Der Dummfick Oliver Dikas Fabulist meldet sich mal wieder zu Wort

Liebe Leserinnen und Leser meines Blogs,

sicherlich habt Ihr Euch schon gefragt, warum ich längere Zeit nichts mehr eingestellt habe.

Der Grund liegt in den umfangreichen Recherchen für weitere Themen, deren Ausarbeitungen nun mal einige Zeit brauchen.

Ich möchte es aber trotzdem nicht versäumen, eine kleine Nachricht an das fette, kleine, schmierige Schweinchen namens Oliver Dikas ein paar Worte zu richten.

Klickt den Beitrag einfach weg, wenn es Euch nicht interessiert.

Ich habe einen eigenen Blog zu diesem Psychopathen eröffnet, denn im Gegensatz zu diesem Schwachomaten brauche ich mich nicht hinter Tausenden von Pseudonymen zu verstecken und geisteskranken Abfall in die Welt zu setzen.

Ich denke, das ist doch ganz in Deinem Sinne – nicht wahr?

Meinen Blog CaroimChaos möchte ich für so einen Schwachsinn mit Dir nicht weiter versauen. Insofern tobe Dich auf meinem neuesten Blog Dummfick Oliver Dikas aus.

Die Bibel und Neuzeit – Teil 1 – Ostern in der Endzeit

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Schon vor längerer Zeit hatte ich versprochen, mich in meinen nächsten Beiträgen intensiver mit der Bibel und ihre Bedeutung in unserer Zeit auseinanderzusetzen.

Das bevorstehende Osterfest nehme ich deswegen gerne zum Anlass, um das letzte Kapitel „Bibel und Neuzeit“ meines Blog-Buches zu beginnen.

Es ist kein Zufall, dass es sich hier just um das 13. Kapitel handelt, denn auch Jesus und seine 12 Jünger waren zusammen 13 an der Zahl.

Die Zahl 13 steht damit symbolisch für die Erneuerung und Wiedergeburt.

Mit Jesus wurde das reine Christentum (ohne Unterscheidung zwischen Katholiken, Evangelisten, Protestanten und Orthodoxen) eingeläutet, das die Menschen zu mehr Bewusstsein für die wahre Essenz des Lebens jenseits der Materie und damit auch wieder zu Gott als allmächtigen Schöpfergeist und himmlischen Vater zurückführen sollte.

Das Alte Testament hatte ja bis zu diesem Zeitpunkt über seine ausgesuchten Schreiber und Propheten von zahlreichen Gräueltaten der antiken Menschen berichtet, sodass es für Gott höchste Zeit wurde, ein letztes Mal zur Warnung und Errettung der menschlichen Seelen seinen fleischgewordenen Sohn Jesus Christus auf die Erde zu schicken.

Wenn wir also Ostern feiern, sollten wir dabei immer im Hinterkopf behalten, dass Jesus Christus von Gott höchstpersönlich als Opferlamm für die Menschen auf Erden dargebracht wurde. Es spielt hierbei keinerlei Rolle, ob es sich um Muslime, Christen, Juden, Atheisten, Buddhisten, Hindus oder sonstige Glaubensrichtungen handelt, denn für Gott zählt nur alleine die Wahrheit und Aufrichtigkeit des einzelnen Herzens.

Dass ich mich hier vor allem auf die Bibel stütze, ist dem Umstand geschuldet, dass ich erstens im christlichen Glauben erzogen wurde und zweitens viel ältere indische, chinesische und afrikanische Originalschriften/Zeichen nicht lesen kann bzw. deren Sprache nicht mächtig bin.

Für mich steht allerdings fest, dass Gott seine Botschaften allen beseelten Menschen in ihren jeweiligen Sprachen und Traditionen auf der Erde schon lange Zeit vor der Bibel an die Hand gegeben hat, um sie nach dem Sündenfall für das „Überleben“ in der Materie vorzubereiten und für die Erlösung aus der dualistischen Welt (das Reich Satans) anzuleiten.

Die Seele eines jeden Menschen ist das göttliche Feuer oder besser gesagt – der göttliche Funke, der mit einem seidenen Silberschnürchen (symbolisch gesprochen) mit der schöpferischen Urquelle verbunden ist. Deswegen ist es auch so wichtig, diesen Funken niemals zum Erlöschen zu bringen, denn das würde auch den zweiten und damit endgültigen Tod bedeuten, wie es schon Jesus in Matthäus, Kapitel 25, Vers 40 ff. sagte: „‘Wahrlich, ich sage euch: In dem Maße, wie ihr es einem der geringsten dieser meiner Brüder getan habt, habt ihr es mir getan‘. Dann wird er seinerseits zu denen zu seiner Linken sagen: ‚Geht weg von mir, ihr, die ihr verflucht worden seid, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bereitet ist. Denn ich wurde hungrig, aber ihr gabt mir nichts zu essen, und ich wurde durstig, aber ihr gabt mir nichts zu trinken. Ich war ein Fremder, aber ihr nahmt mich nicht gastfreundlich auf, nackt, aber ihr bekleidetet mich nicht, krank und im Gefängnis, aber ihr saht nicht nach mir.‘ […] „Wahrlich, ich sage euch: In dem Maße, wie ihr es einem dieser Geringsten nicht getan habt, habt ihr es mir nicht getan. Und diese werden in die ewige Abschneidung [Anm.: Trennung von dem Silberschnürchen und damit auch das Erlöschen des göttlichen Funkens – die Seele stirbt] weggehen, die Gerechten aber in das ewige Leben.“

Was es heißen kann, seine Seele zu verlieren, dürften viele Horrorgeschichten über verfluchte Orte und Geister durch die jeweiligen Zeitepochen hindurch klar verdeutlicht haben. Ich verweise an dieser Stelle auch auf den 6. Teil meiner Ausarbeitung zu den Kindermorden BRD – Rituelle Morde, Okkultismus und Satanismus im Sinne der Staatsräson?

Bereits die Ureinwohner Afrikas wussten ganz genau, dass der Mensch aus der Dreiheit Körper, Geist und Seele besteht, wobei der Körper ganz sicher stirbt und sich in seine atomaren Bestandteile auflöst, während die Seele u.U. überleben und zu ihrem Ursprung zurückkehren kann, sofern sich der verstorbene Mensch bis dahin seiner göttlich-kosmischen Verbindung bewusst war. Der Geist allerdings ist reine physikalische Energie (Kundalini), die nicht vergeht; aber ohne Seele ist der Geist verdammt, hier in der Materie ewig blind herumzuwandern und rastlos nach neuen Wirten zu suchen, die er besetzen, manipulieren und energetisch aussagen kann. Physikalisch gesehen muss sich also der Geist ohne Seele irgendwie energetisch auf Erden umwandeln, um sich an die gegebenen materiellen Rahmenbedingungen anzupassen.

Wenn neuere Geschichten wie „Chucky, die Mörderpuppe“ ihre Runden machen, wissen die Drehbuchautoren und Regisseure von Hollywood ganz genau, was diese Filme in ihrer Grundaussage zu bedeuten haben.

Um wahrgenommen zu werden, ist dem herumirrenden Geist jedes Mittel recht, selbst in leblose Materie einzufahren, wo er dann sein trauriges, sinnentleertes Dasein ohne Aussicht auf Erlösung fristen muss. Er ist damit für immer an die Materie angekettet und zum Spielball dieser satanischen Kräfte geworden, wie ich es auch schon in meinem jüngsten aktuellen Beitrag zum NATO-Bündnis und Sicherheitspolitik Deutschlands zum Ausdruck gebracht hatte.

An dieser Stelle empfehle ich aber auch gerne den Film mit Steve Martin aus dem Jahr 1984 „Solo für Zwei“.

Ich persönlich würde jedenfalls so ein Höllenleben, bestehend aus permanenter Unzufriedenheit, purer Gier, unstillbarer Geltungssucht und immerwährenden sexuellen Drang ohne Aussicht auf Befriedigung nicht führen wollen, nachdem das einzige von Gott gegebene Verbindungs- und Steuerungselement – nämlich die Seele – fehlt.

Deswegen habe ich mir auch eine weitere Textpassage aus dem Neuen Testament zu Herzen genommen.

