Schlagwörter

, , , , , , , , , , ,

Zurück zum Anfang

Messer im Rücken und eine Spinne im Pentagramm

Großer Gott, ich hatte am 30. Oktober 2014 in der Nacht richtige Albträume gehabt. Eigentlich wollte ich sie gar nicht aufschreiben, aber diese Träume haben sich über den Tag so in mein Gedächtnis gebrannt, dass ich sie doch an dieser Stelle erwähnen muss. Vielleicht haben sie ja eine tiefere Bedeutung, deren Sinn ich momentan noch nicht so richtig verstehe.
Der erste Traum begann damit, dass ich vor jemanden geflohen bin, der mir dicht auf den Fersen war. Dabei kann ich nicht sagen, ob es sich um einen Mann oder eine Frau gehandelt hat, denn meinen Angreifer konnte ich im Traum nicht sehen, und dennoch spürte ich ganz deutlich, dass diese Person mir folgte.
Ich rannte also draußen irgendwo herum und musste schließlich ein Gebäude betreten haben, denn ich stand plötzlich vor einer Türe mit weißem Rahmen und eingefasstem Glas. Irgendwie muss das Glas bereits eingeschlagen worden sein und so kam es, dass ich durch das zersprungene Glas kletterte.
Dabei kam ich ins Stolpern und flog bauchlängs auf die andere Seite. Ich wollte wieder aufstehen, aber irgendwie hatte sich mein linker Fuß in einer Schlaufe verheddert.
Diese Schlaufe schien wohl aus Kabelbinder gewesen zu sein. Sie umschloss jedenfalls fest meinen Fuß und ich versuchte vergeblich, diesen Fuß rauszubekommen. Ich wusste, dass das mein Ende wäre, wenn ich es nicht schaffe.
Da sah ich plötzlich ein Messer mit einer gezackten Klinge, an deren Ende zwei Spitzen ragten. Es sah aus wie die Zunge von einer Schlange.
Der Griff war braun und das Messer hatte vielleicht eine Gesamtlänge von 20 cm, also nicht besonders groß.
Die Klinge mit den zwei Spitzen dürfte dann so um die 15 cm lang gewesen sein. In meiner Verzweiflung packte ich das Messer, um mich zu verteidigen, aber dazu musste ich durch den Türspalt greifen. Ich bekam das Messer auch zu packen und wollte es gerade an mich heranziehen, als mich plötzlich eine Hand am Gelenk ergriff und mir das Messer wegnahm.
In dem Moment sah ich plötzlich vor meinem inneren Auge einen Autopsiebericht, in dem drin stand, dass meine Leiche mehrere schwere Stichverletzungen im Rückenbereich aufweist. Zwei Stiche verletzten meine beiden Lungen, der andere Stich durchtrennte einen Nervenstrang im Rückenmarksbereich. Todesursache war inneres Verbluten und Zusammenfall der Lunge.
Dieses innere Bild tauchte in einem Bruchteil von Sekunden auf und schon spürte ich die unglaublich schmerzlichen Stiche im Rücken, die mir mein Verfolger zufügte. Ich konnte förmlich die Tiefe des Messers mit den zwei Spitzen in meinem Körper sehen und dann bin ich aufgewacht.
Gott sei Dank hatte ich im Wachzustand keine Schmerzen, aber ich war doch ganz schön aufgelöst.
Es dauerte aber nicht lange, bis ich wieder einschlief und dann folgte gleich der nächste merkwürdige Traum.
Ich befand mich irgendwo in der Wüste von Arizona auf einer Farm.
Offensichtlich gehörte mir diese Farm und ich inspezierte den Grund.
Über die Weite sah ich nichts als diesen goldgelb-orangenen Wüstensand und über mir war ein wolkenloser klarer, blauer Himmel.
Zielstrebig ging ich zu einer Zitadelle, die sich einige hundert Meter entfernt von meiner Farm befand. Als ich dort ankam, schaute ich mir den Brunnen und das wenige grüne Gestrüpp rundherum an.
Ich betrachtete diese Szene ziemlich lange. Dann nahm ich einen Stock und ging einige Meter von der Zitadelle weg. Ich kniete mich auf den harten Wüstenboden und begann ein Pentagramm zu zeichnen.
Im Traum machte das für mich durchaus Sinn, aber ich kann jetzt nicht sagen, warum ich das tatsächlich machte.
In der Mitte des Pentagramms zeichnete ich noch einen sechszackigen Stern, denn das schien mir im Traum besonders wichtig zu sein.
Nachdem ich damit fertig war, betrachtete ich mir mein Werk voller Stolz. Der Stern in der Mitte blitzte silbern auf und plötzlich begann etwas aus einer Stelle der von mir gezeichneten Linie am äußeren Rand des Pentagramms herauszukrabbeln.
Ich bückte mich wieder und sah, wie sich eine zunächst kleine Spinne aus dem Erdreich befreite. Sie sah überhaupt nicht hässlich aus, ganz im Gegenteil. Sie hatte zwar einen dicken, braunen Körper, aber ihre schwarzen Beine sahen aus wie die eines großen Käfers.
Auf dem Kopf hatte sie lange, blonde Haare. Ich lächelte und ging zum Brunnen der Zitadelle. Dort schöpfte ich mit einer Kanne ein wenig Wasser heraus und goss das Wasser vorsichtig in die von mir gezeichnete Linie.
Die Linien des Pentagramms füllten sich langsam mit Wasser und bedeckten zunächst diese Spinne, aber in dem Moment, wo sie mit dem Wasser in Berührung kam, begann sie schnell zu wachsen und wurde immer größer. Ich schaute mir gespannt das Schauspiel weiter an.
Der Kopf blieb zwar der einer Spinne, aber die langen blonden Haare sahen aus wie meine.
Während sie also wuchs, bildete sich plötzlich ohne mein Zutun aus dem Rinnsal in der Linie ein wahrer Strom und übergoss die Spinne weiter.
Es sah so aus, als ob irgendeine höhere Macht diese Spinne ertränken wollte und so war es dann auch.
Die Spinne, die mittlerweile zu einer beachtlichen Größe herangewachsen war (etwa wie die eines kleinen Hundes), paddelte verzweifelt im Wasser und versuchte gegen den Strom anzuschwimmen. Sie kämpfte um ihr Leben, aber sie schaffte es nicht, weil aus dem Wasser durch den Wüstensand dicker Schlamm geworden war und diese Spinne in die Tiefen zog.
So sah ich zu, wie diese Spinne jämmerlich krepierte, aber offensichtlich hatte ich das genauso erwartet. Ich sah noch ihren dicken Körper, alle Beine von sich gestreckt, tot im Schlammwasser liegen und dann bin ich wieder aufgewacht. Es war dann auch Zeit aufzustehen und mich fertigzumachen.

Weiter mit dem nächsten Traum – Die Wasserräder

Zurück zum Anfang

Advertisements