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Zurück zu Teil 7

Um es gleich vorweg zu sagen – die von mir angestellten Überlegungen basieren auf meinen langjährigen Forschungsarbeiten zu okkulten Kreisen und Logen.
Sie spiegeln damit meine eigene persönliche Meinung wider.
Wer sich auf diese Überlegungen erst gar nicht einlassen will, sollte diesen Blogbeitrag auch nicht mehr weiterlesen und von mir aus die meiner persönlichen Auffassung nach geworfenen Nebelkerzen zu diversen Kindermordfällen im Allmystery-Forum weiterverfolgen.
Ich will allerdings auch nicht verhehlen, dass es einige wenige Forenteilnehmer gibt, die wirklich gute Gedankengänge und Puzzleteile als Diskussionsgrundlage anbieten, weswegen ich auch im Fall Tristan Brübach (siehe Teil 4) und der angeblichen Mordserie von Martin Ney (siehe Teil 1 bis 3) einige Verlinkungen dazu in meinem Blog setzte, um die Nachvollziehbarkeit des Quelleninhalts in seiner vollen Länge und Wortlaut zu gewährleisten.

Ansonsten kann ich nur dringend davon abraten, dieses Forum für ernstgemeinte Beiträge zu nutzen, und stattdessen lieber über Facebook oder eigene Homepages und Blogs zu veröffentlichen, da die Wahrscheinlichkeit sehr hoch sein dürfte, dass die Betreiber und Administratoren von Allmystery aus den Kreisen kommen, über die ich im Folgenden zum Mordfall Johanna Bohnacker berichten werde.

Aber auch das ist nur meine ganz persönliche Meinung.

Die damals am 17. August 1999 gerade acht Jahre alt gewordene Johanna Bohnacker wohnte im Ranstadter Ortsteil Bobenhausen, etwa 60 Kilometer nordöstlich von Frankfurt a.M. gelegen.
In Ranstadt besuchte Johanna die zweite Klasse der Grundschule.

Am 02. September 1999 traf sie sich nach der Schule gegen Mittag mit ihrer Schulfreundin Yvonne und wollte sich eigentlich mit ihr am Spielplatz verabreden.
An diesem Tag hatte jedoch die Großmutter von Yvonne Geburtstag.
Johanna wurde von der Mutter ihrer Freundin eingeladen, mit auf die Geburtstagsfeier zu kommen, die um 16:00 Uhr losgehen sollte.
Geplant war, dass Johanna bei ihren Eltern um Erlaubnis fragen und dann Bescheid geben sollte, nachdem eine Rückkehr bis 18:00 Uhr, zu dem Zeitpunkt Johanna vorgab, daheim sein zu müssen, nicht von Yvonnes Mutter gewährleistet werden konnte.
Fest steht, dass Johanna gegen 13:00 Uhr wieder zum Mittagessen bei ihren Eltern erschien und dort erst einmal ihre Hausaufgaben erledigte.
Gegen 15:45 Uhr war sie damit fertig und verabschiedete sich von ihren Eltern nach draußen zum Spielen mit ihrer Freundin Petra.
Eigenartigerweise erwähnte sie offensichtlich mit keinem Wort den geplanten Besuch bei der Großmutter ihrer Freundin Yvonne.
Mit dem väterlichen Hinweis, um 19:00 Uhr wieder daheim zu sein, fuhr Johanna mit ihrem auffällig gelben Mountainbike und dem schwarzen Lenker zu Petra, einer anderen Freundin, die nur wenige Straßen weiter wohnte.
Die zuvor getroffene Absprache mit Yvonne´s Mutter hatte sie entweder vergessen oder aus anderen Gründen ignoriert.

Jedenfalls wollte Petras Mutter einen Spaziergang in den Ortsteil Bellmuth zum Spielplatz unternehmen. Auch dazu wurde Johanna eingeladen, doch Johanna schlug die Einladung ab mit der Begründung, sie müsse um 18:00 Uhr daheim sein.

Warum Johanna in beiden Fällen geschwindelt hat, bleibt unterdessen ein Rätsel.

Gegen 16:40 Uhr trennten sich die Freundinnen, und Johanna fuhr zum Bobenhausener Sportplatz am Waldrand, wo sie gegen 16:50 Uhr erstmalig gesehen wurde. Dort traf sie auf eine weitere Freundin, mit der sie zu einer Holzbrücke am Laisbach fuhr, in deren Nähe später auch ihr Fahrrad angelehnt an einer Bank aufgefunden wurde. Zu den beiden Mädchen gesellten sich zwei Buben, die gegen 17:00 Uhr ebenfalls zum Spielplatz nach Bellmuth fahren wollten.

