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In Teil 2 habe ich die Rolle von Yvonne Selke und Booz Allen Hamilton etwas näher beleuchtet. Meine Vermutung, dass der Germanwing-Absturz irgendetwas mit der Tätigkeit von Yvonne Selke zu tun haben könnte, wird zumindest dadurch gestützt, dass sich in Düsseldorf im Zollhof 8 die Deutschlandvertretung der Booz Allen Hamilton GmbH befindet.

In Darmstadt wiederum befindet sich das amerikanische Rüstungs- und IT-Unternehmen „SOS International LLC“ (SOSi) mit Firmensitz in New York und ist seit September 2013 für die 66th Military Intelligence Brigade tätig. Sie leistet dort „geospatial intelligence analysis support to the US-Army in Europe and Afrika.“. (Quelle: „Abhörstaat Deutschland – Die SIGINT-Landschaft seit 1945 in Ost und West“ von Gerhard Pieper). Wollte Yvonne Selke von Booz Allen Hamilton dorthin zu einem Gespräch bevor der Germanwings Airbus A320 an den Felsen zerschellte oder ist das alles nur ein purer Zufall?

Nachdem Ian Joseph Brzezinski lange Jahre bei Booz Allen Hamilton eingesetzt war, hat er sich nun selbständig gemacht und fungiert nun als Direktor der Brzezinski Group LLC in Alexandria, Virginia, einer Beratungsfirma für internationale Kunden im Finanz-, Energie- und Verteidigungssektor. Mit anderen Worten – er tritt dort als Lobbyist auf und bildet eine Schaltstelle zwischen privaten Firmen und staatlichen Stellen. Außerdem ist er Mitglied der Strategieberatungsgruppe (Strategic Advisors Group) im Nordatlantikrat. 2010 wurde er zum Leitenden Fellow für das internationale Sicherheitsprogramm des Rates ernannt.

Kommen wir damit zu den anderen vier Passagieren im Flugzeug der Germanwings zu sprechen.

Da wären zunächst einmal die beiden iranischen Journalisten Milad Hojatoleslami von der Tasnim News Agency und Hossein Javadi von der Vatan-e-Emrooz Zeitung zu nennen.

Die zwei vorgeblich iranischen Sportreporter waren zuvor bei einem Fußballspiel “El Clasico” in Barcelona zugegen, wo Real Madrid gegen FC Barcelona spielte. Danach wollten sie über das in Wien angesetzte Spiel „Iran gegen Chile“ berichten. Mich persönlich wundert es, dass diese beiden Reporter ihre Reise von Barcelona über Düsseldorf nach Wien antreten wollten. Gut, ich weiß natürlich nicht, ob zu diesem Zeitpunkt überhaupt ein Flug direkt nach Wien ober über München nach Wien gestartet wäre. Andererseits sollte man aber nicht vergessen, dass die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) ebenfalls ihren Sitz in Wien hat und zu dieser Zeit auch eine wesentliche Rolle bei den P5+1-Verhandlungen (USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien plus Deutschland) zu einem neuen Atomabkommen mit dem Iran spielte.
Die Frage, die sich demnach ergeben würde – waren die beiden Reporter tatsächlich auf dem Weg nach Wien zu einem Fußballspiel oder sollten sie vielmehr verdeckt auf die Verhandlungen in Lausanne, die zu diesem Zeitpunkt stattfanden, ein Auge werfen oder möglicherweise über Vertreter von z.B. Deutschland oder Russland Einfluss üben?
Das Ziel zu diesem Zeitpunkt war jedenfalls, bis zum 31. März 2015 eine Einigung zu erzielen. Für die Iraner bedeutete das vor allem eine Lockerung der Sanktionen gegen sie.

Und merkwürdiger Weise schrieb der Spiegel am 03.04.2015, also 9 Tage nach dem Germanwings-Absturz, folgendes zur Verlängerung der Verhandlung: „Es waren Szenen wie nach einem gewonnenen Fußballspiel: Jubelnde Menschen strömten mitten in der Nacht auf die Straßen und fielen sich in die Arme, Autofahrer stimmten ein Hupkonzert an. Hunderte Iraner versammelten sich vor dem Außenministerium in Teheran. Der Mann, den sie wie einen Helden bejubelten, ist kein Stürmerstar, sondern ein 55-jähriger Diplomat mit weißen Haaren: Außenminister Mohammad Javad Zarif. Er hat die iranischen Verhandlungen mit den fünf Uno-Vetomächten und Deutschland in Lausanne geleitet, er hat den Rahmenvertrag für eine Lösung des seit Jahren schwelenden Atomkonflikts ausgehandelt.“ (Quelle: „Atomabkommen von Lausanne: Iran bekommt die Chance für einen Neuanfang“ vom 03.04.2015)

