Schlagwörter

, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Zurück zu Teil 2

An dieser Stelle wird es mal Zeit, Mike Harari genauer zu betrachten, von dem Dmitri Khalezov behauptet, ihn nicht nur in der Zeit von 2001 bis 2003 in Bangkok gut kennengelernt, sondern während eines opulenten Frühstücks am 12. September 2001 das freudige Geständnis von ihm bekommen zu haben, für die Anschläge des 11. Septembers 2001 verantwortlich gewesen zu sein.

Die Washington Post ist ja bekanntlich kein Wald- und Wiesenschmierblatt, sondern war vor ihrer Übernahme durch Amazon-Gründer Jeff Bezos im August 2013 die größte Tageszeitung in Washington D.C.

Bereits in ihrer Ausgabe vom 07. Januar 1990 „Noriega´s Pet Spy“ hatte sie durchaus ein paar interessante Details zum Lebenslauf von Mike Harari, zum damaligen Zeitpunkt 62 Jahre alt, veröffentlicht.

Harari war laut Washington Post polnisch-russischer Abstammung, so dass es etwas seltsam anmutet, wenn Wikipedia schreibt, dass Harari angeblich am 18. Februar 1927 in Tel Aviv geboren wurde.
Zum Zeitpunkt seiner vorgeblichen Geburt gab es aber noch gar nicht den israelischen Staat, womit ich um Gottes Willen nicht zum Ausdruck bringen will, dass Harari nicht in Tel Aviv geboren sein könnte.
Allerdings verwundert mich der explizite Zusatz der Washington Post, dass Harari locker 10 Jahre jünger aussehen würde, und damit rückt man auffällig nah zu einem in seinen zahlreichen Ausweispapieren angegebenen Geburtsdatum und –ort, ausgestellt von Südafrika. Unter dem Namen  Abdullah Mohamed Husseini sei er am 08. Oktober 1936 in Südafrika geboren. Ein Diplomatenpass, ausgestellt von der Republik Guinea, weist ihn als Hadji Mohamed Husseini, geboren am 08.10.1936 in Jerusalem aus (siehe auch truthjihad.com.blog –„Mossad agent Mike Harari implicated in Bali bombing, 9/11 – check out his false passports!“ vom 18. Februar 2011).

Nun soll der gute Mann bereits Mitte der 40er Jahre eine lange Karriere als Geheimdienstoperativ aufweisen, die bei einer Spezialeinheit der jüdischen Untergrundarmee Haganah begonnen hatte. Zunächst verhalf er Überlebenden der Konzentrationslager, über alte, klapperige Schiffe nach Palästina zu gelangen. Schon in dieser Zeit soll er sehr versiert im Fälschen von Pässen, Gründen von Tarnfirmen, unbemerktes Eindringen in andere Länder und Schmieren von Beamten und Politikern gewesen sein. Dabei gelang es ihm ganz nebenbei, sich der Überwachung anderer Geheimdienste zu entziehen. Nach der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 soll er seine Fertigkeiten im Waffenhandel erweitert haben. Wie geschickt er das gemacht hat, habe ich bereits im Zusammenhang mit den Golfkriegen bezüglich der Iran-Contra-Affäre erklärt.

Als der israelische Geheimdienst Mossad 1951 gegründet wurde, avancierte er zum Geheimdienstmann der ersten Stunde. 1967 wurde er dann im Mossad Abteilungsleiter der Beschaffung, zuständig für verdeckte und schwarze Operationen. Unter seiner Leitung entwickelte sich schnell eine Counterterrorismus-Einheit gegen den so genannten palästinensischen Terror. In diesem Kontext gelang es Harari und seinen Mannen, die syrischen, jordanischen, irakischen, ägyptischen und libanesischen Regierungen mit verdeckt operierenden Agenten zu infiltrieren.

Bekannt wurde er vor allem durch seine Todesschwadron, die nach dem Olympia-Attentat von München im September 1972 auf die mutmaßlichen Drahtzieher der Gruppe „Schwarzer September“ rund um den Erdball gehetzt wurde.
Innerhalb eines Jahres ließ er 12 Hintermänner und Attentäter der Gruppe „Schwarzer September“ umbringen. Dabei wurde am 21.07.1973 auch ein unbeteiligter marokkanischer Kellner in Lillehammer, Norwegen infolge einer Verwechslung mit dem Roten Prinzen, Ali Hassan Salameh, mit 14 Schüssen unter den Augen seiner schwangeren Frau auf offener Straße durchsiebt. Harari gelang es gerade noch, einer Strafverfolgung durch die norwegischen Behörden zu entkommen, indem er sich auf eine Fähre schlich und so wieder unerkannt nach Israel abdampfen konnte. Sechs Männer seines Hit-Teams hatten nicht so viel Glück und wurden schließlich in Norwegen zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Dadurch geriet auch die damalige israelische Premierministerin Golda Meir gewaltig unter Druck und forderte eine interne Untersuchung, um die Umstände, die in Norwegen zur Ermordung eines unschuldigen Mannes führten, aufzuklären. Da traf es sich gut, dass Mike Harari höchstpersönlich mit der Leitung der Untersuchungskommission beauftragt wurde – natürlich mit dem zu erwartenden Ergebnis, dass keinerlei schuldhaftes Fehlverhalten der Todesschwadron nachgewiesen werden konnte. Allerdings sorgte diese gefakte Untersuchung selbst bei Mossad-Angehörigen einschließlich ihres damaligen Direktors für gewaltige Aufregung, die sie mit einem Brief an Golda Meir deutlich zum Ausdruck brachten. Doch Harari blieb weiterhin unbehelligt und erhielt sogar 1976 die höchste Auszeichnung für seine erfolgreiche Rettungsaktion der mehr als 250 Passagiere aus der entführten Air France-Maschine in Entebbe, Uganda. Es stellte sich später heraus, dass auch diese Auszeichnung unter äußerst zweifelhaften Umständen erfolgte, denn nach und nach sickerte durch, dass Harari bereits einige Zeit vor der Entführung der Air France Maschine getarnt als italienischer Geschäftsmann auf dem Flughafen in Entebbe weilte. Von dort leitete er auch das israelische Rettungsteam an und organisierte den Rücktransport des Sondereinsatzkommandos nach Tel Aviv mit einer Hercules C-130 und Zwischenstopp in Nairobi zum Auftanken.

Harari, immer noch wegen des Debakels in Lillehammer voller Hass auf den Roten Prinzen, organisierte am 22.01.1979 ein weiteres Todeskommando, diesmal aus den Reihen der Froschmänner – Angehörige der israelischen Navy-Spezialeinheit Schajetet 13.