In Markus, Kapitel 3, Vers 28 ff. sprach Jesus: „Wahrlich, ich sage euch, daß den Söhnen der Menschen alles vergeben werden wird, was auch immer ihre Sünden und Lästerungen sein mögen, die sie lästernd begehen. Wer immer aber gegen den heiligen Geist lästert, erlangt niemals Vergebung, sondern ist ewige Sünde schuldig. Dies, weil sie sagten: „Er hat einen unreinen [Anm.: ohne Seele] Geist.“

Und so wird durchaus verständlich, was Jesus meinte, als er weiter sagte: „Und wenn deine Hand dich je straucheln macht, so hau sie ab; es ist besser für dich, verstümmelt in das Leben einzugehen, als mit zwei Händen in die Gehenna [Anm.: Scheol oder Feuersee] zu fahren, in das Feuer [Anm.: Begierde, unstillbarer Drang], das nicht ausgelöscht werden kann. […] Und wenn dein Fuß dich straucheln macht, so hau ihn ab; es ist besser für dich, lahm in das Leben einzugehen, als mit zwei Füßen in die Gehenna geworfen zu werden. […] Und wenn dein Auge dich straucheln macht, so wirf es weg; es ist besser für dich, einäugig in das Königreich Gottes einzugehen, als mit zwei Augen in die Gehenna geworfen zu werden, wo ihre Made nicht stirbt und das Feuer nicht ausgelöscht wird. Denn jeder muß mit Feuer gesalzen werden. Das Salz ist vortrefflich; wenn aber das Salz jemals seine Kraft verliert, womit wollt ihr es denn würzen? Habt Salz [Seele] in euch selbst, und haltet Frieden untereinander.“ (Quelle: Das Neue Testament, Markus, Kapitel 9, Vers 42 ff)

Wir alle haben doch keine Ahnung, was in unseren eigenen Körpern vorgeht, welche erbitterten Kriege ums Überleben tagtäglich geführt werden, in denen Millionen, wenn nicht sogar Milliarden von Zellen sterben, andere wiederum im Körper neu entstehen und geboren werden, um dann innerhalb kürzester Zeit wieder zu sterben. Aufgrund mangelnden Bewusstseins darüber werden Krankheiten oftmals lange nicht wahrgenommen, bis dann die ersten fühlbaren Schmerzen oder Unwohlsein erscheinen.

Wir selbst können uns doch bis heute nicht erklären, warum Tiere imstande sind, zusammen mit dem Menschen zu trauern oder sich zu freuen, kranke oder traurige Menschen zu trösten oder aufzumuntern, wenn sie merken, dass es uns nicht gut geht. In vielen Fällen sind Tiere sogar noch aufmerksamer als so mancher Mensch.

Wir selbst können uns weiterhin bis heute nicht erklären, warum Pflanzen auf bestimmte Arten von Geräuschen und Musik in einer Weise reagieren, die uns nur noch mehr ins Erstaunen versetzen.

Wie kann es sein, dass Pflanzen bei sanfter und harmonischer Musik regelrecht aufblühen und wachsen, während sie bei Heavy Metal Musik oder ohrenbetäubenden Getöse kläglich verkümmern?

Genau genommen haben wir von gar nichts eine Ahnung; das betrifft umso mehr die Essenz des Lebens.

Was für einen Grund gibt es also für uns, in die Natur und die Geschöpfe der Erde herumzupfuschen und Gott zu spielen, oder uns über andere Menschen und Lebewesen groß zu machen?

Und wer kann heute die Frage verbindlich und nachweisbar beantworten, wer zuerst da war – das Huhn oder das Ei?

Diese rhetorische Frage führt mich auch gleich zum Osterhasen und die Eier, die traditionell am Osterfest für die Kinder versteckt und zu ihrer Freude gesucht werden.

Es geht nicht darum, dass es sich um einen ursprünglich heidnischen Brauch handelt, der angeblich von Satanisten und Okkultisten zur Täuschung und Ablenkung der Christen eingeführt wurde, wie es so manch selbsternannte Gurus und „Weltverbesserer“ Glauben machen wollen.

Schlimm genug, dass es so viele Menschen gibt, die diesen Schwachsinn auch noch auf dem Leim gehen.

Das Ei ist von Anbeginn das Symbol für das Entstehen eines Lebens in der materiellen Welt.

Alle Amphibien, Insekten und Vögel legen Eier; Menschen und Säugetiere tragen ihre Eier zur Befruchtung und Entstehung des Lebens in sich. Samen und Pollen der Pflanzen werden durch Insekten oder auch einfach durch den Wind zum Befruchten der weiblichen Pflanzen gebracht, was für sich betrachtet schon ein einziges Wunder darstellt.

Wenn also der neuzeitliche Christ an Ostern bunt bemalte Eier zum Frühstück serviert oder seine Kinder nach Osternestern mit Schokoladeneiern suchen lässt, dann sollte damit gleichzeitig der Auferstehung Christi gedacht werden – die Selbsterkenntnis und Erneuerung der Göttlichkeit unserer Seelen, denn schon bei der Befruchtung wird dem Körper auch der Geist (Kundalini-Energien) und die Seele (göttlicher Funke) für die Entstehung eines neuen Lebens in die Brutstätte oder Gebärmutter gelegt. Es ist nachgewiesen, dass bereits ein Fötus im Mutterleib Reize von außen sowie die Gefühlswelt der werdenden Mutter wahrnimmt und darauf reagiert. Wenn das Baby geboren wird, hat es bereits einen ganzen Rucksack an Erfahrungen mit sich gebracht, der es auf dem Weg seiner weiteren Entwicklung begleitet und weiter prägt. Frischgebackene Mütter können davon eine ganze Opernarie singen.

Der Osterhase symbolisiert dabei die verschlungenen Wege bei der Entstehung des materiellen wie auch des spirituellen Lebens, denn sein Kaninchenbau ist ebenso rätselhaft wie unergründlich. Man weiß nie, wohin sein Bau führt und wo er endet.

Wenn also der traditionelle Osterhase den Kindern die Eier vorbeibringt, kredenzt er den jungen Seelen seine Gunst, indem er ihnen symbolisch das Wertvollste auf der Welt freiwillig und ohne Gegenleistung übergibt.

Alles, was die Kinder tun müssen, ist nach ihnen zu suchen und freudig in Empfang zu nehmen.

Wie sagte Jesus schon im Neuen Testament: „Wer suchet, der findet. Wer klopft, dem wird aufgetan. Wer bittet, dem wird gegeben. Wer gibt, von dem wird angenommen.“

In der Offenbarung des Johannes steht in Kapitel 7, Vers 3 ff.: „Beschädigt nicht die Erde noch das Meer, noch die Bäume, bis wir die Sklaven unseres Gottes an ihrer Stirn versiegelt haben.“ Und ich hörte die Zahl derer, die versiegelt waren, hundertvierundvierzigtausend, versiegelt aus jedem Stamm der Söhne Israels: aus dem Stamm Juda zwölftausend versiegelt; aus dem Stamm Ruben zwölftausend; aus dem Stamm Gad zwölftausend; aus dem Stamm Ascher zwölftausend; aus dem Stamm Naphtali zwölftausend; aus dem Stamm Manasse zwölftausend; aus dem Stamm Simeon zwölftausend; aus dem Stamm Levi zwölftausend; aus dem Stamm Issachar zwölftausend; aus dem Stamm Sebulon zwölftausend; aus dem Stamm Josef zwölftausend; aus dem Stamm Benjamin zwölftausend versiegelt. Nach diesen Dingen sah ich, und siehe, eine große Volksmenge, die kein Mensch zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen standen vor dem Thron und vor dem Lamm, in weiße lange Gewänder gehüllt, und Palmenzweige waren in ihren Händen. Und sie rufen fortwährend mit lauter Stimme, indem sie sagen: „Die Rettung [verdanken wir] unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm.“

Ich denke, es geht hier eindeutig hervor, dass mit den Stämmen Israels nicht nur Juden oder Christen oder von mir aus auch die Zeugen Jehovas gemeint sind, sondern weltweit alle Menschen, die sich zum allmächtigen Schöpfergeist bekennen.

Die Zahl 144.000 dürfte dahingehend leicht erklärbar sein, weil am Ende der Tage wohl nicht mehr Menschen mit einer göttlichen Seele übrigbleiben werden, die sich tatsächlich die Ermahnungen und Lehren von Gott und Jesus zu eigen gemacht haben und danach leben.

Nicht umsonst hat Johannes in seinem ersten Brief in Kapitel 4, Vers 18 ff. verkündet: „Furcht gibt es nicht in der Liebe, sondern vollkommene Liebe treibt die Furcht aus, weil die Furcht hemmend wirkt. In der Tat, wer sich fürchtet, ist nicht vollkommen gemacht worden in der Liebe. Was uns betrifft, so lieben wir, weil er uns zuerst geliebt hat. Wenn jemand erklärt: „Ich liebe Gott“ und doch seinen Bruder haßt, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er gesehen hat, kann Gott nicht lieben, den er nicht gesehen hat. Und wir haben dieses Gebot von ihm, daß der, der Gott liebt, auch seinen Bruder liebe. Jeder, der glaubt, daß Jesus der Christus ist, ist aus Gott geboren worden, und jeder, der den liebt, der das Geborenwerden veranlaßt hat, liebt den, der aus jenem geboren worden ist. Dadurch erkennen wir, daß wir die Kinder Gottes lieben, wenn wir Gott lieben und nach seinen Geboten handeln. Denn darin besteht die Liebe zu Gott, daß wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer, denn alles, was aus Gott geboren worden ist, besiegt die Welt. Und das ist die Siegesmacht, die die Welt besiegt hat; unser Glaube.“

Und den Brief schließt Johannes mit folgenden Worten ab: „Kindlein, hütet euch vor Götzen.“

Die meisten, die ich aus meinem unmittelbaren und mittelbaren Umfeld kenne, spucken im wahrsten Sinne des Wortes auf ihre Seele und damit göttliche Verbindung, denn es ist viel wichtiger, selbst in Saus und Braus zu leben.

Da flippt so mancher schon aus, weil der Laptop oder das Internet nicht funktioniert oder weil ein Fußballspiel ausgefallen ist.

