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Zurück zu Teil 9

Auf den ersten Blick scheint dieser Fall, über den ich nun berichten werde, nichts mit Kindermorden in der BRD zu tun zu haben.

Vielmehr geht es um einen Mord aus Wien-Hietzing an einer jungen Studentin, der sich in der Nacht vom 01. auf den 02. Juli 2010 im 13. Wiener Gemeindebezirk zugetragen hatte und scheinbar das Werk eines psychopathischen Jurastudenten war, der in Folge sadomasochistischer Sexspiele mit seiner Ex-Freundin völlig die Kontrolle verlor, sie mit 200 Messerstichen grausam quälte und dabei umbrachte. Um die Leiche loszuwerden, habe er sie zerstückelt und in der Mülltonne entsorgt.

Im April dieses Jahres ist das Wiederaufnahmeverfahren endgültig gescheitert, Philipp Korotin bleibt lebenslang als psychopathischer Mörder in Haft, die er in der Justizvollzugsanstalt Stein absitzt.

Soweit die Kurzfassung dieser Ereignisse als Einleitung.

Dieses Kapitel widme ich vor allem dem deutschen Kronzeugen in diesem Prozess, der mit seinen Aussagen Philipp Korotin in den Knast brachte.

Es handelt sich hierbei um Oliver Dikas, der noch nach dem Mord sehr viel Reden von sich machte und mit einer beispiellosen Hetzkampagne im Internet gegen die Familie von Philipp Korotin ins Feld zog.

Und das macht diesen Fall für mich so interessant und bemerkenswert.

Angesichts der aktuellen Entwicklungen zum Fall Peggy Knobloch und dessen mögliche Verbindungen zum Umfeld des vorgeblichen NSU war es mir jetzt ein Bedürfnis, das Kapitel zu den Kindermorden in der BRD wieder aufzunehmen und die weiteren Recherchen zur Piratenpartei erst einmal zur Seite zu legen, denn was ich jetzt zu berichten habe, wird dazu beitragen, das Bild noch etwas abzurunden.

Bereits Medienrechercheure wie Andreas Hauß mit seiner Medienanalyse International haben schon Jahre vorher versucht, auf den Umstand hinzuweisen (mir ebenfalls bestens bekannt), dass hier möglicherweise Verbindungen bestehen, von denen die meisten Menschen noch nicht einmal in ihren kühnsten Albträumen etwas wissen wollten.

An dieser Stelle grüße ich noch einmal ganz herzlich Andreas Hauß und auch die Mitstreiter aus dem Forum geomatico.eu, die mir letztendlich den Impuls für meinen Blog gegeben haben, nachdem ich mich jahrelang mit meinen Theorien und Überlegungen in Buchform abmühte – nicht wissend, wie ich nun all diese Informationen möglichst schnell, aktuell und nachvollziehbar an die Öffentlichkeit bringe.

Und jetzt zu Dir, lieber Oliver Dikas, den ich an dieser Stelle ganz speziell anspreche.

Ich gebe zu, dass ich anfangs, als ich den Mord an Stefanie Pagels aus Wien aufmerksam mitplottete, ebenfalls davon überzeugt war, dass Du gewaltig Dreck am Stecken hast und möglicherweise selbst an diesem Mord beteiligt warst.
Deine dubiose Rolle sowohl als Hauptbelastungszeuge in dem gesamten Verfahren als auch Dein Auftritt in der Dokumentation von PULS4 „Der Fall Stefanie P.“ aus der Serie „Österreichs schockierendste Verbrechen“ mit Deinen anschließend inszenierten Hetzkampagnen quer durchs Internet gegen die Familie von Philipp Korotin und der Journalistin Martina Prewein war für mich zunächst ein eindeutiges Indiz dafür. Allerdings hatte ich auch intuitiv immer wieder das merkwürdige Gefühl gehabt, als ob ich hier ein wesentliches Puzzleteil in meinen Überlegungen vergessen hätte, weswegen ich diesen Teil meiner Ausarbeitungen zur Veröffentlichung auch immer wieder zurückstellte.

Als dann im April 2016 das Wiederaufnahmeverfahren endgültig scheiterte und Du wieder einmal mit Deinen rufschädigenden Aktionen strafrechtlich davongekommen bist, fing ich an, aufmerksamer Deine Blogs im Internet zu lesen und zu verfolgen. Dabei fiel es mir schließlich wie Schuppen vor den Augen.
Du kannst mich gerne auf meinem bzw. auch Deinem Blog korrigieren oder persönlich kontaktieren, wenn ich mit meinen Thesen zu den wahren Hintergründen und Abläufen dieses Mordfalls falsch liege.

Es ist eben nichts so, wie es scheint.

Am 02. Juli 2010 um 16:32 Uhr erhielt die Polizei einen Notruf von Stefanie Pagels Ex-Freund Matthias N.
Voller Sorge um seine Freundin befürchtete er, dass sie in der Auhofstraße in Wien-Hietzing gefangen gehalten wird. Zusammen mit den Verwandten der jungen Studentin Stefanie wartete Matthias bereits vor der Eingangstüre. Offensichtlich wurde ihnen von Philipp K. kein Einlass gewährt.

Fünf Minuten später traf eine Polizeistreife vor Ort ein. Zwei Polizisten gingen in den ersten Stock und wurden schon von Oliver Dikas empfangen, der sich zu diesem Zeitpunkt in der Wohnung zusammen mit Philipp Korotin aufgehalten hatte. Auf Befragung der Polizei gab Philipp zunächst an, nicht zu wissen, wo Stefanie sei. Sie wäre zwar da gewesen, sei aber dann wieder weggegangen. Oliver Dikas blieb zunächst im Hintergrund, wie er in der Dokumentation von Puls4 bekräftigte, um Philipp selbst die Chance zu geben, der Polizei zu berichten, was tatsächlich vorgefallen war. Es wäre schließlich nicht seine Art, andere bei der Polizei zu verpfeifen.

Rückblickend betrachtet bekommt dieser Satz von Oliver Dikas eine ganz neue Bedeutung für mich, denn obwohl die Polizei zunächst den Ausführungen von Philipp Korotin Glauben zu schenken schien, sahen sie sich noch einmal in der Wohnung um und entdeckten dabei in der Schlafnische einen blutigen Lattenrost. An der Wand lehnte eine blutdurchtränkte Matratze. Das wäre dann der Moment gewesen, wo Oliver Dikas zum ersten Mal das Wort gegenüber der Polizei ergriff.

Vor wenigen Minuten hätte Philipp K. ihm den Mord an seiner Ex-Freundin gestanden ohne von sich aus näher auf die Details einzugehen. Nach Aussagen von Oliver Dikas musste er ihm jeden Wurm einzeln aus der Nase ziehen. So hätte er erfahren, dass Stefanie auf dem Bett lag und sich von Philipp zunächst als Teil eines sadomasochistischen Spiels schlagen ließ. Sie wollte dabei immer härter geschlagen werden. Dabei hätte sich Philipp in Rage geschlagen, was Stefanie aber angeblich immer noch nicht zur Befriedigung genug war, so dass er irgendwann durchdrehte, sich ein Messer griff und ihr in den Hals rammte.

Die Mutter von Philipp Korotin, Margit Korotin, gab zunächst an, dass sie sich auf keinen Fall vorstellen könne, dass ihr Sohn sich einem fremden Mann oder flüchtigen Bekannten anvertraut hätte.
Nur wenige Stunden nach der Tat soll Philipp bei ihr zum Essen gewesen sein. Sie habe ihm absolut nichts angemerkt, er benahm sich wie immer und zeigte keinerlei Auffälligkeiten. Dabei unterhielten sie sich über das bevorstehende EM-Fußballspiel, das sie sich am Abend gemeinsam anschauen wollten. Ganz nebenbei zeigte ihr Philipp seine Schnittwunde am Finger und gab an, dass er mit seinem blutigen Finger die Wand beschmiert hätte und deswegen noch einmal zurück in die Wohnung gehen und die Wand streichen wollte. Er fragte dann seine Mutter, ob sie noch weiße Farbe hätte, die sie ihm auch übergab.

Zum Streichen der Wand kam er allerdings dann nicht mehr, denn um 17:15 Uhr bildete sich mittlerweile ein großes Polizeiaufgebot mit Kriminaltechnikern, Spurensicherer und weiteren Ermittlungsbeamten vom LKA Wien, um mehr über das Verschwinden von Stefanie Pagels herauszubekommen. Während eine Polizeihundestaffel in der Umgebung nach der Vermissten suchte, fiel den Ermittlern vor Ort auf, dass die Wohnung bereits saubergemacht wurde. Unterdessen erhielt Margit Korotin eigenartigerweise vom Eigentümer der Wohnung ihres Sohnes einen Anruf, der ihr wohl vom dem Polizeiaufgebot erzählte, und machte sich daraufhin gleich auf den Weg zum Tatort.

