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Der Germanwings-Absturz am 24.03.2015 in den französischen Alpen nahe dem Dorf Seyne-les-Alpes mit 144 toten Passagieren und 6 Crew-Mitglieder hatte bei mir zunächst noch keinerlei Verdacht erregt. Flugzeugabstürze können vielerlei Ursachen haben, angefangen von menschlichem Versagen über plötzlich auftretende Wettererscheinungen bis hin zu wie auch immer gearteten technischen Problemen. Hellhörig bin ich allerdings bei einer Pressemitteilung seitens des Weißen Hauses geworden, wonach unmittelbar nach Bekanntgabe des Absturzes seitens der Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates, Bernadette Meehan, gegenüber der Deutschen Presseagentur erklärt wurde, dass ein Terroranschlag ausgeschlossen werden kann. (Quelle: Süddeutsche Zeitung „Kein Hinweis auf Terrorismus nach Germanwings-Absturz

Die Frage stellte sich sogleich, woher das Weiße Haus die Erkenntnisse hat, zumal noch nicht einmal die Untersuchungen an der Absturzstelle abgeschlossen, sondern die Bergungsmaßnahmen erst angelaufen waren. Der von Hilfskräften vor Ort aufgefundene Voice Recorder befand sich noch in der Auswertung und die zweite Blackbox wurde erst 10 Tage später nach dem Absturz gefunden.

Merkwürdig in diesem Zusammenhang fand ich auch den eilends auf die Beine gestellten Besuch vor Ort von „hochrangigen“ Regierungsmitgliedern wie Frank-Walter Steinmeier, Alexander Dobrindt, Angela Merkel, Francois Hollande und Mariano Rajoy.

Bis zu diesem Zeitpunkt konnte ich mich nicht daran erinnern, so etwas schon einmal gehört zu haben. Ich denke zum Beispiel an den Absturz der türkischen Billigfluggesellschaft Birgenair beim Start in der Dominikanischen Republik 1996 oder den Concorde-Absturz in Paris im Jahr 2000. Zu diesem Zeitpunkt lief in Hannover auch die EXPO und der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder beschränkte seine Andacht für die deutschen Opfer im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes auf dem Expo-Gelände in Hannover.

Richtig übel wurde es dann, als ich zufälligerweise auf ein Video stieß mit dem Titel „What BND conceals about the Germanwings“  vom 09.04.2015. Dabei soll der Co-Pilot Andreas Lubitz zuvor zum Islam übergetreten sein, was wiederum der BND gewusst haben soll.
Michael Mannheimer hat auf seinem Blog ein angebliches Schreiben des Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages, Dr. Hans-Peter Bartels (SPD), an den BND-Chef, Gerhard Schindler, mit Datum vom 31. März 2015 veröffentlicht.

Mir geht es hierbei nicht so sehr um die Formalität oder Urheberschaft dieses vorgeblichen Schreibens oder des oben erwähnten Videos, sondern um die tatsächliche Botschaft hinter solchen „Erkenntnissen“ und warum diese überhaupt im Internet erschienen sind.

Wie bereits anhand der Analyse zum Oktoberfest-Bombenanschlag in München 1980 dargelegt, verbirgt sich hinter diesen Schlagzeilen und offiziellen Berichterstattungen oft eine ganz andere Geschichte und Bedeutung. Ob es sich hierbei um die eine Wahrheit handelt, müssen gegebenenfalls noch Historiker und investigative Journalisten herausfinden. Mir persönlich fehlen dazu das Geld und die Zeit.

Um aber ein Muster zu erkennen, versuchte ich schließlich auch beim Absturz der Germanwings zu eruieren, ob es hier möglicherweise eine Geschichte hinter den Schlagzeilen gibt.

Hier im ersten Teil erfährt Ihr deswegen, in welchem Zusammenhang der vorgebliche Brief von Dr. Hans-Peter Bartels an den BND-Präsident und das dazugehörige Video „Was verheimlicht der BND zum Germanwing-Absturz“ gesehen werden könnten.

Wieso dementiert also das Weiße Haus am selben Tag des Absturzes offiziell einen Terroranschlag, wenige Tage später finden sich aber vereinzelt Mutmaßungen darüber, dass der BND möglicherweise über den islamistischen Hintergrund von Andreas Lubitz, dem Co-Piloten der Germanwing und im Rahmen selbstmörderischer Absicht offiziell Beschuldigten, im Bilde war?