Nahezu als Weltuntergang wird es empfunden, wenn kein Handyempfang besteht oder wenn man sein Handy am Arbeitsplatz nicht benutzen darf.

Fäkaliensprache, Beleidigungen und gehirnamputiertes Gestammel scheinen besonders hip zu sein; übrigens ist das ein Phänomen, was man besonders in Deutschland und Österreich beobachten kann.

Wie schon im Alten Testament sind der Glaubensabfall und die Hinwendung zum Materialismus extrem weit vorangeschritten.

Kindesmissbrauch, Kinderpornografie, Tierquälerei, Kriege, Gemetzel, Mord, Geldgier, Raub, Lug, Betrug, Heuchelei, Korruption, falsche Rechtsprechung, künstliche Intelligenz, Raubbau an der Natur, Ausbeutung und Verdreckung der Gewässer, atomare Verschmutzung, Hungersnöte, Wasserknappheit, Ausbeutung ganzer Nationen, materielle Abhängigkeiten bis hin zum Entzug der einfachsten Lebensgrundlagen für alle Menschen, Tiere und Pflanzen haben in unserer Zeit den Höhepunkt erreicht und sind schon zur Normalität geworden.

Der Bezug zur wahren Essenz des Lebens scheint schon lange verloren zu sein – wie eben zu Tagen Noahs bevor die Sintflut hereinbrach.

Einer der ersten Propheten aus dem Alten Testament, der das schon lange vorausgesehen hatte, war Jesaja, Sohn des Amoz. Er hatte etwa zwischen 850 und 700 v.Chr. gelebt.
Die Prophezeiungen legte er schriftlich in der Zeit zwischen 778 und 732 v.Chr. in Jerusalem nieder.

Doch dazu mehr im zweiten Teil – Jesajas Warnungen und Vorhersagen für unsere Zeit

Fortsetzung folgt …

 

Neues von Psychodikas alias Oliver Dikas Fabulist

Hi an meinen begeisterten Cyberstalker mit den tausend Pseudonymen (sprutzstutz, harry belle, badboy77, psychofrasl, derwienerchris, mamuba, fornsic, Kratzmeister, cucumbre, WaldiDammer und so weiter, und so fort)!

Wie soll ich Dich diesmal nennen?

Blödel-Dikas, Deppen-Dikas, Brunzdumm-Dikas, Aso-Dikas?

Kannst es Dir ja für Deine nächsten Ergüsse aussuchen.

Ich habe Dich schon fast vermisst, aber als ich Deinen neuesten „Coup“ caroinchaos gesehen habe, wusste ich, dass sie Dich offensichtlich wieder aus der Gummizelle freigelassen haben.

Du schaffst es einfach nicht, Dein geistiges Tourette-Syndrom unter Kontrolle zu  halten, nicht wahr?

Ey Alter, das macht nichts, auch wenn nicht jeder damit umgehen kann, wie man an den zahlreichen Foren erkennen kann, aus denen Du schon innerhalb kürzester Zeit mit Karacho rausgeflogen bist.

Glaub mir, ich habe tiefes Mitgefühl für Dich, nachdem Dir noch nicht einmal eine abgewrackte 5 Euro Hure einen runterholen will.

Die Damen kann ich allerdings auch gut verstehen, weil eben so eine Kackbratze und Kotzbrocken wie Du unglaublichen Würgereiz hervorruft, den man dann nur schwer unter Kontrolle bekommt.

Übrigens bist Du ganz schön fett geworden, aber das bringt ein Aufenthalt in der Geschlossenen mit Medikamentencocktail so mit sich.

Oder hast Du Dir zu viel Engelstrompetentee reingepfiffen und bist während Deiner Scopolamin-Trips einem unkontrollierten Fresswahn verfallen?

Das würde natürlich auch Deine Fantasielosigkeit und geistigen Dünnschiss erklären, den Du neuerdings wieder mit dem Blog caroinchaos sowie Facebook und Twitter durchs Netz gejagt hast.

Aber jeder Idiot und Psychopath hinterlässt im Netz auch Spuren, deswegen bereite ich auch schon einen neuen Beitrag zu Dir vor.

Das wird sehr interessant – versprochen.

Bis demnächst!

Ein kleines Gedicht zum Nachdenken

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Es hat mir keiner geholfen, weil ich mir selbst helfe.

Es war keiner da, der an mich geglaubt hat, weil ich an mich selbst glaube.

Es war keiner da, der mir die Hand reichte, weil ich mir selbst genug bin.

Es war keiner da, der mir Schutz anbot, weil ich mich selbst schütze.

Es war keiner da, der mich liebte, weil ich mich selbst liebe.

Ich bin frei.

(Verfasser: Kosmo168)

Deutschlands Bankrotterklärung – Teil 2 – NATO-Bündnis und Sicherheitspolitik

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Zurück zu Teil 1

Johann Wolfgang von Goethe hatte in seinem Klassiker „Faust“ dargestellt, dass der Teufel generell die Freiwilligkeit des Menschen und einen Vertrag braucht, um sich in das Leben der Menschen einmischen zu können.

Dieser Grundsatz hat seine Wurzel in der Bibel.

Im ersten Buch Mose (Genesis), Kapitel 1 Vers 27 bis 31 wurde der Mensch am sechsten Tag der Schöpfung geschaffen. So steht geschrieben: „Und Gott sprach weiter: „Laßt uns Menschen machen in unserem Bilde, gemäß unserem Gleichnis; und sie sollen sich untertan halten die Fische des Meeres und die fliegenden Geschöpfe der Himmel und die Haustiere und die ganze Erde und jedes sich regende Tier, das sich auf der Erde regt.“ Und Gott ging daran, den Menschen in seinem Bilde zu erschaffen, im Bilde Gottes schuf er ihn; männlich und weiblich erschuf er sie. Auch segnete Gott sie, und Gott sprach zu ihnen: „Seid fruchtbar, und werdet viele, und füllt die Erde, und unterwerft sie [euch], und haltet [euch] die Fische des Meeres und die fliegenden Geschöpfe der Himmel untertan und jedes lebende Geschöpf, das sich auf der Erde regt.“

Nachdem Gott also den Himmel und die Erde sowie die Lebewesen einschließlich der Menschen nach seinem Bilde (genauer ausgedrückt nach seiner geistigen Vorstellung) erschuf, ruhte er am siebten Tag, um ihn zu heiligen.

Erst danach machte sich Gott daran, Adam und Eva als manifestierte Seelen und damit als fest integrierter Bestandteil von Gott im Garten Eden zu erschaffen. Dort hatte er bereits auch den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse gepflanzt.

Bei Adam und Eva muss es sich demnach um eine ganz besondere Art von Menschen gehandelt haben, die Gott jenseits der Menschen auf der Erde im Anschluss an seiner Schöpfung erschuf. Das zeigt schon die Unterscheidung in Kapitel 1, Vers 27 bis 31 zwischen dem Bild Gottes auf der einen Seite und gemäß Kapitel 2 Vers 7 dem Oden des Lebens, den Gott Adam und Eva für die Entstehung der lebenden Seele einhauchte, auf der anderen Seite.

Im Kapitel 2 der Genesis Vers 16 und 17 steht dann weiter: „Und Jehova Gott erlegte dem Menschen auch dieses Gebot auf: „Von jedem Baum des Gartens darfst du bis zur Sättigung essen. Was aber den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse betrifft, davon sollst du nicht essen, denn an dem Tag, an dem du davon ißt, wirst du ganz bestimmt sterben.“

Mit anderen Worten – bis zum berüchtigten Sündenfall waren Adam und Eva unsterblich, unverletzbar, rein und in göttlicher Liebe vereint. Sie waren damit offensichtlich auch nicht dem Alterungsprozess der dichten Materie ausgesetzt.

Was danach passierte, wissen die meisten sicherlich.

Im Garten Eden lebte auch die Schlange, die Eva mit den Worten verführte: „Ihr werdet ganz bestimmt nicht sterben. Denn Gott weiß, daß an demselben Tag, an dem ihr davon eßt, euch ganz bestimmt die Augen geöffnet werden, und ihr werdet ganz bestimmt sein wie Gott, erkennend Gut und Böse.“

Die Gier und Arroganz (die Schlange als Sinnbild, im Hinduismus auch als Kundalini-Energie bezeichnet), so zu sein wie Gott, hat dazu geführt, dass wir nun tatsächlich als Nachfahren von Adam und Eva die Dualität von Gut und Böse immer wieder durchleben müssen, um auf diese Weise die Erkenntnis zu bekommen.

Dazu gehört auch das Altern, Absterben und schließlich der Tod mit all seinen Facetten nach den Worten Gottes: „Aus Staub (Materie) bist du gemacht, und zu Staub wirst Du wieder zurückkehren.“

Und diese Kette setzt sich von Generation zu Generation fort.

Der einzige, der versucht hatte, diese Kette zu durchbrechen, war demnach Jesus als eingeborener Sohn Gottes.

