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Die ausländischen Verbindungen und Beziehungen

Um aufzuzeigen, wie vernetzt und verwoben die extremistischen (links wie rechts) und gewaltbereiten Gruppierungen mit den Geheimdiensten dieser Welt sind, erfolgt nun eine Rundreise um den ganzen Erdball mit den signifikantesten Stationen. Dabei bleibt es nicht aus, auch kurz auf die verschiedenen Gesellschaften, Vereine, Stiftungen, Verlage und sonstige Organisationen einzugehen, um aufzuzeigen, dass letztendlich die Fäden in den Händen einiger weniger Entscheidungsträgern und Mächtigen bleiben. Man kann sich das auch wie bei der Befruchtung eine Eizelle vorstellen, die sich während ihrer Entwicklungsphase milliarden- und billiardenfach teilt, um schließlich zu einem voll funktionstüchtigen Lebewesen oder auch Monster heranzureifen. So jedenfalls stelle ich mir die permanenten Umbenennungen, Abspaltungen und Neugründungen auf der einen sowie die Auflösungen von Gruppierungen auf der anderen Seite vor. Alles wird nach den aktuellen Begebenheiten angepasst. Das System ist immer das gleiche und so bleibt auch die Zielsetzung und Handhabung über Generationen hinweg erhalten und einsetzbar.

“Victory for Strauß” – der Pinay-Circle und die EU
In dem Spiegel-Artikel vom 13.09.1982 „Victory for Strauß“ wird vor allem auf die geheimen Verbündeten des Kanzlerkandidaten Strauß eingegangen, die von Langemanns Notiz vom 08.11.1979 entnommen werden konnten. Im Zentrum steht dabei der Londoner Publizist und CIA-Agent Brian Crozier mit seiner international agierenden Aktionsgruppe „Transnationale Sicherheitsorganisation“. Er selbst war bis September 1979 Direktor des „Institute for the Study of Conflict“.

Er war mit dem Direktor des britischen Secret Intelligence Service (MI6), Mr. „Dickie“ Franks bestens bekannt und sein engster Mitarbeiter N. Elliott war Abteilungsleiter beim MI6. Beziehungen bestanden zudem zu dem Journalisten Robert Moss und dem Chefredakteur der Neuen Züricher Zeitung (NZZ) Fred Luchsinger. Zu dem illustren Kreis gehörte auch ein gewisser Dr. Kux aus dem Schweizer Nachrichtendienst unter Oberst Botta sowie der ZDF-Moderator Gerhard Löwenthal.

Von Crozier und dem 6I nicht bemerkt, erhielt Langemann von Hans von Stauffenberg umfangreiche Informationen über den Cercle Pinay Komplex, die er in zahlreichen Berichten an Georg Tandler bzw. seinem Privatsekretär Dr. Georg Waltner weitergab. So waren ihm die beiden Unterstützer für Crozier und seinem Netzwerk bekannt, namentlich Sir Arthur Franks (1978 bis 1982 Chef des MI6) und Herzog Alexandre de Marenches (1970 bis 1981 Direktor des SDECE). Einer seiner Berichte enthielt die Ziele des 6I, unter anderem Schlüsselfiguren aus der rechten Ecke wie Margret Thatcher in Großbritannien, Franz Josef Strauß in Deutschland und Ronald Reagan in Amerika als Kandidaten auf die jeweiligen Staatschef-Positionen zu hieven. Dies schrieb Langemann bereits am 08.11.1979 und befürchtete, dass diese Pläne, sofern sie bekannt werden, negative Publicity verursachen könnten, was dann auch durch den Spiegel im Februar und März 1980 geschah. Der Spiegel veröffentlichte die Verbindungen Strauß zu Spinola und Arriaga, sowie seine heimlichen finanziellen Beiträge an Fraga Irbarne, Silva Munoz und Martinez Esteruelas und seine enge Beziehung zum Comte de Marenches. Außerdem veröffentlichte der Spiegel einen Brief von Huyn an Strauß vom 13.02.1979, der den Cercle Pinay Komplex zum ersten Mal nannte. Es ging um den geplanten Besuch des damaligen Geheimdienstchef von Saudi-Arabien Prinz Turki ben Faisal in Wildbad-Kreuth. Langemann berichtete am 07.03.1980 über ein Propagandaprojekt, bei dem der 6I und der saudischen Geheimdienstchef zusammenarbeiteten. Man plante, einen starken Sender in Saudi-Arabien zu errichten, ähnlich wie Voice of America, um die durch das russenfreundliche Khomeini-Regime unterdrückte Bevölkerung aufzuwiegeln, genau wie die afghanische Bevölkerung hinsichtlich der russischen Invasion. Dieser Brief wurde in der Spiegelausgabe 10/80 auf Seite 23 veröffentlicht. Die Unterstützung von Strauß als künftiger Bundeskanzler wurde offensichtlich, als Löwenthal die Bürgeraktion „Demokraten für Strauß“ ins Leben rief und ein Poster herausgab, auf dem behauptet wurde, die Anti-Strauß-Kampagnen wären von Moskau gesteuert. Sir James Goldsmith, Herausgeber des Magazins NOW platzierte in seinem Magazin ebenfalls Artikel von Crozier. Einer dieser Artikel beschäftigte sich mit den Behauptungen des Spiegels aus der Zeit von 1963, als Strauß noch Bundesverteidigungsminister war. Er berief sich dabei auf eine angebliche Aussage des übergelaufenen tschechischen Generalmajor Jan Sejna, der „zugab“, dass diese Kampagne im Spiegel gegen Strauß vom KGB gesteuert war.

Letztendlich gelang es nicht, Strauß zu fördern, umso erfolgreicher war der Cercle bei Thatcher und Reagan. Im Jahr 1981 wurde jedoch die Konservative Aktion (KA) von Löwenthal und Ludek Pachmann gegründet mit hervorragenden Verbindungen zu den deutschen Geheimdienst- und Sicherheitsbehörden, nicht zuletzt wegen dem inzwischen im Ruhestand befindlichen Horchem, der als Berater fungierte. Hans Josef Horchem war Direktor der Hamburger Außenstelle des BfV.

Aufbauend auf Langemanns Notizen sind vor allem die Memoiren von Brian Crozier zu dem so genannten „Pinay Circle“, die von Alan Clark (britischer Politiker und Mitglied des Parlaments) verfassten Tagebücher sowie die von Joel van der Reijden untersuchten Beziehungen rund um den Kinderschänder Marc Dutroux auf seiner Homepage „Institute for the Studie of Globalization and Covert Politics (http://www.isgp.nl/) eingehender zu betrachten.

Der Pinay-Cercle
Dieser so genannte Pinay-Cercle hat sich in die gesamte Reihe von internationalen rechtsgerichteten Gruppierungen dazwischen geschalten, dazu gehört zum Beispiel die Paneuropäische Union (PEU), die Europäische Bewegung, CEDI, die Bilderberger, WACL, Opus Dei, die Moonies, Heritage Foundation und die Western Goals (Westliche Ziele) unter Larry McDonalds, der im Übrigen unter Zuhilfenahme des Deutschlandvertreters der Western Goals, Eugene Wigner, Gehlen an sein Dossier-System anschloss.

Prominente Politiker wie Antoine Pinay, Konrad Adenauer, Erzherzog Otto von Habsburg, Franz Josef Strauß, Giulio Andreotti, Paul Vanden Boeynants, John Vorster, General Antonio de Spinola, Manuel Fraga Iribarne, Margaret Thatcher und Ronald Reagan gehören ebenfalls dazu.

Als zentrale Presseorgane des Pinay-Cercle können das „Institute for the Study of Conflict“ (ISC) mit seinen Publikationen und das „Foreign Affairs Research Institute“ (FARI), das vor allem vom südafrikanischen Geheimdienst BOSS finanziert wird, betrachtet werden.

Innerhalb dieses Cercle-Komplexes gibt es einen internen Geheimdienst 6I (Sixth International). Er wurde 1977 von Crozier ins Leben gerufen. Offensichtlich diente dieser 6I als Vorlage für den Aufbau eines eigenen CSU-Geheimdienstes.

Begonnen hatte alles ab 13.02.1976 mit zahlreichen Treffen von wenigen Auserwählten in der City Bank von London, darunter möglicherweise auch Graf Hans Huyn. Die andern sieben Konspiranten könnten Sir Peter Tennant, Harry Sporborg oder G.K. Young, Nicholas Elliott, Sven Kraemer oder David Hollyday, Herbert Romerstein und General Vernon Walters gewesen sein.

Hans Christoph Schenk Freiherr von Stauffenberg
Innerhalb des 6I spielte Hans Christoph Schenk Freiherr von Stauffenberg eine wichtige Rolle. Er war vorher im BND Auswerter und verließ dann den Dienst, um einen privaten Sicherheitsdienst innerhalb der CSU-Partei unter Strauß aufzubauen. Er hielt enge Verbindungen zu Hans Langemann, der vom BND mittlerweile zum bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz gewechselt war. Technischer Berater von Freiherr von Stauffenbergs privatem Sicherheitsunternehmen war der pensionierte BND-Brigadegeneral Wolfgang Langkau, nachdem Wessel seine Abteilung Strategische Dienste wegen seinen Sympathien für die Rechten auflöste und ihn 1968 in den Ruhestand schickte.

Viele Informationen über die BND-Internas erhielt Freiherr von Stauffenberg von Langemann. Im Austausch dafür bekam Langemann zwischen 1977 und 1982 insgesamt 300.000 Mark. Mit den aus der Staatskasse zugeteilten Geldern für seinen propagierten „Positiven Verfassungsschutz“ finanzierte Langemann einen eingetragenen Wohltätigkeitsverein „Arbeitskreis für das Studium internationaler Fragen e.V.“. Die von Freiherr von Stauffenberg herausgegebene Publikation „Informationsdienst (IF)“ wurde damit ebenfalls zum Teil bezahlt.

Wolfgang Langkau und der Mossad
Wolfgang Langkau war unter Gehlen Verbindungsoffizier zum Mossad. Sein Dienstname im BND lautete zunächst Langendorf, später Holtern. Er förderte gemeinsame Operationen zwischen dem Mossad und dem BND, wobei auf israelischer Seite der Mossad-Resident in Paris, Shlomo Cohen die Fäden im Hintergrund zog. Cohen selbst wurde in Hamburg geboren, war ein begnadeter Maler und hatte lange Jahre in Ägypten unter dem Decknamen Jacques Duclos gearbeitet. Cohen war ein ausgemachter Spezialist für so genannte “false-flag operations” (Operationen unter falscher Flagge).

Dabei wurden Agenten für den Mossad angeworben, jedoch im Glauben gelassen, sie arbeiteten für ein anderes Land. Es wäre an dieser Stelle die Überlegung wert, ob das Olympia-Attentat von 1972 nicht sogar auf das Konto einer False-Flag-Operation unter General Wolfgang Langkau und Shlomo Cohen ging. Denn Cohen konnte unter den geduldigen und wohlwollenden Augen des BND eine Reihe von arabischen Diplomaten in Bonn rekrutieren, die glaubten, sie arbeiteten für die Nato.

Der BND half auch dabei mit, Mossad-Agenten für einen Einsatz in den arabischen Staaten auszubilden. In einem “sicheren Haus” in München wurden die Mossad-Offiziere in Spionage, Funkverkehr, Geheimschrift und Dokumentenfälschung ausgebildet. Gehlen selbst nahm am Pistolenschießen mit den Mossad-Agenten auf der BND-eigenen Schießbahn teil.

Israel profitierte aber auch noch auf einem anderen wichtigen Gebiet von der Kooperation des Mossad mit dem BND bei ihrer eigenen Aufrüstung, denn die meist streng geheimen Waffenlieferungen wurden weitgehend vom BND abgedeckt. Die politische Rückendeckung hierfür erhielten sie hochkonspirativ von keinem geringeren als Franz Josef Strauß. Dieser war nicht nur Atomminister unter Konrad Adenauer, sondern ab 1956 auch Bundesverteidigungsminister, bevor er 1962 seinen Hut wegen der SPIEGEL-Affäre nehmen musste. Allerdings gelang es ihm dann 1966 noch einmal im Bundeskabinett eine gewichtige Rolle zu spielen, nämlich als Finanzminister, was gerne vergessen wird. Das blieb er dann bis 1969.

Als Gast durfte Strauß 1958 auch den israelischen Amtskollegen Shimon Peres in sein Privathaus in Zell am See begrüßen. Danach wurden Panzer und Militärfahrzeuge über Drittländer nach Israel verschifft. Es gab auch in dieser Hinsicht zahlreiche geheime Absprachen mit italienischen Politikern, wonach deutsche Panzer nach israelischen Bedürfnissen umgebaut wurden. Ein Teil dieser Absprache waren wohl die amerikanischen M-48 Panzer. In der Rüstungsfabrik von Breda sollten die Panzerkanonen gegen großkalibrige Kanonen ausgetauscht werden. Auch Frankreich spielte bei der Aufrüstung Israels eine große Rolle. Ich verweise auf Seymour Hersh´s hervorragendes Buch „Atommacht Israel“.

Heimlich wurden seitens der Bundesregierung Gelder für die Lieferung von Helikoptern und Flugzeugen an Frankreich gezahlt – damit es nicht gar so auffällt, von wem die militärische Hilfeleistung an Israel geleistet wird. Und immer mitten drin der BND. Das verstrickte Kontensystem mit Strohmännern und Geldwaschanlagen für solche Geschäfte kennt man ja bereits aus dem Fall Ruschewey und seiner Octogon Trust.

Wer sich für diese Geschäfte näher interessiert, kann sich den Artikel der Berliner Zeitung vom 08.01.2000, „Für die Sicherheit Israels kooperieren wir sogar mit dem Teufel“ von Shlomo Shpiro ansehen. Dort wird unter anderem auf eine Episode in Köln eingegangen, bei der Strauß in den 60er Jahren höchstpersönlich mit einer Limousine zur israelischen Botschaft gefahren ist und dem Mossad-Residenten eine Granate übergeben hat.

Blöderweise hatte Felfe, damals einer der engsten Mitarbeiter von Gehlen, das gesamte östliche Geheimdienstnetz des BND an den KGB verraten. Noch auffälliger war, dass ausgerechnet Wolfgang Langkau diesen Felfe hochgehen ließ. Den Tipp dürfte er wohl vom Mossad bekommen haben.

Mit den eigenen Leuten wird allerdings auch nicht zimperlich umgegangen, wenn man an den Fall denkt, bei dem deutsche Wissenschaftler die Ägypter bei ihrem Raketenprogramm unterstützt haben. Daraufhin beauftragte der Mossad ein spezielles Einsatzkommando mit Anschlägen auf diese Personen. Und der BND hielt seine Klappe, nicht einmal eine Vorwarnung an die betreffenden Personen gab es dazu.

Die „Jüdische Zeitung“ schrieb in ihrem Artikel „Gehlens Erben und die „Blaumeise“ über eines der geheimsten Rüstungsprogramme „Cerberus“. Auch hier gab es eine enge Kooperation zwischen dem BND und dem Mossad. Dabei ging es um die Entwicklung eines Radarstörsenders für die Tornados der Bundeswehr. Die Finanzmittel hierzu steuerte zumindest in den Anfangsjahren des Projekts die BRD bei. Dazu wurden Koffer voller Bargeld durch BND-Beamte nach Israel geschaffen.

Über CERBERUS und die enge Zusammenarbeit zwischen BND und Mossad berichtet auch Schmidt-Eenboom in seinem Buch „Der Schattenkrieger – Klaus Kinkel und der BND“. Demnach wollten auch die Chinesen an dem Programm partizipieren und Radar- sowie Funkaufklärung im Grenzgebirge Pamir gegen die Russen betreiben. Natürlich konnte da der BND nicht mehr „nein“ sagen, es ging ja schließlich um die Bekämpfung des Staatsfeind Nr. 1, den Roten Ivan.

Während der Mossad auf eine viel größere technische Erfahrung und Sprachkapazität, insbesondere der arabischen Sprachen blicken konnte, lieferten die Deutschen das Geld und die personelle Unterstützung. Dabei wurden BND- und BfV-Mitarbeiter in arabische Familien in Israel untergebracht, um ihre arabischen Sprachfähigkeiten zu verbessern. Ausgerechnet im Mai 1972 vor dem Olympia-Attentat fand eine internationale Konferenz von Terroristengruppen im Flüchtlingslager Badawi im Libanon statt, bei der auch RAF-Mitglieder teilnahmen. Hier stellt sich dann die Frage, ob auch Udo Albrecht und Willi Pohl dabei waren.

Als ob der Mossad nicht selbst genug über die Strukturen, Stärken und Schwächen der PLO, ihren nachbarlichen Hauptgegner, wissen würde, wurden aber auch der BND und das BfV darum gebeten, etwas Näheres über die Aktivitäten der PLO in Europa zu erfahren. Ein Zufall? Komischerweise wurde die Zusammenarbeit zwischen BND, BfV und Israel nach dem Olympia-Debakel weiter intensiviert. Eigentlich hätte man doch erwarten können, dass die Israelis zumindest inoffiziell eine Mordswut auf die Deutschen angesichts ihres kläglichen Versagens bei der Befreiung der israelischen Geiseln haben. Dabei rekrutierte der Mossad mit Einverständnis der Bundesregierung Informanten aus dem Milieu palästinensischer Studenten in Deutschland.

Langemanns Treffen mit Jean Violet
Während seiner Zeit im BND war Langemann für „Sondersachen“ Gehlens als leitender Operateur zuständig. In diesem Zusammenhang habe er nach eigenen Angaben Violet des Öfteren in seiner Pariser Wohnung zusammen mit seinem operativen Mitarbeiter Marchese de Mistura besucht.

So schrieb er in seinem Dossier an Dr. Georg Waltner: „Zwischen Violet und uns ist der „PI-NAY-Kreis“ zwar nie ausführlich erörtert worden. Indes habe ich ihm einmal im Auftrag Gehlens DM 30.000,– für diesen Zweck ausgehändigt. Die Berichterstattung zu diesem Komplex, zu dem auch der französische Staatsmann Poher zählt, lief im wesentlichen über die SVen Dr. Johannes Schauff und den verstorbenen Klaus DOHRN. Später gab mir der Parl. Staatssekretär im BK, Baron Guttenberg, persönlich den Auftrag, den dubiosen Violet (DN Veilchen) gegenspionagemäßig unter Wind zu nehmen. Daraus ist nichts geworden; aus Gründen, die nicht hierher gehören.“ (Quelle: Der Spiegel, Victory for Strauß)

Interessanterweise unterhielt die CSU nicht nur ihren eigenen privaten Geheimdienst mit Hans von Stauffenberg, sondern auch die Hanns-Seidel-Stiftung als der auswärtige verborgene Arm der CSU unter dem Vorsitz von Otto von Habsburg.