Oliver Dikas wiederum gab noch vor Ort auf weitere Befragungen an, dass die Wohnung bereits gesäubert war, als er Philipp aufsuchte. Trotzdem wären immer noch Unmengen von Blutspuren sichtbar gewesen. Er sei dann selbst von Zimmer zu Zimmer gegangen, habe aber Stefanie nicht entdecken können. Er habe dann gefragt, wo die Leiche von Stefanie P. sei, woraufhin Philipp ihm bereitwillig mitgeteilt hätte, er habe sie zerteilt und dann den Torso, den Kopf und die Arme auf zwei Müllsäcke verteilt in den Müllcontainer im Untergeschoss des Hauses geschmissen. Komischerweise hatte sich Philipp diesbezüglich nie vor den Ermittlungsbeamten und bei späteren Verhören so eingelassen.
Die entscheidenden Hinweise zum Auffinden der Körperteile kamen von Oliver Dikas selbst.
Den Polizeibeamten schienen die vielen Detailkenntnisse von Oliver Dikas zum Ablauf der Tat nicht besonders auffällig zu sein. Als die Ermittlungsbeamten schließlich gegen 19:00 Uhr des 02. Juli 2010 tatsächlich die Leichenteile von Stefanie P. im Container entdeckten, wird einzig und alleine Philipp K. in seiner Wohnung verhaftet und auf das Kriminalkommissariat gebracht. Sein Anwalt Ernst Schillhammer kam schließlich dazu und fand Philipp K. mit einem schweren Schock vor. Philipp schilderte dem Anwalt die Ereignisse so, als ob es sich bei der Tötung um einen Unfall gehandelt habe. Das Gleiche erzählte er im Übrigen auch anfangs seiner Mutter. Er und Stefanie hätten zuerst zwei Flaschen Wodka getrunken und dann eine Vergewaltigungsszene nachgestellt. Dann sei ihm ein Messer im Brustbereich abgerutscht. Nach Aussagen von der Mutter habe sie ihm aber da schon kein Wort geglaubt, weil sie ihn ganz anders kenne, nämlich als sanft, liebenswürdig und zärtlich. Darauf von der Mutter angesprochen, habe er schließlich erzählt, dass er die wahren Umstände dazu nicht sagen könne, weil er Angst um sie hätte. Seine Angst bezog sich vor allem auf Oliver Dikas, dem er angeblich in allen Details die Tat gestanden habe. Oliver Dikas hätte ihm geheimnisvoll gesagt „Sei froh, dass es Deine Freundin war und nicht Deine Mutter“.

Auch der renommierte Kriminalpsychologe Reinhard Haller hält das angebliche Geständnis gegenüber dem flüchtigen Bekannten Oliver Dikas für ungewöhnlich. In der Regel würden sich Täter vor allem ihnen nahestehenden Personen anvertrauen.

Und jetzt wird es bereits richtig kurios, denn obwohl Oliver Dikas bereitwillig gegenüber der Polizei angab, selbst kein Alibi für die Tatnacht aufweisen zu können, wurde er trotzdem weiter als Hauptbelastungszeuge und nicht als möglicher Verdächtiger geführt. Das bekräftigte er auch im Interview mit PULS4. Wortwörtlich sagt er dazu: „Nö, ich hab keine Zeugen. Ich war ganz alleine in meiner Wohnung und, ehm, hab auch, äh, bis … bis zum nächsten Tag um 16:00 Uhr war ich bei mir zuhause.“

Kurz nach 16:00 Uhr ist er dann plötzlich Hauptzeuge in einem Mordfall. Und dann hat er auch noch einer Großtante des Opfers Stefanie unmittelbar nach dem Mord alle Details in all ihren Grausamkeiten erzählt, um sie möglicherweise auch zu schockieren. Dabei gab er auch die genaue Anzahl der Messerstiche preis und die Dauer des Leidensweg von Stefanie. Dabei scheint Oliver Dikas auch ganz genau die Lebensgeschichte von Philipp K. sowie seiner Mutter zu kennen. Dieses Wissen offenbarte Oliver der Kripo erst nach Abschluss der Obduktion im September 2010.

Bei zahlreichen Interviews soll Oliver erzählt haben, dass Philipp Stefanie in Wahrheit gehasst habe. Das wiederum bestritt Margit Korotin heftig und bezog sich dabei auf einen Vorfall, der sich Wochen vor der Tat zugetragen haben soll. Philipp befand sich zu diesem Zeitpunkt in Salzburg, als er plötzlich mitten in der Nacht von Stefanie eine SMS bekam, in der sie ihren Suizid mit Tabletten ankündigte, die sie bereits genommen hätte. Das wiederum hätte Philipp veranlasst, umgehend die Großtante von Stefanie anzurufen. Tatsächlich fanden dann die von der Tante alarmierten Rettungskräfte Stefanie bereits benommen vor und brachten sie ins Krankenhaus. Zu einer ähnlichen Schlussfolgerung kam auch Philipps beste Freundin Evelyn N. Gegenüber PULS4 gibt sie im Interview Folgendes an: „Ich weiß, erstens hätte er einfach keinen Grund gehabt, ihr was anzutun, weil er sie mochte und auch überhaupt, da war kein Hass von seiner Seite. Überhaupt keiner. Außerdem wäre er einfach nicht dazu fähig, sowas zu tun. Er ist ja ziemlich gegen Gewalt, und überhaupt, so ein Mensch, der das … zu dem das überhaupt nicht passt.“

Laut der Dokumentation von PULS4 lernte Philipp Korotin Oliver Dikas um den Mai 2010 in einem Supermarkt kennen. Dort war Philipp als Kassierer tätig. Laut Aussage von Oliver Dikas soll das auch Philipps erster Arbeitstag an der Kasse gewesen sein. Dabei sei es zu Problemen mit der Kasse gekommen, was wiederum zu Unmut bei den Kunden sorgte. Oliver Dikas sei dann Philipp zu Hilfe gekommen und so habe sich daraus eine lockere Freundschaft entwickelt. Beide kommunizierten viel über Facebook und trafen sich ab und an auf der Straße. Spontan habe Philipp ihm da schon Details aus seinem Sexleben mit Stefanie erzählt. Oftmals sei er mit ihr unten im Keller zugange gewesen, während seine Freundin oben in der Wohnung auf ihn gewartet habe.

Interessanterweise gab Oliver Dikas dann vor der Kamera an, dass auch er glaube, dass es bei der Zerteilung und Beseitigung der Leiche Mithelfer gegeben habe. So sagt er: „Ich denke schon, dass es zumindest bei der Beseitigung oder Zerteilung der Leiche Beteiligte gab, weil, ehm, diese, ehm Zerteilungen, die er getätigt hat, normalerweise ein Laie so nicht hinkriegt.“

Und genau das schienen auch die Spuren am Tatort und der Leiche so zu bestätigen, denn man fand neben der DNA von Stefanie zwei weitere fremde DNA-Spuren von einem Mann und einer Frau auf zwei Paar Latex-Handschuhen sowie eine Kontaktlinse im Haar von Stefanie P., die weder Philipp K. noch Oliver Dikas noch sonst einer bekannten Person zugeordnet werden konnte. Außerdem entdeckten die Ermittler auf der blutdurchtränkten Matratze eine kleine rechteckige,  saubere Fläche von 60 x 40 cm, die vermuten lässt, dass dort ein Gegenstand wie zum Beispiel ein Laptop oder Kamera platziert worden sein könnte.

Und ein weiteres bemerkenswertes Detail kam während den Ermittlungen ans Tageslicht.

Es existierte bereits ein Amateursexfilm vom 06. Mai 2010, der wohl in der Nachbarwohnung von Philipp Korotins Wohneinheit gedreht wurde. Zu sehen waren darauf Philipp, der Mieter der Nachbarwohnung, ein gewisser Alexander, und Stefanie Pagels, wie sie sich gerade gemeinsam vergnügten. Besagter Alexander ist dann unmittelbar nach dem Mord auch aus der Wohnung ausgezogen. Wer die drei bei den Sexspielchen gefilmt hatte, konnte offensichtlich nicht ermittelt werden.

Die Polizei ermittelte im weiteren Verlauf sowohl im Umfeld des Mordopfers als auch des Täters und kam dabei zu folgenden Bewegungsbildern.

Am Nachmittag des 30. Juni 2010 trifft sich Stefanie Pagels noch mit ihrem Freund Matthias N., mit dem sie noch wegen Philipp Schluss machen wollte. Ihre Schwester erhielt dabei folgende SMS: „Mah, jetzt treff ich noch den Math, weil er wieder total durchgedreht ist. Ach Gott, naja, Schlüssel hast Du ja, weil ich bin dann leider nicht mehr daheim.“

Komischerweise erfuhr Margit Korotin von der Beziehung zwischen Stefanie Pagels und Matthias N. erst aus den Ermittlungsakten. Dabei soll Stefanie immer wieder hin- und hergerissen gewesen sein zwischen Philipp und Matthias. Die endgültige Entscheidung zugunsten Philipps fiel dann wohl am 01. Juli 2010. Zuvor hatte sie offensichtlich bei Philipp die Nacht verbracht und verließ dann seine Wohnung in der Auhofstraße gegen 05:30 Uhr, um wieder zu sich nach Hause in den 19. Wiener Gemeindebezirk zu fahren, um zu schlafen. Mittags und nachmittags telefonierte sie dann mehrmals mit ihrem Noch-Freund Matthias und anderen Bekannten. Dazwischen tauscht sie ausgiebig mit ihrer Schwester SMS aus. Darunter auch folgende SMS „Der Philipp zeigt mir mehr als genug wie er mich liebt. Wie kann ich´s Tante und Mama sagen? Trau mich nicht.“

Um 18.04 Uhr kontaktiert sie  Philipp. Ein weiteres Telefonat mit ihrer Mutter fand dann um 18:27 Uhr statt. Da hatte sie sich mit der Schnellbahn bereits auf den Weg zu Philipp gemacht. Während der Fahrt gibt es immer wieder Telefonate mit Matthias N., in denen sie wohl ihre Entscheidung mitteilte und die Beziehung beendete. Gegen 19:00 Uhr trifft sie wieder bei Philipp K. im 13. Wiener Gemeindebezirk ein. Dort fanden weitere Telefonate und SMS neben Matthias N. auch mit einem anderen, sehr engen Freund statt. Das letzte Gespräch führt sie schließlich gegen 19:41 Uhr mit Matthias N.