Und das merkwürdige Aufgebot von Politikern dreier Nationen an einem Ort erinnerte mich an das Affentheater, dem wir schon bei „Charlie Hebdo“ im Januar 2015 beiwohnen „durften“, ganz vorne dabei natürlich „unsere“ Kanzlerin Angela Merkel – ein Bild, das an Peinlichkeit schon gar nicht mehr zu überbieten war.

Dabei stieß ich zunächst auf einen merkwürdigen Zufall, der den Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages, Dr. Hans–Peter Bartels von der SPD betraf. In diesem Zusammenhang erinnerte ich mich nämlich an eine STERN-Reportage vom 17. Februar 2015 mit dem Titel „Von der Leyens ultrateurer Daten-Dealvon Hans-Martin Tillack.

Es geht um ein Projekt, das ein 3D-Kartografie-System für den Einsatz von Militär und Geheimdiensten vorsieht. Dabei sollen die von den deutschen Radarsatelliten TanDEM-X und TerraSAR-X übermittelten Rohdaten in einer Größenordnung von 2,5 Petabyte ausgewertet, in 3D-Landkarten visuell umgewandelt und in Realtime zur Verfügung gestellt werden. So können Militärfahrzeuge, Drohnen und Flugzeuge in Echtzeit durch unwegsames Gelände navigieren, besser ihre Ziele aufspüren und natürlich auch treffen. Das Projekt kostet wohl in der ersten Phase knapp 500 Millionen Euro, was vom Verteidigungsausschuss unter Vorsitz von besagtem Hans-Peter Bartels bewilligt werden muss. Die USA ist eine der Nationen, die sich daran beteiligen und natürlich auch davon profitieren will, sozusagen als Gegenleistung für die den Deutschen zur Verfügung gestellten Satellitenbilder der US-Spionagesatelliten. Der Stern schreibt hierzu: „Die Kooperation mit den USA – die ja viel stärker als die Bundesrepublik weltweit Militär im Einsatz und darum Bedarf an den „Geoinformationen“ haben – ist offenbar auch ein Grund für die hohe Geheimhaltung.“ Der Witz bei dieser Angelegenheit ist, dass die Daten, die von den beiden deutschen Radarsatelliten erhoben wurden, bereits durch die DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) und Airbus zu 80% bezahlt worden sind. Dazu schreibt der Stern in seinem o.g. Artikel weiter: „Trotzdem will nun von der Leyen erneut die Rechte an den Radardaten erwerben und zwar von Airbus. Das DLR nämlich darf sie nur für wissenschaftliche Zwecke weitergeben; die kommerziellen Rechte liegen bei der Industrie. So hatten es DLR und Airbus, die frühere EADS, beim Start des Projekts vereinbart. Dem Linken-Haushaltspolitiker Michael Leutert ist es jetzt „unbegreiflich, dass wir etwas bezahlen sollen, was bereits öffentlich gefördert wurde“.“

Das war also noch vor dem Absturz der Germanwing A320, die interessanter Weise von Airbus gebaut wurde. Airbus wiederum war EADS und EADS tauchte auch in der so genannten Selektorenliste der NSA als Aufklärungswunsch an den BND auf, die mittlerweile zu einem handfesten Skandal im Rahmen des NSA-Untersuchungsausschuss führte.
Gleichzeitig sollte man im Kopf behalten, dass Anfang Februar 2015 auch der CDU-Obmann im NSA-Untersuchungsausschuss, Generaloberst Roderich Kiesewetter, zurückgetreten war; angeblich weil er sich dem Vorwurf als Vorsitzender des Reservistenverbands nicht aussetzen wollte, in der NSA-Untersuchung vom BND gesteuert zu werden, nachdem er „überraschend“ herausgefunden hatte, dass in seinem Umfeld mindestens zwei BND-Mitarbeiter platziert waren.