So sprach Jesus in Markus, Kapitel 10 Vers 42 bis 45 zu seinen Jüngern: „Ihr wißt, daß die, die über die Nationen zu herrschen scheinen, den Herrn über sie spielen und ihre Große Gewalt über sie ausüben. Unter euch ist es nicht so, sondern wer immer unter euch groß werden will, soll euer Diener sein, und wer immer unter euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein. Denn selbst der Menschensohn ist nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und seine Seele als ein Lösegeld im Austausch gegen viele zu geben.“

Leider hat es die Menschheit bis heute nicht verstanden.

Die Warnung, die damals Gott gegenüber Adam und Eva ausgesprochen hatte, geschah also deswegen, um den Menschen als göttliche lebendige Seele vor Schaden zu bewahren und ihm das Leid, das durch die Erkenntnis von Gut und Böse erzeugt wird, zu ersparen.

Gott als allmächtiger Schöpfergeist wusste ja von Anbeginn, was Gut und Böse, also die Dualität von zwei Seiten einer Münze, bedeutet.

Und wer sollte seine Schöpfung besser kennen als Gott selbst?

Und ausgerechnet dieser Mensch, der ja erst von Gott erschaffen wurde, fühlt sich widersinnigerweise mit dem Sündenfall dazu berufen, ihm gleichgestellt zu werden?

Eine wahre satanische und einseitige Ansicht, die bis zum heutigen Tag andauert.

Deswegen sprach Gott in der Genesis Kapitel 3 Vers 14 und 15 zur Schlange als Sinnbild für die niederen Instinkte und Gier weiter: „Weil du diese Sache getan hast, bist du das verfluchte unter allen Haustieren und unter allen wildlebenden Tieren des Feldes. Auf deinem Bauch wirst du kriechen, und Staub wirst du fressen alle Tage deines Lebens. Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zermalmen, und du wirst ihm die Ferse zermalmen.“

Auf unsere Zeit gemünzt würde ich diese Textpassage folgendermaßen übersetzen: „Gier frisst Hirn!“

Menschen, die sich nur von ihren niederen Instinkten und Gier (Kundalini-Energie) leiten lassen, werden wahrlich nicht weit kommen (der Biss in die Ferse) – müssen sie doch wieder zu Staub zurückkehren und alles materiell Erworbene zurücklassen.

Nach dieser etwas längeren Einleitung komme ich aber jetzt endlich auf das NATO-Bündnis und die Sicherheitspolitik Deutschlands zu sprechen.

Wir befinden uns im Jahr 2017 – ein Jahr, das einige große Jubiläumsfeiern vor sich hat. Da wäre zum Beispiel das Jubiläumsjahr 5777 nach dem jüdischen Kalender, bei dem ab 11.04.2017 der Beginn der Apokalypse und am 21.09.2017 die Ankunft des Messias erwartet wird.

Oder der 500. Jahrestag von Martin Luthers 95 Thesen zu Wittenberg (31.10.1517).

Oder auch der 300-jährige Geburtstag der Londoner Großloge von den Freimaurern (24.06.1717).

Was feiern eigentlich die Moslems in diesem Jahr? Die Rückkehr des Großosmanischen Reiches?

Zumindest lässt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am 16.04.2017 über eine neue Verfassungsreform abstimmen, bei der das Präsidialsystem eingeführt werden soll, um seine Machtbefugnisse weiter ausbauen zu können.

Die Süddeutsche Zeitung vom 20.02.2017 schrieb hierzu in ihrem Artikel „Werbeshow mit Halbmond und Stern“: „Am 16. April wird in Deutschland die Auferstehung Christi gefeiert, zumindest von gläubigen Christen, der Rest sucht Ostereier. Für Türken wird der 16. April hingegen womöglich als der Tag in die Geschichte eingehen, an dem sich ein Volk die eigenen Rechte nahm. Erdogan bekäme durch die Verfassungsreform so weitreichende Befugnisse, dass das Parlament danach nur noch einem Marionettentheater gleichen würde.“

In einem Jahr stehen also vier Glaubensrichtungen (Judentum, Christentum, Freimaurer als Atheisten und Islam) mit ihren jeweiligen „Festlichkeiten“ gegenüber. Gleichzeitig findet im Jahr 2017 mit den Wahlen in Frankreich, Holland und Deutschland die Bewährungsprobe für die EU statt.

An dieser Stelle darf ich noch einmal an meinen Traum vom 10. Januar 2017 erinnern, der vom Einmarsch der Türken in den Balkan handelte.

Und das ist gar nicht so weit hergeholt, wenn man an den 15. Juli 2016 zurückdenkt – also noch vor der Zeitrechnung von Donald Trump als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

Es war der 197. Tag im Jahr 2016 von insgesamt 366 Tagen aufgrund des Schaltjahres.

197 wiederum ist eine Primzahl und ergibt in der Quersumme 17, ebenfalls eine Primzahl.

Und wenn man 1 plus 7 zusammenrechnet, dann ergibt das wiederum die Zahl 8 oder unter den Freimaurern besser bekannt als Oktogon – das geometrische Symbol des NATO-Bündnisses.

Ich habe bereits den Octogon Trust unter Rudolf Ruscheweyh in meinem Kapitel „Datenklau von Liechtenstein – Alte Kameraden stets zu Diensten“ behandelt.

Für nähere Informationen zur Bedeutung des Oktogon und seine Beziehung zur NATO kann ich nur das erstklassig gemachte Video von Sean Hross alias Guireh „Octogon – The Empire of Darkness“ empfehlen.

Ich selbst war dem Mysterium schon lange vorher auf der Spur, allerdings hat es bisher keiner so gut auf den Punkt gebracht wie der Südafrikaner und in die Schweiz emigrierte Sean Hross.

Man mag sich trefflich über seine Art und Schimpftiraden gegenüber den Schweizern streiten, aber das sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieser Mann wirklich etwas zu sagen hat – und nur darauf kommt es für mich an.

Die Acht ist gleichzeitig das Symbol der Schlange – der endlose spiralförmige Kreislauf des Galaktischen Zentrums, um das sich auch unser Sonnensystem dreht.

In der Acht manifestiert sich des Weiteren unsere DNS-Struktur.

Alle Edelgase mit Ausnahme des Heliums (2 Elektronen auf der Valenzschale, welche symbolhaft für die zwei Seiten einer Münze interpretiert werden kann) haben acht Elektronen, die auf der Valenzschale um den Atomkern kreisen. Deswegen gelten diese Atome auch als besonders stabil und wenig bindungswillig mit anderen Atomen.

Selbst im chinesischen Symbol des Yin-Yang zeigt sich die Acht – und damit die Schlange aus dem Garten Eden.

Wer das Gleichgewicht dieser energetischen Kräfte (Kundalini) nicht beherrscht oder bewusst stört, wird unweigerlich spiralförmig tief in die Materie hinabfallen, in seiner Handlungsweise erstarren und zu deren Spielball werden. Damit befindet man sich im Reich Satans, des Fürsten der Finsternis.

An diesem Tag soll also Fethullah Gülen von den USA aus den Militärputsch in der Türkei initiiert haben.

Dem gingen zahlreiche Terroranschläge in der Türkei voraus.

Seit dem Jahr 2012 hatten die Türken vor Terroranschlägen eigentlich ihre Ruhe gehabt, allerdings ging es dann plötzlich ab dem 20.07.2015 in Suruc an der syrischen Grenze wieder richtig los. Es folgten Bombenanschläge am 06.09.2015 in Daglica, am 08.09.2015 in Igdir und am 10.10.2015 in Ankara.

Schließlich kam der 24. November 2015.

An diesem Tag wurde ein russischer Kampfjet an der türkisch-syrischen Grenze von der türkischen Luftwaffe abgeschossen.

Die beiden russischen Piloten konnten sich zunächst retten. Während die Russen einen der Piloten in Sicherheit bringen konnten, wurde der andere namens Oleg Peschkow von einem Turkmenen namens Alparslan Celik direkt an der Grenze erschossen.

Die ohnehin schon problembehafteten Beziehungen zwischen Russland und der Türkei verschärften sich, allerdings blieben – so schien es jedenfalls – entsprechende Vergeltungsschläge seitens der Russen aus.

Erdogan ließ einige Militärs verhaften, um den Verdacht überprüfen zu lassen, ob diese gegebenenfalls mit der Gülen-Bewegung in Verbindung stehen und bewusst einen Konflikt zwischen Russland und der Türkei provozieren wollten.

Kurze Zeit nach dem Abschuss des russischen Kampfjets folgte im Jahr 2016 eine weitere Kette von Terroranschlägen in der Türkei.

In Istanbul alleine kam es ab Januar 2016 zu sechs Terroranschlägen, Ankara war zweimal das Ziel von Terroristen geworden. Und 13 Terroranschläge verteilten sich in den südöstlichen Regionen der Türkei, hauptsächlich an der syrisch-irakischen Grenze. Betroffen waren davon die Städte Gaziantep, Derik, Mardin, Midyat, Cizre, Hakkari und Adana. Im Landesinneren erwischte es Kayseri, Elazig, Dicle, Bingöl und Van.

Für die größere Anzahl von Terroranschlägen wurden die PKK und ihr Unterstützerarm TAK verantwortlich gemacht. Nur zwei oder drei Terroranschläge sollen auf das Konto des IS gegangen sein, wobei man den Beweis dafür schuldig blieb.

