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Ein seltsames Vorstellungsgespräch mit Giftbonbon

Heute Morgen hatte ich einen wirklich merkwürdigen Traum. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich möglicherweise ein paar Szenen, die ich gestern in einem Film gesehen habe, unbewusst miteingearbeitet habe.
Wie auch immer, ich befand mich im Traum in einer größeren Stadt in Bayern, es dürfte aber nicht München gewesen sein.
Ich sah ziemlich gut aus, hatte ein mintgrünes Kostüm und schwarze Pumps an. Mein Gesicht strahlte richtig und ich wirkte völlig gelassen und richtig schön. So betrat ich ein großes Gebäude.
Ob davor Treppen waren, weiß ich nicht mehr, jedenfalls kam ich in eine Art Konferenzzimmer, um mich vor einer großen Delegation, nur als älteren Männern bestehend, vorzustellen. Ich wusste, dass ich ein Vorstellungsgespräch hatte, aber ich musste gar nichts sagen. Ich gab jedem in der Runde freundlich strahlend die Hand und hatte sofort die Zusage, als eine Art Empfangsdame in diesem Konzern, es muss wohl etwas mit Telekommunikation oder Stromversorgung zu tun gehabt haben, sofort anzufangen.
Ich wurde etwas nachdenklich und bat um Bedenkzeit, denn ich bräuchte eigentlich noch drei Monate, um meine persönlichen Angelegenheiten zu regeln. Irgendjemand stellte sich aber an meine Seite – das Gesicht bekam ich im Traum nicht zu sehen – und flüsterte mir zu, dass ich unbedingt das Angebot sofort annehmen müsse.
Außer mir wurde noch keinem dieses Angebot gemacht und ich solle deswegen nicht mehr zögern und den Vorstand damit verärgern. Also sagte ich gleich zu, dass ich am nächsten Tag anfangen würde.
Mein Verdienst wäre dreimal so hoch, wie ich jetzt hätte, obwohl ich lediglich für die Organisation und Ausrichtung der Empfänge des Vorstands mit Geschäftspartnern zuständig gewesen wäre, also eine bessere Sekretärin.
Trotzdem war ich unheimlich stolz auf mich und deswegen musste ich mich auch sofort mit meiner Freundin in Verbindung setzen.
Allerdings weiß ich nicht mehr, ob ich das telefonisch oder persönlich getan habe. Ich weiß nur, dass es das Gespräch mit I. gegeben hat.
Ich bat sie, für mich weitere Kostüme zu besorgen, da ich momentan nur zwei dieser Sorte hatte und für meine künftige Arbeit entsprechend gekleidet sein müsste.
Sie versprach, sich umgehend darum zu kümmern und dann ging ich aus dem Gebäude raus. Dabei musste ich nur wenige Meter über die Straße zu einer Art Schule gehen. Mir fiel auf, dass die Straßen zugemüllt und verdreckt waren.
Es war ein buntes Getümmel und erinnerte mich vom Ablauf her irgendwie an Bangladesh oder Bombay.
Wie auch immer, ich betrat also diese Schule und schritt durch einen dunklen Gang, der sich plötzlich gabelte. In den Seitengängen befanden sich einige Klassenräume, die aber vor mir geschlossen wurden.
Da sah ich noch durch den Türspalt, dass nur Jugendliche dort saßen. Eine der Lehrerinnen sah mich skeptisch an und bedeutete mir mit einem Nicken, mich von den Klassenräumen fernzuhalten.
Ich ging deswegen in einen Nebenraum. Es war ein Aufenthaltsraum, in dem neben zwei weiteren Männern ein ehemaliger Kollege saß. Er sah ziemlich abgerissen und verkommen aus, fettige Haare, schmuddelige Jeans und dreckiges T-Shirt.
Ich holte mir einen Teller voller chinesischer Nudeln mit chinesischem Gemüse und als ich dort mit der Gabel reinstocherte, nahm ich eine Art dickes gelbes Bonbon wahr, es war etwa 10 cm lang und hatte einen Durchmesser von zwei bis drei Zentimeter.
Es war mit einer Flüssigkeit prall gefüllt und dann entdeckte ich darauf einen schwarzen Schriftzug mit einem Totenkopf drauf. Ich wusste, dass es sich bei der Flüssigkeit um irgendein Pestizid oder Herbizid handelte und schmiss das Bonbon angeekelt zur Seite. Ich fragte den Kollegen, wie das Bonbon da reinkommt und woher das Nudelgericht stammt. Er meinte, dass es aus dem Gefrierschrank käme und ich ging in die Teeküche nebenan. Dort entdeckte ich, dass das Fach zum Gefrierschrank offen stand und bereits ein Vanilleeis, was dort noch lag, schon gewaltig angetaut war. Ich rührte meinen Teller nicht mehr an und verschwand wieder auf die Straße.
Dann bin ich aufgewacht und sah, dass wie immer alles grau und regnerisch war.

Weiter mit dem nächsten Traum – Bürgerkrieg in Deutschland

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