Und wiederum schlug Johanna die Einladung aus, mitzukommen, weil sie angeblich um 18:00 Uhr daheim sein müsse.

Die Kinder erinnerten sich später auf Befragung durch die Polizei, dass sie zu diesem Zeitpunkt in der Nähe des Sportplatzes einen fremden Mann mit einem dunklen Wagen gesehen hätten.
Gegen 17:25 Uhr fiel auch einem anderen ortskundigen Autofahrer ein tiefergelegter, brauner VW Jetta mit Bad Homburger Kennzeichen (Hochtaunuskreis) und getönten Scheiben auf, der nur wenige Kilometer vom Sportplatz entfernt auffällig langsam auf der Landstraße dahinkroch.
Den Fahrer beschrieb er als etwa 40-45 jährigen, schlanken Mann, kantiges Gesicht,  mit dunklen, längeren, zu einem Pferdeschwanz gebundenen Haaren und einer Sonnenbrille.
Nachdem der Zeuge einige Besorgungen im Nachbarort Bellmuth erledigt hatte, fuhr er wieder am Bobenhausener Sportplatz vorbei und entdeckte dort erneut den VW Jetta. Aus diesem Grund ging die Polizei später davon aus, dass es sich bei dem VW Jetta um den gleichen Wagen gehandelt haben könnte, den auch die Kinder am Sportplatz gesichtet hatten.

Ergänzend schrieb die Gießener Allgemeine vom 02.09.2009 „Ermittler-Botschaft: Mord verjährt nicht“: „Vorher schon waren knapp 600 Halter eines VW Jetta im Hochtaunuskreis ermittelt und kontaktiert worden. Hintergrund: Am Tag von Johannas Verschwinden war einem Autofahrer, der von Ranstadt kam, gegen 17.15 Uhr vor Bellmuth ein VW Jetta II aufgefallen. Er war braun, tiefer gelegt und trug ein HG-Kennzeichen. Nachdem der Zeuge kurz in Bellmuth gestoppt hatte und anschließend weiterfuhr, sah er den Jetta erneut am Ortseingang von Bobenhausen vor dem Sportplatz. Der Pkw rollte den Fuß- und Radweg parallel zur Straße in Richtung Holzbrücke, wo später das Rad gefunden wurde. Durch den zeitlichen und örtlichen Zusammenhang hatte diese Spur erhebliche Bedeutung gewonnen. Doch das Überprüfen der 600 Jetta-Halter führte zu keinen verwertbaren Erkenntnissen.“

Gegen 18:00 Uhr sah dann ein weiterer Nachbarsjunge Johanna am Laisbach zusammen mit einer Frau stehen.
Auf sein Zurufen reagierte sie nicht, sondern stieg zusammen mit der Frau freiwillig in einen roten Kleinwagen ein.
Die Frau beschrieb der Junge als ca. 40 Jahre alt mit schulterlangen braunen Haaren und von schlanker Statur. Sie trug eine dunkle, längere Jacke. Der Junge schilderte die Szene so, als ob Johanna mit dieser Frau vertraut gewesen wäre.

Um kurz nach 19:00 Uhr kamen Johannas Eltern Gabriele und Richard Bohnacker nach Hause und stellten fest, dass ihre jüngste von drei Töchtern noch immer nicht daheim war.

Ihre mittlere Schwester Vanessa machte sich daraufhin auf den Weg zu Petra und ihre Mutter, die ebenfalls gerade erst wieder von ihrem Spaziergang zurückgekehrt waren. Kurz zuvor hätten sie Johanna noch an der Holzbrücke gesehen.

Dort entdeckte ihre Schwester dann auch das Fahrrad, von Johanna fehlte allerdings jede Spur. Um 19:52 Uhr rief der Vater schließlich die Polizei an.

Erst am 01. April 2000 finden Spaziergänger Teile einer skelettierten Kinderleiche in einem Waldstück hinter der Autobahnausfahrt Alsfeld-Ost am Vogelsberg in der Nähe der Raststätte Berfa/A5 Frankfurt – Kassel, rund 90 km von Bobenhausen entfernt. Offensichtlich wurde Johanna relativ schnell nach ihrem Verschwinden umgebracht und in dem Waldstück abgelegt, wo Wildschweine ihr Revier haben.