Drei Tage später kam jedoch Störfeuer von Israel. Am 07. April 2015 stellte Israel seine eigenen Bedingungen zu einem Atomabkommen. Der Spiegel vom 07.04.2015 „Streit um Nuklearprogramm. Israel stellt eigene Bedingungen für Atomdeal mit Iran“: „Geheimdienstminister Juval Steinitz sagte, er schätze die Unterstützung der USA für sein Land, allerdings bleibe die Bedrohung aus Teheran bestehen. Niemand könne sagen, ob die Unterstützung aus dem Ausland für Israel ausreiche, um „solch einer Bedrohung etwas entgegenzusetzen“, so Steinitz. Der Minister forderte, dass ein Abkommen mit Teheran den vollständigen Stopp der Forschung und Entwicklung einer neuen Generation von Zentrifugen sowie die Schließung der Urananreicherungsanlage Fordo beinhalte. Zudem müsse Iran verpflichtet werden, seine gesamte Forschung aus der Vergangenheit offenzulegen und internationalen Inspekteuren „jederzeit und überall“ Zugang zu allen Anlagen zu ermöglichen.“. In diesem Zusammenhang knüpfte Israel auch die Bedingung, dass Teheran das Existenzrecht Israels offiziell anerkennen müsse, was wiederum Barack Obama ablehnte.

Und damit komme ich auf die nächsten beiden Opfer der Germanwings-Katastrophe zu sprechen – der Israeli Eyal Baum und der Amerikaner Robert Calvo.

Zu Baum gibt es zwei interessante widersprüchliche Meldungen. Ynet berichtete, dass Baum Geschäftsmann (in der Textilbranche) mit Wohnsitz in Barcelona war. Ursprünglich kam er aus Hod HaSharon, Israel. An dem Tag des Absturzes wollte er geschäftlich nach Düsseldorf. Die Jerusalem Post wiederum berichtete, dass Eyal Baum seinen Wohnsitz in Düsseldorf hatte. Bei LinkedIn kann noch sein vollständiges Profil abgefragt werden (https://es.linkedin.com/pub/eyal-baum/17/90/48a). Demnach war er zuletzt bei dem Modefabrikant „Mango“ in Barcelona als Systemadministrator beschäftigt. Dort war er für IT Dienste und Unterstützung in der USAT-Abteilung von MANGO zuständig. Das Aufgabengebiet umfasst Reisen zu weltweiten Filialen, um IBM POS mit seiner Betriebssoftware sowie Hardware-Komponenten zu installieren. Daneben betreute er die IT-Auftritte von MANGO in vier Sprachen (Englisch, Französisch, Spanisch und Hebräisch!) und arbeitete mit externen Providern wie Telecom, IBM und Epson zusammen.
Die Eigentümer von Mango sind übrigens Isak und Nahman Andic, Sephardische Juden, die ursprünglich aus Istanbul kamen, was mich automatisch wieder an Simon Goldenberg von F.C. Gerlach erinnert, den ich bereits in meiner Anlayse zum Oktoberfest-Bombenanschlag unter dem Fragenkomplex „Das politische Umfeld, der Milliardenkredit und Gaddafi“ behandelt hatte.

Robert Calvo wiederum war zwar amerikanischer Staatsbürger, wurde aber in Barcelona geboren und arbeitete genau wie Eyal Baum bei einer Textilmodefirma „DESIGUAL“. Zusammen mit seiner spanischen Kollegin Laura Altamira wollte er ebenfalls geschäftlich nach Düsseldorf.
Desigual wiederum unterhält ähnlich wie MANGO weltweit in 109 Ländern zahlreiche Filialen, Shops und Kaufhäuser.

Kann das also alles nur ein Zufall sein, dass ausgerechnet zwei Vertreter von zwei Modefirmen mit weltweiten Beziehungen am selben Standort Barcelona geschäftlich nach Düsseldorf unterwegs waren?

Ich hatte bereits im Rahmen der Analyse zum Oktoberfest-Bombenanschlag unter dem Fragenkomplex „Ausländische Verbindungen und Beziehungen“ herausgearbeitet, dass der weltweite Textilhandel zum größten Teil von Israel durch solche Familien wie der Geoffrey Familie oder Pierre Salik kontrolliert wird. Finanziert werden damit verdeckt auch Drogen- und Waffengeschäfte bei gleichzeitiger Belieferung des internationalen Schwarzmarktes mit Schmuggelware.

In diesem Zusammenhang fand ich dann noch einen interessanten Aspekt, den die Abel Danger Homepage behandelt. Ich möchte ihn gerne der Vollständigkeit wegen auch hier aufführen.