Von 1977 an erhielt die Hanns-Seidel-Stiftung Zuwendungen aus Steuergeldern von 1,9 Millionen DM bis 13 Millionen DM im Jahr 1980. Da wäre dann wieder die Frage zu stellen, für was konkret das Geld verwendet wurde – vielleicht für die Vorbereitung von Terroranschlägen und Finanzierung von diversen rechten Gruppen? Dann darf es vielleicht auch gar nicht weiter verwundern, dass sich besonders der CIA für die Konrad-Adenauer und die Hanns-Seidel-Stiftung interessierte.

So schrieb Hans Langemann in einem seiner Geheimberichte, dass General Jacquiere, Direktor von SDECE von 1962 bis 1966 72.000 Mark pro Jahr an Violet gezahlt hatte. Die gleiche Summe erhielt er im Übrigen auch von General Gehlen.

Erzherzog Otto von Habsburg und Coudenhove Kalgeri
Die ersten Maßnahmen zur Gründung der Europäischen Union wurden bereits 1922 mit der Gründung der Paneuropäischen Union (PEU) durch Graf Richard Coudenhove Kalergi eingeleitet. Er gründete auch gleichzeitig die Interparlamentarische Union, ein Diskussionsforum für Parlamentsmitglieder aus unterschiedlichen Ländern, die heute noch existiert.

An seiner Seite war auch der Erzherzog Otto von Habsburg, ältester Sohn von Karl, Kaiser von Österreich-Ungarn und vom Opus Dei favorisierter Kandidat als künftiger Monarch über ein vereintes katholisches Europa. Die CSU wurde von ihm gesponsert und Franz Josef Strauß wurde sein Protegé.

Von Habsburg gründete 1948 die CEDI (Zentral-Europäische Internationale Dokumentation), die sich dafür einsetzen, Spanien unter Francos Diktatur aus seiner Isolation innerhalb Europa herauszulösen. Dafür wurden ab 1952 jährliche Kongresse in Madrid abgehalten mit Ausnahme von 1957; da fand der Kongress in München statt.

Alfredo Sanchez Bella
Mitbegründer der CEDI war der zukünftige spanische Diplomat und Minister für Informationen und Tourismus an Francos Seite, Alfredo Sanchez Bella. Er wurde später zu eine der Schlüsselfiguren im Cercle Pinay Komplex. Darüber hinaus war er der Berater des Direktors der UBS, Philippe de Weck.

Josef Retinger
Im Hintergrund der europäischen Nachkriegspolitik agierte der im Exil lebende Pole Dr. Joseph Retinger. Er war mit seinen Kampagnen maßgeblich für die Gründung des Europäischen Rates in Straßburg, für die vom CIA unterstützte Europäische Bewegung als scheinbare Rivalin zur PEU sowie der europäischen Jugendkampagne und vielen anderen geheimen Gruppierungen wie der Bilderberger verantwortlich. Die Unterstützung seitens des CIA erfolgte über das Amerikanische Komitee für ein Vereinigtes Europa (ACUE), in der vier Topmänner aus der CIA aufgelistet waren: Bill Donovan, General Walter Bedell Smith, Allen Dulles und Thomas Braden.

Thomas Braden wiederum gründete am 24. und 25.06.1950 in der Westberliner Konferenz den Kongress für kulturelle Freiheit (CCF), ausgerechnet in der Zeit, in der der Koreakrieg ausbrach und die Nordkoreaner ihren Nachbarn in Südkorea angriffen. Dieser CCF warb dann 1964 auch Brian Crozier an als Medienvertreter für die westlichen Geheimdienste.

Antoine Pinay und Die Bilderberger
Am 25.09.1952 trafen zum ersten Mal zahlreiche Staatsmänner und Würdenträger zusammen, darunter Prinz Bernhard von den Niederlanden, der neue Premierminister von Frankreich Antoine Pinay, begleitet von Guy Mollet, der belgische Auslandsminister Paul Van Zeeland, der italienische Premierminister Alcide de Gasperi sowie CIA-Direktor General Bedell Smith, um ein neues Forum zu bilden.

Im Mai 1954 fand dann im Hotel De Bilderberg in Oosterbeek in der Nähe der holländischen Stadt Arnhem, diese internationale Gruppe von Entscheidungsmachern zusammen und wurden von da ab die Bilderberger genannt.

Antoine Pinay, stets von der Notwendigkeit einer deutsch-französischen Aussöhnung überzeugt, baute ein Netzwerk von Kontakten auf, das später als der Cercle Pinay als feststehender Begriff bekannt wurde. Über die Bilderberger fielen ihm diese Kontakte zu einflussreichen Topmännern der internationalen Weltpolitik und Wirtschaft besonders leicht. Sein Mann an der rechten Seite war Jean Violet, ein Pariser Rechtsanwalt, der über Pinay gute Kontakte zum damaligen Chef des französischen Sicherheitsdienst SDECE, Pierre Boursicot unterhielt. Auch mit den Nachfolgern konnte er bis in die 70er Jahre gutes Einvernehmen erzielen. Später arbeitete er auch eng mit Brian Crozier vom Cercle zusammen.

Antoine Pinay war maßgeblich an den Pariser Verträgen zur Errichtung der Europäischen Union und der Bonner Vereinbarung von 1952 beteiligt, die letztendlich die volle Souveränität Westdeutschlands im Mai 1955 gewährleistet und die westliche Europäische Union als Verteidigungsbündnis.

Dies führte wiederum im März 1957 zu den unterzeichneten Verträgen hinsichtlich Euratom und dem gemeinsamen Europäischen Markt, später die Gründung der EWG am 01.01.1958.

In den Jahren 1957 bis 1963 gab es immer wieder geheime Treffen zwischen Pinay und dem damaligen Kanzler Konrad Adenau sowie seinem Koalitionspartner Franz Josef Strauß, die schließlich zum Deutsch-Französischen Vertrag im Januar 1963 führten.

Pater Yves Marc Dubois, Vatikans Geheimdienst
Ein weiterer Gefährte von Violet in Bezug auf die Zusammenarbeit mit dem SDECE war Pater Yves Marc Dubois, welcher nach Einschätzungen des SDECE Kopf des vatikanischen Geheimdienstes war. Zusammen mit Dubois war er Mitte der 50er Jahre in der UN aktiv und ihre Aufgabe bestand darin, die 20 Staaten von Südamerika als Block gegen die UN-Verurteilung der französischen Algerienpolitik zu gewinnen.

Eine weitere Operation fand in Osteuropa unter SDECE-Chef General Grossin statt. Sie bekamen eine halbe Millionen Franc pro Monat, um hinter dem Eisernen Vorhang die Kirche des Schweigens, ein katholisches Netzwerk, aufzubauen, vor allem in Polen, der Tschechoslowakei, Ungarn und Rumänien.

Franz Josef Strauß und Antoine Pinay
Von 1955 bis 1956 diente Strauß im Kabinett Adenauers als Minister für Atomkraft und dann 1956 bis 1962 als Bundesverteidigungsminister.

Nach dem Tod des CSU-Vorsitzenden Hanns Seidel im Jahr 1961 übernahm Strauß den Vorsitz bis zu seinem Tod im Oktober 1988.

Von 1966 bis 1969 war er dann unter der großen Koalition von CDU/CSU und SPD Bundesfinanzminister. 1978 kehrte er zur Regionalpolitik zurück und wurde bayerischer Ministerpräsident.

Trotz der zahlreichen Unterstützung durch den Cercle scheiterte Strauß jedoch bei seiner Kandidatur als Bundeskanzler im Jahr 1980. Und hier stellt sich dann die Gretchenfrage, wieso das passieren konnte. Angesichts der starken Verbindungen, die Strauß auf der internationalen Plattform sein Eigen nennen konnte, hätte normalerweise nicht schiefgehen können. Bei Präsident Ronald Reagan und Margret Thatcher hatte es doch auch geklappt.

Strauß selbst beschrieb in seinen Memoiren die enge Verbindung zu Antoine Pinay. Strauß war auch seit September 1955 (Bilderbergerkonferenz in Garmisch-Partenkirchen) regelmäßig bei den Bilderbergertreffen dabei gewesen.

Eine bezeichnende Kooperation zwischen Strauß und Violet gab es auf dem Gebiet der Deutsch-Französischen Beziehung 1964, als Violet hohe Summen aus Reparationsforderungen gegen die Deutschen präsentierte, die aufgrund von Metalllierungen der Franzosen an die Deutschen aus der Zeit der Besetzung entstanden seien. Strauß riet damals der deutschen Regierung im Sinne der deutsch-französischen Beziehungen die Forderungen an Frankreich zu bezahlen. Im Zuge der Verhandlungen stellte sich jedoch heraus, dass die von Violet vorgelegten Dokumente eine Fälschung waren, sodass der Schwindel rechtzeitig aufflog.

Strauß selbst unterstützte finanziell auch spanische Extremisten wie Manuel Fraga Iribarne, Federico Silva Munoz und Martinez Esteruelas für eine mögliche Machtübernahme nach Francos Tod im Jahr 1975.

Geheimdienste unter sich
Von 1955 an hielt Colonel Antoine Bonnemaison von SDECE regelmäßig informelle Meetings abwechselnd in Frankreich und Deutschland ab, die hochrangige Veteranen der Geheimdienste aus den Ländern Holland, Frankreich und Deutschland zusammenbrachte.

Der Kreis wurde um Italien, Schweiz und Belgien 1957 und 1959 um England erweitert. So erschien zum ersten Mal Brian Crozier auf der Bildfläche. Er war Journalist und wurde von der Presseagentur Reuters, die enge Beziehungen zum MI6 hat, 1943 angeworben. In den Jahren 1952 bis 1954 war er als Korrespondent von Reuters in Südostasien unterwegs und berichtete über die Konflikte in Vietnam und Malaysia. In Saigon traf er auf den MI6-Angehörigen Ronald Lincoln und so begann seine langjährige Karriere als MI6-Agent. Sein Verbindungsführer war Ronald Franks.

An den von Bonnemaison organisierten Meetings nahm die deutsche Delegation in Person von General Foertsch, BND-Vizepräsident und Professor Hans Lades sowie Dr. C.D. Kernig, beide Spezialisten auf dem Gebiet des Kommunismus im allgemeinen und ganz besonders in Ostdeutschland, teil.

Ähnlich zu Bonnemaison´s Meetings wurde in Deutschland die „Deutsche Vereinigung für Ost-West-Beziehungen“ in München, in der Nähe des BND gegründet, dem Lades und Kernig angehörten.

Sie gehörten daneben dem Verein zur Erforschung sozial-politischer Verhältnisse im Ausland an, ebenfalls mit Sitz in München. Dr. Norman von Grote stieß als Gründungsmitglied der INTERDOC (International Documentation and Information Centre, Direktor war C.C. Van den Heuvel ) 1963 zur Gruppe; während seiner Zeit in der Wehrmacht betreute er den russischen General Vlassov mit seiner Armee von Nazi-Kollaborateuren (NTS).

Neben von Grote sind als Gründungsmitglieder der INTERDOC auch die Holländer Lous Einthoven und Herman Jan Rijks, Charles H- Ellis vom MI6 und ASIO (Australian Security Intelligence Organisation), Walter Bell (MI5), Professor Luigi Gedda (italienischer Agent der CIA und des Vatikans) sowie Dr. J.M. Hornix zu nennen.

1955 hat die CIA die Gesellschaft zum Studium menschlicher Wirtschaft, später 1961 dann umbenannt in Human Ecology Fund, gegründet, über dessen Kanal das MK-Ultra-Programm finanziert wurde.

Eine weitere Schlüsselperson in diesem Gefüge ist Georges Albertini, der sich als Korrespondent für die SDECE sowie als inoffizieller Berater von Georges Pompidou und später auch Jacques Chirac verdient gemacht hatte. Er baute ebenfalls ein weitreichendes internationales Netzwerk von Informanten und Helfern auf. Daneben gab er die Publikation „Est-Quest“ heraus.

Zum Cercle-Pinay Geheimdienst-Komplex stießen ab 1976 Franz Josef Bach, Dr. Richard Jäger, Vizebundestagspräsident und Dr. Fritz Pirkl, Vorsitzender der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung sowie der Kölner Major-General Heinz Hückelheim, Angehöriger des MAD, dazu. Letzterer hatte auch einige interessante Verbindungen zum Gladio-Netzwerk; er war der deutsche Partner von Andre Moyen.

Karl-Friedrich Grau und die Parteifinanzierung
Karl-Friedrich Grau, bis 1975 Bundessekretär der PEU in Deutschland, agierte als Mittelsmann für illegale Spendengelder an die CDU und CSU. Seine erste Gruppe in diesem Kontext war die Studiengesellschaft für staatspolitische Öffentlichkeitsarbeit, 1958 in Frankfurt gegründet zusammen mit CDU-Parteimitglied Dr. Walter Höres. Sie war eine der bedeutendsten Organisation zum Streuen von Desinformationen in den 70er Jahren. Sein Schweizer Pendant war Dr. Peter Sager, Gründer des Schweizer Ost-Instituts in Bern. Zusammen gründeten sie die Schweizerisch-Deutsche Gesellschaft für Ostforschung. Sagers Partner Heinz Luginbühl war hier vertreten.

Neben dieser Studiengesellschaft für staatspolitische Öffentlichkeitsarbeit gründete Grau am 09.04.1962 in Köln die in Hamburg ansässige Staats- und Wirtschaftspolitische Gesellschaft. Es folgte dann 1971 die in Interlaken, Schweiz gegründete Internationale Studiengesellschaft für Politik (ISP).

General Giovanni De Lorenzo, Gladio und Aginter Press
General Giovanni De Lorenzo, vormals Chef des italienischen Sicherheitsdienst SIFAR, Vorgängerin der SID, und dann Kommandant der Carabiniere baute die Vorläuferarmee im Rahmen der Operation Gladio auf, als die Kommunisten 1963 25% der Stimmen erhielten und ins Parlament einzogen.

Mit Plan Solo wollte er bereits 1964 Premierminister Aldo Moro umbringen und ihn von einem Hardliner des rechten Flügels, die Christlichen Demokraten, ersetzen. Der Plan wurde im letzten Moment abgeblasen, als die Sozialisten und Christdemokraten koalierten.

De Lorenzo rief das Alberto Pollio Institut ins Leben, das im Parco di Principi-Hotel vom 03. bis 05.05.1965 eine Konferenz abhielt, an dem viele aus der Elite des italienischen Militärs und der extremen Rechte teilnahmen, darunter auch Stefano delle Chiaie, Vorsitzender der Avanguardia Nazionale (AN). Die AN erhielt finanzielle Unterstützung durch den prominenten Industriellen und Banker Carol Pesenti. Neben Delle Chiaie sind noch die AN-Militanten Franco Freda, Giovanni Ventura und Guido Giannettini, Journalist und SIFAR-Informant.

Im September 1966 wurde die Aginter Press gegründet, die im Schutze von Portugals Diktator Salazar ihren Sitz in Lissabon aufschlug. Die Leitung übernahm Yves Guerin-Serac.

In enger Zusammenarbeit mit der Policia Internacional e de Defesa do Estado (PIDE), Salazars Sicherheitsdienst, baute die Aginter Press einen eigenen Geheimdienst auf, der mit der CIA, dem BND, dem spanischen DGS, der südafrikanischen BOSS und der griechischen KYP vernetzt war.

Eine andere Abteilung der Aginter Press war für die Rekrutierung von Terroristen und Auftragskillern zuständig, einer der wichtigsten Kontaktmänner hierfür war Stefano Delle Chiaie. Er war es im Übrigen auch, der 1981 im Zuge des Irangates zwischen den Israelis sowie den USA mit Khomeinis Schwiegersohn Sadegh Tabatabai verhandelte. Oliver North hingegen verhandelte im Gegenzug mit dem Waffenschieber und Geldwäscher der PLO, Monzar al-Kassar.

Al Kassar ist im Übrigen mit dem syrischen Geheimdienst-Chef verschwägert. Monzar hat jedenfalls Waffen aus den kommunistischen Ländern an die Contras geliefert und Jens Kröger vermutet, dass er im Gegenzug den Kommunisten Informationen über die Contras gegeben hat.

Eine dritte Abteilung der Aginter Press beschäftigte sich mit psychologischen Operationen und die vierte Abteilung, Ordre et Tradition, händelte das internationale faschistische Netzwerk mit einem geheimen paramilitärischen Flügel, der Organisation Armee contre le Communisme International.

Das britische Information Research Department (IRD) und andere geheimdienstliche Presseplattformen
Das britische Auslandsbüro hatte 1948 die verdeckte Propaganda- und Desinformationseinheit Information Research Department (IRD) aufgebaut mit insgesamt 400 Beschäftigten. Es war ein Netzwerk von Presseagenturen, das als Vorbild für die CIA zur verborgenen Medienmanipulation wurde und so zur Gründung des Forum World Features (FWF) im Jahr 1965 führte.

In Hochzeiten gab dieses Forum weltweit 150 verschiedene Zeitschriften, Magazine und Zeitungen heraus. Den Posten als Direktor des FWF übernahm Brian Crozier unter der Kontrolle von zwei CIA-Offizieren, Michael Josselson und Charles Johnson. Finanziert wurde das Ganze über den Millionär John Hay Whitney über seine „Kern House Enterprises“. Whitney war auch US-Botschafter in Großbritannien und wurde dann Herausgeber der „International Herald Tribune“.

Neben John Hay Whitney finanzierten diverse Ölfirmen wie BP, Richard Mellon Scaife´s Gulf Oil und Shell sowohl den FWF als auch Crozier´s Institute for the Study of Conflict. Die britische IRD beteiligte sich ebenso daran.

Über Sir Peter Wilkinson wurden weitere Mäzene, Unterstützer und Mitarbeiter aus Militär, Geheimdiensten, Banken, Presse und Industrie angeworben. Daneben gewann die ISC auch die politische Unterstützung über den Monday Club, eine radikale Gruppe innerhalb der Konservativen Partei, von denen einige Geheimdienstveteranen Mitglieder waren. Hier wäre Sir John Biggs-Davison zu nennen, der zusammen mit anderen Verteidigern der Südafrika- und Rhodesienpolitik gegen die neue Dekolonisierungspolitik unter dem Premierminister Harold Macmillan opponierte. Winston Churchill gehörte ebenfalls dazu wie Lord Julian Amery und Sir Stephen Hastings.

Der Belgier Florimond Damman
Der Belgier Florimond Damman war ein enger Freund von Otto von Habsburg und Mittelsmann zwischen den internationalen Netzwerken PEU, CEDI und WACL. Zusammen mit Vittorio Pons, Paul Vankerkhoven und Baron Bernard de Marcken de Merken baute er das Westeuropäische Netzwerk auf. Er veranstaltete Banketts wie das Grand Charlemagne Dinner, um Repräsentanten und Persönlichkeiten der PEU zusammenzubringen. Diese Banketts fanden in Brüssel und Aachen statt. In diesem Kontext bildete sich die Anti-Bolshevik Block of Nations (ABN), eine antikommunistische Gruppierung hauptsächlich bestehend aus Exil-Ukrainer. Diese wurde vom CIA und BND sowie der CSU unter Strauß finanziert und hatte ihren Sitz in München.