Die hinzugerufene Polizei konnte weitere Leichenteile und Kleidungsstücke, verteilt im Waldstück auffinden. Es stellte sich heraus, dass Johanna mit Paketband gefesselt oder fixiert gewesen sein musste. An dem Band konnte man den Teil eines Finger- oder Handballenabdrucks feststellen (siehe auch Frankfurter Rundschau vom 02.09.2009 „Zehn Jahre auf Mörder-Suche“)

Die Gießener Allgemeine vom 02.09.2009 „Ermittler-Botschaft: Mord verjährt nicht“ führt ergänzend aus: „An Johannas sterblichen Überresten hatten die Fahnder Teile eines Paketklebebands gefunden. Daraus schlossen sie: Das Mädchen war gefesselt worden. Auf dem Band wurde die daktyloskopische Spur einer menschlichen Hand gefunden. Ein automatisierter Abgleich mit der neuesten Version des Fingerabdruck-Identifizierungssystems AFIS war möglich. Doch mit welchem Personenkreis sollte die Spur verglichen werden? […] 2002 wurden die Abdrücke von 448 Männern genommen. Darunter waren alle männlichen Einwohner zwischen 18 und etwa 65 Jahren aus Bobenhausen und Bellmuth sowie Personen, die weggezogen waren. Auch die Spieler zweier Fußballmannschaften, der Schiedsrichter und die Zuschauer waren dabei. Hinzu kamen Personen, die regelmäßig in der Region zu tun hatten, etwa Bus- und Auslieferungsfahrer sowie Eisverkäufer. Schließlich wurde eine weitere Personengruppe bekannt, die »Ortsbezug« hatte: die Nutzer einer teilweise eingezäunten, kleinen Bauschuttdeponie, die unmittelbar am Sportplatz und dem Fundort von Johannas Rad liegt. Am Hang unterhalb der Deponie hatte sie einen geheimen Spielplatz, eine »Burg«. Eventuell, so die Überlegung, konnten sich Kind und Täter dort schon einmal gesehen haben. Aus Aufzeichnungen aus einem Gebührenbuch wurden 390 Männer zwischen 18 und 65 Jahren aus Ranstadt, Dauernheim und Ober-Mockstadt gefiltert. 2005 wurden ihre Abdrücke gecheckt. Diese zwei Untersuchungen verliefen ebenso ohne Ermittlungsansätze wie der dritte Massentest: 2006 wurden die Handflächen- und Fingerabdrücke von 523 Jetta-Fahrern überprüft, insbesondere aus dem Hochtaunuskreis. Nach wie vor indes schließen die Beamten die Jetta-Spur nicht gänzlich aus.“

Anhand des T-Shirts und der Jeans konnte die Leiche noch am selben Tag als die sterblichen Überreste von Johanna Bohnacker identifiziert werden. Nach Aussage der Eltern fehlen allerdings bis heute die blauen Gummistiefeln sowie eine Gürteltasche mit rot-grünem Schottenmuster, die Johanna am Tag ihres Verschwindens getragen hatte.

Unmittelbar nach dem Verschwinden von Johanna gab es jedoch in Alsfeld-Lingelbach eine weitere Beobachtung, die auf den in Bobenhausen gesichteten Jetta-Fahrer hindeutete. Der Zeuge gab eine identische Beschreibung des Fahrers ab, wie schon zuvor der Zeuge aus Bobenhausen.

Die Polizei nahm an, dass der oder die Mörder Johannas Leiche nicht über die A5 zum Ablageort verbracht hatten, sondern dafür den Weg über die parallel verlaufende Landstraße nutzten.

Interessant ist auf jeden Fall, dass in der Sendung Aktenzeichen xy ungelöst vom 24.09.2014 von Rudi Cerne unter Berufung auf die Polizei darauf hingewiesen wird, dass der oder die Täter aus dem Umkreis von Johanna Bohnacker stammten und das Mädchen ihre Mörder gekannt haben muss.

Und die Frankfurter Rundschau vom 02.09.2009 „Zehn Jahre auf Mörder-Suche“ zitiert aus Polizeikreisen: „Im vergangenen Jahr baten die Friedberger Ermittler spezialisierte Kollegen eines Fachkommissariats der Frankfurter Kripo, den Fall mit den neuesten technischen Möglichkeiten erneut zu analysieren. „Alle Analysen bestätigten die These, dass Johanna ihren Täter gekannt haben dürfte“, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung der Staatsanwaltschaft in Gießen und der Polizei in Friedberg. Es habe sich auch der Verdacht verfestigt, dass mehrere Personen an der Tat beteiligt waren, „sei es beim Abholen, bei der Tat selbst oder auch beim Verbringen in den Wald bei Alsfeld-Lingelbach“. Auch eine Frau als Mitwisserin oder Mittäterin schließen die Beamten nicht aus.“

Nun – ich persönlich stimme nur zum Teil mit dieser polizeilichen Annahme überein. In der Tat glaube auch ich, dass es nicht nur zwei, sondern mehrere Mittäter und Mitwisser gegeben hat. Ferner glaube ich, dass Johanna von einer ihr vertrauten Person in die Falle gelockt worden ist. Das kann aus dem schulischen Umfeld, aus dem Umfeld vom Sportheim, Nachbarschaft oder auch Verwandtenkreis  gewesen sein.