Mutter und Großtante wussten ebenfalls, wo sich Stefanie zu diesem Zeitpunkt aufhielt.

Um 22:21 Uhr und 22:23 Uhr versuchte sie dann einen gewissen Christian S., ebenfalls ein sehr enger Vertrauter, telefonisch zu erreichen. Anschließend bekommt dieser eine SMS mit folgendem Inhalt: „Oh mein Gott, bitte ruf an.“

Wie die Polizei herausfand, musste sich Stefanie zu diesem Zeitpunkt auf der Straße in der Nähe der Wohnung von Philipp K. befunden haben. Zuvor war sie in einem türkischen Lokal gewesen, um dort einige Sachen einzukaufen. Das musste öfter an diesem Abend vorgekommen sein, wo sie von dort wiederholt Essen, Bier und Zigaretten holte bzw. Leergut zurückbrachte. Überschwänglich soll sie dem Kellner erzählt haben, dass sie den Philipp so wahnsinnig liebe und sogar für ihn sterben würde. Nach dem Bewegungsablauf zu urteilen, muss dann Stefanie Pagels ca. eine halbe Stunde später tatsächlich ermordet worden sein.

Die Polizei schloss jedenfalls aufgrund des Bewegungsbildes daraus, dass Stefanie Pagels auf dem Weg zwischen Lokal und Philipps Wohnung jemanden auf der Straße getroffen haben musste, vor dem sie Angst hatte. Unmittelbar nach Erhalt der SMS gegen 22:30 Uhr versuchte Christian S. Stefanie telefonisch erfolglos zu erreichen. Vor der Polizei gab Christian S. zu Protokoll, dass er mindestens fünf Mal versuchte hatte, sie auf ihrer T-Mobilnummer anzurufen. Nachdem er sie dort nicht erreichen konnte, rief er noch mal auf der A1-Nummer an, von der sie sich zuletzt bei ihm gemeldet hatte. Doch Stefanie ging nicht mehr ans Telefon.

Laut Aussage von Philipp Korotin kam Stefanie jedoch in seiner Wohnung an und erzählte ihm, dass sie auf der Straße noch einen Bekannten angetroffen hätte. Weil er zu diesem Zeitpunkt aber schon so derart betrunken gewesen wäre, könnte er sich nicht mehr an den Namen von dem Bekannten erinnern. Zuvor habe er zusammen mit Stefanie schon zwei Flaschen Wodka getrunken gehabt.

Und dann wird es noch kurioser, denn Philipp soll sich nach eigenen Aussagen gegenüber seiner Mutter dahingehend geäußert haben, dass er in Folge des exzessiven Alkoholkonsums eingeschlafen sei. Als er am nächsten Morgen aufwachte, fand er bereits seine Freundin zerstückelt neben sich im Bett auf.

Freunde von Philipp hingegen gaben an, dass Philipp gar nicht diese Mengen an Alkohol hätte vertragen können. Sobald mehr Alkohol im Spiel war, wäre Philipp sofort von einer auf die andere Sekunde buchstäblich ins Delirium gefallen. Seine geistigen Aussetzer unter Alkoholeinfluss wären unter seinen Freunden wohl bekannt und auch legendär gewesen.

Auch während den späteren Vernehmungen war Philipp Korotin angeblich nicht mehr in der Lage, der Polizei zu erzählen, was sich an diesem Abend in seiner Wohnung ereignet hatte.

Laut Obduktionsbefund von dem Gerichtsmediziner Daniele Risser ergab sich folgendes Martyrium:

Stefanie war gefesselt und mit 200 Messerstichen langsam zu Tode gequält worden. Daneben fanden mit verschiedenen Küchenmessern Verstümmelungen am lebendigen Leib statt. Zuerst wurden ihr die Nase, dann ein Ohr, die linke Brust und schließlich ihr Geschlechtsteil abgeschnitten. Auf ihrem Bauch trug sie eine Tätowierung mit dem Namenszug von Philipp, die ihr ebenfalls herausgeschnitten wurde. Und so kam auch die Journalistin von NEWS, Martina Prewein, zu dem Schluss, dass dieses Verletzungsbild Züge eines Ritualmordes aufweisen würde. Das wiederum führte sie zu der weiteren Schlussfolgerung, dass es eher unwahrscheinlich sei, der Täter käme aus dem unmittelbaren Freundeskreis von Stefanie Pagels, was dann automatisch auch wieder weitere Spekulationen darüber eröffnete, dass Oliver Dikas viel eher für den Mord in Frage kommen würde. Das führte letztendlich auch dazu, dass der Sender PULS4 wegen übler Nachrede und Verleumdung gegen Oliver Dikas zu einem Schmerzensgeld von 15.000 Euro sowie einer offiziellen Gegendarstellung gerichtlich verdonnert wurde.

Allerdings ist sehr auffällig, dass die abgeschnittenen Leichenteile nie gefunden wurden. Nach Aussage von Oliver Dikas gegenüber der Polizei und den Reportern von PULS4 soll Philipp ihm erzählt haben, dass er die Leichenteile auch im Mistkübel entsorgt bzw. den Hautfetzen mit der Tätowierung in der Toilette heruntergespült hätte. Außerdem blieben bis heute die Kleidung, die Tasche und ein weiteres Handy von Stefanie Pagels verschwunden. Über Oliver Dikas war bereits polizeilich bekannt, dass er in der Unterwelt tätig und Bordellbetreiber war.

Oliver Dikas erzählte vor der Kamera weiter, dass Philipp ihn und einen gewissen Alexander am 01. Juli 2010 abends mehrmals angerufen habe, um zu seiner Party zu kommen. Es wären bereits ein Mann und eine Frau da und es schien für ihn, als ob da eine Gruppensexparty stattfinden würde. Weil er an diesem Tag von einer acht bis neunstündigen Autofahrt bereits müde und abgekämpft gewesen wäre und einfach seine Ruhe haben wollte, hätte er aber die Einladung abgeschlagen und wäre daheim geblieben. Oliver hatte behauptet, dass er an diesem Tag in Kärnten gewesen wäre, die Daten zur Handyauswertung sagen jedoch etwas anderes, denn Olivers Handy war den ganzen Tag in Wien eingeloggt. Die Mutter gab vor der Kamera an, dass Philipp nachweislich nur insgesamt zweimal Oliver Dikas über einen Zeitraum von zwei Monaten angerufen hätte. Davon soll einer am 02. Juli gegen 15:00 Uhr gewesen sein, woraufhin sich dann Oliver Dikas auch gegen 15:45 Uhr auf den Weg zu Philipps Wohnung machte. In dem Telefonat hätte Philipp schon angedeutet, dass ein Mord passiert wäre. Insgesamt soll sich Oliver Dikas nach eigenen Aussagen bis zum Eintreffen der Polizei maximal 25 Minuten in der Wohnung aufgehalten haben.

Und da beißt sich jetzt die Katze in den Schwanz, denn Margit Korotin gab gegenüber dem Sender PULS4 an, dass Oliver Dikas erst gegen 16:31 Uhr zu ihrem Sohn gekommen wäre. Das würden Telefonprotokolle eindeutig beweisen – so jedenfalls ihre Worte vor der Kamera von PULS4.

Diese Aussage passt aus meiner Sicht nicht mit den Ereignissen zusammen, denn um 16:32 Uhr ging ja bereits ein Notruf seitens Matthias N. bei der Polizei ein, der zu diesem Zeitpunkt zusammen mit Angehörigen der Stefanie P. bereits vor der Haustüre der Wohnung von Philipp in der Auhofstraße gestanden haben will – so jedenfalls konnte man das aus der Dokumentation von PULS4 selbst erfahren. Um 16:37 Uhr kam dann gleich der erste Streifenwagen. Diesen Leuten müsste dann Oliver Dikas direkt in die Arme gelaufen sein, wenn er tatsächlich erst um 16:31 Uhr in der Wohnung von Philipp Korotin eintraf. Außerdem hatte Oliver Dikas die Tür geöffnet, als die Polizei bei Philipp Korotin klingelte, während sich Philipp in einem der Zimmer seiner Wohnung aufhielt.