Bis zum Militärputsch am 15.07.2016 wurde das Land bereits von sieben Terroranschlägen erschüttert.

Nun scheint auf den ersten Blick durchaus die Frage berechtigt zu sein, ob die Türkei als NATO-Mitglied und im Auftrag der NATO-Befehlshaber bereits mit dem Abschuss des russischen Kampfjets bewusst einen Vorfall provozieren wollte, um endlich einen Grund zu haben, gegen Russland kriegerisch vorzugehen.

Nachdem das nicht funktioniert hat, könnte man über die Gülen-Bewegung einen Putsch in der Türkei initiiert haben, was ebenfalls leicht einen Bündnisfall auf den Plan hätte rufen können, sofern Erdogan damit nicht selbst fertiggeworden wäre.

Dabei waren Erdogan und Gülen mal richtig gute Partner, wenn nicht sogar Freunde gewesen. Darüber berichtete zumindest der türkische investigative Journalist Ahmet Sik bereits 2011.

In seinem Buch „Armee des Imam“ hatte er beschrieben „wie Anhänger Gülens mithilfe der Regierung Erdogan staatliche Institutionen unterwandert, sich bereichert und Gegner verfolgt haben.“ (Quelle: Der Spiegel vom 25.02.2017 „Im Land der Willkür“)

Gemäß den Ausführungen von Ahmet Sik hätte Erdogan nach seinem Wahlsieg im Jahr 2002 ein Agreement mit Fethullah Gülen getroffen, wonach das westlich orientierte Militär nebst Sicherheitsbehörden und Geheimdienst entmachtet werden sollte, das im türkischen Staatsgefüge nach wie vor das Sagen hatte und im Hintergrund die Strippen zog. Ich bin darauf schon in meinen früheren Ausführungen zum Sachsensumpf u.a. Teil 7 (Merkwürdige Parallelen zur NSU-Mordserie) eingegangen.

Gülen lebte bereits seit 1999 in den USA im Exil. So habe Gülen seine islamistische Bewegung erst formieren können, um dann seine Handlanger in Schlüsselpositionen von Wirtschaft, Verwaltung und Medien zu hieven. Im Gegenzug dafür sollte er Erdogan helfen, endlich das Militär von NATO-Getreuen zu säubern, um Erdogans Leute in Position bringen zu können.

Der Spiegel schreibt im o.g. Artikel weiter: „Sik deckte auf, wie Gülen-Kader in Polizei und Justiz mit gefälschten Beweisen Hunderte Oppositionelle als vermeintliche Mitglieder der ultranationalistischen Terrororganisation Ergenekon verfolgten.“

An anderer Stelle im gleichen Artikel heißt es weiter: „Er [Sik] erinnerte nach seiner Freilassung fortwährend daran, dass es die Erdogan-Regierung war, die die Gülen-Sekte gefördert und gedeckt hatte. „Fethullah Gülen und Recep Tayyip Erdogan müssen wegen Bildung und Leitung einer Organisation zusammen vor Gericht gestellt werden“, schrieb er.“

„Das Narrativ änderte sich erst, als sich Erdogan und Gülen 2013 endgültig über Machtfragen zerstritten. Plötzlich erfuhr die Öffentlichkeit von den rechtswidrigen Methoden der Gülen-Sekte. Präsident Erdogan stellt sich seitdem als Opfer dar. Gülen habe versucht, gegen ihn zu putschen. Die Regierung sieht den Exilprediger als treibende Kraft hinter dem Militäraufstand vom 15. Juli 2016.“ (Quelle: Der Spiegel vom 25.02.2017 „Im Land der Willkür“)

Und nun macht irgendwie auch die Äußerung des außenpolitischen Sprechers der SPD-Bundestagsfraktion, Niels Annen, langsam Sinn, als er gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung unmittelbar nach dem misslungenen türkischen Militärputsch sagte: „Wir müssen aufpassen, dass wir die Türkei nicht als Nato-Partner verlieren.“ (Quelle: FAZ vom 22.07.2016 „Erdogan lässt türkische Abschuss-Piloten festnehmen“)

Denn was nach dem Putsch passierte, lässt eher vermuten, dass die Türkei durch die Hintertüre die NATO verlassen will, um sich Russland und China anzunähern. Damit würde sich dann eine weitere Frage aufdrängen – war der Abschuss des russischen Kampfjets im November 2015 ein strategisches Spiel zwischen Russland und der Türkei quasi über Bande, um Erdogan den Weg für den Austritt aus der NATO zu ebnen?

Dazu sollte man nämlich wissen, dass die Russen in Syrien eine private Söldnergruppe, die „Gruppe Wagner“ (benannt nach dem Codenamen ihres Kommandeurs Dmitri Utkins), unterhält.

Sie kämpfen auf dem Boden gegen den IS – heißt es jedenfalls.

Die Berliner Zeitung meldete hierzu am 23.02.2017 unter dem Titel „Russische Söldner an vorderster Front“: „So wurde im Dezember bekannt, dass in Syrien Hunderte Kämpfer der tschetschenischen Nationalgarde im Einsatz sind. Vor Kurzem gab der Chef der Nachbarrepublik Inguschetien Junus-Bek Jewkurow bekannt, dass ein Bataillon inguschetischer Militärpolizei die Tschetschenen ablöst. Wie diese sei es für den Schutz der russischen Luftwaffenbasis Hmeimim sowie der Offiziere des russischen Befriedungszentrum zuständig. Aber nach Meinung des Moskauer Nahostexperten Alexander Schumilin sind die Kaukasier vor allem im eroberten Aleppo im Einsatz. […] Russlands Verbündete in Syrien gelten militärisch als unzuverlässig, vor allem die syrischen Regierungstruppen.“

Etwas Ähnliches hatte auch bereits die Welt-Online am 10.05.2016 unter dem Titel „Die russische „Wagner-Einheit“ zieht in den Syrien-Krieg“ berichtet

Also, wenn man an die zahlreichen Bombenanschläge in der Türkei zur syrischen Grenze hin gerade in den Jahren 2015 und 2016 zurückdenkt, müsste man vielleicht auch mal einen Blick in Richtung solcher Söldnertruppen richten.

Nun ja – jedenfalls meldete zum Beispiel wiederum die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 31.01.2017 „Ankara warnt Berlin vor Asyl für türkische Soldaten“, dass Asylanträge von türkischen Soldaten auf keinen Fall angenommen werden dürfen. So heißt es weiter: „Isik zufolge werden die betroffenen Soldaten beschuldigt, Teil einer Organisation zu sein, die für den Putschversuch in der Türkei im Juli des vorigen Jahres verantwortlich gemacht wird.“

Stefan Seibert erklärte dazu, dass man nach Sachlage und nicht nach politischen Erwägungen prüfen werde. „Damit reagiert die Regierung auf Berichte, dass vierzig türkische Offiziere aus Nato-Standorten Asyl in Deutschland beantragt hätten, offenbar weil sie befürchten, in der Türkei Verfolgung ausgesetzt zu sein.“ (Quelle: FAZ vom 31.01.2017 „Ankara warnt Berlin vor Asyl für türkische Soldaten“)

Zuvor hatte die Welt vom 30.01.2017 unter dem Titel „Unwahrscheinlich, dass Gülen eine Rolle gespielt hat“ folgendes gemeldet: „Konkret geht es um brisante Erkenntnisse, die die Aufklärungsabteilung der EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini in einem sechsseitigen Geheimpapier zusammengetragen hat. Demnach sei es „höchst unwahrscheinlich“, dass der in den USA lebende Prediger Gülen eine Rolle bei dem Putschversuch gegen die türkische Regierung im Juli gespielt hat. Genau dies hatte Erdogan aber immer behauptet und daraufhin in einer beispiellosen Säuberungswelle Tausende seiner Anhänger verhaftet oder vom Dienst suspendieren lassen. Seit Monaten fordert Erdogan zudem von Washington die Auslieferung Gülens. […] Der Putschversuch sei nicht die Ursache, sondern „nur der Auslöser einer Säuberungswelle, die lange im Voraus vorbereitet wurde“, gewesen. Der türkische Geheimdienst MIT habe für den 26. August eine größere Säuberungswelle geplant gehabt und erste Verhaftungen seien in der Nacht des Putschversuchs am 16. Juli vorgesehen gewesen. Teile des Militärs wollten laut Einschätzung vornehmlich ihrer Verhaftung entgehen und keinen gesellschaftlichen Umsturz bewirken. Laut EU-Geheimbericht sollten auch Aktivisten, die 2013 an den Anti-Erdogan-Protesten im Gezi-Park in Istanbul beteiligt waren, verhaftet werden.“