Die Gießener Allgemeine vom 02.09.2009 „Ermittler-Botschaft: Mord verjährt nicht“ gibt hierzu einen kleinen, aber dennoch aus meiner Sicht sehr bedeutenden Hinweis.

Am 02. September 1999, einem Donnerstag, war am Sportplatz um 18:30 Uhr ein Spiel zwischen den Fußballvereinen Bobenhausen und Steinberg/Glashütten e.V. aus Hirzenhain angesetzt.

War Johanna Bohnacker dort verabredet und wollte deswegen unbedingt zu einer bestimmten Uhrzeit zwischen 17:00 Uhr und 18:00 Uhr in der Nähe sein?
Kreuzte deswegen auch der VW Jetta Fahrer auffällig um den Sportplatz herum, um nach einem kleinen, blonden, etwa acht Jahre alten Mädchen mit einer Beschreibung, die auf Johanna zutraf, zu suchen?

Ich persönlich glaube nämlich, dass der Jetta-Fahrer zwar zum Täterkreis gehörte, aber Johanna zuvor weder persönlich getroffen noch irgendwie gekannt haben dürfte.
Der Jetta-Fahrer dürfte aus meiner Sicht im Auftrag gehandelt haben, wobei ihm eine Beschreibung von Johanna Bohnacker übermittelt wurde, mit welchem Fahrrad sie unterwegs und wo sie um eine bestimmte Uhrzeit anzutreffen ist.

Die Informationen darüber hat sich der Täterkreis höchstwahrscheinlich von einer Frau aus dem Bekannten- oder Verwandtenkreis mitteilten lassen.
Diese dürfte Johanna einen Besuch des Fußballspiels auf dem Bobenhausener Sportplatz vorgeschlagen haben.
Es wäre interessant zu erfahren, welche Hobbies Johanna gehabt hatte.
Machte sie gerne Sport, liebte sie Pferde, schwärmte sie für einen Fußball-, Sport- oder Musikstar?
Mochte sie gerne Gewinnspiele?
Hatte sie sich zu ihrem erst zwei Wochen zurückliegenden Geburtstag etwas Spezielles gewünscht, was man ihr nicht erfüllen konnte?

Die Verabredung zwischen 17:00 und 18:00 Uhr am Sportplatz musste für Johanna so wichtig gewesen sein, dass sie dafür alle anderen Einladungen hat sausen lassen.

Das Fußballspiel in Bobenhausen war eine ideale Kulisse für einbestellte Entführer, Kindermörder und Päderasten. Der Jetta-Fahrer ist ja tatsächlich als Fremder aufgefallen, allerdings hätte er sich geschickt herausreden können, wenn er darauf angesprochen worden wäre. Er hätte sagen können, dass er auf Besuch sei und ein Fußballspiel anschauen wolle, das hier stattfinden soll. Er wüsste nur nicht, wann es genau losgeht und ob das der richtige Sportplatz sei etc. pp.

Als er Johanna nirgendwo antreffen konnte, könnte es sein, dass er sich mit der ortskundigen Frau aus dem Umfeld von Johanna Bohnacker in Verbindung gesetzt hat. Ich glaube, um diese Zeit waren Handys schon üblich, denn das erste Motorola-Handy kam 1983 auf den Markt.

Es könnte aber auch sein, dass der mutmaßliche Entführer Johanna nicht direkt erkannte oder nicht an sie herankam, weil sie zu diesem Zeitpunkt mit mehreren Kindern am Sportplatz unterwegs war.

Ich könnte mir dann weiter gut vorstellen, dass diese Frau schnell zu dem Sportplatz gefahren ist, wo sie Johanna vermutete und sie aus dem Blickfeld der anderen lotste, um sie dann an den Jetta-Fahrer an einem unauffälligen und abgeschiedenen Ort zu übergeben. Danach dürften sich die Wege der beiden wieder getrennt haben.

Ich bin sogar davon überzeugt, dass der Jetta-Fahrer ein Bad Homburger-Kennzeichen als Tarnung bekommen hat. Vielleicht war es für diesen Zweck kurzzeitig von einem Autohändler ausgeliehen oder von einem Autoschrottplatz gestohlen worden, denn es ist schon auffällig, dass unter den 600 VW Jettas im Hochtaunuskreis das mögliche Täterfahrzeug nicht gefunden werden konnte.
Damit hätte man im Fall der Identifizierung des Kennzeichens durch Augenzeugen ebenfalls eine falsche Spur gelegt.