Oliver Dikas jedenfalls behauptet, dass er sogar im Besitz von Tonbandaufnahmen ist, auf denen er das Gespräch zwischen ihm und Philipp K. aufgezeichnet hätte, nachdem Philipp das Gespräch am Telefon mit den Worten „Es ist was Schlimmes passiert“ einleitete. Das Schlimme habe er dann wie folgt umschrieben „Es fängt mit M an und hört mit D auf“.

Im Zuge des Wiederaufnahmeverfahrens hatte ich mir noch einmal die signifikantesten, zumindest in der Öffentlichkeit bekannten Fakten ins Gedächtnis gerufen.

  1. Die Bekanntschaft zwischen Philipp und Oliver begann irgendwann im Mai 2010.
  2. Es ist anzunehmen, dass Stefanie bereits zu diesem Zeitpunkt ein Verhältnis mit Philipp K. hatte.
  3. Gleichzeitig war Stefanie mit ihrem Freund Matthias N. zusammen, während Philipp offensichtlich auch noch eine Freundin hatte.
  4. Am 06. Mai 2010 wurde wohl ein privater Sexfilm im Haus von Philipp K und Alexander zusammen mit Stefanie aufgenommen. Derjenige, der die Gruppe filmte, wurde in der Öffentlichkeit nicht bekannt.
  5. Stefanie hatte sich bereits den Namen von Philipp auf den Bauch tätowieren lassen. Das muss in jedem Fall auch ihrem Freund Matthias N. bekannt gewesen sein. Wie er emotional darauf reagierte, insbesondere wenn man unterstellt, dass beide nach wie vor sexuell verkehrten und er damit jedes Mal aufs Neue mit dem Nebenbuhler konfrontiert wurde, ist in der Öffentlichkeit nicht weiter diskutiert worden.
  6. Wochen vor dem Mord hatte Stefanie versucht, sich mit Tabletten umzubringen. Philipp soll zu dieser Zeit in Salzburg gewesen sein. Der Grund für diese Kurzschlusshandlung war in der Öffentlichkeit ebenfalls kein Thema mehr.
  7. Am 30. Juni 2010 gab es weitere Auseinandersetzungen zwischen Stefanie und ihrem Noch-Freund Matthias N. An diesem Tag ist sie auch wieder zu Philipp K. gefahren und hat dort die Nacht verbracht.
  8. Am 01.Juli 2010 setzten sich offensichtlich die Streitgespräche zwischen Stefanie und ihrem Freund Matthias N. weiter fort und es kam zum endgültigen Bruch in der Beziehung.
  9. Stefanie hatte wohl Bedenken, ihren Entschluss sowohl der Großtante als auch der Mutter mitzuteilen. Wieso traute sie sich nicht, ihnen das zu erzählen?
  10. Von der Dreiecksbeziehung zwischen Stefanie, Matthias und Philipp erfuhr die Mutter Margit Korotin erst aus den Ermittlungsakten, wie sie gegenüber PULS4 bekräftigte.
  11. Auf dem Weg zu Philipp gab es weitere Telefonate und SMS-Kontakte sowohl mit Matthias N. als auch mit einem weiteren engen Freund von Stefanie. Thema dürfte wohl die neue Situation im Liebesleben von Stefanie P. gewesen sein.
  12. Am Abend des 01. Juli 2010 zwischen 19:00 Uhr und 22:30 ging Stefanie öfter in das in der Nähe befindliche türkische Lokal, um Bier, Zigaretten und etwas zum Essen zu holen. Nebenbei soll sie bereits zusammen mit Philipp zwei Flaschen Wodka geleert haben.
  13. Während ihrer Aufenthalte im türkischen Lokal soll sie gegenüber einem Kellner geäußert haben, dass sie Philipp K so wahnsinnig liebe, dass sie sogar für ihn sterben würde. Aus meiner Sicht ist diese Aussage, sofern sie denn tatsächlich so stattgefunden haben sollte, sehr ungewöhnlich und spricht eher dafür, dass Stefanie schon hier etwas bewusst andeuten wollte.
  14. Um 22:21 Uhr und 22:23 Uhr hatte Stefanie telefonischen Kontakt zu einem Christian S. gehabt. Was hatten diese kurzen Verbindungen zu bedeuten und wieso schickte sie kurze Zeit darauf ein SMS mit dem Wortlaut: „Oh mein Gott, bitte ruf an“. Hatte sie Christian S. ihrerseits nicht erreichen können oder wurde das Gespräch unterbrochen?
  15. Christian S. wiederum versuchte ab 22:30 Uhr mehrmals erfolglos, Stefanie zu erreichen.
  16. Am 02. Juli 2010 will Philipp K. erst beim Aufwachen die zerstückelte Leiche seiner Freundin im Bett aufgefunden haben, deren Teile er dann erst einmal in den Müllcontainer entsorgte und wohl auch die Wohnung säuberte. Den Gedanken, zur Polizei zu gehen, verwarf er nach seinen Aussagen auf halben Weg, angeblich, weil man ihm sowieso nicht glauben würde.
  17. Stattdessen ging er zum Mittagessen zu seiner Mutter als ob nichts passiert wäre, zeigte die Schnittwunde seines Fingers und bat um einen Farbkübel, um die Wand zu streichen, weil er diese blutig gemacht hätte. Am Abend wollte er wieder bei seiner Mutter sein, um das Fußballspiel anzusehen.
  18. Zumindest scheint gesichert zu sein, dass Philipp K. tatsächlich gegen 15:00 Uhr Oliver Dikas angerufen hat, der sich dann auf den Weg zu Philipps Wohnung machte.
  19. Gleichzeitig versammelte sich wohl schon Matthias N. einschließlich Verwandtschaft von Stefanie P vor Philipps Wohnhaus.
  20. Um 16:32 Uhr erhielt dann die Polizei von Matthias N. einen Anruf mit der Befürchtung, Stefanie würde in der Wohnung gefangen gehalten.
  21. Margit Korotin zweifelt Olivers Aussagen an, dass er bereits um kurz nach 16:00 Uhr in der Wohnung von Philipp war. Ihrer Meinung nach wäre Oliver erst um 16:31 Uhr dort eingetroffen. Angeblich würden Protokolle existieren, aus denen hervorgehen würde, dass Oliver so lange gebraucht hätte, weil er die Türklingel von Philipp nicht finden konnte.
  22. Als die Polizei schließlich vor Ort um 16:37 Uhr eintraf, öffnete ihnen Oliver Dikas die Türe und mischte sich erst einmal nicht in das Gespräch ein. Erst, als die Polizei sich näher mit der Wohnung befasste und die blutige Matratze und Lattenrost entdeckte, tätigte Oliver seine Aussagen gegenüber der Polizei. Diese waren so detailreich, die konkretes Täterwissen beinhalteten, was bei der Polizei die Glaubwürdigkeit eines Geständnisses des Verdächtigen Philipp K gegenüber Oliver Dikas bestärkte und er deswegen im weiteren Verlauf der Ermittlungen als Hauptbelastungszeuge geführt wurde.
  23. Bei ihren kriminaltechnischen Untersuchungen wurden DNA-Spuren von einer weiteren männlichen und weiblichen Person sowie eine Kontaktlinse aufgefunden, die keinen von den bekannten Personen zugeordnet werden konnten.
  24. Leichenteile von Stefanie wurden nicht mehr aufgefunden. Hierbei handelte es sich um die Nase, ein Ohr, eine Brust, Geschlechtsteile und ein tätowiertes Bauchstück, von dem Oliver Dikas behauptete, Philipp hätte dieses Stück in der Toilette entsorgt.

Eigentlich dachte ich zuerst, dass zumindest anhand der fraglichen DNS-Spuren sowie der Kontaktlinse, die man im Haar von Stefanie gefunden hatte, genügend Gründe für ein Wiederaufnahmeverfahren vorhanden wären.

Und eigentlich hätte schon vor der ersten Verurteilung von Philipp K. bei der Staatsanwaltschaft und den Richtern einige Zweifel zur alleinigen Täterschaft von Philipp K. aufkommen müssen, insbesondere, wenn man die mehr als zweifelhaften Zeugenaussagen von Oliver Dikas und auch die Vergangenheit sowie das persönliche Umfeld des Mordopfers betrachtet.

Andererseits wurde in diesen Fall schon recht früh das Landeskriminalamt Wien eingebunden. Auch dort ging man zunächst der Frage nach, ob das Geständnis von Philipp K., es habe sich hierbei um einen Unfall gehandelt, mit den in seiner Wohnung aufgefundenen Spuren übereinstimmt bzw. ob Philipp K. hierfür trotz Geständnis als Täter in Frage kommt. Das Ergebnis führte jedenfalls dazu, dass Philipp K. als Mörder von Stefanie Pagels angeklagt und im ersten Gerichtsverfahren, das  am 03.05.2011 unter dem Vorsitz von Richterin Sonja Weis begann, zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.