Wir erinnern uns weiter, dass Edward Snowden im Juni 2013 seine angeblich von der NSA und Booz Allen Hamilton gestohlenen Daten zu zahlreichen Überwachungsprogrammen (bekannt wurden u.a. PRISM und TEMPORA) an den britischen (!) „Guardian“ und „Wikileaks“ lanciert und damit einen weltweiten Aufschrei wegen der globalen Überwachung ausgelöst hatte (siehe auch Die Zeit „Hintergrund NSA-Skandal).
Warum das ausgerechnet erst jetzt zu einem Skandal geführt hatte, ist mir nach wie vor unbegreiflich, denn diese Praxis war bereits Ende der 80er Jahre im Rahmen von ECHELON bekannt, anschließend Ende der 90er Jahre noch einmal medienwirksam diskutiert worden. Es war nicht davon auszugehen, dass diese SIGINT-Verbunde eingestampft werden, sondern im Gegenteil – noch weiter ausgebaut und perfektioniert wurden.
Gut, aber Deutschland hatte nun endlich seinen NSA-Untersuchungsausschuss medienwirksam aus dem Boden gestampft. Der sollte allerdings auch, wenn es nach dem damaligen Geheimdienstkoordinator im Bundeskanzleramt, Ronald Pofalla, gegangen wäre, bereits im August 2013 wieder unter den Teppich gekehrt werden.

Anfang Februar 2015 versuchten wiederum BND-Präsident Gerhard Schindler zusammen mit dem neuen Geheimdienstkoordinator Klaus-Dieter Fritsche auf eine geradezu dümmliche Weise den NSA-Untersuchungsausschuss zu brüskieren und die dort tätigen Abgeordneten als Plaudertaschen bloßzustellen, indem sie selbst in einer öffentlichen (!) Sitzung über eine angeblich streng geheime Operation mit den Engländern (Monkeyshoulder) quatschten und sich anschließend beschwerten, dass diese „Geheimnisse“ in der Öffentlichkeit – ausgerechnet noch über das schmunzelnd hinter vorgehaltener Hand bezeichnete „BND-Hausblatt“ – FOCUS breitgetreten wurden. (siehe dazu auch Süddeutsche „Eklat im Untersuchungsausschuss“).

Wenn man sich also diese Dinge in Zusammenhang mit dem ominösen Schreiben eines Dr. Hans-Peter Bartels an den BND  plus Video „Was verheimlicht der BND zum Germanwings-Absturz“ betrachtet, könnte man zumindest auf die Idee kommen, dass es sich um eine versteckte Warnung an die BRD handelt, bei der es zwar vordergründig um das Vorleben eines suizidalen Co-Piloten Andreas Lubitz mit islamistischen Hintergrund geht, tatsächlich aber eine Handlung oder auch Unterlassung seitens der Bundesregierung fordert.
Der Germanwings-Absturz könnte somit ein Vorgeschmack auf etwas gewesen sein, was uns weiter blüht, wenn eine politische oder wirtschaftliche Linie entgegen den Wünschen der Globalisten weitergeführt wird.
Ich denke da z.B. an die anfängliche Annäherung der BRD an Russland bzw. das 2. Abkommen von Minsk (Minsk II) in der Ukraine-Krise, das ja ebenfalls im Februar 2015 abgeschlossen wurde.

Man sollte außerdem dazu wissen, dass Ian Joseph Brzezinski, der Sohn des Sicherheitsberaters und Geopolitikers Zbigniew Brzeziński zwischen 1993 und 1994 als ehrenamtlicher Berater der Regierung der Ukraine tätig war und den Nationalen Sicherheitsrat, das Außenministerium, das Verteidigungsministerium und das Parlament der Ukraine unterstützte. „1995 kehrte er in die USA zurück und übernahm den Posten eines Rechtsberaters in Angelegenheiten der Nationalen Sicherheit für Senator William V. Roth. Im Jahre 2000 wurde er Mitglied des Senatsausschusses für Auswärtige Angelegenheiten (Committee on Foreign Relations).[1] Er diente von 2001 bis 2005 als Stellvertretender Staatssekretär im Verteidigungsministerium für europäische und NATO-Politik.“ (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ian_Brzezinski)

Gleichzeitig war er Direktor der Beratungsfirma Booz Allen Hamilton. Er kommt also aus dem gleichen Stall wie Edward Snowden oder eben auch die beim Germanwings-Absturz ums Leben gekommene Amerikanerin Yvonne Selke.

Mehr im zweiten Teil

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