Hierzu schreibt Wikipedia u.a.: „Die Schajetet 13 (he. שייטת 13, deutsch: Flottille 13) ist eine Kampfschwimmereinheit der Israelischen Marine für litorale und asymmetrische Kriegführung. Sie gilt neben der Sajeret Matkal Heeresnachrichtendienstes Aman und der Jechidat Schaldag der Israelischen Luftstreitkräfte als eine der drei besten Kommandoeinheiten der Israelischen Streitkräfte. Die Schajetet 13 existiert seit 1949 und hat ihr Hauptquartier in Atlit südlich von Haifa. […] Die Schajetet 13 hat ihre Wurzeln in der Ha´Chulya, einer Sondergruppe des Palyam für Sabotageaktionen gegen die britische Mandatsregierung. Mit der Staatsgründung Israels wurde der Palyam aufgelöst und in die Israelische Marine übernommen, dabei wurden zwei Sondereinheiten installiert: Die Unterwassersabotage unter der Leitung von Yossalee Dror und die Sprengboote unter der Leitung von Yohai Ben-Nun, dem späteren sechsten Kommandeur der israelischen Marine. Zum 1. Januar 1950 wurden die beiden Sondereinheiten zusammengelegt und daraus die Schajetet 13 gegründet.[1] In den ersten Jahren wurde die Notwendigkeit und die Existenz einer eigenen maritimen Spezialeinheit innerhalb des israelischen Militärs kritisch gesehen, was dazu führte, dass ihr anfangs nur ein geringes Budget zur Verfügung stand. 1960 wurde die Existenz der Shayetet 13 erstmals vom Verteidigungsministerium offiziell bekanntgegeben, was es den Soldaten ermöglichte, nun auch öffentlich das Abzeichen ihrer Einheit (die Fledermausflügel) zu tragen, anstatt das der allgemeinen Marine [2]. […]  Die Schajetet 13 ist zu Lande, zu Wasser und aus der Luft einsetzbar. Ihr Einsatzspektrum umfasst Aufklärung und die Abwehr feindlicher Aufklärung, direkte Kampfeinsätze, asymmetrische Kriegführung, Terrorismusbekämpfung und Geiselbefreiung sowie Befreiungs- und Rettungsoperationen. Asymmetrische Kriegführung umfasst zahlreiche verdeckte Operationen in gegnerisch kontrolliertem oder politisch schwierigem Umfeld, unter anderem Guerilla-Kriegführung gegen wichtige Ziele hinter gegnerischen Linien, Psychologische Kriegführung und Sabotage. Dabei ist die Schajetet 13 vor allem auf maritime und küstennahe Umgebung ausgelegt, auf die unerkannte Bewegung zum Einsatzziel durch das Wasser, überfallartige Operationen und den schnellen Rückzug auf dem Wasserweg. Dies soll ihnen den Zugriff auf Objekte ermöglichen, die für größere Verbände nicht oder nur nach schweren Kämpfen erreichbar sind. Da die Schajetet 13 meist nur in kleinen Teams operiert, haben sie eine geringe Feuerkraft, und können, wenn sie von größeren Einheiten entdeckt werden, leicht aufgerieben werden. Deshalb ist es wichtig, dass sie während des Einsatzes unentdeckt bleiben und ihre Rückzugsroute gesichert ist.“

Diese Kampfschwimmertruppe tauchte also in der Nacht zum 22.01.1979 an einem verlassenen Strandabschnitt ganz in der Nähe von Beirut auf und traf sich mit zwei Agenten, die bereits in einem Volkswagen auf ihre Ankunft warteten. Sie übergaben diesen zwei Agenten ein schweres Paket, was sich später als Autobombe herausstellte, mit der Ali Hassan Salameh mitten in der Innenstadt von Beirut am Nachmittag des 23.01.1979 in die Luft gejagt wurde. Harari stand in sicherer Entfernung mit einem starken Teleskop und beobachtete die Sprengungsmission.
Kurze Zeit später verabschiedete er sich vom Mossad und ging mit gerade mal 52 Jahren in seinen wohlverdienten Ruhestand. Er wollte sich von da ab als Geschäftsmann selbständig machen. Zunächst versuchte er sich als Versicherungskaufmann in einer Tel Aviver Versicherungsgesellschaft, merkte aber schnell, dass dieser Beruf ihm wohl nicht so zusagte. Sein Hunger nach Abenteuer und Aktion veranlasste ihn schließlich 1980, sich mit seinem guten Freund und zweiten Mann des Mossads, ab 1982 dann Direktor des Mossads, Nachum Admoni, zu treffen, um ihn wieder auf die Gehaltsliste des Mossads zu setzen. Admoni kam das sehr gelegen, denn er brauchte dringend einen verlässlichen Mann für Zentralamerika. Offiziell bezog Harari sein Büro in der israelischen Botschaft von Mexico City, inoffiziell weilte er aber in Panama, um so Kontakte zum damaligen panamaischen Geheimdienst-Chef und Drogenboss Nummer 1, Manuel Noriega aufzubauen. Aufgrund seiner undurchdringlichen Vergangenheit, seiner hervorragenden Spanischkenntnisse und dunklen Hautfarbe ging Harari locker als Latino durch und verschaffte sich so Zugang zu Noriega, der zum damaligen Zeitpunkt als Israel-Freund bekannt war. Noriega hatte nämlich eine Fallschirmausbildung in Israel durchlaufen. Unter dem Schutz von Noriega konnte Harari unbemerkt die PLO-Verbindungen nach Kuba und Nicaragua auskundschaften. Nebenbei hatte er auch die Gelegenheit, Noriegas Kontakte zur CIA und kubanischen Geheimdienstangehörigen genauestens unter die Lupe zu nehmen.

Als Noriega schließlich nach dem bedauerlichen Flugzeugabsturz von General Omar Torrijos im Juli 1981 die Macht im Land übernehmen konnte, schlug auch für Harari als versierter Waffenhändler die Stunde. Laut israelischen Quellen soll Harari in Zusammenarbeit mit ostdeutschen und kubanischen Beratern auch die Spezialeinheiten und persönliche Leibgarde Noriegas ausgebildet haben, was er allerdings stets bestritt. Fakt ist, dass die Beziehungen Noriegas mit den Vereinigten Staaten nach Bekanntwerden dieser Meldungen deutlich abkühlte. Harari nutzte diese Situation, um weiter Störfeuer gegen die NSA und CIA zu initiieren, um sich bei Noriega auch weiterhin Lieb Kind zu machen. So brachte er falsche Radiomeldungen und gefakte Telefonanrufe zum Verbleib von Noriega im Umlauf, so dass es für NSA und CIA äußerst schwer wurde, Noriega habhaft zu werden. Als schließlich die Amerikaner am 20. Dezember 1989 in Panama einmarschierten, um Noriega zu stürzen, soll nach offiziellen Angaben auch Harari kurzzeitig gefangengenommen worden sein. Um aber die Beziehungen zwischen Washington und Jerusalem nicht zu gefährden, sei er unter bestimmten Bedingungen wieder freigelassen worden. Andere behaupten, dass Harari wenige Stunden vor der amerikanischen Invasion geflohen war. Die Frage bliebe dann zu klären, wer ihn vorgewarnt hatte.

Zu diesem Zeitpunkt war Israel mit Atomwaffen bereits voll ausgerüstet, und zwar neben südafrikanischer und französischer auch mit westdeutscher Hilfe.
Und wir erinnern uns bitte daran, dass Harari offensichtlich auch mit falschen Papieren aus Südafrika ausgestattet war.
Das Auswärtige Amt bestätigte, dass die deutsche Bundesregierung bereits 1961 über das israelische Atomwaffenprogramm vollumfänglich informiert war. Als Verteidigungsminister hatte Franz Josef Strauß 1961 ein Treffen mit dem damaligen Premierminister David Ben-Gurion in Paris arrangiert und dafür gesorgt, dass Israel einen Millionenkredit über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erhielt. Natürlich wurde das Ganze unverfänglich als Unterstützung für den Bau einer atomar betriebenen Meerwasser-Entsalzungsanlage in der Negev-Wüste deklariert.  Kein Mensch fragte nach dem eigentlichen Zweck dieses Kredits nach, denn die Anlage wurde nie gebaut; stattdessen verdichteten sich bereits unter Präsident John Fitzgerald Kennedy immer mehr die Hinweise, dass Israel an der Entwicklung ihrer eigenen Atombombe arbeitete, was schließlich auch durch Mordechai Vanunu im Jahr 1986 der Öffentlichkeit offenbart wurde. Als Sohn jüdisch-marokkanischer Einwanderer hatte er nach seiner Armeezeit und einem abgebrochenen Physikstudium von 1976 bis 1985 im Demona Nuclear Research Center in der Wüste Negev als Kontrolleur gearbeitet. Der investigative Journalist Seymour Hersh hatte darüber auch umfänglich in seinem 1991 erschienen Buch „Atommacht Israel“ berichtet.