Am 02.02.2017 ist dann Merkel in die Türkei geflogen. Dort wurde sie von Erdogan in seinem Palast empfangen. Als beide vor der Presse sprachen, konnte man erkennen, dass sowohl hinter Erdogan als auch hinter Merkel eine türkische Fahne angebracht war. Und so kann man im Tagesspiegel vom 03.02.2017 „Zwei konfliktreiche Stunden“ weiterlesen: „Oppositionschef Kemal Kilicdaroglu warf Merkel vor, sich vor der Volksabstimmung über das Präsidialsystem in zwei Monaten als Wahlhelferin für Erdogan zu betätigen. […] Dasselbe galt für eine öffentliche Zurechtweisung Merkels durch Erdogan vor der Presse. Er verwahrte sich gegen die von der Kanzlerin benutzte Bezeichnung des „islamistischen Terrorismus“, weil Islam „Frieden“ bedeute und nichts mit Terror zu tun habe. Als Muslim könne er diese Wortwahl nicht akzeptieren, gab er Merkel zum Abschied mit auf den Weg.“

Danach forderte Erdogan mit Nachdruck deutsche Daten zu Aufklärungsergebnissen der Bundeswehr-Tornados in Incirlik, weil er damit gegen Kurden in Syrien vorgehen will. „[Numan] Kurtulmus sagte ausdrücklich, es gehe dabei nicht nur um Informationen zum IS. Die Türkei fordere ebenso Aufklärungsergebnisse zu den Kurden-Milizen der PYD, dem syrischen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK.“ (Quelle: Süddeutsche Zeitung „Türkei will deutsche Daten“ vom 07.02.2017)

Und so kam es, dass am 01.03.2017 die Frankfurter Allgemeine Zeitung unter dem Titel „Erdogans Rache“ resümierte: „Die Türkei, die sich als Regionalmacht versteht, sucht neue Partner. So bestellte Ankara in Moskau das Flugabwehrsystem S400; Russland will mit der Lieferung einen Keil in die Nato treiben. Zudem haben sich Ankara und Moskau auf die Aufteilung Syriens verständigt. Und nach außen suggeriert die Türkei, die Nato-Mitgliedschaft sei bloß noch ein Mittel, um die eigene Stabilität zu sichern. Russland und die Türkei haben nur wenige Schnittmengen. Langfristig wichtiger wäre für die Türkei eine Hinwendung nach China. […] eine ernstzunehmende Option ist jedoch die von China (und Russland) geführte Schanghai Organisation für Zusammenarbeit (SCO). Erdogan hat angekündigt, dass die Türkei dort Mitglied werden wolle. Der Augenblick wäre günstig: Die SCO ist auf Erweiterungskurs, und China hat mit der „Neuen Seidenstraße“ eines seiner wichtigsten geostrategischen Projekte angestoßen. Die Türkei könnte dabei ein zentraler Knotenpunkt werden. […] So könnte die Türkei der chinesische Brückenkopf nach Europa werden. Die Türkei ist nicht das erste Land im Nahen Osten, das sich von Europa abwendet. Das taten vor ihr Ägypten unter Nasser und Iran unter Chomeini. Nun könnte die Türkei folgen.“

Und da wiederum sind die Türken nicht die einzigen, wie ich noch im weiteren Verlauf darstellen werde.

Tja, dazu würde dann auch eine Meldung aus der Welt vom 17.02.2017 passen, wonach die Russen gerne wieder mit den Taliban in Afghanistan ins Geschäft kommen würden. So äußerte sich der afghanische Parlamentarier Abdul Wadud Payman dahingehend, dass Russland Waffen über Tadschikistan an die Taliban liefere. Der US-General John Nicholson sah das im Übrigen genauso: „Um seinen Einfluss in Afghanistan auszuweiten, verhandelt Russland sogar mit seinen ehemaligen Feinden – den Taliban. Im vergangenen Dezember erklärte der russische Beauftragte für Afghanistan, Samir Kabulow, dass die Interessen Russlands und der Taliban „objektiv zusammenfallen“, wenn es um den Kampf gegen den IS gehe. Die Taliban seien eine „nationale Befreiungsbewegung“, für die Amerikaner „Okkupanten“ seien. Russland habe eigene Kanäle für Gespräche mit den Taliban.“ (Quelle: Die Welt „Beginnt Russland ein neues Spiel in Afghanistan?“)

Ich kann an dieser Stelle den Spiegel-Artikel vom 28.01.2017 „Doppeltes Spiel“ wärmstens empfehlen. Schon die einleitende Überschrift lässt tief blicken: „Der EU-Beitrittsprozess der Türkei ist gescheitert. Verantwortlich dafür ist nicht nur Erdogan. Europa und die Kanzlerin haben beigetragen zum Ende der türkischen Demokratie.“

Nach den Darstellungen des Spiegels war die Türkei schon immer ein innenpolitischer Spielball für Deutschland. Während Helmut Kohl noch zögerlich darauf reagierte, die Türkei langfristig in die EU aufzunehmen, setzte Gerhard Schröder alles daran, um sich bei den rd. 100.000 wahlberechtigten Türken in Deutschland einzuschleimen – sozusagen als Stimmvieh für die Bundestagswahl im Jahr 1998. Unterstützung erhielt er damals von Günter Verheugen, der auch gleich echote: „Die EU braucht die Türkei mehr als die Türkei die EU“. Und als dann Schröder tatsächlich die Wahl zum Bundeskanzler gewann, machte er Verheugen gleich zum EU-Kommissar in Brüssel. Über die weiteren Beitritts-Verhandlungen habe ich bereits in meinen Ausführungen zum Sachsensumpf Teil 7 – Merkwürdige Parallelen zur NSU-Mordserie -kurz berichtet.

Das jedenfalls hat der CDU/CSU schwer zu schaffen gemacht, worauf man sich eine andere Strategie ausdachte, um wieder bei der nächsten Wahl an vorderster Front zu stehen. Auf Wolfgang Schäubles Mist ist dann die „Norderstedter Erklärung“ gewachsen, um von der Parteispenden-Affäre abzulenken. Man könne sich zwar keine volle Mitgliedschaft der Türkei in der EU vorstellen, da der überwiegende Teil zu Asien gehöre, aber es wäre zumindest zu überlegen, ob man nicht einen gesonderten Status für die Türkei im Sinne der EU einrichten könne. So wurde der Türkei ständig die Wurst vor die Nase hingehalten. Das griff Merkel gleich auf, und heraus kam unter Federführung von Wolfgang Schäuble das Konstrukt einer „privilegierten Partnerschaft“ mit der EU. Angeblich wollten sie damit den Rechtsruck innerhalb Deutschlands verhindern; die deutsche Bevölkerung könne möglicherweise eine Invasion aus Anatolien nach Deutschland befürchten. Zu dem Zeitpunkt hat ja der vorgebliche NSU schon um sich geschlagen – so jedenfalls die offizielle Lesart aus dem Jahr 2011.

Volker Rühe und Ruprecht Polenz im Auswärtigen Ausschuss des Deutschen Bundestages haben diese Vorgehensweise von Schäuble und seiner CDU/CSU-Parteikollegen nicht so toll gefunden. „Wer der Türkei jetzt Beitrittsverhandlungen verweigern will, stoppt den Reformprozess in diesem Land.“ (Quelle: Der Spiegel „Doppeltes Spiel“ vom 28.01.2017)

Mittlerweile schrieb man das Jahr 2003, und Recep Tayyip Erdogan nahm den Platz auf dem türkischen Thron ein. Dabei ließen sich die ersten Jahre seiner Regierungszeit unglaublich freizügig und demokratisch an ohne an den Grundfesten des islamischen Glaubens zu rütteln. Er achtete mehr auf Menschenrechte, indem er das Strafrecht reformierte, führte eine flächendeckende Krankenversicherung ein und lockerte die Bedingungen für den Außenhandel, auch in bis dahin wirtschaftlich benachteiligten Regionen. Unter seiner Führung blühte das Land förmlich auf, die Wirtschaftskraft hatte sich bis zum Jahr 2008 verdreifacht. Von Gerhard Schröder erhielt er bereits am 03.10.2004 die Auszeichnung „Europäer des Jahres“. Begeistert schallte es Erdogan seitens Schröder entgegen: „Ihr Eintreten für mehr Freiheit, einen besseren Schutz der Menschenrechte und weniger staatliche Bevormundung ist für Sie, Herr Ministerpräsident, kein Zugeständnis an Europa, sondern es ist Konsequenz Ihrer politischen Überzeugung. Auf die Unterstützung Deutschlands können Sie sich verlassen.“ (Quelle: Der Spiegel „Doppeltes Spiel“ vom 28.01.2017)

Nun gut, zunächst sah es für Erdogan auch so aus, als ob er dem Traum der Aufnahme der Türkei in die EU als Vollmitglied auch ein gewaltiges Stück nähergekommen wäre, aber da hatte er noch nicht mit Mutti Merkel gerechnet. Schröder hatte es jedenfalls kurz vor seinem Rauswurf aus dem Bundeskanzleramt am 18.09.2005 geschafft, Brüssel das Angebot in Richtung Türkei für Beitrittsgespräche abzuringen, allerdings mit dem kleinen Wörtchen „ergebnisoffen“. Das war wie Wasser auf den Mühlen von Angela Merkel, denn jetzt konnte man die gewohnte Ein-Schritt-vor-fünf-Schritte-zurück-Taktik gegenüber der Türkei fahren. Und so kommt der Spiegel zum Ergebnis: „Der türkische Reformeifer lässt bald nach. Erdogan sieht wenig Anreiz, Bedingungen zu erfüllen, die von der EU in den verschiedenen Verhandlungskapiteln aufgestellt werden. {…] Erdogan ist kein überzeugter Europäer. Er glaubt, die EU könne ihm nützlich sein im Machtkampf gegen die alte Staatselite, gegen das Militär. Unter Beifall aus Brüssel verbannte er die Generäle aus der Politik. Mit jedem Wahlsieg aber wird er autoritärer. Er lässt Proteste niederschlagen und Kritiker verhaften, setzt nach und nach islamische Moralvorstellungen durch. Der Reformer wird zum Patriarchen, aus dem Hoffnungsträger wird ein Risiko. Die Beitrittskritiker sehen sich bestätigt. Sie glauben, dass die demokratischen Reformen nur dem Ziel dienten, das Land in ein Präsidialsystem umzuwandeln und Erdogans Herrschaft auszuweiten.“ (Quelle: Der Spiegel „Doppeltes Spiel“ vom 28.01.2017)

