Schlagwörter

, , , , , , , , , , , , , ,

Zurück zum Anfang

Das Kreuz am Himmel

Zunächst einmal möchte ich mit einem wirklich irren Traum anfangen, den ich am Mittwoch, den 18. März 2015 hatte. Ich weiß leider nicht mehr genau, wie er anfing, aber ich meine mich zu erinnern, dass ich zunächst in einem riesigen Haus irgendwo in einer unbekannten, altertümlichen Stadt gewesen bin.
Im Inneren des Hauses sah es teilweise noch aus wie auf einer Baustelle.
Teile der Zimmer, vor allem das Badezimmer, waren noch nicht fertig und so musste eine provisorische Waschgelegenheit geschaffen werden.
Ich sah mich in dem kleinen, engen Raum um, dessen Boden noch reiner Beton war. Dort sollen einmal Fliesen hinkommen.
Dafür hat man in einer Art Etagenbau eine riesige Terasse angelegt, wo ein Schwimmbassin errichtet war.
Um aber in den oberen Stock zu kommen, konnte man sich nur an der kleinen Toilette vorbei zwängen, um auf eine orangefarbene Steigmöglichkeit zu kommen. Sie hatte eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Schaufelrad und schien eine ziemlich wacklige Angelegenheit zu sein.
Ich habe mich mit einem Mann unterhalten, der dem Dirk ziemlich ähnlich sah. Meines Erachtens war er es auch, der für mich diese provisorische Aufstiegsmöglichkeit zum Bassin geschaffen hatte.
Er verabschiedete sich, während ich gerade unsicheren Schrittes diese kleinen, merkwürdigen, schaufelartigen Stufen hochschritt.
Ich drehte mich noch kurz um, um Dirk zurückzugrüßen und dann stand ich direkt vor dem großen Bassin mit klarem Wasser.
Ich wanderte um das Becken herum und wunderte mich über die Schönheit dieses idyllischen Werkes, das so gar nicht in das gesamte Chaos, das allgemein im Haus herrschte, passen wollte.
Ich bin dann weiter an dem Becken entlang geschlendert und es schien für mich völlig normal zu sein, dass ich plötzlich in einem riesigen Raum stand, der wiederum in zwei offenen Hälften aufgeteilt war.
Die Trennung vollzog dieses Bassin und ich gehörte wohl zu einer der beiden Gruppen, die diesseits und jenseitig vom Bassin ihr Lager errichtet hatten. Irgendwie fühlte ich mich aber nicht dazugehörig.
Jedenfalls stand auf einmal ein langes Buffet am Rand, auf dem viele gegrillte und panierte Sachen standen, zum Beispiel die holländischen Frikadellenwürste, Wiener Schnitzel, Pommes Frites, panierte Fleischbällchen und dergleichen.
Man lud mich ein, zuzugreifen, aber ich wollte nicht, weil alles aus Fleisch bestand. Also ging ich weiter zu der offensichtlich nicht zu mir gehörigen Gruppe und hielt einen Smalltalk mit dem scheinbaren Gruppenführer ab. Er sah aus, wie der Richard, war es aber nicht.
Er trug eine dunkle Sonnenbrille und hatte so etwas wie einen Lutscher im Mund, dessen weißer Stil herausstand und den er mit der Zunge immer hin- und herbewegte.
Er zeigte wenig Interesse an einer näheren Unterhaltung und ich fühlte mich total unwohl. Also drehte ich mich wieder zur anderen Seite, aber ich wollte mich auch nicht der anderen Gruppe anschließen.
Irgendwie musste ich dann das Haus verlassen haben, denn ich ging einen kleinen Abhang hinunter, von dem aus ich einen größeren Teil der Stadt überblicken konnte.
Wie gesagt, diese Stadt sah sehr altertümlich bzw. mittelalterlich aus. Die einzelnen Häuser und Straßen konnte ich allerdings nicht sehr gut erkennen, weil es bereits dunkel war.
Und plötzlich tauchte am Horizont eine Sternenformation auf, die sich zu einem wunderschönen Christuskreuz formiert hatte.
Dieses Kreuz kam direkt auf mich zu und richtete sich dann über meinen Kopf regelrecht auf, um mich anzustrahlen.
Gleichzeitig tauchten am Himmel weitere kleinere Kreuzformationen auf, die langsam an dem großen Kreuz und über meinen Kopf hinweg vorbeibzogen.
Es waren unglaublich helle Sterne bzw. Lichterketten, sie leuchteten in verschiedenen hellen Farben, darunter auch himmelblau, gelb, orange, weiß und hellgrün.
Aber das große Kreuz blieb an der Stelle stehen und ich jauchzte vor Glück. Dabei schrie ich hocherfreut „Gott ist da, endlich“.
Dann löste sich das Kreuz langsam auf und formierte sich zu einem langgezogenen Schiffsgebilde, um seinen Weg fortzusetzen. Ich sah direkt über meinen Kopf die silbernen, platinen, kupferartigen und goldenen Platten dieses riesigen Gebildes. Außer mir schien das aber keiner bemerkt zu haben, obwohl ich etliche Leute auf der Straße erblicken konnte, die aber keine Anstalten machten, stehenzubleiben und in den Himmel zu schauen.
Darüber war ich dann doch sehr erstaunt. Ich sprach sogar einige Leute an, ob sie das Schauspiel am Himmel auch gesehen hätten, aber sie reagierten kaum, sondern schüttelten nur die Köpfe und zogen ihres Weges weiter.
Nachdem diese unendlich wirkende Lichterkette am Himmel an mir vorbeigezogen war einschließlich dem großen Raumschiff und langsam verschwand bzw. sich auflöste, ging ich weiter in die Stadt hinunter und kam an einer kleinen Bar oder Cafe vorbei.
Ich hatte Lust auf einen Cappuccino und als ich gerade in den Laden ging, um an der Theke meine Bestellung aufzugeben, drängelten sich plötzlich ein paar männliche Kinder vor mir.
Sie sahen alle ziemlich ausländisch aus (ich würde mal sagen indisch, pakistanisch und auch lateinamerikanisch) und machten einen furchtbaren Krach. Einige von ihnen hatten auf dem Rücken einen Schulranzen oder Rucksack.
Sie plapperten laut und drängten mich von der Theke ab, um selbst ihre Bestellung aufzugeben. Sie schienen mich gar nicht mal richtig wahrgenommen zu haben, sondern behandelten mich eher wie einen Stuhl oder Ständer, den man kurz wegrücken muss, um sich seinen Weg nach vorne zu bahnen. Ich war äußerst verärgert und schimpfte vor mich hin, aber keiner schien mich zu hören und dann wachte ich auch auf.

Tja, von der Grundstimmung war dieser Traum trotzdem irgendwie klasse, vor allem diese zahlreichen wie Diamanten glitzernden Kreuze, die zu Hunderten über meinem Kopf vorbeizogen und mich dabei freundlich anstrahlten.

Weiter mit dem nächsten Traum – Das Antennenfeld

Zurück zum Anfang

Advertisements