Ich kam schließlich zu dem Schluss, dass es für das Wiederaufnahmeverfahren unerheblich ist, ob Philipp K. nun die Tat alleine ausgeführt oder dabei Mittäter hatte. Die Spuren und das Aussageverhalten des verurteilten Täters Philipp K. selbst sowohl gegenüber der Polizei als auch gegenüber seines ersten Anwalts bis zum ersten Tag des Gerichtsverfahrens und auch anfangs gegenüber seiner Mutter sprechen aus meiner Sicht ebenso dafür, dass mit Philipp K. auch einer der richtigen Täter auf der Anklagebank saß und für diese Tat rechtmäßig verurteilt wurde.

Der Auftakt zum medial inszenierte Krieg zwischen Mutter Margit Korotin und dem Hauptbelastungszeugen Oliver Dikas begann offensichtlich mit dem ersten Prozesstag am 03.05.2011, an dem Philipp plötzlich und unerwartet in seiner Einlassung gegenüber Richterin Sonja Weis zum allerersten Mal Oliver Dikas öffentlich des Mordes an Stefanie Pagels beschuldigte. Die österreichische Kronenzeitung berichtete hierzu in ihrem Artikel „Philipp K.: „Freund Olli ist der wahre Mörder“ vom 03.05.2011: „“Es muss jemand anderer gewesen sein“, hatte sich Philipp K. vor Richterin Sonja Weis zu Prozessbeginn gerechtfertigt. Sprach der 23- Jährige zunächst von einem Bekannten des Opfers Stefanie P., dem diese vor ihrer Ermordung beim Bierholen in einem nahe gelegenen Lokal begegnet sein soll, erhob K. dann am Nachmittag plötzlich schwere Anschuldigungen gegen seinen Freund Oliver D. […] Als er neben der toten Steffi aufgewacht sei, habe er „Olli“ zu sich geholt, um zu klären, was am Vortag passiert sei. Er glaube, dass D. bei ihm in der Wohnung gewesen sei, als Stefanie zu Tode kam. „Aber er ist einfach dagesessen, als ob nichts wäre“, so Philipp K. Er sei völlig kalt gewesen. „Da war mir klar, dass da ein Mörder vor mir sitzt.“ Bevor die Polizei kam, habe D. ihm gedroht. „Er meinte, sei froh, dass das nicht deiner Mutter passiert ist“, so K. Er habe die Schuld auf sich genommen, um seine Familie zu schützen. „Wer so etwas tut, ist gefährlich“, sagte der 23- Jährige.“

Es sollte für sich jeder einmal diese Situation im Kopf durchgehen und sich selbst fragen, ob das glaubwürdig ist. Man hat am Abend ein Rendezvous, vergnügt sich dabei mit Alkohol, Essen und Zigaretten und schläft aufgrund übermäßigen Alkohols plötzlich ein (soll ja schon mal vorkommen, ist mir auch schon passiert). Dann aber wacht man am nächsten Morgen auf und findet seine/seinen zerstückelten Geliebte/Geliebten in ihrer/seiner eigenen Wohnung.

Ich kann schon mal sagen, was ich getan hätte – mir zumindest erst einmal die Seele aus dem Leib gekotzt, dann in Panik und völlig kopflos auf die Straße gelaufen und hysterisch zusammengebrochen bis schließlich irgendjemand die Polizei oder den Notarzt angerufen hätte. In die Wohnung hätte ich überhaupt keinen Schritt mehr reingesetzt. Und selbst wenn ich mich partout nicht mehr infolge von Drogen und/oder Alkohol hätte erinnern können, was da eigentlich vorgefallen ist und ob ich dabei eine Rolle gespielt haben könnte, wäre ich zumindest nicht in der Lage gewesen, all diese Sauereien selbst aufzuräumen und dann auch noch zu meinen Eltern zu fahren, um in Ruhe Mittag zu essen und von belanglosen Dingen zu reden – es sei denn ich hätte erstens schon einen innerlichen Drang zu morbiden und satanischen Gewalttaten oder bin eben zweitens im Herzen schon eine eiskalte Killerin oder drittens ein Opfer von Gehirnwäsche bzw. Mind-Control geworden.

Und was machte Philipp Korotin?

„Er sei auf der Couch liegend aufgewacht, Stefanies Leiche sei zerstückelt nahe der Küchenzeile gelegen. „Das Erste, was ich gesehen habe, war, dass die ganze Wohnung voller Blut war. Ich bin dann auf und hab‘ mich umgesehen. Und da lag die Steffi da. Und sie war tot. Ich werde diesen Anblick nie vergessen. Sie ist irrsinnig entstellt gewesen.“ Zunächst sei er aus der Wohnung gestürmt, wollte zur Polizei. Da man ihm nicht glauben würde, sei er zurückgekehrt und habe wie „ein Roboter“ die Wohnung zusammengeräumt. Mit einem Plastiksack in der Hand sei er noch von einem Freund vor dem Billa gesehen worden. „Er gab an, dass er Sie mit einem ungewöhnlich aussehenden Müllsack gesehen hat. Was war denn da drinnen?“, fragte die Richterin. „Steffis Kopf“, antwortete K.“ (Quelle: Kronenzeitung vom 03.05.2011, „„Philipp K.: „Freund Olli ist der wahre Mörder“)

Aber nun komme ich zum eigentlichen Kern der Sache – das bestimmte Puzzleteil, das ich so lange in diesen Fall nicht richtig zuordnen konnte bei der Frage nach der Rolle von Oliver Dikas und sein Feldzug gegen die Familie.

Die Kronenzeitung schrieb in ihrem o.g. Artikel weiter: „Philipp K. versicherte, all seine Ex- Freundinnen niemals geschlagen zu haben und beim Sex nie aggressiv gewesen zu sein, zumal ihn während seiner Zeit beim Bundesheer einer oder mehrere Männer vergewaltigt hätten [Anm.: von mir vorgehoben]: „Ich würde sagen, dass ich zärtlich und liebevoll war.“

Und dann steht in dem gleichen Artikel zusätzlich: „Zu einem von Staatsanwalt Hannes Wandl zuvor angekündigten Sex- Video sagte der 23- Jährige, er habe mit Stefanie und seinem Nachbarn in dessen Wohnung auch eine Nacht zu dritt verbracht, wobei die Szenen gefilmt wurden: „Ich habe das nicht gewusst. Ich wäre damit nie einverstanden gewesen. Wir haben die Steffi nicht eingeladen, damit wir mit ihr schlafen. Die Situation hat sich im betrunkenen Zustand so entwickelt, so paradox das klingt.“ Es könne „schon sein, dass ich sie animiert habe. Aber wenn sie es nicht gewollt hätte, hätten wir es nicht gemacht“. Laut Staatsanwalt sei auf dem Video zu sehen, dass die Frau damit nicht bzw. nur bedingt einverstanden war. Das Video soll im Verlauf des Prozesses gezeigt werden. Philipp K. räumte ein, zuletzt ein „gewisses Alkoholproblem“ gehabt zu haben: „Mir ist das manchmal passiert, dass ich dann wegkippe und ein paar Stunden weg bin.“ Dass das auch in der Mordnacht so gewesen sei und er deshalb von der Bluttat nichts mitbekommen habe – auf diese Verteidungsstrategie war zuvor K.s Anwalt Ernst Schillhammer eingegangen.  […]  Ganz anders sieht das Staatsanwalt Hannes Wandl. […] „Er hat eine hochgradig auffallende Persönlichkeitsstörung. Er ist nicht in der Lage, sich in die Gesellschaft einzuordnen. Er ist selbstverliebt und hat einen Zug zu gewalttätigem Auftreten. Er hat eine egoistische, sexbesessene, aggressive Seite, die Sie hier nicht zu sehen bekommen werden. Stefanie P. hat sie zu spüren bekommen.““

Diese gesamte Situation erinnert mich stark an Jeffrey Dahmer, wie ich schon zuvor in meinen Ausführungen zum „Schwarzen Mann“ (Kindermorde in der BRD – Teil 1 bis 3) angedeutet hatte.