Demnach soll der Mordanschlag Yvonne Selke gegolten haben und als Flugzeugabsturz getarnt worden sein.
Begründet wird das allerdings etwas anders, nämlich mit Patenten und Versicherungsbetrug.
Zu diesem Ergebnis kam jedenfalls ein US Marine Offizier namens McConnell.

Im Mittelpunkt steht dabei die Firma SERCO Inc. Group, die für das „U.S. Patent and Trademark Office“ Patente überprüft und klassifiziert. 1995 soll im Auftrag der auf Patente spezialisierten Rechtsanwaltskanzlei von Hillary Clinton „Rose Law“ mit den Geldern der HSBC-Bank und Allianzversicherung in der Bronx, New York ein so genannter „Base One“-Kriegsraum als Stützpunkt für den Vertrieb von patentierten Kohlenstoff-Komponenten mit doppeltem Verwendungszweck (Dual-use) errichtet worden sein.
Die SI International gehört zu Serco Inc. von Großbritannien und ist wiederum ein Hauptvertragspartner der NSA. Dabei werden patentierte Geräte, insbesondere aus dem IT-Bereich und Spionagetechnik entsprechend modifiziert und den Geheimdiensten unter Umgehung des Urheber- und Patentrechts in abgewandelter Form zur Verfügung gestellt.
Es ist im Grunde ein ähnliches Vorgehen, wie man bereits in den 80er Jahren bei Inslaw und der PROMIS-Software erfahren konnte. Danny Casolaro hatte diesen Fall untersucht und dazu ein Buch „The Octopus“ veröffentlichen wollen. Leider verstarb er ganz plötzlich in der Badewanne seines Hotelzimmers.
Die Firma Inslaw Inc. entwickelte ein System für eine staatliche Einrichtung, damals das Justizministerium. Dann aber weigerte sich dieses Ministerium zu zahlen, fängt stattdessen an, das System entsprechend den Wünschen der NSA zu verändern, treibt den eigentlichen Erfinder oder Entwickler in den Ruin und bemächtigt sich so der Patente, für deren Nutzung man sonst kräftig zahlen müsste.
Es ist also nicht verwunderlich, dass nun in solchen privaten Firmen mit Beziehungen zu Geheimdiensten auch ehemaliges Geheimdienstpersonal sitzt -genauso wie bei Booz Allen Hamilton, wo Yvonne Selke bis zuletzt arbeitete.

Bei SI International saß also der ehemalige NSA-Offizier Harry Gatanas im Management- und Direktorboard. Er ist Vizepräsident der Firma und überwacht vor allem die Geschäfte dieser Firma mit dem Pentagon, denn bevor er zur NSA kam, konnte er bereits als hoher Offizier auf eine 30 jährige Erfahrung beim militärischen Geheimdienst blicken. Das zuvor in Teil 2 schon von mir angesprochene Gemeinschaftsprojekt zwischen Booz Allen Hamilton und dem Department of Defense war Bestandteil eines übergeordneten Projekts, das die SI International mit der NSA im April 2008 abgeschlossen hatte. Dabei sollen u.a die Informationssysteme, -technologien und –programme modernisiert und erneuert werden. Wir haben das gleiche Spiel zum Beispiel auch wieder beim BND mit seinem angelaufenen SIT-Programm (Strategische Initiative Technik).

Nach der Theorie von McConnell könnte es also sein, dass Yvonne Selke entweder über ihre Tätigkeit auf diesen illegalen Vertrieb von Dual-Use-Kohlenstoff-Komponenten gestoßen war, sich darüber beschwerte und deswegen umgebracht wurde oder eine noch viel perversere Variante, nämlich dass man den Vertrieb dieser Komponenten an andere Staaten über die 150 Todesopfer der Germanwings-Katastrophe zu ihren Kunden/Abnehmern schmuggeln wollte.

Die Opfer des Germanwings-Absturz kamen ja aus verschiedenen Staaten wie Deutschland, Belgien, Spanien, USA, Australien, Argentinien, Iran, Venezuela, Großbritannien, Holland, Kolumbien, Japan, Mexiko, Dänemark und Israel.

Zusammenfassend kann also festgestellt werden, dass es genügend Motive gegeben hat, um die Germanwings-Katastrophe bewusst herbeizuführen. Das Bauernopfer Andreas Lubitz hätte dann das Pech gehabt, bereits 2010 bei den amerikanischen Behörden als psychisch auffällige Person bekannt gewesen zu sein (siehe Spiegel vom 30.04.2015 „Germanwings-Absturz: US-Behörden wussten von Depression des Co-Piloten„).

Im vierten und letzten Teil werde ich mich dann noch mit einem weiteren möglichen Zusammenhang beschäftigen – CERN.

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