In Wikipedia steht dann zum Israelischen Atomwaffenprogramm weiter: „Den 1970 in Kraft getretenen Atomwaffensperrvertrag hat Israel wie auch die Biowaffenkonvention[14] nicht unterzeichnet. Die Chemiewaffenkonvention[15] hat Israel zwar unterzeichnet, aber nicht ratifiziert. Damit ist sie völkerrechtlich für Israel nicht bindend. […]Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert deutete bei seinem Besuch in Deutschland in einem Interview am 11. Dezember 2006 bei N24 Israel als Atommacht an: „Iran hat offen, öffentlich und ausdrücklich damit gedroht, Israel von der Landkarte ausradieren zu wollen. Kann man sagen, dies ist das gleiche Niveau, wenn man nach Atomwaffen strebt, wie Amerika, Frankreich, Israel, Russland?“[30][4] Gernot Erler (SPD), Staatsminister im Auswärtigen Amt, kommentierte hierzu, es sei in der Welt lange bekannt, dass Israel Atomwaffen habe.“

Anfang der 70er Jahre hatte Israel an der Entwicklung der Jericho-Rakete gearbeitet und 1973 in den Dienst gestellt. Diese Rakete kann mit konventionellen und chemischen, aber auch mit atomaren Sprengköpfen ausgestattet werden. Bereits im Jahr 1977, also in dem Jahr, in dem auch Helmut Schmidt mit Mosche Dajan noch vor seinem Amtsantritt als israelischer Außenminister zu Gesprächen bezüglich Israels Atomwaffenprogramm zusammentraf, wurde an der Jericho 2-Rakete mit einer Reichweite von 5.000 km gearbeitet und im Jahr 1986 getestet. Interessanterweise soll diese Entwicklung während der Schah-Zeit eine Gemeinschaftsproduktion von Iran und Israel gewesen sein.
Wenn man sich die Iran-Contra-Affäre noch mal ins Gedächtnis ruft, während der die Israelis den Iran umfangreich mit Waffen belieferten, würde es kaum verwundern, wenn die Arbeiten auch unter dem angeblich verhassten Khomeini-Regime unauffällig, z.B. über ostdeutsche und russische Mittelsmänner weitergeführt wurde.

Wikipedia schrieb ergänzend: „Die Ausstattung von U-Booten der Dolphin-Klasse mit nuklear bestückbaren Marschflugkörpern für einen nuklearen Zweitschlag wird seit längerem vermutet.[39] Die U-Boote wurden von HDW für die Israelische Marine gebaut und von Deutschland zum Teil komplett finanziert. Drei Boote wurden von 1999 bis 2000 in Dienst gestellt. Drei weitere Boote werden ab 2012 folgen. Hauptstützpunkt ist die Marinebasis Haifa. Israel beabsichtigt nach seiner Aussage nicht, U-Boote in der Marinebasis Eilat am Roten Meer zu stationieren.[40] Der israelische Marschflugkörper Popeye Turbo erlaubt einen Abschuss von den U-Booten der Dolphin-Klasse aus; erste Tests fanden im Mai 2000 statt.[41] Der deutsche Ex-Verteidigungsstaatssekretär Lothar Rühl und der ehemalige Leiter des Planungsstabes der Hardthöhe, Hans Rühle, erklärten 2012, sie seien schon immer davon ausgegangen, dass Israel auf den U-Booten Nuklearwaffen stationieren werde.[12] Rühl habe auch mit Militärs in Tel Aviv darüber gesprochen.[12] Die Bundesregierung erklärte hingegen, sie beteilige sich nicht mit Spekulationen über die Bewaffnung der U-Boote.“]

Und weiter schreibt Wikipedia zum Marschflugkörper Popeye Turbo: “Die Variante Popeye Turbo wurde von Israel entwickelt, um sie von U-Booten der Dolphin-Klasse aus einsetzen zu können.[1] Der Start erfolgt aus einem Torpedorohr, wobei ein Feststoffraketenbooster den Marschflugkörper aus dem Wasser befördert. Anschließend wird der Flugkörper durch ein Turbojet-Triebwerk angetrieben. Dieses aufwändigere Antriebskonzept ermöglicht größere Reichweiten. Die offizielle Reichweite wird mit 200 bis 350 km angegeben, bei inoffiziellen Tests einer verlängerten Variante wurden allerdings über 1500 km erreicht.[2] Der Popeye-Turbo-Marschflugkörper kann Atomsprengköpfe tragen. Damit liegen die wichtigsten Orte des iranischen Atomprogramms in Reichweite von israelischen Atomwaffen. Entweder mittels Popeye Turbos, die vom persischen Golf aus von Dolphin-Klasse-Ubooten gestartet werden, oder von land- oder luftgestützten Trägersystemen aus Nordostisrael.“

Die Online-Publikation defenseindustrydaily schrieb hierzu weiter, dass Deutschland unmittelbar nach dem ersten Irakkrieg von Januar 1991 bis März 1991 der israelischen Marine zwei Dolphin-U-Boote geschenkt hatte. Die INS Dolphin wurde aber erst im Juli 1999 in den Dienst gestellt, im November 1999 folgte dann die INS Leviathan (sehr bezeichnend, wenn man wiederum an den schwarzmagischen Aspekt denkt, denn Leviathan ist nach dem Alten Testament das Tier aus dem Wasser, das Seeungeheuer – ein Mischwesen aus Krokodil, Drache, Schlange und Wal), gefolgt von der INS Tekuma (Die Auferstehung) im Oktober 2000. Deutschland und Israel haben sich die Kosten in Höhe von 350 Millionen US Dollar für das dritte U-Boot Tekuma jeweils zur Hälfte geteilt.

Die Dolphin-U-Boote bieten Platz für eine 35-Mann starke Crew mit der Option, zusätzlich noch 10 Passagiere aufnehmen zu können. Ihre Höchstgeschwindigkeit betragen 20 Knoten. Ausgestattet sind sie zudem mit der Atlas Elektronik´s ISUS 90-1 TCS für Sensorik, Feuer- und Waffenkontrolle, Steuerung und Operation sowie 10 Torpedokammern. Vier der Torpedokammern weisen einen Durchmesser von 650 mm auf, so dass auch größere Torpedos geladen werden können. Die uns bereits wohlbekannte fränkische Waffenfabrik Diehl entwickelte zum Zeitpunkt des Erscheinens des Artikels vom September 2014 bereits Torpedokammern für Anti-Luftraketen.

Gerüchten zufolge sollen die Israelis bereits im Jahr 2002 die Beladung der vier größeren Torpedokammern mit für Nuklearsprengköpfe geeigneten Popeye Turbo erfolgreich getestet haben. Der Test soll vor der Küste Sri Lankas in Kooperation mit der indischen Regierung stattgefunden haben.