Oliver Dikas hatte sich in seinen zahlreichen Blogs mit seiner eigenen Person befasst. Dazu schrieb er auf seinem Blog oliverdanieldikasfabulist.wordpress.com in seinem Artikel „Drogenkonsum unter Homosexuellen und die Folgen von Missbrauch“ vom 01. April 2016: „In eigener Sache hab ich folgendes Thema recherchiert: Eine groß angelegte britische Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Homo- und Bisexuelle weit mehr illegale Drogen konsumieren als die Gesamtbevölkerung. Das könnte erklären, warum ich nachdem ich von meinem Vater und seinen Kumpels missbraucht wurde und obwohl ich damals verstanden hab daß mein Vater die Kohle die er mit mir verdient für seine Alkoholsucht braucht, zum Junkie wurde….[…]  Die (nach Alkohol) am meisten genutzten Drogen in der Gruppe sind der Befragung zufolge Cannabis und Poppers, gefolgt von Kokain und Ecstasy. Kokain war unter Homosexuellen zehn Mal mehr verbreitet als in der Gesamtbevölkerung. Über die Gründe der Diskrepanz konnten die Autoren nur spekulieren. Sie glauben, dass Schwule und Lesben wegen gesellschaftlicher Diskriminierung eher den Ausweg in Suchtmitteln suchten. Außerdem sei der Drogenkonsum in der Szene häufig normal, wodurch viele junge Homosexuelle leichter Zugang zu den Drogen hätten. Auch der Gruppendruck sei dort höher. Ähnliche Umfragen kamen in den letzten Jahren zu ähnlichen Ergebnissen. So stellte eine schottische Studie im April fest, dass Schwule und Lesben im letzten Jahr vier Mal eher zu Drogen gegriffen hätten als Heterosexuelle (queer.de berichtete). Auch hier kritisierten die Autoren, dass die Gesundheitspolitik auf diese Zahlen bislang nicht reagiert habe.“

Austroleaks wiederum erzählte von ein iPhone-Tagebuch, das Stefanie Pagels geführt hatte. Darunter kann man u.a. Folgendes lesen: „In ihrem iPhone führt die junge Stefanie P. ein Tagebuch und schreibt detailliert und regelmäßig über ihre Gedanken und Erlebnisse. Auch über ihre „komplizierte“ Beziehung zu Philipp K., mit dem sie auch nach einer Trennung regelmäßig sexuell verkehrt, berichtet sie dort:

„Auf jeden Fall werde ich wirklich verwirrt sein, falls ich mich wieder verliebe, da ich PCK (Anm: Philipp K.) ja im Grunde genommen auch noch liebe, das vergeht ja auch nicht so einfach, vor allem nicht, wenn er es dann auch noch erwähnt mit SMS und auch so am Telefon oder sogar persönlich. Wie ich mich kenne, schaffe ich es sogar zwei Menschen „Ich liebe Dich“ zu sagen, ich finde das geht. Super Abwechslung – 2 Männer und man kann super die Dinge, welche einem bei Mann 1 fehlen, beim zweiten finden. Ich glaube ich bin die geborene 2 Männer Haberin, klingt jetzt total komisch und egoistisch, aber was kann ich dafür?! Koro (Anm: Philipp K.) ist halt auch so lieb und, scheiße ist der Sex immer geil. Das gehört verboten!! Wenn der Sex nicht so gut wäre, glaube ich, würde ich gar nicht mehr so sehr an ihm hängen, aber sexuell passen wir hervorragend zusammen, und wie man schon gemerkt hat, ein 30 Sekunden Typ wird da nicht mithalten können.“

(Quelle: Austroleaks, „Mordfall Stefanie P.: Die rätselhafte „SM-Connection“ vom 17. April 2016)

Aber richtig grotesk wird es in dem Fall, wenn man die verwandtschaftlichen Beziehungen von Stefanie Pagels betrachtet. Dort steht dann auf Astroleaks weiter: „Denn in ihrem Tagebuch schreibt Stefanie auch über ihre problematischen familiären Verhältnisse, etwa die Alkoholsucht ihrer Mutter, was später von ihrer Freundin gegenüber der Polizei bestätigt wird (siehe Bild). Thema ist auch das schwer gestörte Verhältnis zu ihrem Vater, der mit ihrer Mutter über 25 Jahre hinweg eine Affäre hatte, weshalb sie sich selbst als „Affärenkind“ bezeichnet, sowie dessen Aktivitäten in der Wiener Sadomaso-Szene. Ferdinand G., der leibliche Vater des Mordopfers arbeitet als Optiker und betreibt nebenbei ein „SM-Puff“. Immer öfter möchte er seiner Tochter kein Geld mehr geben und bietet ihr zu deren Entsetzen an, in seinem SM-Club zu arbeiten. Dort könne sie monatlich 3.000 Euro verdienen. Was sie ihrer Freundin nicht erzählt, schreibt die junge Studentin in ihr Tagebuch. Etwa dass sie ihr Vater nicht nur zur Mitarbeit in seinem Sadomaso-Puff drängt, sondern auch mehrmals versucht, sie zur Produktion eines SM-Films zu überreden, in dem sie sich als Darstellerin für sadistische Spiele zur Verfügung stellen soll. Die Angebote ihres Vaters verängstigen Stefanie nachhaltig. Ein Vorfall, den ihre Freundin später gegenüber der Polizei beschreibt, zeigt deutlich, wie groß ihre Angst davor gewesen sein muss. […] Auch interessiert es die Polizei in diesem Zusammenhang nicht, dass auch Stefanies Mutter, die sich in der Öffentlichkeit als trauernde und fürsorgliche Mama präsentiert, sich über 25 Jahre lang in der Wiener SM-Szene als „Sklavin“ angeboten hat und dort wohl auch Ferdinand G. kennenlernte.“

Damit wäre dann auch die Sache mit der im Haar der Toten aufgefundenen Kontaktlinse besser einzuordnen, denn der leibliche Vater von Stefanie ist offensichtlich neben Bordellbetreiber auch Optiker.

Dieser Fakt war offensichtlich auch schon längst bei Oliver Dikas bekannt, er scheint sich sogar noch besser in den familiären Verhältnissen auszukennen. In einem weiteren Blog https://psychodikas.wordpress.com schreibt er erst am 09. Oktober 2016 Folgendes: „Schon wieder scheitert die Mörder-Mama Margit Korotin mit ihrer Anzeige gegen meine Blogs zum größten Skandal der österreichischen Justiz-Geschichte. Dabei war das doch schon vorher völlig klar. Jeder der mich kennt weiß ganz genau das man vor mir keine Angst haben muss solange man mich in Ruhe lässt. Aber wenn man behauptet ich bin ein Lügner und habe was mit dem Mord an der armen Steffi zu tun, dann darf man sich natürlich nicht wundern wenn der gute Oli einen richtigen Hals kriegt und schon mal die Büchse lädt. Und genau so sieht das auch die Justiz. Also ist jetzt amtlich bestätigt: alles was ich über den Korotin-Clan schreibe ist nichts als die Wahrheit und keine Rufschädigung. Stichwort Seniorenstrich.
Tja, Frau Korotin. So schnell kann´s gehen. Gestern noch große Fresse und jetzt die nächste Total-Niederlage kassiert. Denn aus dem Antrag zur Wiederaufnahme ist ja auch nix geworden. Ihr Sohn ist halt der Mörder und alle anderen Behauptungen werden auch in Zukunft immer im Sand verlaufen. Und wir wissen warum und langsam sollte es auch einer Margit Korotin klar sein das man sich mit einem Oliver Dikas und diesen Mächten nicht anlegen sollte. Weil eine arme Oma dagegen nie etwas machen kann. Wie man hört ist das auch nicht sehr gesund !“

Zuvor hatte nämlich Oliver Dikas über die eigenartigen Verbindungen öffentlich in seinem Blog geschrieben. Dazu steht u.a.: „Wer ist diese Frau Inge Häfele? Tja, man will es nicht glauben aber die Frau die wir mit unseren Team unter die Lupe genommen haben ist die Schwester von Margit Korotin, der Mutter des Mörders, der die arme Steffi P. zerstückelt hat. […]  Da kommen nämlich gleich einige komische Zufälle zusammen. Denn der Sohn von Inge Häfele, er heißt Markus, ist auch mit einer Steffi zusammen. Diese lebt jedoch noch, was für “Steffis” in der Nähe vom Korotin-Häfele-Clan schon durchaus ungewöhnlich ist. Und jetzt kommt es: Diese Steffi mit der der Sohn von Margit Korotins Schwester Inge Häfele zusammen ist, ist zufälliger Weise auch gleich die Tochter von einem alten Bekannten, dem lieben Herrn Heinz Lederer. Klingelts? Ja genau. Jener Lederer der die Ermittlungen von Philipps Mutter aus unbekannten Gründen gesponsert hat und der seit den 80er Jahren in der Wiener SM-Szene zur “Prominenz” gehört. Es ist jener Heinz Lederer der auch mit dem Vater der ermordeten Steffi verkehrt, da der ja auch ein Sadomaso-Fan ist. Wir wollen jetzt natürlich nicht spekulieren warum es da so viele Steffis in Lederers Umfeld gibt. […] Update: Jetzt wird über den SM-Häfele-Lederer-Clan auch in der Krone berichtet. Aber leider nicht über die Sadomaso Geheimnisse von Heinz Lederer, seiner Tochter Steffi oder Inge Häfele, sondern über deren Sohn, der bekanntlich mit der Tochter von Sadomaso-Papi Heinz zusammen ist. In dem aktuellen Krone-Bericht geht es um Markus Häfele, der als “Experte” spricht. Der Saubermann kennt sich also gut aus, was das Klauen von versteckten Daten angeht…. Hmmm“

(Quelle: psychodikas.wordpress.com „Neues aus dem SM-Korotin-Häfele-Clan: Was hat Inge Häfele mit dem Mord zu tun?“ vom 05. Mai 2016)

Bei dem leiblichen Vater von Stefanie Pagels handelt es sich im Übrigen um Ferdinand Grubmüller.