Erdogans Zeit kam dann mit der Flüchtlingskrise im Oktober 2015. Da konnte er die Bedingungen stellen, und seitdem führt er Merkel  und mit ihr auch gleich ganz Deutschland am Nasenring durch die Arena. Den Aufbau autokratischer Strukturen hat er auch ganz gut ohne die EU hinbekommen, wie man mittlerweile sieht. Zudem hat er ein ganzes Agentennetz über die Ditib-Moscheen in Deutschland etabliert, wie wir jüngst ebenfalls aus den Medien erfahren konnten. Natürlich mischt der türkische Geheimdienst MIT, wahrscheinlich unter Erdogan-treuen Gefolgsleuten, kräftig mit, wobei dieser wiederum auf eine langjährige enge Zusammenarbeit mit dem BND zurückblicken kann. Siehe hierzu auch meine Ausführungen zum Oktoberfest-Attentat Teil  6 – Die Rolle der westdeutschen Geheimdienste und Sicherheitsbehörden

Dazu gibt es auch einen interessanten Ausschnitt aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung „Direkter Zugriff aus Ankara“ vom 11.02.2017: „Zunächst versuchte die Ditib, zu der in Deutschland rund 900 Moschee-Vereine zählen, die Sache kleinzureden. Nur etwa drei bis fünf Imame seien irrtümlich einer entsprechenden Diyanet-Anweisung gefolgt, hieß es im Januar. Zwischenzeitlich legte die Ditib-Zentrale in Köln dann wieder Wert darauf, die Ausspähvorwürfe nicht bestätigt zu haben. […] Nach Erkenntnissen des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes hat die Spionageaffäre einen weit größeren Umfang als von der Ditib bisher eingeräumt. Demnach haben mindesten 13 Imame in den Konsulatsbezirken Düsseldorf, Köln und München Berichte über 33 Personen und elf Institutionen mit angeblichem Gülen-Bezug an Diyanet weitergeleitet. […] So ist der Vorsitzende der Ditib in Deutschland in Personalunion auch türkischer Botschaftsrat für religiöse und soziale Angelegenheiten bei der türkischen Botschaft in Berlin. Er wird nicht etwas von den Ditib-Gemeinden gewählt, sondern von der Diyanet als Ditib-Vorsitzender eingesetzt. Die nachfolgende Hierachieebene bilden die Religionsattachés in den 13 Konsulaten, die den Ditib-Gemeinden regelmäßig Besuch abstatten. Die Imame wiederum sind de facto Beamte des türkischen Staates und unterstehen der Dienstaufsicht der Religionsattachés. Auch für sie gilt nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes eine Verordnung vom 05. September, in der festgelegt ist, dass Diyanet-Bedienstete im Ausland dazu verpflichtet sind, „über Aktivitäten von Gruppen wie der Gülen-Bewegung, der PKK und dem sogenannten Islamischen Staat, die als terroristisch bewertet werden, Bericht zu erstatten“, wie es im Bericht des Verfassungsschutz heißt.“

Am meisten jedoch regt mich neben der unglaublichen Verlogenheit der Deutschen der Umstand auf, dass offensichtlich nun türkische Politiker und Staatsmänner in Deutschland für die bevorstehende Wahl zur Verfassungsreform ganz offen in Deutschland agitieren dürfen. Ministerpräsident Binali Yildirim hat es vorgemacht. Vor rund 10.000 türkischstämmigen Deutschen hat er in Oberhausen gleich mal für Erdogans Verfassungsreform kräftig die Werbetrommel gerührt. Erdogan beabsichtigt das Gleiche im März zu tun. Angeblich würde es dafür keine Handhabe geben, denn beide wären ja als Privatpersonen in Deutschland zu Besuch.

Gut – wir sprechen uns noch einmal, sollte Erdogan in Deutschland ein Haar gekrümmt werden. Für den Fall eines Attentats auf Erdogan in Deutschland werden wir dann möglicherweise eine total entfesselte Meute erleben, die in Deutschland offen Straßenkämpfe ausführt bis hin zum Bürgerkrieg. Und Gnade uns Gott, wenn sich dabei herausstellen sollte, dass der oder die Attentäter aus dem Umfeld der Gülen-Bewegung oder PKK kommen sollten, die schon lange in Deutschland subversiv unterwegs waren – möglicherweise auch noch V-Leute der deutschen Geheimdienst- und Sicherheitsbehörden. Oder noch besser, wenn es wieder einmal sogenannte Neonazis oder Reichsbürger waren.

Ich verweise da auch auf einen Artikel des Tagesspiegels vom 22.02.2017 „Angst vor dem nächsten Putsch in der Türkei – Erdogan-Verwandter baut regierungstreue Miliz auf“. Da steht u.a., dass Orhan Uzuner über Kurznachrichten wie WhatsApp und Zello eine Art Bürgerwehr mit tausenden Freiwilligen aufbauen will. Uzuner ist zufälligerweise der Schwiegervater von Erdogans Sohn Bilal. So kann man beim Tagesspiegel weiterlesen: „Ein Internetvideo von einer Versammlung zeigt Uzuner, wie er über die Trillerpfeife und das Megafon redet und dann hinzufügt: „Da sind auch Waffen, die wir benutzen, wenn es notwendig wird.““

Aber es wird noch besser, wenn man die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 19.02.2017 „Migration als Waffe?“ liest. Es geht da um den Moscheeverein „Fussilet 33“, der jüngst verboten wurde. Dieser Verein in Berlin-Moabit in der Perleberger Straße war offenkundig ein Treffpunkt radikalislamistischer Tschetschenen aus Berlin und Brandenburg. Jawoll, Tschetschenen – die Geheimwaffe der internationalen Geheimdienste.

Unter anderem soll auch die syrische Terrorgruppe Junud asch Scham von dort unterstützt worden sein, die vorwiegend aus tschetschenischen Kämpfern besteht. Interessanterweise haben seit 2012 fast 36.000 Tschetschenen in Deutschland Asyl beantragt, die meisten von ihnen natürlich ohne gültigen Pass und Visum. Hierzu heißt es in dem o.g. Artikel der FAZ weiter: „Im vergangenen Jahr stellten mehr als 12 200 Menschen aus der Russischen Föderation einen Asylantrag in Deutschland. Davon waren nach eigenen Angaben 9850 Tschetschenen, mehr als 80 Prozent. Es war die größte Einreisewelle aus Russland seit 2013. In diesem Jahr hatten sogar knapp 15 500 Russen Asyl in Deutschland beantragt. Mehr als 13 600 von ihnen, rund 90 Prozent, waren damals Tschetschenen. […] Eigentlich dürfe sich der größte Teil der Tschetschenen also gar nicht mehr hier aufhalten. Doch der Druck, Deutschland wieder zu verlassen, ist gering. Die Tschetschenen reisen in der Regel aus ihrer Heimat nach Weißrussland und stellen dann an der polnischen Grenze einen Asylantrag. […] In der organisierten Kriminalität in Deutschland spielen Tschetschenen seit Jahren eine große Rolle. Bei Schutzgelderpressungen, Raub und der Verteidigung von Geschäftsbezirken gegen andere kriminelle Banden sind sie stark vertreten, oft agieren sie auch im Auftrag ethnischer Clans. Im November fand eine Razzia gegen sechzehn Tschetschenen in mehreren sächsischen Städten, aber auch in Thüringen und Rheinland-Pfalz statt; ihnen wird die Gründung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.“ (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 19.02.2017 „Migration als Waffe?“ )

