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Die Löwenbotschaft und ein dreckiges Haus

Am Mittwoch, den 10. Dezember 2014 habe ich einen ziemlich blöden Traum gehabt.
Ich weiß gar nicht mehr, wie das angefangen hat, aber ich stand irgendwo in einer Eingangshalle und sollte ein DIN A5-Kuvert vom ehemaligen Chef der WSG-Hoffmann, Karl-Heinz Hoffmann irgendjemanden übergeben.
Der Name fiel wohl im Traum, aber ich kann mich einfach nicht mehr daran erinnern. Jedenfalls wollte ich das Kuvert gerade in die Tasche stecken, als plötzlich ein Stofflöwe aus dem Kuvert rausfiel.
Er war handgemacht, aus Leinentüchern hergestellt und dann mit Wattebäuschen gestopft.
Der Kopf war jedenfalls recht gelungen mit den braunen Wollfäden als Mähne.
Doch – das hatte etwas und sah richtig toll aus.
Daneben zog ich noch ein zusammengefaltetes Bild aus dem Kuvert. Ich nahm es und entfaltete es, worauf ebenfalls ein großer, freundlich dreinblickender Löwe gemalt war.
Es ging in Richtung naiver Kunst und man hätte fast den Eindruck gewinnen können, dass der Löwe von einem Kind gemalt wurde. Jedenfalls sah dieses Bild auch recht gut aus und dann kam ein Brief zum Vorschein. Ich war mir nicht sicher, ob ich den lesen sollte, aber dann habe ich es doch getan.
Er war an den Adressaten gerichtet, dem ich dieses Kuvert übergeben sollte und als ich anfing zu lesen, musste ich im Traum laut lachen. Dort stand folgendes geschrieben: Lieber … (Name ist mir echt entfallen), erst einmal vielen Dank für Deine Einladung, der ich nicht nachkommen werde. Die Gründe dürften Dir hinreichend bekannt sein. Deswegen baue Dir Deine Löwen selbst und lass mich in Zukunft in Frieden. Dein Karl-Heinz Hoffmann.“
Ich weiß echt nicht, wie ich auf so einen Scheiß komme, aber das war noch der lustige Part.
Danach stand ich plötzlich vor einem riesigen Wohnkomplex, der aber trotzdem nur von einer Familie mit drei heranwachsenden Kindern bewohnt war.
Dieses Haus war völlig irre konstruiert und ich habe so ein archetektonisches Werk noch nie gesehen. Irgendwie erinnerte es mich ganz fern an diese rundlichen Gebäude von der Zeichentrickserie „Barbapapa“.
Ich betrat diesen merkwürdigen Komplex, der fast wie Bienenwaben aufgebaut war, allerdings konnte man in jedes Zimmer blicken. Die Flure waren breit angelegt und richtig schön gekachelt.
Ich bin dann ins Badezimmer gegangen, das vollkommen in Jade oder grünem Mamor gehalten war. Es gab eine Duschkabine, Bidet, Pissoir, Waschbecken und eine rundlich geformte Badewanne. Das sah eigentlich wirklich toll aus, aber das Badezimmer war völlig verdreckt.
Im Pissoir lagerte sich der quittengelbe Urinstein ab, die Ausgüsse waren total verkalkt, der Boden dreckig und wurde offensichtlich noch nie geputzt.
Das hatte mich schon mal total geärgert, denn offensichtlich befand ich mich gerade auf einer Begutachtung. Ich zog nämlich hinter mir einen schwarzen kleinen Rollkoffer und ich war in Begleitung von einer jüngeren Frau und einem Mann, der auch etwas jünger gewesen sein dürfte als ich.
An den Mann kann ich mich nicht mehr so gut erinnern. Er war auf jeden Fall gut angezogen, hatte eine Krawatte, Hemd und einen schwarzen Anzug an. Soweit ich es noch recht im Kopf habe, hatte er schwarze gewellte Haare und war braungebrannt.
