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Der Traum vom Stinktier am Himmel

Also, ich habe in der Nacht zum 24. Oktober 2015 einen ganz merkwürdigen Traum gehabt – einfach unglaublich, wie ich auf so etwas kommen kann.
Im Grunde ist mir nur eine Szene richtig im Gedächtnis hängen geblieben, aber die hat es in sich gehabt.
Ich hielt mich gerade auf einem riesigen Balkon auf. Die Wohnung muss im zweiten oder dritten Stock gewesen sein, jedenfalls konnte ich über viele Häuserdächer blicken. Mir kam es auch so vor, als ob ich in einer fremden Stadt gewesen wäre, vielleicht sogar ein Vorort von Berlin. Die Häuseranreihungen und der Überblick waren jedenfalls völlig fremd für mich.
Meinen Balkon hatte ich ziemlich interessant gestaltet gehabt. Dort hatte ich eine Art Pflanzen-Bassin angelegt. Es handelte sich überwiegend um Wasser- und Sumpfpflanzen, ein kleines Stück Dschungel, aber trotzdem richtig schön. Ich war gerade mit Eifer damit beschäftigt, die nasse Erde aufzulockern und mich um die verschiedenen Pflanzen zu kümmern. Dazwischen streute ich kleine Steine zur Auflockerung der Erde rein. Man sah mir an, dass ich damit richtig zufrieden und glücklich war.
Der Balkon war so groß, dass man ihn für eine Terasse halten hätte können und als Abtrennung zu den anderen Wohneinheiten war eine milchtrübe Glasscheibe an zwei Seiten angebracht. Offensichtlich waren aber noch zwei Männer in meiner Wohnung, mit denen ich mich zwischen Tür und Angel unterhielt, während ich mit meinen Pflanzen beschäftigt war. Ich spürte regelrecht die Zuneigung, die mir die Pflanzen entgegenbrachten. Es schien ihnen gefallen zu haben, wie ich mich um sie kümmerte.
Wie gesagt, alles sehr idyllisch und entspannt. Ab und zu schaute ich zum Himmel hoch, der unglaublich blau und klar war – so einen blauen Himmel hatte ich noch nie gesehen.
Es war alles einfach nur strahlend hell und doch konnte ich keine Sonne am Himmel sehen. Das schien mich sogar im Traum etwas gewundert zu haben, denn ich tastete den Himmel mit meinen Augen ab, ob ich nicht doch irgendwo die Sonne erblicken könnte. Bei dieser Klarheit muss sie doch zu entdecken sein und dann sah ich an der Stelle, wo ich normalerweise die Sonne vermutet hätte, plötzlich ein riesiges Stinktier sich am Himmel manifestieren.
Ich konnte zusehen, wie dieses Tier immer mehr an Gestalt zunahm und schließlich mitten im Himmel mit dem Kopf nach unten und dem Schwanz nach oben stand und mich anschaute.
Ich rief in meine Wohnung rein nach den beiden Männern, die schließlich auch auf den Terassen-Balkon kamen. Einer davon sah wie mein Onkel P. aus, den anderen kann ich gar nicht mehr beschreiben, aber sie kamen aus der Wohnung auf den Balkon und schauten ebenfalls neugierig zum Himmel.
Das Stinktier schien nicht unfreundlich zu sein, passte aber überhaupt nicht in dieses Szenario.
Man muss sich das vorstellen – unter mir zahlreiche Häuserdächer, über mir eigentlich nur dieser unglaublich klarblaue Himmel. Die Richtung des Balkons schien im Norden zu liegen, denn da sah ich eben keine Sonne. Rechts oben von mir erschien statt der Sonne dieses Stinktier, also würde ich mal sagen, dass es sich um Osten gehandelt hat. Vom Zeitgefühl würde ich sagen, dass wir uns in den späten Vormittagsstunden befanden, aber genau weiß ich es nicht. Jedenfalls waren die Männer auch baff und redeten über dieses Phänomen und dann konnte ich meinen Augen fast nicht trauen.
Das Stinktier schob sein Hinterteil noch weiter hoch und zeigte mit einer seiner Pfoten – ich glaube, es war die rechte – in meine Richtung.
Dann kam plötzlich eine pechschwarze Russwolke aus seinem Hinterteil. Ich konnte das Sprühen direkt hören, was schon unheimlich genug war.
Insgesamt drei Mal stieß das Stinktier diese Russwolken aus.
Diese Russwolken stiegen zunächst nach oben und es sah so aus, als ob jemand mit einem Pinsel plötzlich schwarze Föhnwolken zeichnete.
Dieser zunächst dichte Russ verteilte sich am Himmel und wurde dadurch wieder etwas lichter, aber in dem Moment wurde es richtig unheimlich.
In kleineren Wolkenfetzen, wie man es eben bei Föhnwolken so kennt, zogen sie über den ganzen Himmel auf.
Komischerweise schienen das die Männer nicht bemerkt zu haben, weil sie gerade selbst im Gespräch vertieft waren. Ich schrie „Helft mir mit der Pflanzenwanne, die muss sofort in die Wohnung geschafft werden“.
Ich umarmte förmlich mein Pflanzenbassin und obwohl es für mich viel zu schwer und groß war, brachte ich doch komischerweise die Kraft auf und hob das mindestens drei mal drei Meter große Bassin selbst hoch, aber die Männer mussten mir helfen, die Balkontüre so weit zu öffnen, dass ich mit dem Bassin in meine Wohnung kam.
Das war komisch, denn die Balkontüre ließ sich beliebig weit öffnen. Ich drehte mich noch mal kurz zum Himmel und da sah ich schon, wie die schwarzen Wolkenfetzen direkt an meinem Balkon vorbeizogen und ich schrie nur noch mehr – „schnell, Türe zu, das ist Gift.“ Und dann bin ich aufgewacht.

Weiter zum nächsten Traum – Die dreitägige Finsternis

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