machen könnte. Daran soll es nicht scheitern, sagen die Amerikaner. Nennt uns das Land, mit dem wir reden sollen, dann werden wir es davon überzeugen, dass von Deutschland keine Gefahr mehr ausgeht.“

Diese Botschaft kann man in zwei verschiedene Richtungen deuten – von Deutschland wird keine Gefahr mehr ausgehen, weil dann die Bevölkerung sowieso schon am Boden ist; denn neben den hohen Belastungen der sozialen Kassen durch die Integration von Migranten aus aller Welt (und ich meine hier nicht Flüchtlinge, die aufgrund permanenter Menschenrechtsverletzungen und Kriegen gezwungen werden, ihre Herkunftsländer zu verlassen) werden weitere Einsparungen zugunsten der Erhöhung des Militäretats auf den Rücken der deutschen Bevölkerung durchgeführt werden.

Oder: Von Deutschland wird keine Gefahr mehr ausgehen, weil wir dann ohnehin durch eigene Bürgerkriege und Straßenkämpfe mit uns selbst beschäftigt sind, was uns dann wieder zu Flüchtlingen macht, die Deutschland verlassen müssen.

Die Wirtschaft jedenfalls wird erst einmal wieder boomen, denn am 17.02.2017 hat der Rüstungskonzern Rheinmetall schon mal verkündet, dass man mit dem US-Waffenhersteller Raytheon zusammenarbeiten will. „Mit dieser wegweisenden Kooperation beginnen wir ein neues Kapitel für Rheinmetall – sowohl in technologischer Hinsicht wie auch in der Präsenz in wichtigen Märkten“, erklärte Rheinmetall-Chef Armin Papperger. Dabei wollen die beiden Konzerne insbesondere bei der Luftverteidigung, bei Kampfflugzeugen, bei Waffen und Munition sowie im Bereich Cyber-Abwehr kooperieren. Raytheon gehört mit einem Jahresumsatz von zuletzt 24 Milliarden Dollar (umgerechnet 22,5 Milliarden Euro) und 63 000 Mitarbeitern zu den weltweit größten Rüstungskonzernen. In der Branche ist das Unternehmen dabei vor allem für seine Luftabwehrsysteme, Lenkflugkörper und Raketentechnik bekannt.“ (Quelle: Der Tagesspiegel „Ein sicheres Geschäft“ vom 18.02.2017)

Das wird auch Donald Trump mit seiner Politik „Make America Great Again“ und „America First“ sicherlich sehr freuen, denn zufälligerweise hat Rheinmetall auch eine eigene Munitionsfabrik in den USA. Es ist also eher unwahrscheinlich, dass die Deutschen mit heimischen Arbeitsplätzen davon profitieren werden. Jedenfalls ergänzt die FAZ „Rheinmetall rüstet auf“ vom 18.02.2017: „Zwar gab es Mitte 2015 bei der künftigen Raketenabwehr der Bundeswehr eine Niederlage für Raytheon: Die von dem Unternehmen hergestellte Patriot-Batterien sollen nicht weiterentwickelt, sondern durch das Meads-System des europäischen Rüstungsanbieters MBDA ersetzt werden. Doch unterschrieben ist dieser Vertrag immer noch nicht.“

Unterdessen sind der deutsche Panzerhersteller Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und der französische Staatskonzern Nexter eine Fusion eingegangen. Die haben schon mal die Maschinerie für ein neues Panzermodell als Ersatz für die Panzer „Leopard 2“ und „Leclerc“ in Gang gesetzt. Und auch der französische Staatskonzern DCNS überlegt, mit Thyssen-Krupp (TKMS) zusammenzugehen. Angesichts der neuen Lage dürften die Voraussetzungen dafür jetzt viel besser sein. Und so setzt abermals die FAZ vom 20.02.2017 noch eins drauf: „Ähnlich wie zuvor bei Kampfjets oder auch künftig in der Marinetechnik soll beim Bau von Kampfpanzern das frisch fusionierte Duo KMW-Nexter zu einem Herzstück für einen paneuropäischen Heeresausrüster werden. […] „Ich hoffe, dass wir in fünf Jahren noch viel europäischer sind als heute“, wirbt Frank Haun, Vorstandschef von KMW-Nexter, für den Verbund.“ (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung „Berlin und Paris setzen auf gemeinsame Rüstungsprojekte“ vom 20.02.2017)