Wer sich noch weiter und detaillierter darüber informieren möchte, dem empfehle ich die ausführliche deutsche Version aus dem Forum Marinearchiv unter dem Titel „Wiedermal nichts hören, nichts sehen – nichts (falsches) sagen“. U.a. führt dieses Forum weiter aus: „»Am 30. Januar 1991 sagte die Bundesregierung Israel die unentgeltliche Lieferung von Rüstungsgütern im Wert von 1,2 Milliarden D-Mark zu, darunter als wichtigstes Vorhaben zwei neue U-Boote im Wert von 880 Millionen D-Mark. Am 3. Juli 1991 wurde das entsprechende Abkommen unterzeichnet. 1993 begannen Gespräche über ein drittes Boot. Sie kamen Ende 1994/Anfang 1995 zum Abschluss, nachdem die Bundesregierung erneut eine Kostenbeteiligung von 220 Millionen D-Mark zugesagt hatte. Israel erhielt die ersten drei Dolphin-U-Boote also weitgehend geschenkt. Der deutsche Steuerzahler trug 1,1 Milliarden D-Mark von jenen 1,28 Milliarden D-Mark, die als Ausfuhrwert für die drei U-Boote erfasst wurden. Der Bau der U-Boote bei HDW und TNSW nahm die neunziger Jahre in Anspruch. Ausgeliefert wurden sie schließlich im Juli 1999 (Dolphin), November 1999 (Leviathan) und Oktober 2000 (Tekuma). Israels Wunsch nach weiteren, noch leistungsfähigeren U-Booten blieb bestehen. Öffentlich wurde er während der Irak-Krise 2002 / 2003. Die neuen U-Boote sollten nun wie die deutschen U-Boote der Klasse 212A einen von der Außenluft unabhängigen Brennstoffzellenantrieb erhalten. Dieser erlaubt eine erhebliche Reichweitensteigerung, deutlich längere Tauchfahrten und zeichnet sich durch geringere Emissionen aus. Sie sind also besser in weiter entfernten Seegebieten wie dem Indischen Ozean oder der Arabischen See einsetzbar und schwerer zu entdecken. Auch für diese Beschaffung war die Finanzierung das größte Hindernis. In den letzten Tagen der rot-grünen Regierungszeit wurde 2005 eine Lösung gefunden. Die Bundesregierung übernahm ein Drittel der Kosten, bis zu 333 Millionen Euro. Für ein weiteres Drittel kaufte sie Militärgüter und Dienstleistungen in Israel, damit Israel Devisen bekam, mit denen es diesen Teil der Kosten tragen konnte. Das letzte Drittel zahlte Israel selbst. Die Auslieferung des vierten in Deutschland gebauten U-Bootes soll 2012/13 erfolgen, das fünfte soll 2013/2014 folgen. Wieder gab es die Option auf ein weiteres Boot. Die Bundesregierung hat dessen Bau bereits am 8. Mai 2006 genehmigt. Im Herbst 2009 signalisierte Israel, dass es diese Option ziehen wolle. Eine Einigung über die Kosten erfolgte im Dezember 2011. Der deutsche Steuerzahler übernahm diesmal Kosten in Höhe von 135 Millionen Euro. Das sechste U-Boot wird – vorausgesetzt Israel kann seinen Kostenanteil tragen – voraussichtlich 2016/17 geliefert.“

Aber auch der Iran hat so seine kleinen Geheimnisse zusammen mit Russland und Deutschland gehabt. Im Blog „Mitwelt“ wurde der Artikel „Iran – Krieg Israel & USA: Ein Öl- und  Atomkraftwaffenkrieg“ veröffentlich, der sich u.a. mit dem iranischen Atomwaffenprogramm beschäftigt. Hierzu heißt es: „Das iranische Nuklearprogramm reicht bis in Jahr 1959 zurück. 1974 begann die Siemens – Tochter Kraftwerk Union (KWU) mit dem Bau eines Atomkraftwerks in Buschehr am Persischen Golf. Nach dem Sturz von Reza Pahlewi, des Schah von Persien, wurde diese Zusammenarbeit eingestellt. Heute wird in Deutschland nicht gerne daran erinnert, dass die Grundsteine des iranischen Atomprogramms von der deutschen Firma Siemens gelegt wurde. Der Militärdiktator Schah Reza Pahlewi war dem Westen ein willkommener Partner, die Proliferation durch die Firma Siemens nannte man damals Entwicklungshilfe. Die deutsche Politik hat sich niemals gescheut, diese Technologie an Militärdiktaturen auszuliefern, sie hat nur unterschieden zwischen „unseren“ Diktatoren und „feindseligen“ Diktatoren. Die Buschehr-Berichterstattung in den Medien fängt meistens mit der späteren Bau-Unterstützung durch Russland an. So können zwei Feindbilder mit einer Klappe erschlagen werden, die Russen und die Ajatollahs, und Siemens wäscht seine Hände in Unschuld. Die so genannte „friedliche Nutzung der Kernenergie“ setzt nicht nur den fehlerfreien Menschen und die fehlerfreie Technik, sondern auch dauerhaft stabile politische Verhältnisse voraus. Als diese, scheinbar stabilen politischen Verhältnisse im Iran aus deutscher Sicht nicht mehr gegeben waren, beendete Siemens die Zusammenarbeit, doch dafür setzte Russland die Bauarbeiten fort.“

So, und wäre es dann wirklich so abwegig, dass auch Syrien im Geheimen an einem Atomwaffenprogramm, möglicherweise mit freundlicher Unterstützung von Nordkorea, Schweden, Deutschland oder Russland gearbeitet hat? Die Zeit Online vom 24. Mai 2011 schreibt u.a. in ihrem Artikel „Syrien soll an Atomwaffen geforscht haben“: „Syrien hat offenbar an einem geheimen Atomwaffenprogramm gearbeitet. Zu diesem Schluss kommt die Internationale Atomenergieagentur (IAEA). Es sei „sehr wahrscheinlich“, dass es sich bei der im Jahr 2007 von Israel bombardierten Anlage Dair Alsur um einen fast fertigen Reaktor gehandelt habe, deren Existenz die Regierung in Damaskus hätte offenlegen müssen, heißt es in einem an die IAEA-Mitgliedsstaaten verteilten Bericht. Die USA hegen schon länger den Verdacht, dass Syrien heimlich an Atomwaffen forschte. Geheimdienstberichten zufolge handelte es sich um einen ursprünglich in Nordkorea entworfenen Reaktor zur Herstellung von waffenfähigem Uran. Israel zerstörte die Anlage 2007 jedoch, bevor die IAEA die Vorwürfe klären konnte. Atominspektoren fanden aber bei einer anschließenden Kontrolle des Geländes Spuren von Uran, die nicht natürlichen Ursprungs sein konnten. Die syrische Regierung von Präsident Baschar al-Assad bestreitet alle Vorwürfe, arbeitet aber auch mit der IAEA seit Jahren nicht ausreichend zusammen.“

Sowohl der Spiegel als auch die Zeit wurden für diese Artikel ordentlich verlacht, allen voran von politaia.org unter dem Titel „Das SPIEGEL-Tamtam um das Projekt Zamzam“ vom 16.01.2015.

Die AG-Friedensforschung berichtete in ihrem Artikel „Unter Verdacht – Worauf zielt das syrische Nuklearprogramm“ über das israelische Bombardement. Hierzu heißt es: „Am 6. September 2007 hatten sieben israelische F-15-Jagdbomber eine Anlage in el-Kibar am Oberlauf des Euphrats bombardiert. Israel begründete die Aktion mit der Behauptung, der mit iranischem Geld finanzierte und mit nordkoreanischer Technologie erbaute Gas-Grafit-Reaktor sollte Plutonium zum Bau von Atomwaffen produzieren. Eine Kommando-Einheit, die Mitte August in zwei Hubschraubern zum Reaktorgelände el-Kibar geflogen sei, hätte Bodenproben entnommen und die Anlage fotografiert. Der Verdacht sei durch die Auswertung bestätigt worden. Die IAEA schickte dann im Juni 2008 Kontrolleure nach Syrien, um den zerstörten Bau zu inspizieren. Die Trümmer der bombardierten Anlage waren allerdings bereits weggeschafft, verbuddelt und einbetoniert worden. Auf dem Fundament stand inzwischen eine neu errichtete Halle. Dennoch wurden Uranspuren nicht-natürlicher Herkunft gefunden, woher sie stammten, konnte nicht festgestellt werden. Olli Heinonen, der damalige Chef des IAEA-Inspektorenteams, erklärte dazu: „Wir fanden die Partikel dort und es gab keine gute Erklärung dafür. Die Syrer sagen, sie stammen von israelischen Bomben.“ Die Kontrolleure halten die Wahrscheinlichkeit aber für „gering“, dass das Uran durch israelische Waffen auf das Gelände gelangt sei. Die chemische Beschaffenheit stimme nicht mit dem überein, was bei uranhaltiger Munition zu erwarten sei. Laut IAEA hat Syrien niemals deklariert, solches Uran zu besitzen, wie es in den Proben gefunden wurde. Viele Fragen der Inspektoren bleiben bis heute unbeantwortet. Der für das syrische Nuklearprogramm verantwortliche General Mohammed Suleiman, der sie möglicherweise hätte beantworten können, wurde bei einem mysteriösen Attentat in der syrischen Mittelmeerstadt Tartus von einem Scharfschützen ermordet. Mehrfach forderte der Chef der Wiener Atombehörde, Yukiya Amano, seitdem vergeblich die Genehmigung für weitere Kontrollen, um beispielsweise im Fundament Bohrproben zu nehmen. Nun scheint Syriens Präsident Bashar al Assad dem Verlangen zumindest teilweise nachzukommen. Eindrücke vor Ort wären auch deshalb interessant, weil es nach IAEA-Meinung eine „funktionelle Verbindung“ zwischen el-Kibar und Marj as-Sultan gibt. Angeblich wurden dieselben Personen an beiden Orten gesichtet und Transporte zwischen den Anlagen beobachtet.“