Die Frau mit dem roten Kleinwagen konnte der einzige Zeuge, ein kleiner Junge, offenbar nicht gut genug beschreiben, sonst hätte man mit Sicherheit auch davon ein Phantombild gezeichnet und der Öffentlichkeit vorgelegt.

Ob eine Einwohnerin tatsächlich noch einmal Johanna in Begleitung einer Frau um 20:00 Uhr gesehen hat (siehe Frankfurter Neue Presse vom 30.08.2014 „“Eltern hatten Angst um Kinder““), lasse ich erst einmal dahingestellt sein.
Ich kann es mir insofern nicht vorstellen, da die Eltern und Geschwister von Johanna bereits im ganzen Ort gesucht hatten und gegen 19:52 Uhr die Polizei anriefen.

Entweder handelt es sich um eine Zeitungsente oder man müsste noch einmal der Einwohnerin genauer auf den Zahn fühlen.

Es gibt nämlich noch ein äußerst interessantes Detail, das zumindest als weiteres Indiz meine These bestärkt.

Am 03. April 2000 schrieb die Rhein-Zeitung in ihrem Artikel „Polizei sucht weitere Erkenntnisse“ Folgendes: „Johannas Mutter, Gabriele Bohnacker, sagte im ZDF, die vergangenen sieben Monate habe es immer noch die Möglichkeit gegeben, dass sie ihr Kind irgendwann wiederhaben könne. „Aber jetzt ist alles aus.“ Im Dezember hatten die Eltern zu einer Spendenaktion aufgerufen, da sie vermuteten, Johanna sei entführt worden und werde für Kinderprostitution missbraucht.“

Dieser Fall weist jedenfalls auffällige Parallelen zu den Mordfällen Tristan Brübach (Teil 4), Stefan Lamprecht (Teil 5) und Jessica Kopsch (siehe Teil 7) auf.