Woher Dikas all die Informationen über beide Familien besitzt, deutet er in einem fingierten Interview mit sich selbst an. Unter dem Pseudonym „Der Wiener Chris“ tritt Dikas als Interviewer von dem „Der Deutsche Zeuge“ auf. Hierzu erzählt er: „Naja, in erster Linie ging es um die Artikel, die auf “derwienerchris” veröffentlicht wurden. Es wear ja ursprünglich nicht meine Idee, denn die haben gemeint, ich brauch mir keine Sorgen machen, weil der Richter, der über die Wiederaufnahme entscheidet, auch “im Club” ist und deswegen nix passiert. Mittlerweile mach ich mir aber schon Sorgen, denn bei meiner Einvernahme musste ich dazu Stellung beziehen. Ich hab natürlich klar gestellt, dass ich nicht “derwienerchris” bin, allerdings haben die das nicht geglaubt. Die sind mehr auf Zack als ich vermutet hatte, in Sachen Verbindungsdaten, VPN & IP-Daten… Die erfahrenen Ermittler des LKA, die den Fall von Anfang an begleiten, kennen alle Fakten und Vorgänge. Die Aussagen des Zeugen Salkic werden leider auch ernster genommen, als es die Typen, die mir die Infos geben eingeschätzt hatten.  Nach Ansicht der LKA Beamten können meine Aussagen nicht stimmen, die sagten auch dass sie wegen des ersten Geständnisses von Philipp, der ja ganz genau wusste, wie mächtig meine Partner sind, meine Aussagen nicht genau genug geprüft wurden. Daher gibt es seitens der Ermittlungsbehörden erhebliche Zweifel an meiner Integrität und Unschuld. […]  Darüber haben wir ja schon gesprochen. Diese Hetzkampagne erfolgte im Auftrag meiner Partner über das Blog “derwienerchris” und diverse Facebook-Profile, die irgendjemand gefälscht hat. Ihr versteht sicher, dass ich dazu nix sagen kann. Wir, bzw. die wollten erreichen, daß die Familie in ihrer Lebensführung beeinträchtigt wird und sich bezüglich diverser unwahrer Vorwürfe ständig rechtfertigen muss. Es geht hier ja nicht um ein Bagatelldelikt, sondern um einen grausamen Mord.  […] Lass es mich so sagen. Ich kenne das ja von Deutschland. Überall wo Drogen, Sex und junge Leute zusammen kommen, lauern im Hintergrund recht perverse kaputte Leute, die quasi ein Schattendasein führen. Also auf der einen Seite sind es auch Richter, Polizisten, schwerreiche Menschen, Politiker und sogar ein paar Künstler, die ihre sadistischen Triebe gerne unentdeckt ausleben sollen. Die sind so krank, dass einige nur einen hoch kriegen, wenn sie ein unschuldiges Kind vergewaltigen können, oder halt junge Mädchen quälen. Das ist schon arg, denn die glauben es kann ihnen nichts passieren, weil es ja keine Zeugen gibt und die Club-Mitglieder die das alles wissen und mitvertuschen, naturgemäß nix sagen werden. […] Ja, das gibt es in Wien. Da werden sogar behinderte Kinder per Lieferservice zu diesen total kaputten Typen gebracht. Der Club ist zwar überschaubar, es soll sogar jemanden geben der sich überlegt eine Mitgliederliste zu veröffentlichen, trotzdem haben die durchaus auch Macht und können sich vieles richten. Ich habe da nur inderekt Kontakte hin, weil ich ja die Stefanie auch in der Szene kennen gelernt habe. Sie hat mir damals schon erzählt, dass ihr Vater mit ihr SM-Filme drehen wollte, aber sie hat das abgelehnt. Das steht auch in ihrem Tagebuch ganz detailiert und die Polizei weiß das auch. Die Mutter von Stefanie ist wie auch ihr Vater, der Ferdinand G. in der SM-Szene aktiv und dort bekannt. Naja, wir haben halt Drogen aufgestellt usw. – aber es ist schon komisch, dass ausgerechnet Stefanies Eltern da Kontakte hin hatten und ihr Vater (!) solche Filme mit ihr drehen wollte. Ich will im Moment nicht mehr sagen, aber es ist schon seltsam, dass eine Journalistin, die sich damals mit mir angelegt hatte, aber dann die Aussichtslosigkeit mit mir im Krieg zu sein erkannt hat, mehr dazu recherchiert hatte. Statt das zu bringen, hat sie geglaubt sie kann mich in die Sache reinziehen.“ (Quelle: psychodikas.wordpress.com „Exklusiv: Interview mit dem Deutschen Zeugen im Mordfall Stefanie P.“ vom 11. Dezember 2015)

Und einen habe ich noch, diesmal aus dem Blog derwienerchris.wordpress.com vom 29.09.2015 „Wieso verschweigt uns Margit Korotin den dubiosen Pornoproduzenten Harry S.?“.
Dort steht u.a. süffisant: „Am 5. September 2015 wurde bereits berichtet, daß Margit Korotin nachweislich Kontakte zu einem dubiosen Pornoproduzenten namens Harry S. hatte (es ist nicht die Rede von dem legendären, mitlerweile verstorbenen deutschen Pornoproduzenten Harry S. Morgan). […]  Es ist bekannt, daß Margit Korotin eigenen Aussagen nach eine ganze Armee an Detektiven beauftragen wollte, um die Unschuld ihres Mördersohnes zu beweisen. In der Tat, es waren wirklich zahlreiche Detektive für Margit Korotin tätig, darunter auch der legendäre Lucona Aufdecker Dietmar Guggenbichler und der uralte Seniokrates Jaromin, der fast beide Weltkriege erlebt hat. Es waren auch viele unbekannte Privatermittler aus Deutschland und Österreich für Margit Korotin tätig, darunter natürlich auch nicht konzessionierte, selbsternannte „Informationshändler“ und „Ermittler“. Natürlich gab es unter diesen inoffiziellen Ermittlern auch eine hohe Anzahl von unseriösen Abzockern, die aus der Verzweiflung der Mutter Profit geschlagen haben, ohne wirklich eine Leistung zu erbringen. Es gab allerdings auch einige seriöse Ermittler, die sich wirklich engagieren wollten. Allerdings stellten die meisten dieser Ermittler schnell fest, daß der deutsche Zeuge, der hauptsächlich von Margit Korotin beschuldigt wird, nichts mit der Tat zu tun hatte. Allerdings recherchierten diese seriösen Ermittler in alle Richtungen und fanden dabei auch Dinge heraus, die Margit Korotin in einem sehr dubiosen Licht erscheinen lassen. So fanden die beauftragten Ermittler heraus, daß Margit Koroton in der Sado-Maso Szene gut vernetzt war und mit einem dubiosen Pornofilmer namens Harry S. zu tun hatte. Über diesen Mann haben die Detektive einige sehr besorgniserregende Dinge herausgefunden. So handelte es sich bei Harry S., einem deutschen Staatsbürger, nicht um einen gewöhnlichen Pornoproduzenten. Er war hauptsächlich in der Nische S/M und Bondage tätig und fertigte Filme als Auftragsarbeit an. Harry S. verkehrte in einer sehr kleinen, klandestinen Szene, die sich regelmäßig in deutschen und österreichischen SM Studios traf. Harry S. war in der deutschsprachigen SM Szene bekannt und wurde regelmäßig für Filmaufnahmen beauftragt. Diese Detektive haben herausgefunden, daß Harry S. insbesondere sehr brutale Filme drehte, wo auch Menschen gequält und erheblich verletzt wurden. Gerüchte gab es natürlich auch, daß Harsy S. „Snuff“ Movies drehte, allerdings wurden die Darsteller wohl nicht wirklich getötet. Es ist erwiesen, daß es Mitglieder innerhalb dieser SM Szene gibt, die bereit sind, sehr viel Geld für brutale SM Pornos oder Snuff Movies zu zahlen. DIe seriösen Detektive fanden auch heraus, daß sich Harry S. und Philipp Korotin gekannt haben müssen, wahrscheinlich erfolgte der Kontakt über Margit Korotin. Als ein Detektiv die Margit Korotin mit den über sie und Harry S. gewonnenen Erkenntnissen konfrontierte, wurde Margit Korotin erst verlegen und dann auffallend aggressiv. Sie tobte, schrie den Detektiven an, verweigerte ein klärendes Gespräch und entzog sich somit einer für sie unangenehmen Diskussion. Es ist offensichtlich, daß Margit Korotin sehr unwohl dabei war, mit diesem dubiosen SM-Pornofilmer aus Deutschland in Verbindung gebracht zu werden. Nach den Informationen, die den Detektiven vorliegen, hatte Margit Korotin diesen Harry S. in Salzburg kennengelernt, wahrscheinlich in einem einschlägigen Etablissement.“

Am Schluss fragt sich Oliver Dikas alias derwienerchris u.a.: „Wieso verschwand Harry S. 2010 nach dem Mord von der Bildfläche und floh Hals über Kopf (wahrscheinlich nach Spanien, er lebt dort vermutlich unter falschem Namen)?“

Ich könnte jetzt seitenlang noch so weiter machen, aber das überlasse ich jetzt Euch, was Ihr aus diesen Informationen macht.
Für mich besteht kein Zweifel, dass Philipp K. der Mörder von Stefanie Pagels ist. Allerdings wäre zu hinterfragen, ob Philipp K. diesen Mord auch freiwillig ausgeführt hat oder ob er von weiteren Mittätern dazu gezwungen wurde, denn davon gehe ich aus, dass Philipp K. an diesem Abend nicht alleine mit Stefanie Pagels war – und damit meine ich nicht in erster Linie Oliver Dikas, sondern blicke eher in Richtung Verwandtschaft von Stefanie Pagels. Ich halte nämlich Oliver Dikas´ Bemühen, Philipp K. zunächst aus der Scheiße zu helfen, in die er sich reinmanövriert hatte, für gar nicht einmal so unglaubwürdig.