Und eigenartigerweise berichtete die Homepage „Störfall Atomkraft“ auf ihrer Seite bereits am 24.12.2010, dass seit mindestens 2004 nach Ermittlungen der schwedischen Behörden der Verdacht besteht, schwedische und deutsche Firmen seien an der Entwicklung eines syrischen Nuklearprogramms beteiligt. So kann man im Artikel „Syrische Bombe mit deutscher Hilfe?“ Folgendes lesen: „Auch gegen Syriens Diktator Baschar al-Assad besteht der Verdacht, er betreibe ein geheimes Nuklearprogramm. Das Know-how zum Umgang mit dem Spaltmaterial soll aus der Atomfabrik in Hanau stammen. Im Jahre 2004 berichtete der SPIEGEL: Ein Ermittlungsverfahren Stockholmer Behörden sowie Recherchen der CIA begründen den schweren Verdacht, Schweden und Deutschland seien beteiligt. Ein schwedischer Kernkraftexperten berichtet im November 2003 von der Nuklearanlage „Randstad Mineral“ in Skövde in Schweden. In der Anlage arbeiteten zwischen 1999 und 2002 syrische Techniker an einer „Extraktionsanlage“ zur Gewinnung von Uran. Der dazu notwendige Rohstoff kam aus Deutschland: Laut Transportgenehmigungen des Bundesamtes für Strahlenschutz war es Uranoxid aus der stillgelegten hessischen Nuklearfabrik in Hanau. Mehr als 40 Tonnen uranhaltige Abfälle aus Brennelementen der Firma Siemens für deutsche Atomreaktoren wurden in den Jahren 1996 bis 2000 offiziell nach Schweden verkauft. Das Ganze wurde als „werthaltige Reststoffe“ deklariert, so Helmut Rupar, Chef der Hanauer Nuklearanlage. Doch die laut der offiziellen Transportpapiere des Bundesamtes für Strahlenschutz in Salzgitter „kontaminierten Reststoffe“ hätten Syrien den Weg zur Bombe ermöglichen können. In der syrischen Stadt Homs nördlich der Hauptstadt Damaskus steht das syrische Atomforschungszentrum. Ein hier befindliches, offiziell als „Reinigungsanlage für Phosphorsäure“ deklariertes, Gebäude der schwedischen Firma Meab (Sitz nahe Göteborg mit einer Zweigniederlassung im nordrhein-westfälischen Aachen) ist laut schwedischen Kernkraft-Insidern baugleich mit der inzwischen still gelegten „Ranstad Mineral“, in der Uran gewonnen wurde. Meab-Chef Reinhardt hatte den Nachbau der Urananlage ohne behördliche Genehmigung bereits seit 1999 ins syrische Homs verschiffen lassen. Kaufpreis: vier Millionen Euro. Hausherr des hinter den meterhohen Mauern und mit Wachtürmen gesicherten Gebäudes ist die Atom Energy Commission of Syria (AECS). Westliche Geheimdienste vermuten schon lange, dass hier Teile des ABC-Waffenprogramms von Damaskus vorangetrieben werden. Der schwedische Deal ist ein weiterer Hinweis, dass Syrien, das auch Raketentechnologie aus China importiert hat, in den Club der Atommächte strebt. Die Beschäftigung der syrischen Experten wurde in Schweden von den Atomaufsichtsbehörden abgesegnet. Seit 1999 befand sich auch der jetzige AECS-Generaldirektor, Ibrahim Osman, mit fünf weiteren Mitarbeitern über wechselnde Zeiträume hinweg zum „Wissenschaftsaustausch“ im schwedischen Skövde. Schon damals wunderten sich die schwedischen Kraftwerksingenieure über das besondere Interesse der nahöstlichen Kollegen an der Mineral-Randstad-Anlage, in der ursprünglich Uran aus heimischem Schiefer gewonnen wurde. Syrien verfügt über ähnliche uranhaltige Phosphatvorkommen. Auch waren aus Mineral Randstad einige sorgfältig inventarisierte Mengen des hochgiftigen Plutoniums spurlos verschwunden.“

Für mich jedenfalls klingt das nicht gerade wie ein eilig aus dem Hut gezaubertes Gespenst, um einen Feldzug gegen das ungeliebte Assad-Regime zu rechtfertigen.

Israel, Nordkorea, Pakistan und Indien haben schon Jahrzehnte vorher ihre heimlichen Nuklearwaffenprogramme gestartet; und auch vom Irak ist bekannt, dass er spätestens unter Saddam Hussein an einem solchen Programm arbeiten ließ. Wieso sollte dann ausgerechnet Syrien eine Ausnahme davon bilden angesichts der nuklearen Bedrohung vor der eigenen Haustüre mit lauter „friedliebenden“ Nachbarstaaten, in denen der Terror längst zum Alltag gehört?

Angesichts dieser Rahmenbedingungen und dem kostenintensiven Tschetschenienkrieg hätte Russland zum Zeitpunkt des Kursk-Unglücks durchaus einige dankbare Abnehmer ihrer Granit-P-700-Torpedos einschließlich eines hochtechnologischen Anti-Granit-SHKVAL-Torpedos zur Finanzierung ihrer eigenen Aufrüstungspläne und Kriege finden können.