Eine weitere Gruppe war die „Academie Europeenne des Sciences Politiques“ (AESP). Diese AESP führte dann auch die Tradition der Bankette weiter.

Mit dem Tod von Kalergi am 27.07.1972 war der Weg für Otto von Habsburg frei zum Präsident aller drei Organisationen, der PEU, CEDI und der AESP. Erzherzog Otto von Habsburg hatte im Übrigen auch seinen Wohnsitz in Pöcking am Starnberger See, in dem sich 1960 der Mord von Dr. Otto Praun und Elfriede Kloo zutrug. Zu der AESP stieß auch der deutsche CDU-Politiker Hans-Joachim von Merkatz und Dumont du Voitel, ein Vorstandsmitglied der deutschen PEU-Sektion.

Die Italiener Ivan Matteo Lombardo und Carlo Pesenti
An dieser Stelle wäre noch ein Industrieller aus der Textilbranche zu nennen, der auch Direktor von mehreren amerikanischen Unternehmen in Italien war – Ivan-Matteo Lombardo.

Er gründete die rechtslastige PSLI (später PSDI). Mit Unterstützung der CIA wurde er in Italien Minister für Industrie, Kommerz und Auslandshandel. Später wurde er italienischer Botschafter in Washington. Als Präsident der „Comitato per la Liberta d´Europa“, die italienische Branche des Europäischen Freiheitsrates (EFC) hatte er zusammen mit der ABN sein Büro in München in der Zeppelinstraße.

Wichtigster Finanzier des Cercle Pinay Komplexes und delle Chiaie´s Avangurardia Nazionale war der Großunternehmer Carlo Pesenti, Eigentümer des größten industriellen Konglomerats in Italien, der Italcementi. Er expandierte mit einer Finanzholdingfirma namens Italmobiliare, die wiederum im Bereich der Bankgeschäften, Versicherungsunternehmen und Zeitungen tätig war. Zusammen mit Michele Sindona und Roberto Calvi war er der dritte Mann, der die Strippen im Hintergrund für die finanziellen Angelegenheiten des Vatikans zog.

Als Georges Pompidou im Juni 1969 die Wahl zum französischen Premierminister gewann, sah es zunächst aus, als ob man die Macht des Cercles weiterausbauen konnte, aber Pompidou schnitt abrupt Jean Violet´s gute Kontakte zum französischen SDECE ab, indem er als neuen SDECE-Chef Alexandre Comte de Marenches einsetzte; der wiederum war nicht länger bereit für Violet´s enorme Kosten verschlingende Operationen zu zahlen.

Hans Graf Huyn und die Deutschlandstiftung
Ein weiterer wichtiger Gast bei dem im Januar 1973 veranstalteten Bankett war der ehemalige deutsche Diplomat Hans Graf Huyn, der zu dieser Zeit als Berater für Auslandspolitik Strauß zur Seite stand bis er sich 1976 selbst in den Bundestag für die CSU wählen ließ. Zusammen mit seinem Counterpart der CDU, Dr. Werner Marx war er der Hauptsprecher für Auslands- und Verteidigungspolitik. Er wurde ein zentraler Verbindungsmann für den Cercle in Deutschland.

Zusammen mit Grau arbeitete Huyn in der Deutschland-Stiftung, gegründet 1966 in München und Plattform für viele deutsche rechtsgerichtete Politiker. Gründer dieser Stiftung war Professor Georg Stadmüller, ein Experte auf dem Gebiet Osteuropa zu Hitlers Zeiten. Grau war der Vizepräsident und Merkatz erhielt einen Ehrensitz.

Daneben war Professor Freiherr Bolko von Richthofen sowie Brigade-General Heinz Karst Mitglieder. Von Richthofen musste jedoch 1972 die Stiftung verlassen, nachdem bekannt wurde, dass er heimlich die NPD unterstützte. Im von der Deutschland-Stiftung herausgegebenen Zeitschrift „Deutschland-Magazin“ wurde die Behauptung aufgestellt, dass der deutsche Minister Horst Ehmke heimlich Kontakte zum tschechischen Geheimdienst pflegt; diese Behauptung musste dann wieder zurückgenommen werden.

Von 1977 bis 1994 war Gerhard Löwenthal Präsident der Deutschland-Stiftung. Er war der Sohn eines jüdischen Geschäftsmanns, der die Gefangenschaft im Konzentrationslager Sachsenhausen überlebte, sich aber nach der Besetzung der Russen in Ostberlin radikalisierte, sodass er der PEU 1947 beitrat. Er wurde 1951 Vizedirektor des Senders RIAS und wechselte dann 1954 zum Sender Freies Berlin. 1963 kam er zum ZDF als Auslandskorrespondent für Europa und wurde Chef des Büros in Brüssel. Von 1969 bis 1987 moderierte er die Sendung „ZDF Magazin“. Er selbst stand Franz Josef Strauß politisch und persönlich sehr nah. Er pflegte auch gute Kontakte zum BND, insbesondere mit Gerhard Wessel, Gehlens Vizepräsident und von 1968 bis 1978 selbst Präsident des BND. Löwenthal wurde des Öfteren in die Pullacher Zentrale eingeladen. 1973 gründete er die Freie Gesellschaft zur Förderung der Freundschaft mit den Völkern der Tschechoslowakei; an seiner Seite waren nicht nur Graf Hans Huyn, sondern auch Ludek Pachmann und Walter Becher.

Pachmann war Tscheche, Schachmeister und lebte im Exil. Walter Becher kam aus dem Sudetenland, war in Hitlers NSDAP und wurde später Abgeordneter des Bundestages. 1967 trat er der CSU bei und blieb dort bis 1980 im Bundestag. Bis zu seinem Tod im Jahr 2005 wohnte er in Pullach.

Zu dieser Runde gesellte sich noch Jaroslyv Pechacek und Rainer Gepperth, Direktor der internationalen Abteilung der Hanns-Seidel-Stiftung. Die Verbindungen setzten sich in Cornelia Gerstenmaier und ihrer 1972 in Frankfurt gegründeten Internationale Gesellschaft für Menschenrechte fort.

Die Konzentration Demokratischer Kräfte (KDK) war ebenfalls ein Produkt von Löwenthal zusammen mit Dr. Lothar Bossle und eng verstrickt in die deutschen Operationen. An dieser Stelle sei auch der von 1969 bis 1981 amtierende Direktor der Hamburger Außenstelle des BfV, Hans Josef Horchem zu nennen.

Die britische National Association for Freedom (NAFF)
Kurz nachdem die CIA ihr FWF (Forum World Features) geschlossen hatte, fand im Mai 1975 ein Treffen in Ditchley Park statt, an dem Richard Nixon, Henry Kissinger, Papst Paul VI, Manuel Fraga Iribarne, Franz Josef Strauß, Giulio Andreotti und Prinz Bernhard von Holland teilnahmen. Anlass war die Krise bezüglich der drohenden Veröffentlichung zum vom CIA gesponserten FWF und deren Schließung. Hier fasste man den Entschluss, eine neue internationale Allianz der britischen Rechten zu gründen, den National Association for Freedom (NAFF).

Bis Mitte 1977 zählte die NAFF bereits 30.000 Mitglieder. Direktor der NAFF und erster Herausgeber des Bulletin „The Free Nation“ war Robert Moss. Er avancierte zu Thatchers bevorzugtem Redenschreiber. Er war es auch, der den Begriff „Iron Lady“ salonfähig machte. Crozier saß ebenfalls im Vorstand der NAFF.

Antonio de Spinola und die Waffenfirma Merex
Franz Josef Strauß war derjenige, der den portugiesischen General Antonio de Spinola im August 1976 mit einem auf der internationalen Weltbühne der Finanzen bestens vertrauten Mann bekannt machte, Hermann Josef Abs, früherer Chef der Deutschen Bank und enger Berater vom damaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer. Er saß im Vorstand der I.G. Farben und diskutierte über den Einsatz von Sklavenarbeiter aus dem Konzentrationslager Ausschwitz in einer Gummifabrik. Nebenbei war er ein Partner von Josef Retinger und Gründungsmitglied der Bilderberger.

Nach diesem Treffen reiste Spinola nach Paris weiter, wo er einen Repräsentaten des früheren SS-Mann und Kollegen von Otto Skorzeny, Gerhard Mertens traf, mittlerweile Eigentümer der Waffenfirma Merex, um einen Putsch in Portugal vorzubereiten, der jedoch durch die Enthüllungen von Günther Walfraff scheiterte.

Merex selbst unterhielt enge Geschäftsbeziehungen mit dem BND, besser gesagt, sie war eine Tarnfirma des BND unter Führung von Klaus Barbie bis 1966. Zusammen mit Hans-Ulrich Rudel, einer Galionsfigur der bundesdeutschen Neonazi-Szene wickelte Mertens, und Barbie Waffengeschäfte mit Südamerika ab, wo auch Joachim Fiebelkorn aktiv war. Das Bonner Waffenunternehmen MEREX stand auch in Beziehung zur Firma „La Estrella“, die wiederum von Friedrich Schwend, Hans-Ulrich Rudel und Klaus Barbie gegründet wurde. Das wiederum kann als eindeutiges Indiz dafür gewertet werden, dass es zwischen dem BND und den NS-Kadern in Südamerika eine enge Zusammenarbeit gegeben hat.

Das Brüsewitz-Zentrum
1977 wurde das Brüsewitz Zentrum als Teil des im gleichen Jahr gegründeten Christlich-Europäischen Studienwerks gegründet, eine christliche Gruppierung, die sich vorgeblich zum Ziel machte, Menschenrechtsverletzungen und die Unterdrückung der Freiheit durch die DDR publik zu machen. Den Vorsitz hatte Walburga von Habsburg, Tochter von Otto von Habsburg. Im Vorstand tauchten zum Beispiel auch Hans Filbinger auf, einer der Gründungsmitglieder der Ludwig-Frank-Stiftung, ebenfalls mit Sitz in München.

Heinrich Aigner, CSU-Abgeordneter im Bundestag von 1957 bis 1980, ist ebenfalls im Personalboard des Brüsewitz-Zentrums genannt genauso wie Dr. Lothar Bossle, eine Kontaktperson der deutschen Gruppe in Chile, Colonia Dignidad, die mit dem chilenischen Geheimdienst DINA in Verbindung steht.

Bossle wurde später Präsident des Institut für Demokratieforschung. Bossle pflegte auch intensiven Kontakt mit dem prominenten CDU-Bundestagsabgeordneten Heinrich Lummer, später ebenfalls Mitglied im Brüsewitz-Zentrum, dessen zahlreiche Libyen-Reisen vom BND finanziert wurden.

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Hans Hugo Klein, bereits Mitglied der Deutschland-Stiftung und der Bilderberg-Gruppe , erschien ebenso wie Professor Nikolaus Lobkowicz, ehemaliger Präsident der Münchner Universität und später Präsident der Katholischen Universität in Eichstätt bei München.

Das Institut für Demokratieforschung (IfD)
Dem IfD (Institut für Demokratieforschung) gehörten der Generalmajor Gerd Helmut Komossa vom MAD, Prof. Dieter Blumenwitz, Professor für Internationales und Verfassungsrecht an der Universität Würzburg sowie Dr. Günter Rohrmoser an.

(Quelle „Rogue Agents – The Cercle Pinay complex 1951 – 1991“ von David Teacher )

Die Movimento Sociale Italiano (MSI) und die CSU-geführte Hanns-Seidel-Stiftung
In der Internetpublikation Bedenken/001: Faschisierungsprozesse im Schatten der EU von Gerhard Feldbauer vom 15.10.2011 kann man u.a. folgendes erfahren, dass eine Delegation der MSI an der Spitze mit Sivlio Berlusconi im April 1979 am Bundeskongress der Habsburgischen PEU in Wiesbaden teilgenommen hat und dort auf den Vizepräsidenten der PEU, Alfons Goppel traf. Es ging darum, das „Netz linksradikaler Systemveränderer“ auszuschalten, was immer das heißen mag.

Jedenfalls unterhielt die MSI zur CSU-gehörigen Hanns-Seidel-Stiftung gute Beziehungen, die wiederum in 76 Ländern Büros, darunter auch Rom etablierte und Kontakte zur Militärjunta Pinochets, zu anderen diktatorischen Regimes in Südamerika und zu den Rassisten in Südafrika pflegte. Bindeglied zwischen der MSI und Deutschland war die von der bekannten italienischen Terrorgröße Pino Rauti initiierte „Italienisch-Deutsche-Freundschaftsgesellschaft“. Die Leitung hatte in den 60er Jahren der berüchtigte Terrorist Giovanni Venture übernommen. 1979 wurde Venture in Abwesenheit wegen Teilnahme an dem Bombenanschlag auf die Mailänder Landwirtschaftsbank auf der Piazza Fontana zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt, denn er konnte vorher noch nach Bad Tölz fliehen, von wo aus er schließlich außer Landes gebracht wurde.

Über Reinhard Gehlen bekam die MSI auch Kontakt zum Chef des italienischen Geheimdienst SID, General Vito Miceli. Wie gut die Beziehungen nicht nur zwischen MSI und der Hanns-Seidel-Stiftung, sondern auch zwischen MSI und BND waren, zeigt ein Vorfall, bei dem Rauti zusammen mit dem Terroristenführer und CIA-Agenten Guido Giannettini im Herbst 1969 an einem Lehrgang für psychologische Kriegsführung an der Bundeswehrschule in Euskirchen teilnehmen konnte. Im Programm war auch die Besichtigung des zum damaligen Zeitpunkt noch streng geheimen gehaltenen Panzertyps „Leopard“

Der frühere SS-Standartenführer Otto Skorzeny, der in Padua und Bari Büros unterhielt, fädelte diverse Waffenlieferungen an die italienischen Faschisten ein. So enthüllte die UNITA am 28.12.1974, dass die Versorgung der italienischen Faschisten mit Waffen aus der BRD schon seit Jahren gängige Praxis wäre und wunderte sich umso mehr, dass derartige Transporte in der BRD noch nie aufgeflogen seien.

Der BND und sein Verhältnis zum italienischen SISMI und SISDE
Das Verhältnis zwischen BND und den italienischem Geheimdienst SISMI sowie militärischen Geheimdienst SISDE wird u.a. auch von Schmidt-Eenboom in seinem Buch „Der Schattenkrieger – Klaus Kinkel und der BND“ beschrieben. Die Beziehungen waren offensichtlich für den BND deswegen so wichtig, weil die Standorte der beiden italienischen Geheimdienste in Rom und damit im Zentrum des Vatikans für Informationsbeschaffung lagen. Daneben richtete sich das Interesse auch auf die Abschöpfung der osteuropäischen Emigrantenszene. Nach dem Fall Felfe war es höchste Zeit, wieder ein undurchsichtiges Netz an Informanten und Quellen innerhalb des russischen Reichs zu spinnen. Insofern gab es auch einen regen Agententausch zwischen BND und SISMI/SISDE

Ein gutes Verhältnis bestand vor allem zum SISMI-Chef Giovanni Santovito, der 1981 wegen des Bekanntwerdens seiner Verbindung zur Loge P2 abgelöst wurde. Aber das tat dem guten Verhältnis keinen Abbruch, denn mit seinem Nachfolger Ninetto Lugaresi verstand sich der damalige BND-Präsident Kinkel noch besser. So durfte Kinkel bei seinen Dienstreisen den Militärflughafen bei Rom für Zwischenlandungen nutzen.

Die syrischen Waffenhändler Mundhir el Kassar und Adnan Kaschoggi
Kommen wir auf Mundhir el-Kassar und dem Waffenhändler Adnan Kaschoggi zu sprechen.

Als ehrbarer Geschäftsmann residiert Mundhir el-Kassar in Marbella, Die Polizei aber hält den Syrer für den Herrscher über ein „kriminelles Imperium“. Spanische Ermittler beobachteten im Sommer 1985 in einem indischen Restaurant in Marbella einen Streit zwischen dem Waffenhändler Adnan Kaschoggi und Mundhir el-Kassar. Es ging um eine Yacht, die el-Kasser von Kaschoggi für 20 Millionen Dollar abkaufen wollte. Ob es sich hierbei um einen fingierten Streit handelte, weil die beiden wussten, dass sie ins Fadenkreuz der Ermittler kamen, bleibt an dieser Stelle erst mal dahingestellt. Ein Ex-Geheimdienstmann namens Rolf Ackermann hatte unter dem Pseudonym Manfred Morstein in seinem Buch „Pate des Terrors“ el-Kassar bereits als den Paten des Terrors bezeichnet. Bis dahin galt Kashoggi als größter Waffenhändler, dem Rang scheint ihm aber nun el-Kassar abgelaufen zu haben.

Pfingsten 1988 wurde el-Kasser am Grenzübergang Bad Reichenhall von den Deutschen beim Versuch festgenommen, mit falschem Pass die Grenze nach Österreich zu passieren. In seiner Aktentasche hatte er zahlreiche Papiere mitgeführt, darunter ein Telex vom 24.03.1988 an den britischen Waffenhändler Alan Main, Inhaber der Firma „Creative Resources Associated“. Es ging um die Lieferung von 200 russischen Panzern des Typs T 72 an den Iran mit einem Auftragsvolumen von 232 Millionen Dollar.

1984, so Morstein, hätte man el-Kassar im Genfer Hotel Noga Hilton belauscht, als er mit Geschäftsfreunden über den Verkauf von amerikanischen Phoenix-Aim-54C-Raketen an den Iran verhandelte.

Zusätzlich kam der Waffenhändler in Österreich im Zusammenhang mit einer ungesetzlichen Kanonenlieferung der staatlichen Waffenfirma „Noricum“ an den Iran als „Schlüsselfigur“ ins Gerede. Er soll das von zwei Ministerien gutgeheißene Projekt mit der Beschaffung falscher Endverbraucher-Zertifikate erst ermöglicht haben.

(Quelle: Spiegel vom 01.05.1989 „Ich bin Geschäftsmann, nicht Soldat“)

Ebenso war er im Iran-Contra-Skandal verwickelt. In diesem Zusammenhang empfehle ich das leider nur in englischer Sprache verfügbare Buch von Ari Ben-Menasche „Profits of War.

Kassar soll in dieser Zeit mehr als 300 Tonnen Waffen von seiner damaligen Wiener Import-Export-Firma Alkastronic aus über die Flughäfen Prag und Warschau nach Mittelamerika umgeleitet haben. Dabei spielt auch seine Geschäftsverbindung zur polnischen Staatshandelsfirma Cenzin eine Rolle, die, ähnlich wie das bulgarische Gegenstück KINTEX vom Geheimdienst kontrolliert wird und dem Export von Ostblock-Waffen dienen soll. Zwei Polen, Angestellte der Firma Cenzin, waren lange Zeit als Geschäftsführer der Alkastronic in der Wiener Zelinkagasse eingesetzt. Nach Morstein alias Rolf Ackermann sollen es aberAgenten des polnischen Geheimdienstes gewesen sein.