Und in der Villa Hammerschmidt in Bonn hatten sich unterdessen die Außenminister der G-20 Staaten eingefunden. Thema war u.a auch das Minsker Abkommen, für das sich bis dahin Merkel und Hollande so stark gemacht hatten. Offiziell wollten sich da die Amerikaner noch nicht zur weiteren Vermittlerrolle Deutschlands um den Ukraine-Konflikt auslassen. Am 21.02.2017 konnte man dann aber im Tagesspiegel folgendes lesen: „Doch in Trumps Umgebung denkt man anders. Der persönliche Anwalt des Präsidenten, ein früherer Geschäftsfreund Trumps und ein ukrainischer Politiker basteln an einer Initiative, die den Minsker Mechanismus umgehen würde. Trumps republikanische Parteifreunde sehen die neue Russland-Politik mit wachsender Sorge. Wie die „New York Times“ berichtete, lieferte Trumps Anwalt Michael Cohen den Ukraine-Plan des Trios vor einigen Wochen im Weißen Haus ab. Das Vorhaben sieht demnach den Rückzug russischer Truppen aus der Ost-Ukraine und eine Volksabstimmung der Ukraine über die Frage vor, ob die von Moskau annektierte Halbinsel Krim für 50 oder 100 Jahre an Russland verpachtet werden soll. Cohen hat ebenso wenig außenpolitische Erfahrung wie seine beiden Partner, der Geschäftsmann Felix Sater und der ukrainische Politiker Andrii Artemenko. […] Dennoch ist die Initiative politisches Dynamit, denn sie wird zu einer Zeit bekannt, in der amerikanische Geheimdienste mutmaßliche Verbindungen von Trump zu russischen Stellen untersuchen. Der Präsident verstört seine eigene Partei und die amerikanischen Verbündeten in Europa seit Monaten mit prorussischen Äußerungen.“ (Quelle: Der Tagesspiegel „Trumps Anwalt bastelt an Ukraine-Deal“ vom 21.02.2017)

Als Sigmar Gabriel zum Punkt NATO-Bündnis einwarf, dass Deutschland ja schon so viel für die Entwicklungshilfe oder die Integration von Flüchtlingen leiste, und diese bei dem geforderten „Mehr“ an Verteidigungsausgaben ebenfalls zu berücksichtigen seien, schrieb der Tagesspiegel prompt am 19.02.2017 in seinem Artikel „Neue Sicherheit“: „Nicht nur, dass auch Deutschland das 0.7-Prozent-Ziel für Entwicklung nicht erfüllt. Jeder deutsche Entwicklungshelfer kennt mindestens ein Projekt, das komplett schief gegangen ist. Da gehört mehr Ehrlichkeit her. Wer glaubwürdig sein will, darf zudem nicht nur die Korruption in Entwicklungsländern kritisieren. Auch internationale Firmen, die dort gute Geschäfte machen, müssen sauber arbeiten und Steuern zahlen.“

Was Trump und sein Beraterstab von der EU halten, wurde ja auch schon vielfach in den Medien berichtet. Hier verweise ich einfach auf den jüngsten Artikel des Tagesspiegels vom 24.02.2017 „Aus Skepsis wird Verachtung“. Mehr braucht mal eigentlich nicht mehr dazu zu sagen.

Ich persönlich komme zu folgenden Überlegungen und Schlussfolgerungen: Helmut Kohl mit Wolfgang Schäuble im Gepäck haben den Ausverkauf der deutschen Ostgebiete vorangetrieben. Gerhard Schröder hat die Strukturen für die Organisierte Kriminalität vorwiegend aus dem ehemaligen Ostblock, der Türkei sowie dem Balkan in Deutschland verfestigt und Angela Merkel hat es jetzt fast geschafft, die EU sowie das westliche Verteidigungsbündnis der NATO an die Wand zu fahren.

Wer von unseren Politiker-„Helden“ wird dann als nächstes Deutschland den Todesstoß verpassen?

Die Bildzeitung vom 27.02.2017 schreibt interessanterweise in ihrem Artikel „4-mal so viele Hacker-Angriffe pro Tag“ dazu folgendes: „Die Spuren vieler Attacken führen nach Russland, so die interne BSI-Analyse (liegt BILD vor). Auch der Verfassungsschutz ist inzwischen sicher, dass es russische Cyber-Terroristen waren, die im Mai 2015 den Bundestag angriffen. Bei den Rechnern von 14 Abgeordneten saugten sie 16 Gigabyte Daten und Mails (ca. 4 Millionen DIN A4 Seiten) ab – laut „Zeit“ auch bei einem Computer im Büro der Bundeskanzlerin. Die Beute könnte dazu eingesetzt werden, Abgeordnete bloßzustellen oder gar zu erpressen. Ein Sicherheitsexperte zu BILD: „Das wird uns im Wahljahr noch auf die Füße fallen.“

Zum Abschluss dieser zugegebenermaßen etwas längeren aktuellen Abhandlung passt vielleicht auch wieder die Meldung der Süddeutschen Zeitung vom 01.03.2017 „Zuschuss für U-Boot-Deal“ hinein. Demnach will Deutschland den selbst in Israel in die Kritik geratenen U-Boot-Deal mit Benjamin Netanjahu bezuschussen – und zwar in Höhe von 570 Millionen Euro. Der Vertrag über drei U-Boote zwischen Israel und ThyssenKrupp Marine Systems ist zwar noch nicht abgeschlossen, aber erstaunlicherweise denkt man gar nicht daran, sich das Geschäft von 1,5 Milliarden Euro durch so lästige staatsanwaltschaftliche Ermittlungen wegen Korruption vermasseln zu lassen.

Na ich sage, Prost Mahlzeit und Gute Nacht Deutschland.

Advertisements