Dieser Verdacht verstärkt sich bei mir noch zusätzlich mit einem Spiegel-Artikel, der knapp 10 Jahre später erschien. Am 29.04.2010 schrieb er unter dem Zweiteiler „Getarnte Waffen: Marschflugkörper aus der Kiste“, dass ein neues russisches Raketensystem namens „Club-K“ entwickelt wurde, mit dem es möglich ist, aus Standard-Container mobile Startrampen für Marschflugkörper zu konzipieren. Diese Container sind vielseitig auf Land (Züge, LKW´s) und Wasser (Schiffe) einsetzbar und könnten vor allem kleinen Staaten wie zum Beispiel Syrien, dem Libanon oder auch dem Jemen nützlich sein. Entwickelt wurde dieses mobile Waffensystem vom Rüstungskonzern Morinformsystem-Agat. So steht im genannten Artikel u.a.: „[Robert] Hewson sagte dem „Telegraph“ auch, dass die Marschflugkörper aus der Kiste in Doha ausgerechnet jenen Ländern angeboten wurden, die „von den USA bedroht“ seien. Iran und Venezuela, raunte die Zeitung, hätten bereits Interesse signalisiert. […]  Dass Hewson, wie Reuters schreibt, als Erster die Existenz des mobilen Marschflugkörper-Systems öffentlich machte, stimmt nicht ganz: „Club-K“ wurde erstmals im Dezember 2009 auf der Luftfahrtmesse Lima in Malaysia präsentiert und war auch im März auf der Rüstungsmesse Dimdex in Doha zu sehen. Ein fertiges Produkt wurde dort allerdings nicht angeboten. {…]  Die Erfahrungen aus den vergangenen Monaten lassen zumindest ahnen, wer Interesse an dem System haben könnte. Anfang April sagte Premierminister Wladimir Putin Venezuelas Präsident Hugo Chavez einen 2,2 Milliarden-Dollar-Kredit für den Kauf russischer Waffen zu. Im Gespräch ist die Lieferung von 92 T-72-Panzern, zehn MiG-Kampfflugzeugen und mobilen Raketensystemen. Allerdings ist nicht bekannt, ob es sich dabei um „Club-K“ handeln soll. Chavez gilt als derzeit lautester Erzfeind der USA, der auch schon mal behauptet, Washington habe Haiti mit einer Erdbebenwaffe beschossen. Auch andere Staaten decken sich gern mit Erzeugnissen russischer Rüstungsbetriebe ein: Libyen, dessen Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi bis weit in die achtziger Jahre hinein Terrortrupps unterstütze, unterzeichnete Anfang Januar mit Russland einen 1,3-Milliarden-Dollar-Kontrakt über den Kauf russischer Jagdflugzeuge. Auch das iranische Regime wird in Russland als zahlungskräftiger Kunde geschätzt. Sogar der Kauf von russischen Luftabwehrraketen des Typs S-300 zum Schutz iranischer Atomanlagen vor Bombenangriffen war bereits besiegelt. Bislang aber hat Russland die auch von westlichen Militärs gefürchteten Hightech-Waffen noch nicht geliefert – aus Rücksicht auf Washington und Israel.“

Kommen wir damit auf Viktor Bout (auch Wiktor But oder Buut) zu sprechen.

Offiziell soll er 1967 in Tadschikistan, Dushanbe geboren sein.

In gewisser Weise erinnert mich sein Lebenslauf an den von Udo Proksch, den ich bereits ausgiebig in meiner Analyse zum Oktoberfest-Attentat behandelt hatte.

Bereits als Kind wartete er mit zahlreichen Ideen auf, zum Beispiel die Idee einer weltweit einheitlichen Sprache in Anlehnung an die Universalsprache Esperanto. Er besuchte nach seinem Wehrdienst bei der sowjetischen Armee das Militärinstitut für Fremdsprachen.

Dort bekam er einen 10 monatigen Intensivkurs in Portugiesisch und Französisch verpasst. 1987 verließ er dann zum ersten Mal die Sowjetunion und ging nach Mosambik. Hier lernte er schließlich auch die Journalistin und Modedesignerin Alla Jurjewna Protasowa kennen, die zu diesem Zeitpunkt noch mit einem anderen Mann verheiratet war.

Erst drei Jahre später wurden sie aber dann ein Paar und heirateten am 22.09.1991 in St. Petersburg.

Unterdessen übernahm Boris Jelzin mit seiner demokratischen Partei die Macht im Kreml.

Nach eigenen Aussagen soll Viktor Bout dann 1993 dem Militär endgültig den Rücken gekehrt haben. Mit einer kleinen Importfirma wollte er Waren aus den Ländern der GUS-Staaten, vorzugsweise aus der Tschechoslowakei und Slowakei, nach Russland verkaufen. Angeboten wurden von ihm typische Westwaren wie Cola, Dosenbier etc.

Mit seinem Freund Sascha Kepkala gründete er im Oktober 1993 eine kleine Fluggesellschaft mit Sitz in Brüssel. Dafür mietete er sich ein altes sowjetisches Antonow- Frachtflugzeug an, das er wiederum für den dreifachen Preis weitervermietete. Erster Kunde war Angola.

Bald allerdings ging Viktor Bout mit dieser Firma Pleite und zog 1994 in die Vereinigten Arabischen Emirate nach Schardscha um; er setzte dort sein Geschäftsmodell vom Flugzeugtransport von Frachtwaren nach Russland fort. Sein Bruder Sergej stieß mit dazu. Zunächst wurden allgemeine Artikel wie Radio, Videorekorder, Computer, Telekommunikationsgeräte und Textilien nach Russland und den GUS-Staaten importiert.

Dann kam ihm die Idee, zentrale Wartungsstationen für Flugzeuge aufzubauen. Damit verdiente er recht gut und konnte sich bereits 1996 eine Villa in Schardscha zulegen.

Zu seiner Firma stieß dann auch bald Slava Grichine als Projektleiter dazu. Sie kannten sich bereits ebenfalls aus dem Militärinstitut, eine Kaderschmiede für künftige russische Agenten.

Während der Revolution in Angola bot Viktor Bout dem damaligen Chef der UNITA-Bewegung Jonas Savimbi für den aufziehenden Bürgerkrieg Logistik und Trainingsprogramme für seine Truppen an. Die Waffen wurden aus der ehemaligen Sowjetunion von Südafrika aus nach Angola mit Bouts Flugzeugen transportiert.

So gesehen entwickelte Viktor Bout die russische Variante zu Dick Cheneys Halliburton-Unternehmenskette.

Am Flugplatz von Kisangani, Demokratische Republik Kongo, traf Viktor Bout dann 1997 auch Brian Johnson-Thomas, den späteren Leiter der UN-Untersuchungen über den Waffenhandel. Er selbst war damals Vertreter einer Fluggesellschaft, die Hilfsgüter für das Rote Kreuz transportierte. Zu diesem Zeitpunkt wusste er angeblich noch nichts von Waffengeschäften, die Viktor Bout mit Liberia, Sierra Leone, Angola und dem Kongo über seine Fluggesellschaften abwickelte. Behilflich war ihm dabei der bulgarische Waffenhändler Peter Mirtschev, ebenfalls in Schadschar ansässig.

Über die bulgarische Waffenschmiede Kintex mit freundlicher Unterstützung der osteuropäischen und russischen Geheimdienste hatte ich schon bereits in meiner Analyse zum Oktoberfestattentat bezüglich der Verbindungen von Udo Albrecht kurz geschrieben.

Wer allerdings einen aktuellen Bezug zur heutigen Zeit haben will, braucht sich nur den Artikel vom österreichischen Standard vom 21.01.2016 „Bulgarische Nahrung für den Krieg in Syrien“ genauer durchzulesen. Ich zitiere daraus mal auszugsweise eine kleine Passage: „Laut dem jährlichen bulgarischen Rüstungsexportbericht (siehe Grafik), der im August 2015 – unter weitgehender Nichtbeachtung der Medien – veröffentlicht wurde, hat die Regierung 2014 den Verkauf von Waffen und militärischer Ausrüstung im Wert von über 85 Millionen Euro an Saudi-Arabien bewilligt. Von der bulgarischen Regierung erfuhr BIRN, das am Balkan tätige Investigative Reporting Network, dass in diesem Jahr auch der Verkauf von Waffen an die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) genehmigt wurde. Bulgarien produziert und lagert in erster Linie Waffen sowjetischer Bauart. Laut Analysten ist es unwahrscheinlich, dass Saudi-Arabien oder die VAE diese für ihre eigenen Streitkräfte erwerben, da sie selbst moderne westliche Waffen verwenden. Es sei deshalb, so die Experten, wesentlich plausibler, dass sie das Kriegsmaterial für lokale Truppen, die sie in Syrien und im Jemen unterstützen, gekauft hätten, wo Waffen sowjetischer Bauart weitverbreitet sind. Ein ehemaliger bulgarischer Militäroffizier mit guten Verbindungen erzählte, dass die saudischen Anschaffungen in den von den Planespottern gesichteten Flugzeugen transportiert worden und für syrische Oppositionsgruppen bestimmt waren. 2014 kauften auch die USA im Rahmen eines mittlerweile eingestellten 500-Millionen-Dollar-Programms Waffen aus Bulgarien für die Ausbildung und Ausrüstung syrischer Oppositionsstreitkräfte. Während der Zeit des Kommunismus baute Bulgarien, ein Land mit nur sieben Millionen Einwohnern, eine gewaltige Waffenindustrie auf, in der 110.000 Menschen Beschäftigung fanden und die pro Jahr bis zu 1,5 Milliarden Dollar (1,3 Milliarden Euro) in harter Währung eintrug. Das Regime erwarb sowjetische Technologie zur Herstellung von Kleinwaffen und Munition. Für sein 100.000 Mann starkes Militär und die Möglichkeit einer allgemeinen Mobilmachung häufte es ein riesiges Arsenal an. […]  Nikolaj Nikolow blickt prüfend durch seine große Brille und erwähnt beiläufig, dass er an einem Tisch mit Carlos gesessen sei, dem berüchtigten marxistischen Terroristen, der vor 40 Jahren in Wien den Opec-Überfall mit drei Toten organisiert hatte. Nikolow, ein Pseudonym zum Schutz seiner Identität, handelt seit mehr als 25 Jahren mit Waffen. „Alle schneiden mit“, sagt er, „auch Regierungsbeamte und Zwischenhändler. Die Provisionen sind ein Mehrfaches des Waffendeals wert. Wenn etwas zehn Millionen kostet, beläuft sich der Endpreis auf 35 Millionen.“ In einem kleinen Café in der Innenstadt von Sofia, wo er sich gerne zur Abwicklung seiner Geschäfte trifft, raucht Nikolow eine Zigarette nach der anderen und erinnert sich.“