Kashoggi hatte diese Beziehungen speziell zum Ostblock nie aufbauen können. Das war offensichtlich Mundhir el-Kassars Vorzug.

Und damit kommen wir zur nächsten Parallele im Fall Lucona, der so schön von Hans Pretterebener aufgedeckt wurde. El-Kassar hatte nämlich auch gute Beziehungen zu dem damaligen österreichischen Außenminister Leopold Gratz (SPÖ) und dessen Spezi Udo Proksch gepflegt, Ost-Spion und zu der Zeit stolzer Demel-Besitzer und Club 45-Betreiber.

Proksch hatte damals den Schweizer Erwin Egger in seine Lucona-Geschichte mithineingezogen. Damit er auch für seine Dienste, die er im Betrugsfall der „Lucona“ leistete, bezahlt werden konnte (Proksch war ja immer notorisch pleite), wurde er in den illegalen Waffenhandel einbezogen. Im Mai 1986 bestellte Erwin Egger beim Pariser Hersteller 983 Zeitzünder der Marke SCA-7, was der Firma verdächtig vorkam und sie deswegen den Staatsschutz einschaltete. Als der Besteller aus Österreich die Waren am 22.05.1986 abholen wollte, nahmen ihn französische Polizisten fest.

Egger erzählte daraufhin den Franzosen, dass er nur Zwischenhändler und sein Auftraggeber der PLO-Mann Mohammed Ghadban sei, ein Laufbursche von el-Kassar gemäß dem Vermerk des BKA. Dieser war bereits anderweitig 1985 aufgefallen, als Ghadban seiner französischen Freundin Sybille Pool Erpresserbriefe an den spanischen Botschafter in Paris diktierte. Er verlangte unter Androhung von Terrorakten die Freilassung inhaftierter Palästinenser. Die Freundin ging zur Polizei und arbeitete seitdem als V-Frau des Staatsschutzes weiter.

Im April 1985 wurde Ghadban dann im Pariser Hilton-Hotel verhaftet; mit ihm dabei war Odfried Hepp, den PLF-Führer Abu el-Abbas bereits öffentlich als guten Freund bezeichnete. Bei Hepp fanden sich ein Koffer mit Pistolen und Schalldämpfer, was vermuten lässt, dass er als Waffenkurier von Abu el-Abbas tätig war. Hepps Kampfname bei der PLO war Omar Saad Tariq.

El-Kassar konnten die Franzosen allerdings nicht habhaft werden, deswegen wurde er in seiner Abwesenheit zu 8 Jahren Haft wegen Gründung einer verbrecherischen Vereinigung verurteilt. Einen Auslieferungsantrag nach Spanien, wo El-Kassar lebte, stellten die Franzosen aber eigenartigerweise nicht.

Stattdessen erhielt er im Juni 1987 Besuch von dem französischen Reservemajor Nicolas Ignatiev, der ihn um Hilfe bei der Befreiung französischer Geiseln in Beirut bat, die sich nun bei den proiranischen Schiiten des „Islamischen Heiligen Krieges“ befanden. Es kam Mitte November 1987 zu einem Abkommen zwischen Iran und Paris, in dem die Franzosen sich verpflichteten, eine Milliarde Dollar, seit dem Sturz des Schahs eingefrorene Gelder, an Khomeini zurück zu überweisen.

Im März 1988 reiste der Unterhändler Jean-Charles Marchiani nach Beirut, Damaskus und Wien zu den Verhandlungen über die Freilassung der Geiseln. In Wien saß am Tisch erstaunlicherweise wieder el-Kassar. Am 05.08.1988 waren die Geiseln schließlich frei.

Weiter soll der Syrer beauftragt worden sein, das Versprechen einer gigantischen Waffenlieferung an den Iran einzulösen, das im Auftrag von Paris ein Vermittler gemacht haben soll. Jedenfalls bedankte sich Jacques Chirac öffentlich für die Vermittlung „bei einem Freund Irans und Frankreichs.“ Und so schließt sich wieder der Kreis zu Bad Reichenhall, nachdem deutsche Grenzer El-Kassar Pfingsten 1988 festgenommen hatten und ihn an Frankreich ausliefern lassen wollten. Frankreich jedoch hatte in der Zwischenzeit kein Interesse mehr an einer Auslieferung.

PLF-Führer Abu el-Abbas und der Achille-Lauro-Vorfall
Im September 1985 kam der militante Chef des PLO-Terrorflügels PLF Abu el-Abbas zu el-Kassar nach Wien. Sie kannten sich schon aus der Zeit, als beide Rechtswissenschaften in Damaskus studierten. Zwei Wochen nach dem Besuch entführten Leute des Abu el-Abbas am 07.10.1985 das italienische Kreuzfahrtschiff „Achille Lauro“ zwischen Alexandria und Port Said, töteten den gelähmten US-Bürger Leon Klinghoffer und warfen ihn ins Meer. Es kam zu einem offenen Konflikt zwischen den Nato-Partnern Amerika und Italien, nachdem US-Abfangjäger den ägyptischen Jet, in dem die Geiselnehmer und Abu el-Abbas drin saßen über Italien vom Himmel holten und sie zur Landung auf dem Nato-Stützpunkt Sigonella auf Sizilien zwangen. Die Amerikaner wollten den Palästinenser Abbas mitnehmen, die Italiener wollten ihn nicht hergeben. Es wäre auf dem Flughafen beinahe zu einer Schießerei zwischen amerikanischen Militärkräften und der italienischen Polizei gekommen. Es wurde über Zeitungen das Gerücht verbreitet, dass Abbas von den Italienern unter der Regierung von Bettino Craxi mit einem Ticket auf falschen Namen in eine Linienmaschine nach Belgrad gesetzt worden und dort auf Nimmerwiedersehen verschwunden sei. Was tatsächlich mit Abbas geschah, bleibt im Dunkeln, aber Ackermann behauptet, dass er von den Italienern in Rom versteckt und nicht ausgeflogen wurde. Drei Tage später wäre Abbas dann in Begleitung von italienischen Nachrichtendienstlern und schwerbewaffneten Spezialeinheiten mit einem Auto von Rom nach Ancona gefahren worden. Mit der Fähre von Ancona nach Split, Jugoslawien sei er dann bereits von einigen Herren in einer Staatslimousine erwartet und nach Belgrad gebracht worden. Mundhir el-Kassar habe dann mit seinem Privatjet Abbas von dort in den Südjemen geflogen.

El-Kassar und der Anschlag auf die Berliner Diskothek La Belle
Möglicherweise besteht auch eine Verbindung zwischen el-Kassar und dem Terroranschlag auf die Berliner Diskothek La Belle am 05.04.1986, der dem libyschen Diktator Gaddafi zur Last gelegt wurde und Anlass für Reagans Bombenangriffe auf die Hauptstadt Tripolis gab.

Eine andere Ermittlungsversion besagt, die Drahtzieher des Anschlags säßen beim syrischen Geheimdienst in Damaskus. Und für diese Theorie spricht immerhin ein Notizzettel, den Polizisten in Berlin bei dem mutmaßlichen Bombenleger Ahmed Hasi nach dessen Verhaftung fanden.

Auf dem Zettel war eine Telefonnummer aus Damaskus notiert. Es war die Nummer der Waffenfirma Alkalid, die wiederum el-Kassar gehörte. Dazu muss man wissen, dass die Tochter des syrischen Geheimdienstchefs Ali Duba die Schwägerin von el-Kassar ist.

Otto Ernst Remer, Michael Kuehnen und die Orient Trading Company
Einer der führenden und schillerndsten Figuren der Nazi-Szene in Deutschland war General Otto Ernst Remer. Remer verhinderte, dass Hitler bei dem Attentat 1944 getötet wurde. 1949 gründete er die Sozialistische Reichspartei in Niedersachsen, die bereits 1952 wieder verboten wurde. So setzte sich Remer nach Ägypten ab, wo auch seine enge Freundschaft mit dem Großmufti Haj Amin Al-Husseini begann. Er wurde Sicherheitsberater von Gamal Abdel Nasser. Zusammen mit Alois Bunning betrieb er die Orient Trading Company außerhalb von Damaskus. In dieser Zeit muss er auch auf Saddam Hussein gestoßen sein, der nach seinem gescheiterten Attentat auf den damaligen irakischen Führer Abdel Karim Quassim 1959 nach Ägypten zu Nasser floh.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Otto Ernst Remer in Syrien auch mit Alois Brunner alias Dr. Georg Fischer und Walter Rauff zu tun hatte.

Remer kehrte jedoch nach seinem Ruhestand in den 80er Jahren nach Deutschland zurück. Dort traf er auf Michael Kuehnen, dem er beratend stets zur Seite stand. Michael Kühnen bot sich zu Anfang des ersten Golfkrieges 1991 der irakischen Botschaft in Bonn an, Heerscharen von Nazi-Söldnern voll ausgerüstet und trainiert in den Irak zu schicken, um Saddam Hussein im Krieg gegen die Amerikaner zu unterstützen. Im April wurde Kühnen jedoch verhaftet und starb kurz darauf an AIDS. In seiner Wohnung hatte man tatsächlich den Entwurf eines Vertrages zwischen der Anti-Zionist Legion und der Regierung von Irak gefunden. (Quelle: Al Qaeda´s Neo-Nazi Connections von William Grim vom 25.02.2004)

Michael Aquino, Satanismus, Mind Control und die NeoNazi-Connection
Michael Aquino ist unter den Forschern des MK-Ultra-Projekts und Psychologischer Kriegsführung kein Unbekannter. Immer wieder tauchen auch Informationen über seine enge Verbindung zu Altnazis und der Neonazi-Szene in Deutschland auf.

Fakt ist jedenfalls, dass Aquino der Anführer der Satanssekte „TEMPLE OF SETH“ ist, die aus Anton LaVeys »Church of Satan« hervorging. Aquino selbst war in den 60er und 70er Jahren Offizier für psychologische Kriegsführung der US-Streitkräfte; als Autor von verschiedenen Schriften, Abhandlungen und Büchern bereicherte er die Bibliothek der »CHURCH OF SATAN«.

1981 fungierte Oberstleutnant Aquino mit höchster Geheimhaltungsstufe als EUROPA-BERATER BEIM AMERIKANISCHEN GENERALSTAB. Es ist bekannt, dass Aquino eine satanische Zeremonie auf der Wewelsburg in Deutschland abhielt, wo einst auch SS-Führer Heinrich Himmler einen Raum für okkultistische Rituale eingerichtet hatte. Zum Zweck der verdeckten Operationen und Indoktrinierung von US-Streitkräftepersonal spaltete er sich von der Church of Satan ab (angeblich gab es zwischen ihn und LaVey zu verschiedenartige Ansichten auf dem Gebiet des Satanismus) und gründete den bis heute bestehenden „Tempel of Seth“.

Mittlerweile kommen immer mehr Informationen ans Tageslicht, wonach hohe Politfunktionäre und VIPs aus Gesellschaft, Sport, Wirtschaft, Justiz und Militär organisierten Kinderhandel und Kindesmissbrauch bis hin zu Kindstötungen betreiben und an satanische oder okkulte Rituale teilnehmen. An dieser Stelle erinnere ich noch einmal an den Fall Jimmy Savile, Sachsensumpf, Marc Dutroux und den so genannten „Franklin-CoverUp“.

Aquino bildet da keine Ausnahme, denn auch er wurde im Fall der Kindertagesstätte in Fort Bragg 1985 ebenfalls beschuldigt, Kinder sexuell belästigt und missbraucht zu haben. Diese Anschuldigungen konnten ihm aber nicht nachgewiesen werden. Es folgten weitere Anschuldigungen aus der in San Francisco ansässigen US-Army-Presidio-Kinderförderungsschule. Hierzu gibt es jede Menge Material, die auf der Webseite http://exposinginfragard.blogspot.de/2014/02/the-case-against-michael-aquino-satanic.html nachgelesen werden können.

Eine Verbindung bestanden aber nicht nur zu Anton Szandor LaVey, sondern auch zu dem mittlerweile weltbekannten Neonazi Gary Rex Lauck, Dennis Mahon, Führer des Ku Klux Klan als „Großdrache der Ritter des Ku Klux Klan“ sowie dem bereits verstorbenen Michael Kuehnen. Die Vita der einzelnen Protagonisten kann sich jeder selbst bei Interesse ansehen und wird dann feststellen, dass dabei auch immer wieder die Homosexualität in diesen Kreisen eine Rolle spielt.

Jedenfalls dürfte nicht weiter verwundern, dass alle der o.g. Neonazis über Aquino auch Verbindungen zum Tavistock Institut für psychologische Kriegsführung in Sussex, England unterhalten. Montagu Norman, der britische Zentralbankchef von 1920-44, Förderer von Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht, der wiederum Hitler und seine SA während seines Aufstiegs finanziell unterstützte, war nach eigener Aussage Hitlers bester Freund. Nicht zu vergessen, dass Hjalmar Schacht auch noch mit Otto Skorzeny über die Heirat seiner Nichte verwandt war. Montagu Norman wiederum beschäftigte sich selbst mit Mystiken aus der Schule der Theosophischen Gesellschaft unter Madam Blavatsky und litt häufig unter psychotischen Anfällen. Gegen Ende des Krieges zog sich Norman aus der „Bank von England“ zurück und widmete sich der Arbeit für den »Weltverband gegen Geisteskrankheiten«. Präsident dieses Verbandes wurde Brigadier John Rawling Rees, der nicht nur Leiter der Abteilung für psychologische Kriegsführung in der britischen Armee, sondern auch Leiter des Tavistock Instituts in London war. Normans Frau war eine Rassenfanatikerin und saß im Vorstand des „British Health Board“.

Im Buch „Die Wa(h)re Macht im 21. Jahrhundert (leider nicht mehr im Netz verfügbar) steht dann auch bezeichnenderweise: „Viele serbische Tschetniks-Kommandeure, die in Bosnien-Herzegowina die ethnischen Säuberungen und Massenvergewaltigungen befehligten, hatten eine psychiatrische Ausbildung, die sie u.a. am britischen „Tavistock-Institut“ erhielten.“

Zum Aspekt von Mind Control und Bildung von sogenannten Manchurian Candidates gibt es ebenfalls seitens ISGP einige interessante Hintergründe im Gesamtkomplex Marc Dutroux zu nennen.

Ein gewisser Doktor Corydon Hammond schrieb 1990 ein Buch „Handbuch von hypnotischen Suggestionen und Metaphoren“. Hier wird die Entstehung von Dissoziativer Identitätsstörung erläutert, die durch die schlimmsten sexuellen und körperlichen Gewalttaten an jungen Kindern ausgelöst wird. In dem Moment, wo das Kind verschiedene Persönlichkeiten als Reaktion auf die Misshandlungen entwickelt, mit denen man dann je nach Zweck und Ziel herumspielen kann.

Nach Hammond hat bereits ein „Dr. Green“ bei den Nazis solche Experimente durchgeführt. Im März 1995 sagten die beiden Opfer von Mind Control und sexuellem Missbrauch, Claudia S. Mullen und Christine DeNicola Ebner sowie ihre Therapeutin Valerie Wolf vor dem präsidialen Beratungskomitee zu menschlichen Strahlungsexperimenten aus.

Viele Personen wurden genannt, die auch illegale Strahlungsexperimente an zahllosen Opfern durchgeführt haben sollen. Mullen gab z.B. bei ihrer Aussage an, dass sie zu einem Platz in Maryland, genannt Deep Creek Cabins, gebracht wurde, um zu lernen, wie man Männer erfreut. Dabei wurde ihr auch beigebracht, wie sie Männer an ihren verwundbarsten Stellen traf und sie dazu brachte, intimste Bekenntnisse herauszulocken. Richard Helms, Dr. Gottlieb, Captain George White und Morse Allen planten dabei, hochrangige Regierungs- und Behördenbeamten sowie Führungsköpfe von akademischen Instituten und Stiftungen zu filmen.

Ihr Missbrauch begann im Alter von neun Jahren. 1973 wurden die meisten Akten zu Mind Control von Richard Helms vernichtet.

G.H. Estabrooks schrieb, dass zwei Psychologen um die Zeit des zweiten Weltkrieges damals schon bewiesen hatten, dass es möglich war, Soldaten zu hypnotisieren und sie dazu zu bringen, versteckte Botschaften aufzunehmen, ihre politische Überzeugung zu ändern oder ihre eigenen Freunde zu attackieren.

1940 begann die CIA zahlreiche Programme, das erste war BLUEBIRD, gefolgt von ARTISCHOCKE, MKULTRA und MKSEARCH. Die Navy experimentierte von 1947 bis 1953 im Rahmen von Mind Control mit Befragungstechniken genannt CHATTER.

MKULKTRA entwickelte sich aus MKNAOMI, MOCKINGBIRD und MKDELTA.

Unter den Forschern befanden sich Sidney Gottlieb, James Hamilton, Louis Jolyon West, Ewen Cameron, Robert Heath, William Sweet, Harold Wolff, Martin Orne, Jose Delgado und viele mehr. Sie alle schwiegen sich bis heute dazu aus mit Ausnahme ihres Vorgängers Estabrooks, der dazu eine klare Stellung bezog: „Der Schlüssel, einen effektiven Spion oder Attentäter zu kreieren, liegt in der Zersplitterung seiner Persönlichkeit oder auch in der Schaffung von multiplen Persönlichkeiten via Hypnose. Das ist kein Science Fiction. Das wurde und wird nach wie vor getan. Ich habe es ebenfalls getan….“

Louis Jolyon West soll übrigens der Masterkoordinator aller Mind-Control-Programme gewesen sein. Genau wie George White mietete er in San Francisco, genauer gesagt im Viertel Haight Ashbury, ein Lagerhaus an, um die Hippies zu studieren. West trat nach der Ermordung von JFK, dem Oklahoma Bombenanschlag oder auch im Mordfall Nicole Simpson in der Öffentlichkeit und in zahlreichen TV-Shows auf, um die Mär vom durchgeknallten Einzeltäter an die Masse zu verbreiten.

Von besonderem Interesse ist ein Unterprojekt von MKULTRA, geleitet von George White, ein ehemaliger Lieutenant Colonel in der OSS und nach dem Krieg aktiv in den Rauschmittel-Einheiten.

Er bekam dafür ein ansehnliches Appartement in New York zur Verfügung gestellt, in das er alle möglichen Leute einladen sollte – viele davon schon vorausgewählt. Er sollte ihnen eine Vielfalt von Drogen verabreichen, die in den Labors der CIA, vornehmlich durch Gottlieb hergestellt wurden. Zweck war vor allem geheimdienstlicher Natur, insbesondere den so „Behandelten“ Geheimnisse zu entlocken.