Die Frau war sehr zierlich und dünn, hatte eine Art Spitzmausgesicht, kleine Nase, schmale Lippen und längeres, mittelblondes glattes Haar.
Sie wirkte etwas verunsichert und schaute ständig zu mir rüber, während ich missmutig den ganzen Dreck betrachtete.
Ich bekam dann eines von den drei Kindern zu fassen und meckerte über den Saustall, der sich im ganzen Haus breit machte.
Vor dem Eingangsbereich befand sich eine Treppe, die rundlich geschwungen ihre ausladenden Stufen in schmalen Abständen offenbarte. Aber auf der Treppe waren zwei große Kotzflecken, was mich schon wieder auf die Palme brachte und ich den Jungen unwirsch anwies, sofort die Kotze wegzuwischen.
Ich glaube, ich fragte noch, ob er das war, weil er zuviel gesoffen hätte. Wie auch immer, ich quälte mich förmlich durch sämtliche Zimmer, die nicht viel besser aussahen als das Badezimmer. Dabei war dieses Haus offensichtlich erst neu gebaut und noch gar nicht lange vermietet.
Ich merkte, wie der Hass in mir aufstieg, während die Frau alle Mängel, die ich ihr diktierte, auf einem Block schrieb.
Mein männlicher Begleiter war ebenfalls nicht gerade amüsiert und hatte auch einige Dinge festgehalten, die aber vor allem die Bausubstanz dieses wabenartigen Gebäudes betraf. Wie kann man nur so eine wunderschöne Behausung in ein Dreckloch verwandeln.
Dann kam plötzlich die älteste Schwester daher. Sie sah burschikos aus, hatte kurzgeschnittene dunkelblonde Haare, trug eine Brille und war noch kleiner als ich.
Die trug einen bunten Pullover und hatte eine Jeans an. Ich glaube, sie kam mit einem Surfbrett durch die Gänge herangerauscht.
Ich wollte jedenfalls nur raus aus diesem Haus und bedeutete der Frau, dass wir uns auf den Weg machen, weil ich noch in eine andere Stadt müsste.
Wir gingen gerade gemeinsam zur Haustüre, als die älteste Schwester sich uns in den Weg stellte und meinte, dass wir besser den hinteren Ausgang des Hauses benutzen sollten, weil wir dann schneller beim Bahnhof wären. Ich hatte gleich so ein ungutes Gefühl, aber meine Begleiter wollten der Frau folgen, also schloss ich mich ihnen an.
Wir kamen dann zu einer schweren Eisentüre und als wir dort durchgingen, stellte ich fest, dass wir uns in einem stillgelegten U-Bahntunnel befanden.
Das war richtig unheimlich und der zunächst breite Betonweg wurde immer enger. Ich wollte sofort wieder umkehren, aber in dem Moment war dieses Früchtchen verschwunden und verschloss die Eisentüre hinter uns.
Ich bemerkte dann eine Wasserpumpe, an der ich kräftig zweimal zog und schon kam aus einer gegenüberliegenden Höhle große Mengen an hellbraunen Schlamm mit Wasser verdünnt uns entgegen.
Ich sagte zu meinen Begleitern, dass wir sofort verschwinden müssen und dass wir in eine Falle getappt sind, aber die Frau lehnte sich an die Wand und meinte, dass sie jetzt keinen Schritt mehr weitergehen könne, weil sie so furchtbar müde sei.
Sie wolle stattdessen ein Schluck Wasser aus der Höhle trinken und der Mann ging bereits Richtung Höhle, als ich mich umdrehte und zur verschlossenen Eisentüre eilte, um diese einzutreten, damit ich hier rauskomme.
Dabei bin ich dann aufgewacht. Ja, also, das war jetzt echt übel und ich war froh, gleich aufstehen zu können, um mich zu waschen.

Weiter mit dem nächsten Traum – Ein eigenartiges Geschenk vom Himmel

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