In der Umgebung des Vogelbergs wurde aber nicht nur Johannas Leiche aufgefunden.
Etwa ein Jahr später, am 29.06.2001, verschwand die ebenfalls achtjährige Julia Hose gegen 18:00 Uhr von einem Spielplatz im Biebertal bei Gießen, etwa 50 km westlich von Bobenhausen entfernt.
Am späten Abend des 4. Juli 2001 wurde dann die Feuerwehr zu einem brennenden Holzstapel am Waldrand nahe der Ortschaft Niddatal-Kaichen gerufen, wo sie nach den Löscharbeiten den verbrannten Leichnam von Julia entdeckten. Der Spiegel wusste dann in seinem Artikel „Teppichfussel am Feldweg“ vom 27.08.2001 haarklein zu berichten, was die Ermittler herausgefunden hatten.
So steht u.a.: „So, wie die Fahnder den Fall rekonstruieren, ergibt sich das Bild eines modernen Verbrechens, bei dem der Täter weiß, dass ihn nicht nur Polizisten jagen werden, sondern auch Wissenschaftler auf der Spur mikroskopisch kleiner Partikel: Es ist die Nacht des 3. Juli. Mit Julias Leiche in seinem VW Kombi fährt Thorsten V., so das Szenario der Polizei, durch das etwa 50 Kilometer von Biebertal entfernte Niddatal. Er sucht entlang der Bundesstraße 45 nach einem Platz, wo er den leblosen Körper so vollständig vernichten kann, dass den Kriminalisten kein Anhaltspunkt bleibt. Südlich von Ilbenstadt biegt er in einen Feldweg ein. Aber dort wird er wohl gestört und versucht es gut einen Kilometer weiter nahe Niddatal-Kaichen erneut. Hier findet der Mörder, was er sucht: einen großen Stapel geschlagenes Holz. Er legt Julias Körper darauf, schüttet Benzin über die Leiche und entzündet den Scheiterhaufen. Zurück an der B 45 folgt Thorsten V. der Straße nach Süden. Da passieren, zeitgleich um 23.10 Uhr, zwei Dinge: Weil er zu schnell fährt, löst er in Nidderau-Heldenbergen das Blitzlicht einer Radarfalle aus. Und ein paar Kilometer entfernt bemerkt ein Radler einen Brand nahe der B 45 und ruft per Handy die Feuerwehr. Dem Radler sei zu danken, dass Julias Schicksal nun aufgeklärt wurde, so der Gießener Rechtsmediziner Günter Weiler. Der große brennende Holzstapel am Waldweg hätte ausgereicht, so Weiler, „den Kinderkörper einzuäschern“. Julias Überreste wären vielleicht nie entdeckt worden. Als die Feuerwehrleute den verkohlten Körper finden, hat der Brand bereits all jene Spuren zerstört, die dank moderner Forensik und DNS-Analyse oft zum Mörder führen: ausgefallene Haare an der Leiche oder am Fundort, Spermaspuren am Körper, Hautpartikel des Täters unter den Fingernägeln oder auch fremde Stofffussel an der Kleidung des Opfers. So gibt es nun keine DNS-Proben des Täters, mit denen die Soko Julia etwa per Massentests aller Verdächtigen vorankommen könnte. Ihr Schleppnetz knüpfen die Beamten stattdessen mit Hinweisen auf verdächtige Autos, Käufer von Benzinkanistern und mit Tausenden anderer Spuren – nichts. Wie es die Routine verlangt, überprüfen die Fahnder auch vorbestrafte Sexualstraftäter – wieder nichts. Als sie kaum noch weiterwissen, kommt einem der Polizisten die Idee mit den Blitzbildern. Etwa 200 Filme aus ebenso vielen Radarfallen der Gegend werden entwickelt, Hunderte von oft unscharfen Schwarzweißfotos ausgewertet. Während diese Kleinarbeit läuft, erscheint am 17. Juli ein Mann in einer Polizeiwache der Stadt Friedberg und legt einen Fund auf den Tisch: zwei Latexhandschuhe, einen Schnipsel blauen Markisenstoff, eine leere Schachtel Marlboro Lights und eine Wasserpistole, aufgesammelt an einem Feldweg. Was der Spaziergänger sonst für Müll gehalten hätte, erscheint ihm jetzt verdächtig, weil doch die Medien seit Tagen über diesen Kindermord berichten. Und mit Wasserpistolen spielen Kinder. Die Beamten schicken die Fundstücke an das hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden zur Untersuchung. Zwei Tage später geschieht das Unerwartete: Auf einem der Radarfotos ist Thorsten V. zu erkennen und vor allem sein Auto mit Gießener Kennzeichen; in dem Landkreis wohnte auch Julia. Ein erster Kontaktversuch schlägt fehl: Thorsten V. wohnt nicht mehr unter der Adresse, mit der er das Auto angemeldet hatte. Die Fahnder finden heraus, dass dieses eine Radaropfer von vielen kürzlich mit seiner Frau und der sechs Monate alten Tochter umgezogen ist: in Julias Wohnort Biebertal. Am nächsten Morgen sprechen ihn Soko-Beamte in der Universität an. Den zu schnellen Nachttrip erklärt Thorsten V. damit, er habe das Auto einfahren wollen. Auch als die Beamten seine Hände und Arme sehen wollen, ziert er sich nicht. Brandwunden, wie sie sich der Scheiterhaufentäter hätte zuziehen können, entdecken die Ermittler nicht. Da seine Frau zudem erklärt, das Ehepaar habe den Abend von Julias Verschwinden gemeinsam im Biebertaler Haus verbracht, ist, so Oberstaatsanwalt Hübner jetzt, kein „unmittelbarer Tatverdacht“ gegeben. Auch ist Thorsten V., im Unterschied zu vielen Sexualtätern, zuvor noch nie einschlägig aufgefallen. Und doch bleiben die Fahnder ihm auf der Fährte: Der Telefonanschluss seines Hauses wird überwacht. Und da sowohl Thorsten V. als auch seine Ehefrau ein Handy haben, fordert die Staatsanwaltschaft vom Netzbetreiber alle Verbindungsdaten an.“

Lange Rede, kurzer Sinn – die Schlinge zog sich immer enger um den Hals von Thorsten V. zu , nachdem die Verbindungsdaten ausgewertet wurden.
Angeblich soll dann Thorsten V. am 06. August 2001 die Nerven verloren haben, als zu allem Überfluss ein Bußgeldbescheid wegen seines zu schnellen Fahrens hereinflatterte.
Im Keller seines Hauses habe er versucht, verräterische Spuren wie einen alten Teppich mit Benzin zu verbrennen. Dabei sei es zu einer Verpuffung gekommen, bei der er sich schwerste Verbrennungen zuzog.
Trotz der lebensgefährlichen Verbrennungen überlebte Thorsten V. und wurde schließlich am 20. Mai 2003 zu lebenslanger Haft verurteilt (siehe auch rp-online vom 20.05.2003 „Lebenslange Haft für Mord an Julia“).
Dabei handelte es sich um einen reinen Indizienprozess, denn Thorsten V. verweigerte konsequent die Aussage – er wird schon gewusst haben, warum.