1955 zog White mit seinem Versuchsobjekt nach San Francisco (mglw. Parallelen zu Laurel Canyon?). Dort heuerte er mehrere Prostituierte für seine Arbeit an. Gottlieb, Dr. John Gittinger und Dr. James Hamilton gingen oft in diesem Appartement ein und aus, um die Operation zu überwachen. In bester Mata Hari-Tradition benutzte die CIA Sex als eine verborgene Waffe, offensichtlich aber nicht so oft wie die Russen. Besonders CIA-Agenten in Berlin in den 60er Jahren schworen auf die Einbindung von Sex als geheimdienstliche Quelle, während andere CIA-Leute dem eher verhalten gegenüberstanden.

So erkannte man auch, dass Filmmaterial über eine Person, die Sex mit einem minderjährigen Mädchen oder auch Jungen hat, besonders kompromittierend und geeignet für Erpressungen ist. Allerdings gab es auch innerhalb der CIA moralische Bedenken, sich an Sex mit Minderjährigen zu beteiligen bzw. dieses als Erpressungsmittel einzusetzen.

Ob das auch für die höchste Führungselite galt, mag dahingestellt sein, fest steht aber, dass die CIA hierfür Mittelsmänner und andere verdorbene Subjekte aus Mafia und kriminellen Kreisen brauchte.

Claudia Mullen selbst wurde von Führungskräften der Tulane Universität in New Orleans zu Gottliebs CIA-Truppe gebracht bevor sie 1959 nach Maryland kam, um als Kinderprostituierte angelernt zu werden. Dort befand sie sich in einer Gruppe von weiteren 75 Kindern. Während der 60er und 70er Jahre wurde sie regelmäßig dazu benutzt, wichtige öffentliche Personen in eine Falle zu locken. Zwei von denen sollen Senator Frank Church (Vorsitzender der sogenannten Church-Kommission von 1975 bis 1976) und Senator Russel B. Long von Louisiana sein, der zwischen 1966 und 1967 Bezirksanwalt Jim Garrison in seiner Suche nach den wahren Mördern von John F. Kennedy unterstützte.

Nach ihrer Aussage soll Dr. Ewen Cameron an ihr mit Elektroschocks experimentiert haben. Cameron war vor allen mit den Männern von John Foster Dulles befreundet. Er selbst trat bei den Nürnberger Prozessen gegen Nazi-Ärzte auf.

John Foster Dulles wiederum war prominentes Mitglied der Pilgrim Society, zuvor waren sein Bruder Allen und er Spitzen OSS- und CIA-Agenten. Die Dulles-Brüder wuchsen mit den Rockefellers auf und arbeiteten mit Nazi-Industriellen eng zusammen.

Dr. John Gittinger war ein Protege von Sidney Gottlieb und traf sich öfter mit George White in seinem mondänen Appartement. Sidney Gottlieb war ein guter Freund von Richard Helms und stand wohl mehr auf kleine Jungs. Er ließ zumindest Mullen in Frieden. Er ist jüdischer Abstammung und kam 1951 zur CIA als Leiter der Chemie-Abteilung des Technical Services Staff (TSS).

Von Morse Allen übernahm er das Projekt BLUEBIRD/ARTISCHOCKE und leitete MK-ULTRA. Er arbeitete ebenfalls an der Schaffung eines Manchurian Candidate, wenn auch mit anderen Absichten. Dr. James Alexander Hamilton missbrauchte Mullen seit ihrem Alter von acht Jahren bis zu ihren 20er Jahren. Ihm gelang es in den frühen 60er Jahren, Zugang zum Gefängnis an der Kalifornischen Medical Facility bei Vacaville zu erhalten.

Interessanterweise hatte Richard Helms 1968 Lyndon B. Johnson darüber informiert, dass offensichtlich nukleares Material nach Israel verbracht wurde, doch dagegen wurde nichts unternommen.

Von 1973 bis 1976 war Helms Botschafter in Iran und von 1977 bis 1997 internationaler Berater. Das Vorwort zu seiner Biographie hatte Henry Kissinger geschrieben.

Col. Dr. George White traf neben Dr. Gottlieb auch immer wieder auf Dr. Robert V. Lashbrook (CIA-Chemiker, der mit LSD experimentierte), James Angleton, John Gittinger, S.P. Cabell, Stanley Lovell und Harry C. Anslinger (Leiter des Büros für Narkotika).

Leo Jones, Eigentümer einer Firma für Abhörequipment war ein guter Freund und half ihm, sein Appartement entsprechend zu präparieren, vorwiegend, um Drogendealer zu instrumentalisieren. Robert Keith Gray war von 1955 bis 1960 im Weißen Haus Eisenhower´s Sekretär. Es war bekannt, dass er sehr eng mit Allen Dulles und William Casey befreundet war. Offensichtlich unterstützte er den katholischen Priester Bruce Roitter und seine Organisation AmeriCares.

Nach Aussage von Mullen und Ebner wurden sie von einem Dr. Liam Wilson Greene, angeblich ein deutscher Arzt, als Versuchskaninchen missbraucht. Er erzählte oft die Story, dass er selbst Jude sei und in einem Konzentrationslager war, wo auch seine Schwester getötet wurde. Er hätte Dr. Josef Mengele getroffen, der für ihn ein Held gewesen war wegen seinen Experimenten an Zwillingen und allem. Nach Aussagen von Ebner trug er immer eine Chirurgenmaske vor dem Gesicht und eine entsprechende Kopfbedeckung, sodass man nur noch seine schwarz umrandeten dicken Brillengläser erkennen konnte.

Dr. Hammond und Sen. John Decamp bestätigten dahingehend die Aussagen über die von Dr. Greene kolportierte Geschichte, als Jude im Konzentrationslager bei den Nazis gewesen zu sein.

Weitere Recherchen ergaben, dass es sich möglicherweise um Col. Luther Wilson Greene handeln könnte, der 1949 einen einflussreichen Bericht mit dem Titel „Psychochemical Warfare, a New Concept of War“ schrieb. Dann gibt es noch das Edgewood´s Chemical Center, an dem dieser Luther Greene gearbeitet haben soll. Viele Wissenschaftler von Edgewood´s sollen dort auf der Gehaltsliste der CIA gestanden haben, zum Beispiel ein im Rahmen der Operation Paperclip überführter deutscher Chemiker Friedrich Hoffmann und ein Dr. Ray Treichler sowie der Psychiater Harold Abramson, der bereits im Olson-Fall involviert war.

Dann gab es noch einen General Walter Schreiber, der 1952 aus den USA herausgeflogen und nach Argentinien gebracht wurde, nachdem bekannt wurde, dass er während des zweiten Weltkrieges Doktoren rekrutiert und ihnen finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt hatte, um entsprechende Experimente an den Häftlingen in den Konzentrationslagern durchzuführen.

An dieser Stelle sollte auch die Process Church of the final Judgment (PCOFJ) genannt werden, angeblich eine Schwesterorganisation der Scientology Church.

Hinter diesem Projekt steht aber offensichtlich das Tavistock Institute. Charles Manson, Anton LaVey, Sharon Tate, Roman Polanski oder eben auch Timothy Leary sowie Serienmörder Richard Ramirez und David Berkowitz standen in engen Kontakt zu dieser Gruppe um ihren Gründer Robert DeGrimston Moore, der zuvor aus der Scientology angeblich herausgeflogen war.

Diese Sekte hatte ihren Hauptsitz in der Cole Street 407, San Francisco, in der Nähe des Hippie-Labors oder wie sich ein CIA-Agent mal auszudrücken pflegte „menschliche Versuchskanninchenfarm“ Haight Ashbury.

In diesem Zusammenhang muss auch die Verbindung der PCOFJ zu der in L.A. ansässigen Sekte „Children of God“ um David Berg erwähnt werden.

Interessanterweise kaufte später die Krupp Familie Charles Mansons Hippie-Farm, die Spahn Movie Ranch auf.

Sie lebten zu dieser Zeit Tür an Tür mit dieser illustren Gesellschaft (siehe Jim Keith „Mind Control, World Control“).

Sharon Tate war die Tochter eines Offiziers des militärischen Geheimdienstes und wurde vom britischen Magier Alex Saunders als Hexe ausgebildet.

Interessant ist jedenfalls, dass Robert Kennedy einen Tag vor seiner Ermordung am 03. Juni 1968 bei Roman Polanski im Cielo Drive zu Abend gegessen hatte. Sein späterer Mörder, Sirhan Sirhan befand sich zu dieser Zeit ebenfalls in Kontakt mit der Freimaurerloge der Rosenkreuzer AMORC.

Am 06. August 1969, drei Tage vor der Nacht der langen Messer „Helter Skelter“ durch Anhänger von Charles Manson, haben Sharon Tate und ihre Freunde einen Drogendealer öffentlich geschlagen, gequält und gefoltert, weil er ihnen schlechtes Dope verkauft hatte. Die ganze Aktion wurde mit einer Kamera aufgenommen, so jedenfalls erzählte es der Schauspieler Dennis Hopper, der es wiederum vom LAPD erfahren haben will.

Gemäß dem Buchautor Jim Keith hatte ein Ex-Process-Church Mitglied erzählt, dass die Gruppe ursprünglich von Neonazis, der Deutschen Demokratischen Partei, gegründet wurde, um in Amerika für ihre Zwecke Gelder einzutreiben.

Die amerikanischen Nazis und Faschisten wollten jedoch nichts mit dieser Organisation zu tun haben und so entwickelte sich daraus eine satanische Sekte.

Gibt es hier vielleicht auch Verbindungen zum Satansmord aus Sondershausen vom 29.04.1993 um Hendrik Möbus, Sebastian Schauseil und Andreas Kirchner? War auch die NSU-Gruppierung von solchem Gedankengut infiziert?

Im Abschlussbericht des Thüringer Landtags zum Untersuchungsausschuss „Rechtsterrorismus und Behördenhandeln“ vom 16.07.2014, Drucksache 5/8080 heißt es u.a., von Konrad Weiß aus dem Jahr 1989 zitiert: „Nicht Demokratie oder gar Gewaltfreiheit, nicht die Ideale der französischen Revolution, nicht die des Sozialismus oder des Christentums werden als gesellschaftstragende Werte verstanden, sondern allein das Recht des Starken, des Herrenmenschen.“

Hierzu lohnt es sich auch, ein Blick in das Buch von Carlton Stowers „Eine Demütigung zuviel“ zu werfen. Im Zusammenhang mit den Teenager-Morden am Lake Waco im Speegleville Park vom 13. Juli 1982 gab der Hauptverdächtige David Spence gegenüber zahlreichen Mitgefangenen an, dass er sich öfter in einem Satanstempel im nördlichen Wake mit anderen getroffen hätte, um zu meditieren und komplizierte Gewaltverbrechen auszuplanen. So soll er immer wieder in der Nacht in seiner Gefängniszelle merkwürdige, einsilbige Gesänge angestimmt haben. Zugleich war er regelrecht besessen von einer Comedy-Serie namens „Three´s Company“, in der drei Jugendliche (eine Blonde und eine Brünette mit einem jungen Mann) die Hauptrollen spielten. Die Mordopfer Jill Montgomery, Raylene Rice und Kenneth Franks entsprachen in ihrem Aussehen den Schauspielern.

Interessant sind auch die Ausführungen zu Gilbert Melendez, einem der Mörder vom Lake Waco. Als Gilbert in die vierte Klasse kam, zogen er und seine Familie nach Deutschland um. Sein Vater war bei der amerikanischen Luftwaffe stationiert. Gilbert selbst ging dann auf der Militärbasis zur Schule.

Auch der Fall des Serienmörders Arthur Shawcross, über den Jack Olsen ein Buch „Der mißratene Sohn“ geschrieben hat, lässt hier einiges in Richtung Mind Control vermuten.

Andreas Carl Strassmeir, die White Arayan Resistance und der Oklahoma-Bombenanschlag
Das Hauptquartier der NSDAP-AO von Gary Lauck liegt in Lincoln, Nebraska. Andreas Carl Strassmeir, Sohn von Günther Strassmeir, der damals Chefberater vom damaligen Bundeskanzler Kohl war, bildete zum Beispiel in Elohim City, Oklahoma Mitglieder der White Arayan Resistance und andere amerikanische Neonazis aus.

Nach amerikanischen Ermittlungsbehörden soll er der gesuchte dritte Mann neben Timothy McVeigh und Terry Nichols bei dem Anschlag auf das Murrah Gebäude im April 1995 gewesen sein. Nach FBI-Erkenntnissen soll Strassmeir versucht haben, eine 747 Boing von Lufthansa zu erwerben. Strassmeier, der sich illegal in den Staaten aufhielt, floh kurz nach dem Bombenattentat nach Berlin. Dagegen sagt ein ehemaliger Luftwaffenoffizier der U.S. Army , Vincent Petruskie gegenüber der New American in einem Interview , dass Strassmeir ein CIA-Agent und ein guter Freund von seinem Vater sei.

Petruskie selbst führt eine Handelsberatungsfirma in Manassas, Virginia. Er bekräftigt, dass Andreas Strassmeir für die US-Regierung arbeiten wollte, am liebsten für den DEA. Deswegen habe sein Vater ihm Kontakte nach Washington vermittelt.

Ein Schweizer Banker namens Francois Genoud
Ein Schweizer Banker namens Francois Genoud hatte neonazistische Aktivitäten rund um die Welt finanziell unterstützt. Bekannt wurde er als Finanzberater des Großmuftis von Jerusalem. Angeblich nahm er das Geld für die Unterstützung von Neonazis aus den damals von den Nazis konfiszierten jüdischen Hinterlassenschaften, die in Schweizer Banken deponiert wurden. Er finanzierte auch das Gerichtsverfahren gegen Adolf Eichmann im Jahr 1961. Eine hervorragende Informationsquelle zu Francois Genoud und weiteren Verbindungen bildet Jens Kröger mit „Nazis, CIA und der Vatikan: Das Fundament einer neuen Weltordnung“.

Während einer Nahostreise im Jahr 1936 hatte Francois Genoud bereits die Bekanntschaft des Großmuftis von Jerusalem und Hitler-Verehrer Al-Husseini gemacht. Die Basen für künftige Operationen in Lateinamerika, insbesondere Argentinien, Brasilien und Bolivien, gehen unter Zuhilfenahme von Hans Ulrich Rudel überwiegend auf das Konto von Francois Genoud. Davon profitierte nicht nur Klaus Barbie, sondern auch der spätere Großmeister der P2-Loge Licio Gelli.

Ein weiterer Schweizer Finanzier aus Bern war Albert Huber, ehemaliger Journalist, der zum Islam konvertierte und sich von da ab Ahmed Huber nannte. Interessant ist auch, dass in dem Motel, in dem sich McVeigh, Nichols und Al-Hussaini zusammen ein Zimmer teilten, später auch Mohammed Atta, Zacharias Moussaouy und Marwan Al-Shehi vor den Anschlägen des 11.09.2001 untergebracht waren.

Licio Gelli, die P2-Loge und die Nazis
Wie eng Licio Gelli mit den Nazis verwoben war und deswegen hier gesondert betrachtet werden muss, zeigt sich bei Jens Kröger in seinem Artikel „Nazi, CIA und der Vatikan: Das Fundament der neuen Weltordnung. Licio Gelle war der Verbindungsoffizier der Nazis und kämpfte zu Beginn des Zweiten Weltkriegs in Albanien. Er spürte italienische Partisanen auf und verriet sich an seine deutschen Befehlshaber. Nebenbei stahl er einen großen Teil des in der italienischen Stadt Cattaro versteckten jugoslawischen Staatsschatzes. Irgendwann, nachdem er wohl erkannt hatte, dass ein Endsieg der Deutschen in weite Ferne gerückt ist, wechselte er die Seiten und biederte sich den kommunistischen Partisanen als Informant an. So rettete er sich vor dem strafrechtlichen Zugriff der italienischen Landsleute wegen Kriegsverbrechen an italienische Patrioten und fing kurze Zeit später an, die Rattenlinien und Ausschleusung von Nazi-Schergen mit zu organisieren. Im Mittelpunkt stand dabei Pater Draganovic, der im Auftrag von Allen Dulles Klaus Barbie den alliierten Zugriff ersparte. Bei diesen Aktionen verdiente Gelli nicht schlecht, denn er kassierte von untergetauchten Nazis gleich mal 40% ihrer Barschaft ein. Klaus Barbie machte dann in Bolivien als Sicherheitsberater von Oberst Gomez Karriere. Unter seine Fittiche nahm er übrigens dann auch Joachim Fiebelkorn, der mutmaßliche BKA-Informant. Barbie stellte eine private Kampftruppe mit dem vielsagenden Namen `Bräute des Todes´ auf die Beine, „die auf Bestellung mit dem Segen der bolivianischen Regierung politische Morde ausführte“. Gleichzeitig stieg er ins erträgliche Kokain-Geschäft ein. Über diese Zeit hat Ronald L. Babb „Kokain“ in seinem Buch berichtet. 1965 machte sich Barbie auch im illegalen Waffenhandel einen Namen, wobei er nicht nur südamerikanischen Regierungen, sondern auch – man staune – Israel dienlich war. Licio Gelli saß wie eine fette Spinne mitten im Netz, denn er war als offizieller Wirtschaftsberater der argentinischen Regierung ebenfalls in den Waffengeschäften eingebunden. Das Spionagegeschäft für italienische, amerikanische oder sowjetische Geheimdienste florierte ebenfalls und Gelli schaffte es sogar, mit Erzbischöfen und Kardinälen zu speisen und über vatikanische Geschäfte zu sprechen. Seine guten Beziehungen zum Weißen Haus sind ebenfalls gut bekannt, hervorgerufen durch Allen Dulles. Der hatte noch einen anderen Ziehsohn, nämlich Rondald Reagan. Er war der Sprecher der Tarnorganisation „Crusade for Freedom“, die Dulles errichtet hatte. Reagan wurde dann Gouverneur und schließlich Präsident der Vereinigten Staaten.

Marc Dutroux und der Kinderschänder-Ring rund um den Pinay Circle
Der bereits erwähnte Pinay-Cercle um Violet und Crozier taucht auch immer wieder im Kinderschänder-Skandal um Marc Dutroux auf. Gibt es hier möglicherweise Verbindungen, die sich auf die Rekrutierung von Neonazis und sogenannten Manchurian-Kandidaten beziehen bzw. mit Hilfe von Kinderprostitution finanzielle Mittel heranschaffen sollen?

Regina Louf, eine der X-Zeuginnen berichtete ja immer wieder, dass sie bereits in den 70er Jahren für Kinderprostitution und „Konditionierungen“ herangezogen wurde und dort auch Bekanntschaft mit Michel Nihoul gemacht hatte. Umfangreiches Quellenmaterial findet man auf der Seite des ISPG (Institute for the Study of Globalization and Covert Politics – https://wikispooks.com/ISPG von Joel van der Reijden.