Am 03. August 1996 wurde jedoch eines von Viktor Bouts Flugzeugen voll mit Waffen von den Taliban in Afghanistan abgefangen. Deswegen traf er sich mit dem Anführer der Taliban, Mullah Omar, um seine Piloten aus der Gefangenschaft zu befreien. Mullah Omar war nicht bereit, die Piloten freizulassen, da die Russen mit der afghanischen Regierung kooperierten. Nach über einem Jahr der erfolglosen Verhandlungen zur Freilassung seiner Piloten setzte sich Bout mit dem Anführer der Nordallianz, Ahmad Schah Massud, zusammen, um die Piloten zu befreien. Während eines Morgengebetes gelang es den Piloten tatsächlich zu fliehen.

Ein weiterer Geschäftspartner von Viktor Bout in Südafrika war Andrew Smulian, den schließlich auch Agenten der DEA kontaktierten, um Viktor Bout habhaft zu werden.

Smulian arbeitete seit 1997 im südafrikanischen Pietersburg für Bout und baute dort die Fluglinien „Norse Air Charter“ und „Pietersburg Aviation“ auf.

Bout expandierte fröhlich weiter, führte Projekte in Mauretanien, erhielt eine Diamantenkonzession in der zentralafrikanischen Republik und etablierte sich auch in Europa.

Bout siedelte im Februar 1998 nach Südafrika um und organisierte dort zum Beispiel den Transport von wilden Tieren für Zoos und Privatsammlern.
Sein Bruder Sergej blieb unterdessen in Schadschar. Kurze Zeit später jedoch wurde Viktor Bout in seinem Zuhause von einer Bande südafrikanischer Krimineller überfallen. Sie nahmen vor allem Computer und Telekommunikationsgeräte mit. Gleich am darauffolgenden Tag überfielen sie auch das Büro. Man vermutete, dass dies im Auftrag der südafrikanischen staatlichen Frachtfirma geschah, die in Viktor Bouts Firmen eine Konkurrenz sah.

Ich allerdings könnte mir auch vorstellen, dass hinter dieser Aktion bereits Mike Harari steckte.

Jedenfalls sah sich Bout danach veranlasst, zwei Monate später wieder Südafrika zu verlassen und die Geschäfte Andrew Smulian zu überlassen.

Ab dem Jahr 1998 begann auch die UN, Viktor Bout wegen seinen Cargo-Geschäften in ganz Afrika ins Visier zu nehmen. Es begann mit einer breit angelegten Medienkampagne, in der Viktor Bout als Händler der Todes bezeichnet wurde und der zu diesem Zeitpunkt am schlimmsten gegen die von der UN auferlegten Sanktionen verstoßen haben soll.

Unterdessen war Bout seit dem Jahr 2000 mit seinen Transportgeschäften vor allem in der Region Bunia, Kongo, Uganda und Ruanda aktiv, wo ebenfalls grausame Bürgerkriege tobten.

Nach den Anschlägen des 11. September 2001 ging es mit Viktor Bouts Geschäften rapide bergab. Sowohl in Afrika als auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten entzog man ihm die Arbeitserlaubnis und empfahl ihm dringend die Ausreise. Man machte den afrikanischen Diktatoren und den arabischen Königshäusern unmissverständlich klar, dass diese bei weiterer Förderung von Viktor Bouts Geschäften selbst erhebliche Probleme mit den USA bekommen würden. Bout würde im Verdacht stehen, mit den Taliban und Al Quaida kooperiert zu haben.

2002 kehrte Viktor Bout deswegen erst einmal wieder nach Moskau zurück.

Im Jahr 2007 nahm der DEA-Agenten Louis Milione zu Andrew Smulian Kontakt auf. Smulian traf sich dann auf Geheiß der DEA-Agenten 2008 mit Viktor Bout in Moskau, um ihm ein Geschäft mit den kolumbianischen Rebellen der FARC vorzuschlagen. Für weitere Verhandlungen sollten sie sich in Bangkok treffen. Bout wurde der Verkauf von Kampfhubschraubern an die FARC schmackhaft gemacht. Zudem erhoffte er sich, auf diese Weise auch gleich sein Flugzeug zu verkaufen.

Und wie es so oft im Leben ist – Gier frisst Hirn.

Bout wurde mit vermeintlichen FARC-Rebellen Ricardo, Carlos und Alejandro bekannt gemacht, die nicht nur total verwanzt waren, sondern ihm auch gleich ihre klaren Absichten mitteilten, mit dem Kauf von Waffen einschließlich 100 Boden-Luft-Raketen und Kriegsgeräten Amerikaner umbringen zu wollen. Trotz dieser eindeutig verdächtigen Offerte schlug Bout in den Deal ein und merkte dabei nicht, dass alles für die amerikanischen Behörden aufgenommen wurde. Er musste sich wohl sehr sicher gewesen sein, dass ihm so oder so nichts passieren würde.
Der Rest ist bekannt – Viktor Bout wurde 2011 nach Amerika ausgeliefert und in New York zu 25 Jahren Haft verurteilt.

Nun gut, wir brauchen jetzt sicherlich nicht darüber zu diskutieren, ob Viktor Bout ein von den zahlreichen russischen Geheimdiensten gesteuerter Spion war.
Dmitri Khalezov selbst hat zugegeben, dass er Bout aus seiner Zeit bei der streng geheimen Militäreinheit 46179, auch bekannt als „Sonderkontrolldienst“ des 12. Hauptdirektorats des sowjetischen Verteidigungsministeriums kannte.
Dieser spezielle Geheimdienst der Russen befasst sich vorzugsweise mit atomaren Waffen und Technologien.
Fakt ist weiterhin, dass Viktor Bout bei der Expansion seiner Geschäfte, vorzugsweise in den afrikanischen Ländern, wo starke Unruhen und Bürgerkriege vorherrschten, ohne geheimdienstliche Unterstützung von staatlicher Seite keinen Fuß auf den Boden bekommen hätte. Und wer lieferte ihm überhaupt die Antonow-Frachtmaschinen. Nebenbei bemerkt hatte er offensichtlich auch gute Kenntnisse in Flugzeugbautechnik, nachdem er gerade in den VEA großangelegte Wartungshallen aufbauen konnte.