In der Nacht vom 30.09. auf den 01.10.2002 rang sich dann auch noch Magnus Gäfgen gegenüber der Polizei zu einem Geständnis durch, den elfjährigen Bankierssohn Jakob von Metzler unmittelbar nach seiner Entführung am 27.09.2002 umgebracht und unter einem Steg an einem kleinen See im Vogelsberg verbracht zu haben. In meinen Ausarbeitungen zum Datenklau von Liechtenstein bin ich bereits auf diesen Fall mit eventuellen Hintergründen eingegangen.

Die rp-online vom 01. Oktober 2002 berichtete dann in ihrem Artikel „Entführter Bankierssohn Jakob von Metzler ist tot“ weiter: „Das Frankfurter Bankhaus Metzler zählt zu den wichtigsten Beratern in Deutschland bei Börsengängen, Übernahmen oder Fusionen von Unternehmen. Das Investmentbanking ist erklärter Schwerpunkt des Hauses. Die 1674 ursprünglich als Tuchhandlung gegründete Privatbank ist das älteste noch im Familienbesitz befindliche Geldinstitut Deutschlands. Die Eigentümerfamilie ist darüber hinaus für ihr soziales Engagement bekannt. Sie unterstützt soziale Einrichtungen für Kinder, Behinderte oder unheilbar Kranke, Museen und die Frankfurter Goethe-Universität.“

Wenn man sich jetzt auch noch den Mord an Tristan Brübach im März 1998 genauer betrachtet und nebenbei der  Serienmörder Manfred Seel aus Schwalbach über Jahrzehnte sein Unwesen im Frankfurter Raum getrieben haben soll, wie erst vor wenigen Wochen bekannt wurde, dann fällt es mir immer schwerer, hier noch an zufällige und völlig voneinander getrennte Fälle zu glauben.

Ich fange deswegen mal mit dem Lions Club in Kelkheim an, der seit 1989 ganz in der Nähe von Eschborn sein Domizil aufgeschlagen hat.
Aus Eschborn kommt ja auch bekanntlich der ehemalige hessische Ministerpräsident Roland Koch, der nach seinem Unwesen im Liechtensteinskandal noch eine richtig steile Karriere als Bankmanager hinlegen konnte, ohne jemals für seine kriminellen Machenschaften in Konspiration mit Volker Bouffier zur Rechenschaft gezogen worden zu sein.

Der BND hatte bereits als Organisation Gehlen nur 15 Kilometer von Kelkheim entfernt von Juni 1946 bis 05. Dezember 1947 im amerikanischen Stützpunkt „Camp King“ seinen Sitz in Oberursel am Taunus.

Aus Kelkheim stammte aber auch ein gewisser Guido Wolther, der 1966 als Mitglied des 12. Grades zum Großmeister der Fraternitas Saturni (FS) gewählt wurde.

In Wikipedia kann man speziell zur Frankfurter FS-Loge Folgendes lesen: „1962 wurde in Frankfurt am Main eine Vorhofloge unter der Leitung von Johannes Maikowski (Immanuel, 18°, 22°, Mitglied der FS seit Oktober 1955, Orient Berlin) gegründet, der neben seiner Frau (Flita, 16°) auch Walter Englert (Ptahotep, 18°) angehörte.“