Hierzu einige maßgebliche Ausführungen: So äußerte sich ein ehemaliges Mitglied der Welt Anti-Kommunisten League (World Anti-Communist League) gegenüber den Journalisten Scott Anderson und Jon Lee Anderson in einem Brief folgendermaßen: „Wenn man die World Anti-Communist League betrachtet, betritt man eine Welt von ideologischen Fanatismus, Rassismus, Ignoranz und Angst, die jenseits des Begreifbaren eines Durchschnittsamerikaners liegt …. Die von Ihnen angesprochene Angelegenheit ist eine Ansammlung von orientalischen Faschisten, Militaristen, rechtsgerichteten Terroristen, die Bomben in zivilen Flugzeugen legen, Todesschwadronen, Attentäter und Kriminelle sowie viele Menschen, die sich genauso gegen die Demokratie wie auch dem Kommunismus stellen. Sie selbst befinden sich auch in gewisser Gefahr.“

Insbesondere Jean Violet war in Belgien äußerst aktiv. In Brüssel gründete er in den späten 60er oder frühen 70er Jahren die Academie Europeenne de Sciences Politiques“. Er war das Aushängeschild für Otto von Habsburg und seinem Vatikan-Paneuropa-Netzwerk.

Paul Vanden Boeynants – selbst von zahlreichen Zeugen Beschuldigter im Kinderschänder-Skandal – trat Berichten zufolge dort als Vorstandsmitglied auf. Als gesichert kann jedoch die Aussage gelten, dass auch Baron de Bonvoisin (ebenfalls mehrfach als Kinderschänder beschuldigt) im Vorstand der Academie Europeenne de Sciences Politiques aufgelistet war. Interessant ist auch, dass Vanden Boeynants und Baron de Bonvoisin die tragenden Eckpfeiler der belgischen Stay-Behind-Gruppierungen und des belgischen faschistischen Untergrunds waren.

Neben diesen beiden Gestalten gesellt sich noch ein Paul Vankerkhoven dazu, der verlängerte Arm von Otto von Habsburg, der die belgische Sparte der Welt Anti-Kommunisten League gründete. Zu dieser illustren Gesellschaft zählen auch Jean-Paul Dumont, Graf Herve d´Ursel, Roger Boas, Charly De Pauw, Guy Mathot, Ado Blaton, General Rene Bats, Philippe Cryns und die Merode-Familie.

Neben Violet gehörten viele dieser aufgeführten Personen auch dem Opus Dei an.

Major Bougerol stand den belgischen, faschistischen Untergrundbewegungen vor. Die von Bonvoisin und Vanden Boeynants gegründete Geheimdienstgruppe PIO und ihre Nachfolgeorganisation European Institute of Management (EIM) wie auch der Cercle de Nations werden Verbindungen zum extremen Kindesmissbrauch nachgesagt.

EIM pflegt zusätzlich Kontakte zu Wackenhut, der DIA und dem Moony Kult.

Zwischen dem Vorfall des entführten CSU-Auslandsreferenten Dieter Huber und Vanden Boeynants gibt es eine merkwürdige Parallele. Wie Dieter Huber wurde Boeynants angeblich am 14. Januar 1989 ebenfalls entführt und zwar von einer Gang namens Haemers Gang (Anführer Patrick Haemers und sein Vater Achiel). In einer Samstagnacht verschwand Boeynants aus seiner Garage in seinem Haus. Zunächst verdächtigte man eine Gruppe namens „Die sozialistische Rote Brigade“ und dann eine Terrorzelle namens „Kämpfende Kommunisten-Zelle“, die für 27 Bombenanschläge in Belgien zwischen 1984 und 1985 verantwortlich war. Der Verdacht schien nahe, nachdem ein Bekennerschreiben bei der Polizei einlief mit der Forderung, innerhalb 72 Stunden Mitglieder dieser Terror-Zelle freizulassen. Er kam schließlich gegen die Zahlung eines Lösegelds von 2,5 Millionen belgische France einen Monat später wieder frei. Im Zuge der Polizeiermittlungen stieß man dann auf den Anwalt der Haemer Gang, Vander Elst und beschuldigte ihn der Mittäterschaft, weil er falsche Alibis geliefert hatte. Boeynants soll im Übrigen in einer Villa im nördlichen französischem Ressort von Le Touquet festgehalten worden sein. Bis dahin war die Haemer Gang völlig unbekannt gewesen.

Vander Elst weist noch einen anderen interessanten Aspekt auf – er gab auch Michel Nihoul im Dutroux-Fall ein falsches Alibi. Regina Louf teilte den Polizeibehörden mit, dass Vander Elst an der Misshandlung, Folterung und Ermordung von vielen Kindern beteiligt war. Zudem hatte er seine Anwaltskanzlei im gleichen Appartment-Komplex von Vanden Boeynants. Im ATLAS-Dossier vom 21.11.194 tauchte ebenfalls der Name Vanden Elst wieder auf, als eine Firma namens Commerciale et Miniere dÚele Bankrott ging – bekannt unter dem Namen Comuele-Affäre.

Diese Geschichte geht bis ins Jahr 1990 zurück, als zwei Mitglieder der Russenmafia, Boris Nayfeld und Riccardo Fanchini ihre Im- und Exportfirma M&S International in Antwerpen gründeten. Nayfeld flüchtete aus New York vor der Polizei nach Belgien und Fanchini (ursprünglich aus Polen) pflegte enge Beziehungen zu Boris Jelzin. Der ukrainische Gangster Rachmiel „Mike“ Brandwain, der wertvolle Erfahrungen im Waffen-, Gold- und Diamantenschmuggel vorweisen konnte, wurde der Manager-Direktor dieser Firma. 1992 zeigten Bruno Goldberger und Arthur Fogel, Leiter der staatlichen Firma Comuele, Interesse an der Kontrolle der M&S International. Zu diesem Zeitpunkt stand Comuele unter der Kontrolle einer Schattengruppe von russischen und israelischen Finanziers, die mit Hilfe von Maurice Tempelsman, einem Belgisch-Amerikanischen Diamantenhändler, in das Business einstiegen.

Maurice Tempelsman wiederum pflegte eine lange Freundschaft mit Jacqueline Kennedy Onassis. Trotz erheblichen Finanzspritzen aus dem Osten, brach Comuele nach dem Zusammenschluss mit M&S im Sommer 1994 zusammen.

Felix Przedborski und NEBULA
Felix Przedborski, ein Mafiaboss mit einer doppelten Nationalität (Belgisch und Costa Rica) rückte bei den Ermittlungen besonders in den Fokus, nachdem er auch einen beträchtlichen Einfluss auf zahlreiche belgische und europäische Politiker innerhalb der EU ausübte.

Er wiederum kontrollierte einige größere Firmen wie General Electric, Alcatel, die Schneider-Gruppe und Lyonnaise des Eaux. Interessanterweise wurde Przedborski 1956 bereits verhaftet wegen illegalem Handel von nuklearem Material mit den Chinesen, aber auf Intervention von Konrad Adenauer wieder freigelassen.

In den 90er Jahren fungierte er als Costa Ricas permanenter Repräsentativ der Internationalen Atomenergiebehörde in Wien. Seine Verstrickungen mit der israelischen Regierung und den israelischen Geheimdienstbehörden wurden in dem ATLAS-Dossier als „Nebula“ bezeichnet. Er heuerte für seine eigene Sicherheit einen Colonel des Mossad an, der wiederum sein ganzes Team vollständig in den Dienst von Przedborski stellte. Diesem Team gehörten sowohl Mitglieder der CONTRAS als auch des CALI-Kartells an. Demnach soll dieser Colonel mit seiner Gruppe auch in der IRAN-CONTRA-Affäre involviert gewesen sein.

Die Iran-Contra Affäre war ein Ergebnis der Jahrzehnte langen US-Unterstützung des Shah von Persien und als das Shah-Regime 1979 kollabierte, war es David Rockefeller und seine Anhänger, die den damaligen Präsidenten Jimmy Carter davon überzeugten, dem Shah Asyl in Amerika zu gewähren, was natürlich zu einer plötzlichen und starken antiamerikanischen Haltung im Iran führte. So belagerten iranische Radikale die Amerikanische Botschaft, während die iranische Regierung unter Ayatollah Khomeini die Hizbollah im Libanon finanziell zu fördern und zu trainieren begann, die schließlich auch kurz darauf Amerikaner zu Geiseln nahm. Daraufhin begann mit Unterstützung der Israelis der Waffenhandel per Schiff an die angeblich pro-westlich eingestellten Gruppierungen im Iran und der iranischen Regierung. Angeblich sollten damit die Verhandlungen zur Freilassung der Geiseln gefördert werden. Doch der Deal war wenig erfolgversprechend, denn immer kurz nach den ersten Freilassungen folgten weitere Entführungen. Mit dem Erlös aus den Waffengeschäften mit den Iranern wurden schließlich die Contras in Nicaragua unter der Aufsicht von Oliver North trotz des Verbots (Boland Act von 1982 bis 1984) bewaffnet. Der Boland-Act sah das Verbot vor, die Contras zu unterstützen, denn die Contras gebärdeten sich gegenüber der Bevölkerung als äußerst brutal, gnadenlos und terroristisch. Die Sandinistas waren zwar nicht viel besser, aber mit der Unterstützung von Israel und Amerika zeigt sich einmal mehr die unmenschliche Natur dieser Strippenzieher.

Es sollte also nicht weiter überraschen, dass in diesem Zusammenhang auch mit Drogen gehandelt wurde. So gestattete die CIA den Contras, riesige Mengen an Kokain via Schiff in die USA zu schmuggeln und diese an die Mafia-Familien in New York, Los Angeles, Texas, Miami und einige andere Plätze zu verkaufen. Mit diesen Geldern konnten die Contras wiederum von den Amerikanern Waffen und andere Ausrüstungsgegenstände und Vorräte kaufen. Dafür wurde Manuel Noriega aus Panama von der CIA rekrutiert.

Es ist auf jeden Fall bekannt, dass Colonel Leo Gleser, ein Angehöriger der israelischen Spezialkampftruppe von Honduras aus operierte, während General Noriegas rechte Hand der israelische Mossad Offizier (und frühere Attentäter) Mike Harari war und bei der Verteilung von Waffen gegen Drogen eine große Rolle spielte. Mike Harari soll gegenüber dem ehemaligen russischen FSB-Mann Vladimir Khalezev zugegeben haben, dass er an der Logistik des Anschlags auf das World Trade Center am 11.09.2001 beteiligt war.

Costa Rica wiederum galt als Operationsbasis der CIA für das Training von Contra-Rebellen. Drogen, die aus Kolumbien kamen, fanden ihren Weg ebenfalls über Costa Rica in die USA. Damaliger Präsident von Costa Rica war Luis Alberto Monge, ebenfalls ein guter Freund von Przedborski.

Die Gruppe um Przedborski soll ebenfalls Waffen aus Belgien an die Contras geliefert haben gegen Drogen, vor allem Heroin. Die Waffen stammten von den belgischen Fabriken Fabrique National (FN) und ASCO. FN wiederum unterhielt über Juan Mendez, Verkaufsdirektor der FN, Kontakte zur CIA, genauso wie sein peruanischer Vorgänger Carlos Davilla del Pielago, der dann aus Belgien geflohen war, nachdem seine illegalen Machenschaften mit Waffen und Drogen sowie seine Verbindung zur CIA ruchbar wurden. Mendez selbst wurde wenige Wochen vor seiner Ermordung im Januar 1986 zu seinen Beziehungen mit dem amerikanischen Geschäftsmann Douglas Stowell befragt, der für oder sogar mit der CIA in der Iran-Contra-Operation gearbeitet hatte.

Und ASCO fand immer wieder Erwähnung im Dutroux-Fall durch die Zeugin Regina Louf.

Dort kam es regelmäßig zu Kindesmissbrauch und Produktionen von Snuff-Filmen. Laut ihrer Aussage erschienen dort regelmäßig der Privatchauffeur von Vanden Boeynants, Henri Bil, Baron de Bonvoisin, Annie Bouty, Michel Nihoul, Tony, Michel Vander Elst, ehemaliger Premierminister Wilfried Martens, Ermittlungsrichter Melchior Wathelet und Rechtsanwalt Jean-Paul Dumont.

Die ASCO-Fabrik wiederum gehört der Boas-Familie, ebenfalls enge Freunde von Paul Vanden Boeynants. Gemäß dem ATLAS-Dossier waren also folgende Personen im Iran-Contra-Waffen-gegen-Drogen-Handel tätig: Andre Cools (ermordeter belgischer Minister), Roger Boas (ASCO), Guy Mathot (ehemaliger belgischer Minister), Paul Vanden Boeynants (ehemaliger Minister und belgischer Premierminister), Fernand Beaurir (ehemaliger belgischer Gendamerie-Kommandant) und Abraham Shavit, der Cools in Israel beherbergte. Abraham Shavit war die rechte Hand von Boas und persönlicher Freund von Israels Ministerpräsident Begin sowie dem portugiesischem Waffenhändler Manuel J. Pires, der wiederum sehr eng mit Oliver North befreundet war.

Der israelische General Efraim Poran, Geschäftsmann und Verbindungsoffizier für Premierminister Menachem Begin sowie Yitzchak Rabin, soll Vorstandsmitglied von ASCO gewesen sein. Und eine Eskort-Dame Fortunato Israel, Geliebte von Roger Boas, betrieb einen Prostituierten-Ring für die Reichen, einschließlich der belgischen Königsfamilie, arabische Prinzen und Leuten von Waffenhändler Adnan Kashoggi.

Zudem waren die Przedborski Gruppe sowie Paul Vanden Boeynants, Roger Boas und Abraham Shavit bei der gleichen Bank – Republic National Bank (Eigentümer Edmond Safra), um einige ihrer „Einkünfte“ zu waschen.

Interessanterweise unterhielt auch der Mossad einige Konten bei dieser Bank. Mehrere Zeugen bestätigten, dass Oliver North sowie ‚Georg Bush sen. öfter auf Parties des Kinderschänders Lawrence E. King gesehen wurden (später bekannt als Franklin-Cover-Up).

Robert Keith Gray pflegte ebenfalls engen Kontakt zu Bush, North und King.

Die Przedborski Gruppe hatte bei der Republic National Bank von Edmond Safra einige Konten, um ihr „Einkommen“ zu waschen. Der Mossad benutzte im Übrigen die gleichen Konten.

Safra selbst war Mitglied einer syrisch-jüdischen Banker-Familie, hatte tiefergehende Verbindungen zum zionistischen Netzwerk, das in die Zeit von Haganah und sein Sonneborn-Institute in den Vereinigten Staaten zurückführt. Nach einem Zeitungsbericht von 1989 zufolge wurden bereits hinsichtlich eines einzigen Kontos bei Republic National Bank in New York umfangreiche Ermittlungen wegen Verdachts der Geldwäsche durchgeführt, an denen vier Kontinente beteiligt waren. Das betreffende Konto schien Geldeinnahmen aus kolumbianischen Kokain-, Heroinhandel aus dem Mittleren Osten und aus einem kriminellen Unternehmen, das vom bulgarischen Geheimdienst geführt wurde, erhalten zu haben.

Safra selbst starb im Dezember 1999 unter mysteriösen Umständen und es wurde behauptet, dass er ermordet wurde, weil er dem FBI und den Schweizer Ermittlungsbehörden Beweise für die Unterschlagung von 4,8 Milliarden US Dollar aus dem Internationalen Währungsfond liefern wollte, die dafür gedacht waren, um die russische Wirtschaft zu stabilisieren. Nur Wochen vor seinem Tod hatte Safra ein offensichtlich beängstigendes Treffen mit dem berüchtigten russischen Oligarchen Boris Berezovsky gehabt.

Auffällig ist, dass die Witwe von Safra anschließend von Jacob Rothschild „betreut“ und Prinz Charles vorgestellt wurde, damit er ihr hilft, Fuß in London zu fassen.

Nach dem sogenannten ATLAS-Dossier gab es auch zwischen Przedborski und der CIA, dem Vatikan und der italienischen Mafia Verbindungen über die Geoffrey Bank. Über diese Bank wurden Auszahlungen für die Waffenlieferungen der CIA geleistet. Geoffrey Bank war in Brüssel und kam Ende der 70er Jahre in Bedrängnis bis sie schließlich von der Gesbanque aus Lüttich 1980 übernommen wurde. Damals hielt Arno Nejman zusammen mit seiner Frau Elizabeth Schurmann fast 100% Anteile der Geoffrey Bank. Ursprünglich hieß sie A & J van den Bergh Bank, die sehr aktiv im Fleischhandel (! Man beachte auch die Geschäfte der Gebrüder März oder den Metzgermeister Florian Winter) war und 1958 von Leuten aus den USA und China übernommen wurde, die wiederum einen internationalen Textilhandel betrieben. Nejmann (alias Newman) hatte im Übrigen Kontakt mit dem Jeans-Hersteller Levis-Strauss.

Ursprünglich kam die Geoffrey Familie aus Ungarn und Österreich. Der Einfluss von Israel war erheblich, denn alle Textil-Barone zahlten Schutzgeld an Israel.

Pierre Salik (Salik Jeans) ist hier im Besonderen zu erwähnen. Dieser hatte die große Emigrationswelle aus Russland nach Israel finanziell unterstützt. Pierre Salik und sein Vater wiederum waren Klienten von dem Notar Paul Monsieur, Vater von Jacques Monsieur und außerdem wiederum Freunde von Felix Przedborski, Paul vanden Boeynants und Prinz Alexander de Rethy. Außerdem war Salik ein Mitglied des berüchtigten Cercle des Nations.

Im Zusammenhang mit der Geoffrey Bank tauchen noch ein weiterer Name auf – Ronald A. Sablosky, heute Vizepräsident einer Firma namens Business Outsourcing Solutions.

Auffällig ist, dass dieser genannte Sablosky auch im Führungsboard des Shriners Hospital for Children in Philadelphia sitzt; daneben ist er Direktor der Grand Street Boys Association in New York und der OIKOS Ministries of Albany. Außerdem ist er ein Mitglied der Augustan Society sowie der St. George´s Society.

Die Shriners (the Ancient Arabic Order oft the Nobles oft the Mystic Shrine) sind eine mit den Freimaurern verwandte Gruppe. Man muss erst Freimauerer sein, um ein Shriner zu werden.

Seit 2007 hat Sablosky auch den 33° der Freimaurer des Schottischen Ritus in New York erhalten.

Otto von Habsburg sowie Prinz Vittorio Emanuele vom Haus Savoyen sind die Schutzpatronen der Augustan Society. Vittorio Emanuele ist Mitglied der P2 Loge in Italien gewesen und seine ganze Familie hatte enge Beziehungen zu Permindex durch die Vorstandsmitglieder Carlo d´Amelio, einen römischen Anwalt und George Mantello.

Ein weiteres Vorstandsmitglied dieser Firma war Roy Cohn, der wiederum ein guter Freund von Craig Spencer war.

Craig Spencer war der berüchtigte Börsenmakler, der die Schwulenparties mit kleinen Jungs im Weißen Haus ausrichtete bzw. vermittelte (siehe auch das Buch von David McGowan „Programmed to kill“).