Also verschont mich bitte mit den mitleiderregenden, anrührenden Geschichten eines Viktor Bouts, der sich im Netz der Intrigen von amerikanischen Geheimdiensten verfangen hätte, nur weil er ein gewiefter Geschäftsmann gewesen sei, der genau wie alle anderen staatlich geförderten Waffenhändler mit klandestinen Strukturen arbeitete, wobei er sich „lediglich“ auf den Transport von Frachtgütern spezialisiert habe, unter denen ab und zu auch mal Waffen dabei waren.

Viel interessanter ist doch, dass Viktor Bout über Jahre hinweg mit KBR Inc. (Kellog Brown  Root, Inc.) lukrative Geschäfte abwickelte. Ein Blick in Wikipedia genügt, um zu wissen, wer sich dahinter verbirgt. Hierzu heißt es: „KBR, Inc. (ehemals Kellogg Brown & Root, Inc.) ist ein US-amerikanisches Ingenieur- und Bauunternehmen, das größte nicht-gewerkschaftsgebundene Bauunternehmen der USA. Außerdem ist KBR größter privater Militärdienstleister für das US-Verteidigungsministerium und auch für andere Staaten tätig. Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als größten Militärdienstleister der Welt („the world’s largest defense services provider“). Bis zum Frühjahr 2007 war KBR ein Tochterunternehmen des US-Ölindustriekonzerns Halliburton. […]  KBR bzw. seine Vorläuferunternehmen waren bereits im Zweiten Weltkrieg und im Vietnamkrieg für das US-Militär tätig. Im Rahmen der SFOR-Mission auf dem Balkan beauftragte 1996 der damalige US-Präsident Bill Clinton Brown & Root mit der Unterstützung der NATO- und US-Truppen. Dieser Auftrag wurde später auf die KFOR-Mission im Kosovo übertragen, wo KBR u.a. am Bau des Camp Bondsteel beteiligt war. 2002 erhielt KBR vom State Department einen Auftrag im Wert von 100 Millionen US-Dollar zum Bau einer neuen US-Botschaft in Kabul, Afghanistan. Im Rahmen der Operation Enduring Freedom erhielt KBR einen Kontrakt über 216 Millionen Dollar, unter anderem zum Bau von Militärcamps der US-Luftwaffe in Kandahar und Bagram. Für Georgien trainierte KBR ausländische Truppen. Mit einem Auftragsvolumen von 16 Milliarden US-Dollar (Stand März 2008) ist KBR mit weitem Abstand der größte US-amerikanische Auftragnehmer des US-Verteidigungsministeriums im Irak. Die zahlreichen an KBR vergebenen Aufträge im Irak umfassen den Wiederaufbau der im Irakkrieg zerstörten Erdöl-Infrastruktur des Landes (Auftragswert rund 2 Milliarden US-Dollar; unter Dick Cheneys Vizepräsidentschaft ohne Ausschreibung im Rahmen des „Restore Iraqui Oil“-Programms von der Regierung vergeben) sowie die logistische Unterstützung der dort stationierten US-Truppen. Zum Zeitpunkt der Auftragsvergabe war Dick Cheney CEO des KBR-Mutterkonzerns Halliburton; er gab diese Position erst ab im Zuge seiner Kandidatur für das Amt des US-Vizepräsidenten in der Regierung George W. Bush.“

Und unter der Rubrik „Wiktor Anatoljewitsch But“ kann man bei Wikipedia weiterlesen, dass Bout bereits in den 90er Jahren UN-Friedenstruppen nach Somalia flog. Britische Soldaten einschließlich Kriegsausrüstung brachte er in den Kosovo. Eben dort heißt es dann auch, dass KBR neben dem United States Air Mobility Command nicht nur ein Kunde unter vielen von Viktor Bout war, sondern von 2003 bis 2005 der größte – also schon zu einer Zeit, wo Viktor Bout bereits wieder in Moskau weilte und von dort offensichtlich sein Cargo-Geschäft mit einer seiner Fluglinien, der Irbis Air, abwickelte. Bush soll sich sogar höchstpersönlich dafür eingesetzt haben, dass die UN-Sanktionen gegen Viktor Bout aufgehoben werden.

Und das alles unter den ahnungslosen Augen der russischen Regierung?

Ja, auch ich bin mittlerweile überzeugt davon, dass Viktor Bout angesichts seines Lebenslaufs von den Amerikanern sozusagen als Faustpfand gegenüber den Russen von der Straße gepflückt wurde nach dem Motto „Wenn Ihr nicht das Maul hinsichtlich der Anschläge auf das Pentagon und den WTC-Türmen hält, dann werden wir mal über Eure Geschäfte mit den so genannten Schurkenstaaten und der Förderung von Terrorismus plaudern ganz zu schweigen von Euren Schweinereien während des Afghanistan- und Tschetschenienkriege.“

Was meine ich damit?

Jede Regierung auf der Welt einschließlich unserer ach so scheinheilig moralisch auftretenden Regierung gleich welcher Parteicouleur hat gewaltig Dreck am Stecken, wenn es um die vorgebliche Einhaltung der Menschenrechte, so genannter Friedensprozesse, Demokratisierungsambitionen sowie der angeblichen Bekämpfung des Terrorismus und Organisierten Kriminalität geht.
Soweit man das über die Zeitgeschichte verfolgen kann, scheint genau das Gegenteil der Fall zu sein.

Ich kann das russische Volk ganz gut leiden, fühle mich aber gemäß meiner frühkindlichen Prägung unter dem Kalten Krieg nach wie vor mehr der amerikanischen Nation verbunden – das möchte ich an dieser Stelle nicht verschweigen.

Das heißt aber nicht, dass mich das Gebaren westlicher Keyplayer nicht anwidert und ich am liebsten mit einem großen Prügel bewaffnet all diesen Leuten gerne mal eine individuelle Abreibung verpassen würde, die sie so schnell nicht mehr vergessen.

Was den Kursk-Vorfall betrifft, so kann ich mir gut vorstellen, dass die Russen in Wahrheit ihre Torpedos an einen der zuvor in diesem Kapitel behandelten Staaten verkaufen wollten, um Geld in die Kriegskassen für den Tschetschenienkrieg zu spülen.
Dem haben die Amerikaner, vielleicht sogar mit Hilfe von Mike Harari und seiner Spezialtruppe Schajetet 13 einen Riegel vorgeschoben, indem sie die Kursk im Rahmen einer abgedeckten Operation aus dem Verkehr zogen.
Dass damit Putin und seine Mannen gegenüber der Welt eine Menge zu erklären hätten und deswegen auch keiner der an Board der Kursk befindlichen 118 Seemännern überleben durfte, versteht sich aus meiner persönlichen Sicht von selbst.

Auch an dieser Stelle betone ich ausdrücklich, dass diese Theorie nicht der Wahrheit entsprechen muss – es sind auch andere Szenarien vorstellbar.
Wer dazu eine Idee hat, kann sie gerne als Kommentar auf meinem Blog oder als Diskussionsgrundlage in anderen Foren kundtun.

Allerdings bitte ich, sofern es Kommentare und Kritikpunkte auf meinem Blog betrifft, dies sachlich und ohne persönliche Beleidigungen vorzunehmen.

Ich verschwende nicht meine Zeit mit grenzdebilen Trollen oder sexuell frustrierten Idioten, die möglicherweise fett, schmierig, stinkend, unappetitlich und deswegen vom weiblichen Geschlecht verschmäht auf ihrer abgewetzten Couch daheim hocken, um auf diese Weise ihren hormonell aufgestauten Druck loszuwerden. Solche Kommentare werde ich selbstverständlich erst gar nicht auf meinem Blog zulassen, dazu könnt Ihr von mir aus andere Foren oder Blogs verwenden, sofern Ihr zu blöd seid, einen eigenen Blog zu gestalten.

Zurück zum Anfang

Advertisements