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Im Folgenden werden die Verbindungen und Beziehungen zu Odfried Hepp tabellarisch erfasst und kurz beschrieben, wie sich die Beziehungen gestalten

Personen / Vereine /
Institutionen

Kurzbeschreibung zu Beziehungen und Verbindungen

Gundolf Köhler Odfried Hepp hatte definitiv Kontakt mit Gundolf Köhler gehabt, was er selbst zugegeben hatte – wahrscheinlich über die Wiking-Jugend, in der offensichtlich auch Gundolf Köhler Mitglied war. Außerdem fand man in Köhlers Notizbuch seinen Namen und angeblich soll er ihn auch ein paar Mal angerufen haben, so jedenfalls schreibt es Regine Igel in ihrem Buch „Terrorismus-Lügen. Wie die Stasi im Untergrund agierte“.
Bund Heimattreuer Jugend Hepp hatte sich bereits als 12-jähriger Junge diesem Verein angeschlossen und kam über den BHJ schließlich zur Wiking-Jugend. Dort radikalisierte er sich – oder auch anders ausgedrückt provozierte er dann wohl auch im Auftrag verschiedener Geheimdienste. Seine Geschichte, dass er erst 1982 in die DDR übergelaufen ist und ab dieser Zeit für die Stasi gearbeitet hätte, halte ich persönlich für wenig glaubwürdig.
Walter Kexel  Er war zusammen mit Odfried Hepp Gründungsmitglied der Hepp-Kexel-Gruppe und soll schon vor Odried Hepp für die Stasi als V-Mann zur Verfügung gestanden haben. Möglich, dass Hepp also über Walter Kexel an die Stasi herangeführt wurde. Regine Igel schreibt in Heise-Online vom 20.06.2013: „Darüber hinaus sind an den Hepp-Stasi-Akten nach 1989 unschwer zu enttarnende Manipulationen vorgenommen worden, die die enge Verbindung dieses Rechtsterroristen mit der Stasi vernebeln.“
Karl-Heinz Hoffmann   Er hatte Odfried Hepp in seine WSG-Ausland aufgenommen und ihn im Ausbildungslager im Südlibanon eingesetzt. Odfried Hepp war einer derjenigen, die dann aus dem Lager desertierten.
MfS-Offizier Eberhard Böttcher Er war einer der MfS-Verbindungsführer von Odfried Hepp und soll erst 1983 von den Umtrieben um die Hepp-Kexel-Bande erfahren haben.
Peter Naumann  Er gehörte ebenfalls der Hepp-Kexel-Bande an und hatte nebenbei intensive Kontakte zu den Südtirolern Separatisten gepflegt. Er wurde von Odfried Hepp bezüglich des Sprengstoffanschlags an der DDR-Grenze bei Fulda 1979 an die Stasi verraten. Den Anschlag hatte Peter Naumann zusammen mit seinem Freund Bernd Archner durchgeführt.  
Wiking-Jugend  In Wikipedia kann man zur Verbindung Hepps mit der Wiking-Jugend Folgendes lesen: „Mit anderen Mitgliedern der WJ gründete Hepp 1978 eine Wehrsportgruppe nach dem Vorbild der Wehrsportgruppe Hoffmann. Diese Wehrsportgruppe Schlageter hatte Stützpunkte in Achern, Appenweier, Renchen, Offenburg und Karlsruhe. Nach seinem Wehrdienst schrieb er sich im Wintersemester 1978/1979 an der Technischen Hochschule in Karlsruhe für das Fach Bauingenieurwesen ein, brach jedoch das Studium nach zwei Semestern ab. Am 17. März 1979 wurde Hepp zum Führer des WJ-Horst Ortenau ernannt. Im Juni 1979 avancierte er zum WJ-Gauführer des Gau Schwaben. Wegen zusammenhängender Straftaten der Wehrsportgruppe Schlageter, unter anderem die Verbreitung einer Druckschrift von Robert Faurisson »Es gab keine Gaskammern«, sowie Banküberfälle und Anschläge auf Autos von US-Soldaten, wurde Hepp von September 1979 bis Februar 1980 in Untersuchungshaft genommen. Es kam jedoch nicht zu einer Hauptverhandlung.“ Nach der Freilassung trifft Hepp in Nürnberg auf Karl-Heinz Hoffmann und geht im Sommer 1980 mit einigen ehemaligen Mitgliedern der verbotenen Wehrsportgruppe Hoffmann in den Libanon. Die rechtsextreme Kampfgruppe bereitet sich dort gemeinsam mit palästinensischen Freiheitskämpfern auf den “Nationalen Befreiungskampf” vor.
Manfred Roeder  Ihn bezeichnet Odfried Hepp als seinen Ziehvater. Seitens des MfS wurden zahlreiche Anwerbungsversuche bei Manfred Roeder gestartet. Angeblich kam es aber zu keiner weiteren Zusammenarbeit, was bezweifelt werden darf, denn Roeder hatte für sein „Deutsch-Russischen Gemeinschaftswerk“ in der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg einen Vortrag gehalten, was schließlich nach Bekanntgabe zu einem Skandal führte. Der Spiegel vom 15.12.1997 „Die schwarze Serie“ berichtete hierzu: „Zur Sprache kommen dürfte im Ausschuß auch eine seltsame KGB-Verbindung Roeders. Der Rechtsradikale war nach der Wiedervereinigung in mehreren Telefonaten von einem russischen Agenten über das Siedlungsprojekt in Ostpreußen ausgehorcht worden. Roeder will von der Geheimdiensttätigkeit des Russen freilich nichts gewußt haben. Daß auch das KGB die Projekte der rechten Aktivisten in der Region Kaliningrad aufmerksam beobachtete, bestreitet Roeder nicht: „Die haben das mit Wohlwollen begleitet.“Außerdem nahm er an der Gründung des „Deutsch-Russischen Friedensbewegung Europäischen Geistes e.V.“ mit zahlreichen Neonazis wie Jürgen Rieger, Frank Rennicke und Thorsten Heise teil.

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