Stefanie stand gerade in der Zeit zwischen 19:00 Uhr und 22:23 Uhr in ständigen telefonischen Kontakt sowohl mit ihrem Ex-Freund als auch mit ihren Vertrauten und Verwandten. Außerdem ließ sie gegenüber einem Kellner den mehr als merkwürdigen Satz fallen, dass sie Philipp so wahnsinnig liebe, dass sie für ihn sterben würde. Das ist aus meiner Sicht nicht so einfach daher gesagt, sondern meines Erachtens ein versteckter Hilferuf gegenüber dem Lokalpersonal gewesen. Dass sie dann von jemand auf der Straße verfolgt wurde bzw. jemanden begegnete, kann auch ihr Ex-Freund Matthias N. gewesen sein, der ja genau wusste, dass sich Stefanie bei Philipp aufhielt.
Außerdem ist die Aussage, zuvor zwei Flaschen Wodka nur zu zweit fast ausgesoffen zu haben, mehr als unglaubwürdig. Bei so viel Alkohol würde gerade eine Frau kaum noch stehen können geschweige denn klar im Kopf Besorgungen im Lokal erledigen können. Nirgendwo aus öffentlichen Medien geht hervor, dass Stefanie im Lokal gelallt hat oder getorkelt ist oder sonst wie auffällig gewesen wäre bis eben auf den Satz, den sie einem Kellner sagte.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Stefanie Vollalkoholikerin gewesen ist, aber ganz ausschließen will ich das ja mittlerweile bei den merkwürdigen Zuständen innerhalb ihrer Familie auch nicht mehr.

Auffällig ist, dass sich die gesamte Verwandtschaft von Stefanie Pagels am Nachmittag des 02. Julis 2010 vor dem Haus von Philipp K. versammelt hat und schließlich die Polizei anrief.
Ich kann mir gut vorstellen, dass Philipp es mit der Angst vor der Verwandtschaft zu tun bekam und sich deswegen hilfesuchend an Oliver Dikas wandte, der sich dann auch auf den Weg zur Wohnung machte.

Ich spekuliere jetzt mal einfach ins Blaue (Oliver, Du kannst mich ja dann berichtigen, wenn ich damit falsch liege):

Philipp K. und Oliver Dikas kennen sich schon länger und zwar nicht erst seit dem zufälligen Treffen im Supermarkt, sondern möglicherweise schon aus der Zeit, in der Philipp K. seinen Wehrdienst beim österreichischen Bundesheer ableistete.

Oliver, du bezeichnest Dich selbst als Drogenwrack und falscher Zeuge, der auf Abruf aus dem kriminellen und möglicherweise auch geheimdienstlichen Milieu immer wieder zur Stelle ist, damit wieder Geld für mehr Drogenkonsum in die Taschen fließt.

Offen gestanden machst Du mir nicht gerade den Eindruck eines absoluten schizoiden Drogenkonsumenten, der am Leben durch seine Erfahrungen als Kind und Heranwachsender mit pädokriminellen Handlungen seines Vaters einschließlich seiner Kumpane gescheitert ist. (siehe auch Deine Ausführungen auf Deinem Blog psychodikas.wordpress com. Ich zitiere daraus wieder, damit auch nichts verloren geht: „Was macht Frasl eigentlich beruflich? Hängt er wie ich, Oliver Dikas, fast täglich vor der öffentlichen Drogenausgabe herum? Von welchem Geld lebt er eigentlich? Wer finanziert sein Leben? Ist er so wie, ein nutzloser, verlogener Schmarotzer? Hat Frasl, wie ich ohne konkrete Hinweise behaupte, wirklich ein Honorar von Margit Korotin erhalten, oder sage ich das nur weil mir sonst nichts einfällt?
Vielleicht bin ich auch nur eifersüchtig, wegen dieser feschen Journalistin damals, die mich trotz massiver Drohungen leider nicht ran lassen hat. Hat Frasl überhaupt ein Gewerbe angemeldet? Oder macht er es so wie ich, wenn ich billige aus Asien importierte Ramsch-Messer über’s Internet verkaufe ohne dafür Steuern zu zahlen. Dabei würde ich ja gerne, aber ein halblegales U-Boot erhält ja keine Steuernummer. Demnächst! : Mehr Selbstreflexionen zu meiner Kampagne, mit der ich mich schrittweise in den Knast schreibe. Eigentlich ist uns (mir) alles schnurz, aber wir können der Nachwelt doch nicht einfach die Ergüsse eines bescheuerten Deppen wie mir vorenthalten, der das Leben eines Waschbären auf der Müllhalde führt und andauernd Menschen mit seinem geistigen Dünnschiss gezielt belästigt. Wir (ich) werden alle Ergüsse veröffentlichen, da sind einige sehr interessante Sachen dabei… Also auf jeden Fall interessanter, als die wenigen echten “Ergüsse” die es in meinem einsamen Drogenleben noch so gibt. Tut sich ja nix mehr da unten bei mir .. und das mit den jungen Knaben, so wie mit meinem “Tiger”, den ich nach der Tat ständig angerufen hab, weil ich mir fast in die Hose geschissen hatte, das läuft auch nicht mehr wie früher. Seit ich den Philipp mit der gleichen Masche als “falscher Kumpel” ordentlich reingelegt hab, ist alles “verbrannte “Erde”. Dabei war es doch ein Auftrag, aber mach das mal jemanden klar!

Fakten-Check:

-Frasl gibt in seinem Facebook Account Hamburg als Wohnort an. Stimmt natürlich nicht, er wird ständig in Wien (2. Bezirk) gesichtet. Ich weiß zwar nicht von wem, hab ihn selbst dort nicht gesehen, aber ich behaupte das einfach mal. Vielleicht reagiert er ja, sofern er ebenso ernst nimmt wie ich mich selbst. Immerhin ist Facebook ja ein amtliches Dokument. Und ich habe auch nicht gelogen, als ich gefälschte Profile unter Philipp Korotins Namen angelegt habe – das war ehrlich-kriminelle Notwendigkeit!-Frasl wird von verschiedenen Leuten gesucht, die Hintergründe sind nicht näher bekannt. Damit meine ich, ich hab keinen Schimmer von wem er gesucht wird, warum er gesucht wird oder ob er überhaupt gesucht wird. Beispielsweise vom Postboten, weil er ein Paket nicht zustellen kann. Eben weil Frasl NICHT in Wien sondern in Hamburg ist. Und welcher Ösi-Postler würde dort schon zustellen?? Also auf jeden Fall mehr als verdächtig. Weitere Enthüllungen folgen auf derwienerchris.wordpress.com.
(Das ist mein anderes “Ich”, weil ich nach Jahrzehnten an billigen Gift im Gehirn etwas Schizo bin)“)

 Ich behaupte nicht, dass Du ein Angehöriger der Geheimdienstbranche bist, aber meines Erachtens kannst Du all die detaillierten Informationen nur über solche Quellen bekommen haben. Meiner Meinung nach bist Du mindestens ein V-Mann und vielleicht hat sich ja bei Dir aufgrund des Mordfalls Stefanie Pagels so etwas wie ein schlechtes Gewissen bemerkbar gemacht.

Ich sage Dir noch etwas – wärest Du wirklich ein nichtssagender, kleinkrimineller Drogenjunkie, würdest Du nach diesen Aktionen im Internet meiner Meinung nach wahrscheinlich schon gar nicht mehr auf diesem Planeten weilen, weswegen sich bei mir der Verdacht weiter bestärkt hat, dass Du direkt aus dem Umfeld des Geheimdienstmilieus kommst. Wie gesagt, Leute aus dem Kreis der Organisierten Kriminalität hätten mit Dir schon längst kurzen Prozess gemacht.

Nichtsdestotrotz wünsche ich Dir alles Gute, vielleicht kommt tatsächlich noch mehr von Dir, wenn es zum Beispiel um das rechtsextremistische Umfeld des vorgeblichen NSU geht oder wie soll ich sonst Deine Anmerkung auf Deinem Blog psychodikas.wordpress.com verstehen: „Keine Angst, das Beste kommt bekanntlich immer zum Schluss. NIEMAND wird hier vergessen, keine Angst. Aus taktischen Gründen haben wir gewisse Personen glauben lassen, nicht an ihnen interessiert zu sein. Den Joker spielt man stets zur richtigen Gelegenheit aus, dieser Augenblick wird bald kommen. Liebe “lange” und glatzköpfigen Freunde, seid`s gewiss, ihr seid nicht vergessen worden.“ (Quelle: psychodikas.wordpress.com „Wiederaufnahme Mordfall Philipp K. doch nicht abgelehnt! Neuer Prozess ist möglich“ vom 23. November 2015)

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