Über Walter Englert hatte schließlich auch das Weblog Satans im Rahmen einer Totenmesse aus dem Jahr 2011 ein paar interessante Details veröffentlicht.
So heißt es dort in den Worten von Mgstr. Scheremael: „Am 29. Mai 2011 christlicher Zeitrechnung verstarb mit Walter Englert ein langjähriger Freund von uns im Alter von 87 Jahren. Wir gedachten im Rahmen einer Missa Sinistra zu Samhain in der Nacht vom 31.10.2011 auf 1.11.2011 seiner Lebenszeit auf Erden. Persönlich lernte ich Walter Englert im Jahre 2001 in seinem „Buch- und Kräuterhaus Occulta“ in Frankfurt am Main kennen. Mit seiner herzlichen und weltoffenen Art hat er nicht nur mich, sondern ausnahmslos alle Besucher des I.N.S. im Verlauf der Jahre für sich eingenommen und lebhaft davon überzeugt, dass die alte Fraternitas Saturni unter Gregorius, der er angehörte, luziferianischen Ideen verpflichtet war. Walter Englert war einer der wenigen Okkultisten seiner Generation in Deutschland, die keinerlei Berührungsängste gegenüber Satanismus kannten, und so waren auch die Veröffentlichungen des I.N.S. bei ihm 10 Jahre in seinem breitgefächerten okkulten Sortiment in der Adalbertstrasse vertreten. Daneben war er als absoluter Kenner im Bereich der Räuchermittel, die er ebenfalls verkaufte, immer wieder ein gefragter Experte. Walter Englert, geboren am 16.3.1924, war ein Okkultist mit Leib und Seele. Als er im Jahre 1955 Eugen Grosche alias Gregor A. Gregorius und dessen Fraternitas Saturni kennenlernte, veränderte das sein Leben nachhaltig. Er erwarb unter dem Logennamen „Ptahhotep“ die freimaurerischen Logengrade der alten FS bis zum Rittergrad „Gradus Pentalphae“ (18°) im Jahre 1963. Nach dem Tod von Großmeister Gregorius im Jahre 1964 und dem Zerfall seiner Fraternitas Saturni steht Walter Englert mit dem Schweizer Ordo Templi Orientis von Hermann Joseph Metzger in Verbindung. In Zürich heiratet er auch im gleichen Jahr seine Frau Uta, die später mit ihm gemeinsam das Buch- und Kräuterhaus mit Drogeriebereich in Frankfurt betreiben sollte.  Nachdem er 1965 von Metzgers O.T.O. in den X° für Deutschland eingesetzt wird, gründet er am 11.11.1966 als Meister vom Stuhl mit H. J. Metzger die Frankfurter Loge „Freiherr Adolf von Knigge“, die sich 1968 vom Schweizer O.T.O. unabhängig erklärt und zu seinem Illuminaten-Orden/O.T.O. umgewandelt wird. Im Illuminaten-Orden, den er bis zu seinem Tode 2011 leitet und in dem er den Logennamen „Telepharos“ trägt, fließen Lehren des O.T.O. und der Gnosis gleichermaßen ein. Wer Genaueres kennenlernen möchte, kann sich auf die Suche nach Englerts antiquarischer Zeitschrift „Der Illuminat“ machen.“

Wer weiterführende Informationen zum Orden Fraternitas Saturni haben will, kann sich gleich auf dessen eigener Homepage kundig machen. Diese Loge ist nämlich etwa zur gleichen Zeit gegründet worden, zu der auch die NSDAP nach dem gescheiterten Hitler-Ludendorff Putsch vom 09.11.1923 eine immer größer werdende politische Bedeutung erhielt, was letztendlich zum Dritten Reich führte.

So steht u.a. auf o.g. Homepage der Fraternitas Saturni: „Am Samstag, den 8. Mai 1926, erfolgt die Gründung der vollkommenen und gerechten, geheimen, mystisch-magischen Loge Fraternitas Saturni („Bruderschaft des Saturn“, F.S.) in Berlin durch fünf Fratres und 17 Neophyten aus dem Umfeld der aufgelösten Pansophischen Loge unter der Leitung des Buchhändlers und Schriftstellers Eugen Grosche (Gregor A. Gregorius). Gregorius wird zum ersten Großmeister der F.S. ernannt. Der 8. Mai 1926 gilt auch als neuer Datierungsbeginn. Die F.S. versteht sich in ihrer Gründungszeit als eine mystisch-magische Loge, deren Ziele sich in Richtung der Mystik, der Rosenkreuzerwissenschaft, der Alchimie und der esoterischen Astrologie bewegen, welche eklektisch im Sinne des Wassermann-Zeitalters vereinigt werden. Dabei will sie jedoch von jeglichen anderen Obedienzen unabhängig sein. (An dieser Stelle sei Volker Lechler gedankt, der in den Archiven Berlins eine Vielzahl an Unterlagen zur Gründungszeit der Loge entdeckte, welche bis dato als verschollen galten.)“

Ist es da ein Zufall, dass 19 Jahre später die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht von 1945 ebenfalls an einem 08. Mai in Kraft trat?

Neben dem Lions Club hat sich auch seit 2010 der Rotary Club in Bad Vilbel niedergelassen.
Die satanischen Netze wurden also schon sehr früh gesponnen und werden bis zum heutigen Tag weiter ausgebaut.
Damit sehe ich es als bewiesen an, dass die satanisch-luziferischen Verbindungen aus dem Thelema-Orden eines Aleister Crowleys über den OTO und der Loge Fraternitas Saturni bis in die einzelnen Freimaurer-Logen der angeblich christlich ausgerichteten Branchen reichen.

Wer das nicht erkannt hat, wird nie verstehen, was speziell hier in Deutschland vor sich geht. Die sogenannten Ermittlungspannen rund um den NSU und dem Sachsensumpf sollten daher noch einmal unter diesem Aspekt geprüft werden.

Der Fall Katrin Konert reiht sich nur als weiteres Glied in diese Kette ein, wie ich im 9. Teil dieser Serie aufzeigen werde.

Weiter mit Teil 9

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