Cohn ist in diesem Zusammenhang deswegen noch interessant, weil er zusammen mit seinem Kumpel David Shine ein Treffen mit spanischen Mitgliedern eines internationalen Untergrund-Netzwerkes hatte, als er sich gerade auf einem seiner Agentenmissionen in Europa befand. Das wurde jedenfalls in einem Zeitungsbericht von 1954 erwähnt. Demnach traf er dort auch Col. Otto Skorzeny, Hjalmar Schacht und Werner Naumann.

Die Verbindung zu Permindex führte auch zu den Kennedy-Attentat-Konspiranten Clay Shaw und Guy Banister. Und man kann davon ausgehen, dass es auch Verbindungen zur EIM (European Institute of Management) über Douglas MacArthur, dem Onkel von Douglas MacArthur dem II gegeben hat.

Über die Augustan Society schrieb David Guyatt in seinem Artikel „Princes of Plunder“ 2004/2005 folgendes: Die Augustan Society wurde in ihren Anfängen von alten OSS-Militärs von rechtsextremistischer Gesinnung gegründet. Wenn man die Quellen so durchgeht, wird dort immer wieder erwähnt, dass in ihrem Hauptsitz regelmäßig okkulte Zeremonien abgehalten werden. Diese könnten von Crowley beeinflusst gewesen sein. Der zuvor erwähnte Jacques Monsieur war zusammen mit Jean-Bernard Lasnaud Waffenhändler und spielte in der Iran-Contra-Affäre eine große Rolle. Lasnaud erhielt über die 90er Jahre durch Schutz von den USA, während einige seiner Gefährten unter mysteriösen Umständen ums Leben kamen. Lasnaud selbst verschwand wie vom Erdboden verschluckt 2002. Jacques Monsieur wurde 2009 in den Vereinigten Staaten schließlich verhaftet.

Die Geoffrey Bank soll auch Geschäfte mit Idi Amin gemacht haben. Wenn man sich das ATLAS-Dossier durchliest, stößt man immer auf das gleiche Phänomen: eine Menge von Leuten starben unter verdächtigen Umständen innerhalb dieser Kreise, zum Beispiel Andre Cools, Mafia-Geschäftsmann Mike Brandwain, ehemaliger französischer Vize-Premierminister Pierre Beregovoy, Edmond Safra und ein namentlich Unbekannter, der vom 47. Stockwerk eines New Yorker Gebäudes in selbstmörderischer Absicht heraussprang.

Nach dem Dossier könnte der wohlhabende Diamantenhändler Joseph Kaszyrer als Auftraggeber dieser Morde dahinterstecken. Vergleiche kann man auch zu den sogenannten „Clinton-Todesfällen“ ziehen, allen voran Vince Foster und die Teenager Kevin Ives und Don Henry.

Besonderes Interesse erweckt auch der Tod von Edward P. Cutolo, ein Spezial Force Beamter, der eine eidesstattliche Erklärung schrieb, in der er behauptete, Teil des Teams gewesen zu sein, das die Drogenhandel-Operationen von Kolumbien nach Panama und von dort in die USA bewachten. Cutolo behauptete weiter, dass diese Operationen von Edwin Wilson sowie von dessen Chef Thomas Clines geleitet wurden. Darunter waren auch die Mossad-Agenten David Kimche und Mike Harari.

Er gab weiterhin an, dass einer seiner Freunde, Colonel Robert Bayard, von Kimche und Harari ermordet wurden. Diese eidesstattliche Erkärung schrieb er im März 1980; im Mai 1980 starb er bei einem Autounfall in England.

Und so führen zahlreiche weitere Skandale zu dem oben beschriebenen Netzwerk wie der Zusammenbruch der Nugan Hand Bank 1980, die Oktoberüberraschung 1981, die Iran-Contra-Affäre 1986, der Zusammenbruch der Franklin Credit Union 1988, die Craig Spencer Affäre 1989, die sogenannte „Iraq-Gate-Affäre“ 1990 und der BCCI-Skandal 1991.

Männer wie Stansfield Turner und George Bush schützten Harari vor einer öffentlichen Untersuchung. Kimche und Harari sollen auch an bestimmte Diktatoren, mit denen die USA nicht direkt verhandeln wollte, hochentwickelte Technologien geliefert haben, darunter Noriega, der hochgeheime NSA-Abhörsysteme erhalten hatte.

Im Zusammenhang mit Cutolo´s eidesstattlicher Erkärung wurde im März 1980 Col. A. J. Bo Baker in Deutschland getötet (bester Freund von Col Bo Gritz aus der Delta Force), nachdem er angeblich die Originalausfertigung der Erklärung von Cutolo erhalten hatte.

Kevin Coogan schrieb über die „Defenders of the American Constitution (DAC) und „The League of Empire Loyalist (LEL)“ folgendes: Die DAC war eine Organisation von pensionierten hochrangigen amerikanischen Militärs und wurde 1953 gegründet. Diese Organisation wurde vom ehemaligen Marine Corps Lieutenant General Pedro de Valle gegründet. Der britische Counterpart zur amerikanischen DAC bildete die LEL unter Führung von Arthur Keith, gegründet 1954. Sie waren eine der ersten, die sich gegen die UN richteten und zu den Anti-Globalisten zählten, die sich schließlich in der militanten rechten Szene von heute wiederfinden.

Die Mitglieder der DAC und LEL beherbergten rechtes Militär, religiöse Fundamentalisten, Franco-Unterstützer, Langzeit-Antisemitisten und treue Anhänger.

Pedro Augusto Jose del Valle Barcay Munoz kam ursprünglich aus Puerto Rico und siedelte schließlich 1900 in die USA nach Maryland um. In den späten 20er Jahren wurde er in Haiti stationiert bevor er im Kampf gegen Augusto Sandino in Nicaragua aktiv wurde. Als nächstes dienste er in Havanna als Geheimdienstoffizier unter Admiral Charles Freeman und von Oktober 1935 bis Juni 1937 wurde er als Assistant Naval Attache in der US-Botschaft nach Rom abgeordnet. Er begleitete die italienische Armee auf ihrem Eroberungszug nach Äthiopien und traf dort auf Spitzen-Militärs des faschistischen Italien. Während des zweiten Weltkriegs kämpfte er gegen die Japaner auf Guam. Nach dem Krieg kehrte er nach Washington zurück und diente bis zu seinem Ruhestand 1948 als USMC Inspektionsgeneral.

Er wandte sich nach seinem Ruhestand an den Direktor von ITT, Sosthenes Behn, der ein guter Freund seines Vaters war, um nach einer Anstellung zu suchen. Behn schickte ihn daraufhin als Repräsentant für ITT in den Mittleren Osten. Von seinem Büro in Kairo besuchte Jose de Valle Instanbul, Damaskus, Beirut und Athen. Anschließend kam nach einem kurzen Aufenthalt in Rom nach Buenos Aires, Argentinien, wo er als Präsident der ITT für ganz Südamerika arbeitete. Sein Feldzug gegen den Kommunismus führte ihn schließlich zu Senator McCarthy, angeblich, weil sein (McCarthy´s) Leben in Gefahr wäre. Aufgrund seiner antisemitischen Hasstiraden und Versuchen, politischen Einfluss auf die Truman-Regierung hinsichtlich dem Kampf gegen den Kommunismus und die UN zu gewinnen, wurde er schließlich 1951 von Behn entlassen.

Kurz darauf traf er auf den damaligen CIA-Direktor Walter Bedell Smith, der gerade Admiral Roscoe Hillenkoetter ersetzt hatte. Der wiederum bot de Valle an, nach Japan zu gehen, weil er dachte, er könne damit General MacArthur elegant loswerden. Doch Del Valle machte gegenüber Bedell Smith keinen Hehl daraus, dass er General MacArthur sehr schätze und ihn für den fähigsten General und Staatsmann hielt, den das Land je besessen hat. Damit hatte sich die Sache mit dem CIA erledigt.

Es gab immer wieder Grabenkämpfe innerhalb der CIA und der Regierung wegen der Frage nach dem Vorgehen gegen den Kommunismus und der angestrebten internationalen Weltregierung, namentlich zwischen den sogenannten „Isolationisten“ und den „Internationalisten“, worunter auch der CFR und die Ford Foundation zu zählen waren.

De Valle gründete daraufhin eine rechtsextremistische Organisation, um die öffentliche Meinung gegen die internationale Elite (CFR, Ford Foundation usw.) aufzuhetzen. Seine Hoffnung setzte er insbesondere auf die America Plus Inc. unter Führung von Irvin Borders, eine in Los Angeles ansässige Gruppe, die in 14 Staaten operierte. Ferner wandte er sich an General Douglas MacArthur in New York, um „The Minutemen of America“ zu gründen mit folgenden Abteilungen: Geheimdienst, Operationen, Versorgung, Finanzen, Public Relation und Personal.

Interessant ist hierbei auch, dass bereits im September 1954 der Republikanische Senator William E. Jenner aus Indiana und der Republikanische Kongressmann von North Dakota, Usher Burdick die UN als den Anfang für die Zerstörung der amerikanischen Verfassung und Bürgerrechte sahen und sie in Wahrheit nur deswegen gegründet wurde, um eine Weltregierung unter der Führung des Kommunismus zu errichten.

De Valle jedenfalls unterhielt gute Kontakte zum italienischen „Schwarzen Prinzen“ Junio Valerio Borghese, welcher der erste Präsident der neofaschistischen Movimento Sociale Italiano (MSI) war.

Er trat auch dafür ein, dass Amerika osteuropäische Exil-Regierungen unterstützen sollte mit sogenannten faschistischen Gruppen, um eine neue Untergrundkampftruppe zu kreieren, falls die Sowjetunion Europa militärisch überrollen sollte. De Valle soll auch dafür verantwortlich sein, dass 1962 der rechtsextremistische Italiener Guido Giannettini an der US Naval Akademie in Annpolis eingeladen worden ist, um einen dreitägigen Kurs zum Thema „Gelegenheiten und Techniken für Coups d´Etat in Europa“ abzuhalten.

Was Hitler betraf, war De Valle etwas differenzierter eingestellt. Zwar bewundere er Hitlers Vorgehensweise und befand auch grundsätzlich das Regime in Nazi-Deutschland für gut, allerdings verurteilte er die Finanzierung von Nazi-Deutschland durch die Rothschildbank, die letztendlich auch dafür sorgte, dass Hitler wieder flüssig wurde.

Während seiner Zeit in Buenos Aires als ITT-Repräsentant machte er mit der Suvarov Union Bekanntschaft, ein Netzwerk aus weißrussischen Exilanten unter der Führung von General Boris Smyslovsky-Holmston, der während des Bürgerkrieg gegen die Bolschewiken kämpfte. Er schloss sich dann der deutschen Wehrmacht als „Colonel von Regenau“ an und führte hinter den russischen Linien während des zweiten Weltkrieges den Guerilla-Kampf an.

Die Suvarov Union sah den ehemaligen russischen Erzherzog Cyril, einen Nazi-Sympathisanten, der in Frankreich während der 30er Jahre lebte, als waren Zaren an. Neben der DAC gab es noch die rechtsextremistische „Sovereign Ordner of Saint John of Jerusalem, Knights of Malta“, die ihr Hauptquartier in Shickshinny, Pennsylvania hatte, der De Valle neben Gen. Lemuel Shepherd, Lt. Gen. George Stratemeyer, Maj. Gen. Charles Willoughby, Brig. Gen. Bonner Fellers, Admiral Charles M. Cooke und Conter-Admiral Francis T. Spellman angehörten, um nur einige zu nennen.

Die „Shickshinny Knights“ wurden von Charles Pichel angeführt, der ebenfalls freundschaftliche Beziehungen zur weißrussischen Exilgesellschaft unterhielt. In Wahrheit glaubte De Valle jedoch nicht, dass Amerika ernsthaft von Russland bedroht sein könnte. Das lässt sich dadurch ableiten, dass in den einschlägigen Schriften dieser Gruppierungen nur sehr wenige bis überhaupt keine Informationen über die politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen oder militärischen Entwicklungen innerhalb Russlands zu finden sind.

Hingegen war De Valle mit seinen Gefolgsleuten überzeugt, dass Russland selbst Opfer einer Eine-Welt-Anhänger-Verschwörung sei, angeführt von jüdischen Bankhäusern in New York City. Aus seiner Sicht wären die wahren Feinde Jacob Schiff, Paul Warburg und Bernard Baruch und nicht Vladimir Lenin, Leon Trotsky und Joseph Stalin.

Zusammenfassend betrachtete die DAC generell die Weltgeschichte als eine massive Verschwörung von Schattenmännern, wobei Marionetten und Politiker hinter den Kulissen von einer Schar von geheimen, jüdischen Meistern kontrolliert werden. Im Januar 1955 veröffentlichte das Organ der DAC „Task Force“ eine gezeichnete Landkarte , die Colonel Eugene Pomeroy angeblich von einer Patriotin erhalten hatte, als sie sich im September 1952 auf der Londoner Konferenz der World Association of Parliamentarians for World Government (United World Ferderalists) eingeschlichen hatte.

Die Karte teilte die Welt in eine Serie von Zonen und Regionen auf. So wurde die USA in vier Zonenen aufgeteilt, wonach laut Pomeroy ein „Mau Mau Chef“ als Kommissar den Süden leitet, während das Gebiet vom Atlantik bis zu den Rocky Mountains möglicherweise unter die Diktatur von Huk Filipinos fällt. Die Westküstenstaaten um den Pazifischen Ozean könnten von einem Rotchinesen angeführt werden. Außerdem will die „Elite“ die Amerikaner auf ein Niveau von Buschmännern reduzieren und Amerikas Überschussproduktionen sollen exportiert werden.

Die Eine-Welt-Wirtschaft soll auf ein Wüstenplateau in Amerika errichtet werden. Es gibt keine Toleranz für Immigrationkontrolle. Dadurch kann man erwarten, dass die Westküsten von Rotchinesen, die Ost- und restlichen Staaten von Millionen von Levanten, Inder, Malayen und Afrikaner überschwemmt werden. Die weiße Rasse würde dadurch dem Untergang geweiht sein und ähnlich wie die ‚Azteken als verlorene Rasse in die Geschichtsbücher eingehen.

Und unheilvoll orakelte Pomery im Anschluss seines Artikels, dass schon 1960 die Vereinigten Staaten, so wie man sie kennt, mit ihrer Verfassung und allem Drum und Dran vom Erdboden verschwinden würde.

In seinem Buch „Eiserner Vorhang über Amerika“ schrieb John Beaty, ein englischer Professor und ehemaliger Führer der Süd-Methodisten Universität in Dallas, 1951, dass über die Reformen von Zar Alexander II die jüdischen Khazars die Fähigkeit erhielten, Russland zu infiltrieren und zu korrumpieren. Das taten sie mit vier Zielen vor Augen: Entwicklung des Kommunismus, Unruhe stiften, Anwachsen des Zionismus und die Überführung ihresgleichen nach Amerika.

Nach Beaty wären sie nicht nur in der Lage, die Kontrolle über Russland zu übernehmen, sondern auch durch eine in Amerika ansässige Minderheit eine Verschwörung gegen das amerikanische Volk zu inszenieren.

Des Weiteren behauptete Beaty, dass die Khazaren, nachdem sie mehr oder weniger die Kontrolle über die Demokratische Partei übernommen haben, Amerika ausgetrickst hatten, um in den Krieg gegen Deutschland zu ziehen und so viele Arier wie noch möglich zu töten.

Die Khazaren wären analog zu den „Internationalisten“ in Amerika die Puppenspieler von Russland, weil „Stalin, Kagonovich, Beria, Molotov und Litvinoff alle jüdisches Blut haben oder mit Jüdinnen verheiratet sind“.

Auf der englischen Seite von LEL stand der prominente Feldmarschall Lord Ironside sowie der Graf von Buchan, Lt. General Sir Balfour Hutchison, Brigadier A.R. Wallis und Arthur Keith Chesterton, der Gründer und Führer der LEL. Die LEL fungierte auch als die wichtigste Trainingsstätte für die nächste Generation der britischen Neofaschisten und Hardliner-Loyalisten. Ihnen gehörten Männer wie John Tyndall, Martin Webster, Colin Jordan, Austin Brooks und John Bean an, die später die National Front anführten. Ihr Programm gegen die UN, SEATO. CENTO und der EU war ähnlichem dem der DAC. Sie wiederum waren überzeugt, dass Winston Churchill und sein Sohn Randolph zusammen mit Anthony Eden willfährige Sklaven von Bernard Baruch waren.

Ihre Angriffsziele waren insbesondere Elitegruppen wie RIIA (Royal Institute of International Affairs“, der CFR und die Bilderberger. Im Gegensatz zu anderen britischen rechtsextremistischen Gruppierungen avancierte die National Front zu einer ernstzunehmenden Partei bis Margret Thatchers Tory Partei Ende der 70er Jahre ihren Slogan „Dritte Welt Immigration nach England muss gestoppt werden“ zu eigen machte und daraufhin die NF in die Bedeutungslosigkeit verschwand.

Chesterton und De Valle hielten über 20 Jahre lang regelmäßigen Kontakt zueinander. Wie De Valle und Pomeroy war auch Chesterton davon überzeugt, dass das Zentrum einer weltumspannenden Verschwörung in New York City liegt.

Am Rande sei noch eine interessante Geschichte erwähnt, die sich in 1965/66 abgespielt hat. Es ging um einen übergelaufenen polnischen hochrangigen Militär Colonel Michel Goleniewski, welcher der CIA unschätzbare Informationen über russische Maulwürfe gegeben hat. Der Führer der Shickshinny Knights, Charles Pichel, erklärte daraufhin Goleniewski zum Großmeister der Shickshinny Knights, nachdem dieser von sich behauptet hatte, der wahre letzte Zar von Russland, Alexi Romanov zu sein. Diese Behauptung brachte wiederum den „Task Force“-Korrespondenten in London, George Knupffer derart auf, dass er alle dazu aufrief, sofort die Shickshinny Knights zu verlassen, wenn sie sich weiter mit diesem Mann abgeben. Knupffer war ein Anhänger des Sohns von Erzherzog Cyril, Vladimir.

De Valle wiederum wollte von der Forderung Knupffers nichts hören, weil Frank Capell, ebenfalls ein Freund von De Valle und „Knight“-Bruder von Goleniewski die Information erhalten hatte, dass Henry Kissinger in Wahrheit ein Sowjet-Agent sei, der 1946 in Deutschland von den Russen rekrutiert worden sei unter dem Decknahmen „Bor“.

Robert Welsh, Gründer der rechtsextremistischen amerikanischen John Birch Society (JBS), behauptete wiederum, Präsident Dwight D. Eisenhower wäre ein überzeugter Spion für den Kreml.

1997 schrieb eine alte Frau namens Jacqueline Smolders, sozusagen auf dem Sterbebett, ein Geständnis, in dem sie von einem Le Stanley Club in Brüssel berichtete, der Sex-Orgien organisiert haben soll. Er existierte in den 60er Jahren bis zum Jahr 1971/72. Sie selbst war dort Mitglied und kannte den Eigentümer, einen gewissen Marcel Hofmans. Zu dem Club gehörten auch Mitglieder von US-Großkonzernen wie IBM und Union Carbide. Hofmans und seine Kollegen arbeiteten ebenfalls bei IBM zu dieser Zeit. In dem Club gab es einen zweiten Stock, in dem Pornofilme gedreht wurden, einschließlich mit Hunden. Hinter dem Tresen stand damals ein farbiges Mädchen, das leicht Virginie Baranyanka gewesen sein könnte, heute die Anwältin von Michel Nihoul, die Jahrzehnte später dafür verantwortlich war, dass Connerotte seinen Posten wegen dem sogenannten „Spaghetti-Vorfall“ als Ermittlungsrichter im Dutroux-Fall räumen musste. Sie war sich ganz sicher, dass der Vater der ermordeten Loubna Benaissa ein Ex-Kolonialist und ein Mitglied dieses Stanley Clubs war. Nach Smolders Aussage mussten also mehrere Mitglieder aus dem Stanley Club Michel Nihoul gekannt haben.

Eine Mary Porsont, die im La Piscine, ebenfalls ein Club von Marcel Hofmans, in den frühen 90er Jahren arbeitete, machte ebenfalls ein paar bedeutende Aussagen. Im Zeitraumzwischen 1993 und 1994 arbeitete sie auch für die SETca (Syndicat des employes, techniciens et cadres) und der Sozialist Partei. Dort lernte sie auch einen gewissen Richard de Groot kennen. Dieser stellte sie Roger Labarbe vor, dem Landesvorsitzenden der SETca. Sie boten ihr an, zu Sex-Orgien zu kommen, für die sie reichlich finanziell entschädigt werden sollte. Damals war sie knapp bei Kasse und willigte ein. Zusammen mit den Herren ging sie gelegentlich in den Swinger-Club Hoeve Bornedries, der vorher dem ehemaligen Verteidigungsminister Guy Coeme gehörte. Öfter jedoch besuchte sie in Etterbeek, Antwerpen den privaten Club La Lune des Pirates,der später in La Piscine umbenannt wurde. Sie konnte zwar nicht bestätigen, dass in diesen Clubs Sex mit Minderjährigen praktiziert wurde, aber die Anwesenheit von vielen bekannten und angesehenen Leuten aus der belgischen Gesellschaft. Dennoch hörte sie viel von bizarren sexuellen Vorlieben einiger Gäste aus der sogenannten feinen Gesellschaft und dass auch die Möglichkeit bestünde, Kindersex-Partys zu organisieren.

Es ist also sehr wahrscheinlich, dass Nihoul auch in diesen Clubs verkehrte, die nicht fern von den Clubs Les Atrebates und The Dolo lagen. Hofmans selbst hatte wohl auch die belgische Ausgabe eines „Bhagwan Tantric Cult“ oder auch Raelien Movement genannt, aufgebaut, der seinen Geschäftssitz im Gebäude hatte, wo auch der Club La Piscine war. Später zog diese Sekte in die Kammenstraat 29, Antwerpen um und am 27.11.1995 führten Polizisten in der gleichen Adresse eine Hausdurchsuchung durch auf der Suche nach einer Person namens Eric Mattheeussen, der beschuldigt wurde, illegale Fotografien in Leichenhäusern zu machen, vornehmlich von Toten, die Opfer von tragischen Verkehrsunfällen wurden.

Sie fanden dort zahlreiche Kisten, in denen Tausende von Kinderfotos waren. Die meisten waren normale Fotos bei verschiedenen unverfänglichen Gelegenheiten, meistens von vorne geschossen. Daneben gab es aber auch Hunderte Abbildungen von Kinderleichen, oft in den widerlichsten Positionen. Viele Bilder wurden von ihm selbst gemacht, andere wurden auf Wunsch von anderen Fotografen gemacht. Einige Kisten offenbarten kinderpornografisches Bildmaterial, daneben Hunderte von Magazinen, die Penetrationen von sehr jungen Kindern durch Heranwachsende und sonstige pädophile Fantasien zeigten.

Es gab auch Bilder von verstorbenen Kindern in Konzentrationslagern sowie Zeitungsausschnitte von prominenten Vermisstenfällen.

In den späten 90er Jahren gab es in Holland die sogenannte Rolodex-Untersuchung. Joris Demmink zog im Jahr 2000 die Aufmerksamkeit der Polizeibehörden auf sich, als es um die Verbindungen von Marc Dutroux nach Holland ging. Es war die Zeit, als gerade der Zandvoort Kinderpornoring aufgedeckt wurde und die Medien die belgische Morkhoven Arbeitsgruppe beobachteten.

Bereits 1998 fanden von Utrecht aus heimliche Ermittlungen gegen Joris Demmink, dem Generalsekretär des Justizministeriums statt, bei dem es um Anschuldigungen gegenüber Personen aus der gehobenen Gesellschaftsschicht gegangen ist, Sex mit minderjährige Jungen zu haben. Demmink soll diesbezüglich einem der Verdächtigen brisante Informationen zu den Ermittlungen gegeben haben. Demmink selbst soll in diesen Kindermissbrauchsfällen involviert gewesen sein. Sein Vorgesetzter, Generalstaatsanwalt Piet-Hein Donner verhinderte im weiteren Verlauf, dass gegen Demmink weitere Untersuchungen und Ermittlungen eingeleitet wurden.

Im Zusammenhang mit der sogenannten Rolodex-Affäre tauchten auch die Namen Prinz Claus und Frits Salomonson auf.

Salomonson war ein Partner des Rechtsanwalts Oscar Hammerstein, der zahlreiche Verbindungen zum Organisierten Verbrechen in Holland hatte. Von 1984 bis 1986 war er im Beratungsboard der Firma Text Lite und blieb auch weiterhin der Berater bis die Firma im Jahr 1990 zusammenbrach. Aus diesem Zusammenbruch erwuchs 1994 ein weiterer Skandal.

1991 bis 1995 war er Partner in der Rechtsanwaltskanzlei Boekel de Neree, in der Rutger Schimmelpenninck ebenfalls tätig war. Salomonson soll für Klaas Bruinsma und Etienne Urka über die Firma Text Lite Geld gewaschen haben. Über diese Affäre ist er schließlich gestolpert und wurde als Berater von Königin Beatrix entlassen. Zurzeit lebt Salomonson in Belgien.

1982 erschienen Berichte, dass Prinz Claus zusammen mit Salomonson die Schwulenbars von New York unsicher machte und darüber existieren auch entsprechende Bilder.

Einem unveröffentlichten Spiegelbericht zufolge, der sich auf Quellen in Bonn bezog, ist Claus bereits 1962 von seinem Diplomatenposten an der Ivory Küste abgezogen worden wegen seines sexuellen Verhaltens und weil er eine Affäre mit einem Ostdeutschen Diplomaten gehabt hatte.

Ein weiterer Freund von Demmink war Ger van Roon, der sich Kinder aus Osteuropa in sein Appartement bringen ließ, wo schräge Sex-Partys abgehalten wurden. Dies geht aus Polizeiakten hervor. Van Roon pflegte Kontakte zu Pädophilen wie Karel Maasdam, „German Willy“ und Lothar Glandorf. Glandorf selbst betrieb zu diesem Zeitpunkt eine Pension in Rotterdam und handelte mit Hunderten von Kindern aus England, die nach Osteuropa geschickt wurden.

Salomonson hatte offensichtlich auch eine Position in der Banque de Suez Holland, die zu diesem Zeitpunkt von Etienne Davignon geleitet wurde. Die Suez Group hatte gerade die Society Generale übernommen, als Davignon den Vorsitz übernahm. So kam es auch, dass er zusammen mit Maurice Lippens die Society Generale leitete.

In Holland soll es auch eine Sekte gegeben haben, die aus 300 Mitgliedern, vorwiegend aus Rechtsanwälten, Juristen, Richter und Polizeibeamte, bestand. Sie hielten ihre Treffen auf einem ländlichen Anwesen ab, wo Kindesmissbrauch stattfand.

Obwohl zahlreiche Zeugen der Polizei meldeten, dass auf der Villa Westflier in Markelo etwas Schlimmes vor sich ginge, wurde nichts dagegen unternommen. Bei einer oberflächlichen Untersuchung der Einwohner dieses Anwesen stellte man aber fest, dass hier sehr enge Verbindungen zu I.G. Farben existierten und dass dieses Anwesen ein Internat für junge Mädchen mit emotionalen oder Verhaltensstörungen gewesen war. Dieses Stück Erde war Jahrhundertelang im Besitz der Schimmelpenninck-Familie.

1993 kam es zur sogenannten IRT-Affäre, dessen Fokus sich auf die Polizei selbst richtete. Eine Polizeieinheit arbeitete mit mehreren wichtigen Drogendealern zusammen, angeblich, um an die Top-Männer des Internationalen Drogenhandels zu kommen. Anfänglich gab es nur Anschuldigungen dahingehend, dass große Mengen von Marihuana durchgewunken wurden, aber bald stellte sich heraus, dass 15.000 Kilo Kokain nach Holland mit Wissen der Polizei eingeschmuggelt wurden.

Eine Zusammenarbeit bestand insbesondere mit den Drogenhändlern Mink Kok und Kris J. Der letztere war der Kopf des holländischen Stützpunktes vom Cali Kartell und gehörte zu der Führungsriege des Kartells in Kolumbien. Es gab Anzeichen dafür, dass auch in dieser Aktion die DEA (Drug Enforcement Agency) von Amerika, insbesondere Robert Nieves eingebunden war. Nieves wiederum war ein enger Verbündeter von Oliver North und Joe Fernandez (CIA-Stationschef in Costa Rica von 1984 bis 1986) während der gesamten Contra-Affäre. Nach seinem Ruhestand arbeitete Nieves weiter mit der DEA über die Firma Guardian Technologies zusammen, die schusssichere Westen herstellte.

Auffällig ist, dass Mink Kok fließend Hebräisch sprich und Anfang 1980 sogar in einem Kibbutz war. 1999 führte die Polizei in Amsterdam bei Mink Kok eine Hausdurchsuchung durch, weil sich einige Nachbarn darüber beschwerten, dass Wasser durch die Wände kommen würde. Was die Polizei schließlich im Haus vorfand, war eine Ansammlung von 220 Teile fortgeschrittener Waffensysteme wie Raketenwerfer, Schnellschussgewehre, P90 mit Lasersichtglas, H&K Maschinenegewehre, Beretta-Gewehre als Regenschirme getarnt, ‚Schalldämpfer, Nachsichtgläser, schusssichere Westen und Sprengstoffkörper mit Fernzündungen. Gelegentlich konnten die Nachbarn Blicke auf die seltsamen Besucher von Mink Kok werfen: eine Frau und mehrere Männer von mediterranem Aussehen. Angeblich lieferten sie die Waffen aus ihren Fabriken an Mink Kok aus, die für die USA und die jordanische Armee bestimmt waren.

Jedenfalls weist der IRT-Fall eine Vielzahl von Ähnlichkeiten auf mit den Ereignissen, die schließlich zu dem Lockerbie-Bombenanschlag führten. Gemäß der „Time“ soll die rote Tasche von der Jibril Gruppe mit Hilfe von Monzer al-Kassar, der mit der DEA zusammenarbeitete, an Board des Flugzeugs platziert worden sein. Jibril und seine Gruppe hatten sich diesen Flug ausgesucht, weil ein Geheimdienstteam unter Leitung von Charles McKee dort war; ihre Aufgabe war die Iran-Contral-Geiseln zu finden und zu befreien. In Ine Veens Buch „Mord im Namen der Krone“ schrieb sie über den Mord an Pim Fortuyn und seine Hintergründe. Hier wird die Theorie angesprochen, dass derselbe Monzar al-Kassar ein Mordkommando zusammenstellte, um Maarten van Traa zu beseitigen und den muslimischen Fundamentalisten Abu Fatah dafür rekrutiert haben soll, der letztendlich dafür verantwortlich gewesen ist, dass zwei verschiedene Munitionen im Körper von Fortuyn gefunden wurden. Fortuyn könnte auf der Abschussliste gestanden haben, weil er Anti-Bilderberger und damit gegen die EU, gegen die Monarchie und gegen arabische Immigration war. Zudem wurde er als zukünftiger Premierminister von den Niederlanden gehandelt. Holländische Geheimdienstagenten, die bereits ein Auge auf die Entwicklung von Fanaten wie Volkert van der Gaag, den mutmaßlichen Killer von Pim Fortuyn, hatten, wussten von ihm, dass er bereits 1996 den Umweltbeamten Chris van der Werken ermordet hatte. Aber anstatt in die Ermittlungen gegen van der Gaag einzuwilligen, rekrutierten sie ihn als Informanten und Spion über die Aktivistengruppe, in der er involviert gewesen ist. So ließen sie ihn weiter gewähren und stachelten ihn wohlmöglich an, bis er schließlich den „neuen Hitler“ 2002 ermorden konnte. Derzeit sitzt Volkert im Gefängnis für den Mord an Pim Fortuyn.

Unabhängig von den X-Dossiers gab es noch andere Zeugenaussagen, wie zum Beispiel die von einer Catharina am 20.02.1997. Sie war die Tochter eines wohlhabenden Geschäftsmannes, der in einem sadistischen und gewalttätigen Kinderschänder-Netzwerk involviert war, das sich von Italien und der Schweiz nach Belgien und den Niederlanden erstreckte. Hauptsitz dieser Sekte war wohl Zürich. Eine der Kinderschänderplätze war nach ihren Aussagen in Dordrecht im Haus „In de Spijkermandt“.

Der Dachboden wurde für eine Nazi-Sekte ausgebaut. Einige der Kinderleichen verschwanden mit Hilfe eines Fleischerladens in Rotterdam in der Van Hellemondstraat. Unter den Mitgliedern befanden sich Notare und Armeeoffiziere. Ein anonymer Brief, der am 13. Dezember 1996 bei der Polizei einging, erzählte von einer Sekte in Holland, die aus etwa 300 Mitgliedern bestand, vornehmlich Rechtsanwälte, Juristen, Richter und Polizeibeamte. Dieser Brief erwähnte die Villa Westflier in Markelo als Kultstätte und Ort von Kindesmissbrauch und Schändungen. Dieser Brief klingt sehr vertraut mit dem, was auch von Jacqueline Smolders 1997 behauptet wurde. Heute beherbergt dieser Ort den Hohen Rat der Adligen und den Prinz Bernhard Kultur Fond. In einem Artikel von George Zimmerman über das Leben von Prinz Alexander de Rethy (seine Mutter und andere Familienmitglieder wurden des Kindesmissbrauchs beschuldigt), erschienen im Dezember 2009, findet sich noch eine weitere interessante Information: Der Prinz arbeitete in einer ehemaligen Kolonie für eine Firma aus der Gruppe des Firmengeflechts um Michel Relecom, Chef der Brauereigruppe Unibra und zu diesem Zeitpunkt der größte belgische Privatinvestor in Zaire.

Zur Unibra, die von Freunden von Paul Vanden Boeynants kontrolliert wurde, gehörte eine spezielle Firma, das Europäische Institute für Management (EIM), ein unschuldig klingender Name hinter dem aber ein privater Geheimdienstapparat verborgen liegt.

Zuvor, im Jahr 2006, erschien schon einmal ein Artikel über EIM, bei dem es um den Fund von 30 Disketten im Haus von Madani Bouhouche (einem angeklagten Kinderschänder) ging. Die Disketten gelangten in die Redaktion von De Morgen, George Zimmerman´s Zeitung und die wiederum konnten eine dieser Disketten knacken. Darauf befand sich eine umfangreiche Kundendatenbank einer fragwürdigen Detektei „Agence de Recherche et d´Information (ARI)“, die Bouhouche und sein Partner Bob Beijer 1984 und 1985 führten. Es stellte sich heraus, dass es sich hierbei nicht um irgendwelche Wald und Wiesen-Klienten handelte, sondern dass ARI Hunderte von Kunden aus allen Lebensbereichen betreute. Viele dieser Klienten wurden von Etienne Davignon und dem Rechtsanwalt Jean-Paul Dumont vermittelt.

Diese Datenbank zeigt unwiderlegbar auf, dass die ARI direkten Kontakt zur amerikanischen Botschaft in Brüssel hatte und dort unter Vertrag genommen wurde genauso wie von belgischen Standort der DEA.

Auf der Liste erschien auch der saudische Geheimdienstagent Faez El Ajjaz, der sich selbst als Journalist ausgab. Er wurde mit dem Mordversuch an dem Gendarm-Major Herman Vernaillen in Verbindung gebracht. Der ehemalige Gendarm Colonel Rene Mayerus vermittelte ebenfalls viele Klienten an ARI. Douglas MacArthur II war Vorsitzender der EIM und Mayerus der zuständige Direktor.

Die EIM-Zentrale liegt direkt gegenüber von der amerikanischen Botschaft in Brüssel. Michele Relecom, Vertrauter von Präsident Mobutu Sese Seko und Vorsitzender der Belgisch-Afrikanischen Handelskammer, gehörte EIM.

EIM hatte mehrere Verträge mit der Regierung von Zaire geschlossen. Über Mayerus kamen Bouhouche und Beijer auch zum amerikanischen Nachrichtenbüro für Kommerz, das International Intelligence Inc. (Intertel). Bekannt war schon länger, dass Bouhouche der Freund von DEA-Agent Jean-Francois Buslik war, der mit dem Mordversuch an Vernaillen und Goffinon im Oktober 1981 in Verbindung gebracht wurde.

Buslik wiederum kannte den DEA-Informanten Frank Eaton, der einer der Führer der kriminellen und subversiven Gruppe G Zelle innerhalb der Gendarmerie war. Der Grund für die Mordversuche lag wohl darin, dass Vernaillen und Goffinon Anschuldigungen von einem großangelegten Drogenhandel nachgingen, in denen auch eine der Firmen von Vanden Boeynants involviert gewesen ist.

Ajjaz war ein Syrier mit engen Kontakten zum saudischen Königshaus und zahlreichen Terrororganisationen aus dem Mittleren Osten. Er soll auch mit dem Grafen Carl Armfelt, einem CIA-Agenten und Mitgliedern von der WACL zusammengearbeitet haben. Vornehmlich ging es um die Lieferungen von High Tech Militärgerätschaften an Israel, Libanon, Libyen, Irak, die PLO, IRA, ETA und an militante Untergrundorganisationen in Belgien und Schweden.

Armfelt steht auch im Verdacht, die Stay-Behind-Truppen in Skandinavien und Holland aufgebaut zu haben. Er war unter anderem an den Planungen zum Sturz von Desi Bouterse, Surinam beteiligt, dieser Plan ging aber schief, weil Bouterse vorher alle CIA, DIA NSC und alle, die zum Umsturz vorgesehenen Operateure aus Holland umbringen ließ.

Auffällig ist auch, dass Bouhouche und Mayerus Experten auf dem Gebiet der Gebäudesicherung von großen Schlössern und Anwesen waren. Michel Relecom war auch zusammen mit Louis Bloomfield Eigentümer der Permindex-Firma

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