Weiterhin ist interessant, dass irgendjemand in den Jahren 2012 und 2013 die Gerüchte unter den Tschetschenen verbreitet hatte, dass man in Deutschland ein Begrüßungsgeld, ein Haus oder ein Grundstück erhält. Hinter vorgehaltener Hand wurde dann mit den Russen verhandelt, um den stetig wachsenden Strom an tschetschenischen Asylanten zum Versiegen zu bringen. Kurze Zeit später reduzierten sich dann tatsächlich die Asylanträge aus Russland. Das änderte sich allerdings ganz schnell wieder mit Merkels Flüchtlingspolitik aus dem Jahr 2015. Dazu schrieb dann ebenfalls die FAZ: „Eine Erklärung für die Reisewellen, die dort außerdem gegeben wird, lautet: Russland hatte kein Interesse, diesen Zustrom illegaler Migranten nach Deutschland zu stoppen. Die Russen wollten den Deutschen vielmehr zeigen, das [sic] sie ein Problem schaffen und es auch wieder abschaffen könnten. In der Flüchtlingsfrage, die Deutschland so tief spaltet, trugen sie so dazu bei, dass die dadurch entstandenen Probleme sich noch verstärkten. Deshalb lohnt es sich für Moskau, die Tschetschenenkarte zu spielen. Bei den Verhandlungen mit den Russen, in denen die deutsche Seite darauf drang, den Zustrom von Tschetschenen zu unterbinden, ließ die russische Seite unter anderem wissen, dass es sich bei den Tschetschenen gar nicht um solche aus der russischen Kaukasusrepublik, sondern um Tschetschenen aus Kasachstan handelte. […] Als Beispiel für das Vorgehen der Russen wird auch auf die Flüchtlinge verwiesen, die 2015 über die sogenannte Polarroute nach Finnland und Norwegen gelangten. Sie durchquerten ein Gebiet, das zuvor als Sperrzone gegolten hatte. Erst als die Regierung in Helsinki und Oslo mit Moskau verhandelten, wurde die Route wieder dicht gemacht. […] Die Erfahrung mit Russland in der Frage der illegalen Migration fasst ein Fachmann in der Regierung so zusammen: „Was den Deutschen Probleme bereitet, das ist für die Russen ein Trumpf im Ärmel.““ (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 19.02.2017 „Migration als Waffe?“)

Über die Clanstrukturen hier in Deutschland habe ich ebenfalls bereits in meinen vorherigen Ausführungen zu den Kindermorden in der BRD – Teil 1 berichtet. Das Thema ist auch heute wieder aktuell, wenn man sich die FAZ vom 04.02.2017 „Diese Straße gehört uns!“ anschaut. Im Fokus stehen hier die kurdisch-libanesischen Familienclans, die sogenannten Mhallamiye-Kurden. Von Südostanatolien haben sie sich zunächst im Libanon angesiedelt bevor sie schließlich als Bürgerkriegsflüchtlinge von 1975 bis 1990 nach Deutschland ohne Papier oder Pässe einwanderten. Damals konnte mehr als die Hälfte die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Sicherlich gibt es einige, die sich in Deutschland gut eingelebt und integriert haben. Allerdings spricht die FAZ auch davon, dass viele unsere Lebenskultur ablehnen und sich stattdessen in Clanstrukturen organisieren. So heißt es weiter: „Heute gibt es die größten Mhallamiye-Gemeinden in Berlin, Bremen und Essen. Dort leben 5000 „Libanesen“, aufgeteilt in zehn festen Familienstrukturen. Die größte Essener Familie umfasst mittlerweile 1200 Mitglieder. […] Ein anderer Teil betrachtet die deutsche Gesellschaft vorwiegend als „Beutegesellschaft“, wie der Berliner Islamwissenschaftler Ralph Ghadban schreibt. Viele Familien planen ihr Leben mit Sozialhilfe, zudem bieten Rauschgifthandel, Erpressung, Diebstahl und Raubüberfälle unerschöpfliche Ressourcen. Einige Clans haben aus den Gewinnen über die Jahre einen beachtlichen Immobilienbesitz angehäuft. […] Ein Teil der Familien sei „im Bereich des gesamten Strafgesetzbuches unterwegs“, sagt der Essener Polizeipräsident Frank Richter.“ (Quelle: FAZ „Diese Straße gehört uns!“ vom 04.02.2017)

Faszinierend ist auch der Spiegelartikel vom 04.02.2017 „Putins Schläfer“. Es geht um die Fernsehdokumentation „Putins kalter Krieg – Ein russischer Spion packt aus“, die am 08.02.2017 im ZDFZoom ausgestrahlt wurde. Der ehemalige Oberst des FSB erzählt dort, wie er mit 50 Mitarbeitern und etwa 400 Spitzeln die Muslime im Nordkaukasus überwacht hätte. Schon vor der Flüchtlingswelle von 2015 habe er dabei mitgeholfen, junge Sportler aus Tschetschenien mit falschen Papieren auszustatten und als Flüchtlinge getarnt nach Europa, insbesondere Deutschland zu schicken. In dem Repertoire des getarnten Flüchtlings waren solche Sachen wie gefälschte Strafurteile, getürkte Ermittlungsberichte und sonstige Nachweise für eine angebliche politische bzw. religiöse Verfolgung. Der Spiegel dazu weiter: „Hans-Georg Maaßen, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz kommt in Kochs Film mit einer beunruhigenden Einschätzung zu Wort. Es sei „offenkundig, wenn eine Durchreise durch Russland nicht ohne Kenntnisse der russischen Nachrichtendienste stattfinden. Oder durch Unterstützung der russischen Nachrichtendienste.“ Die tschetschenische Oppositionelle Rubati Mizajewa, die 2002 aus Tschetschenien floh und seitdem in Deutschland lebt, schätzt die Lage ähnlich ein: „In den letzten fünf Jahren sind in Deutschland viele Beauftragte des FSB aufgetaucht. Ich schätze, dass hierzulande jeder zweite Tschetschene für den FSB arbeitet.“ (Quelle: Der Spiegel „Putins Schläfer“ vom 04.02.2017)

Nach Aussagen des russischen FSB-Oberst soll Putin 2007 größtes Vergnügen daran gefunden haben, Angela Merkel zu demütigen, indem er ihre Angst vor Hunden zum Anlass nahm. Er ließ seinen Hund an ihren Beinen schnüffeln, als sie sich bei ihm in seiner Sommerresidenz auf der Insel Sotchi aufhielt.

Am gleichen Tag berichtete auch der Spiegel, dass die USA eine geheime Eingreiftruppe in Frankfurt unterhielt. Die Zustimmung dafür hat im Übrigen Wolfgang Schäuble bereits 1986 dazu gegeben. Sie waren dem US-Botschafter in Bonn unterstellt und nannten sich „Foreign Emergency Support Team“ (FEST), bestehend aus Soldaten und Geheimdienstlern. Sie waren vor allem mit der Fernmeldeaufklärung beschäftigt und wurden in den US Rhein-Main Air Base in Frankfurt untergebracht. Immerhin versprach man, auf die Anwendung von Gewalt im In- und Ausland zu verzichten, aber als das Auswärtige Amt dafür eine schriftliche Bestätigung haben wollte, lehnte Schäuble es ab. Die Truppe soll mittlerweile abgezogen worden sein, das Datum dafür sei aber nicht bekannt – so der Spiegel (Quelle: Der Spiegel vom 04.02.2017 „Geheime US-Eingreiftruppe in Frankfurt“)

Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass diese Truppe zur Zeit des NSU nach wie vor in Deutschland aktiv war.

Und damit man mir keine Einseitigkeit zum Nachteil der Muslime in meinem Beitrag vorwerfen kann, soll noch der Fall des Briten Mark Kennedy alias Mark Stone erwähnt werden. Dazu berichtete der Tagesspiegel vom 03.02.2017 „Sag niemals, wie“ folgendes: „Seit 2003 war er europaweit als Agent des britischen Staatsschutzes unterwegs und schickte Informationen über Aktivisten und Proteste an seinen Führungsoffizier – ein Einsatz, der sieben Jahre dauerte. Im Oktober 2010 fand eine von ihm getäuschte Freundin in England einen Pass, der nicht auf den Namen Mark Stone ausgestellt war, dazu Unterlagen, die nicht zur Legende des Agenten passten. […] Bis heute ist ungeklärt, was der Agent in Berlin genau tat. Der Enttarnung folgte ein Skandal.“

Jedenfalls versuchte der damalige BKA-Präsident Jörg Ziercke diesen Fall abzuwiegeln – man hätte nur vage Informationen darüber gehabt. Er soll eigentlich in Berlin nur seine Kontakte zur Aktivistenszene gepflegt haben ohne konkrete Spionageaufträge. Der Tagesspiegel hierzu weiter: „Egal ob verdeckte Ermittler wie Mark Kennedy, angeheuerte Spitzel oder hauptamtliche Spione: Für Berlin interessieren sich Späher nicht nur, weil hier Bundesregierung und Behörden ihren Sitz haben. Sondern vor allem wegen der vielen Oppositionellen, Aktivisten, aber auch Schmuggler und Schleuser, die sich in der Stadt treffen.“

Das will ich gerne glauben, nachdem wir nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Balkankrieg so viele Jahre das Scheunentor Deutschland ganz weit für die Organisierte Kriminalität und Bandenkriminalität geöffnet hatten. Hier verweise ich wieder auf meine Ausführungen zum Sachsensumpf Teil 3

Was es jedenfalls heißt, ein Opfer von handfester Spionage zu sein, erzählt der SPD-Politiker Reinhold Robbe – zufälligerweise auch ehemaliger Wehrbeauftragter des Bundes – in dem o.g. Artikel des Tagesspiegels gleich selbst. Da ist ihm ein Pakistani nicht mehr von der Pelle gerückt, insbesondere im Jahr 2015, als er auch noch das Amt des Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft innehatte. Das BKA hat dann den Pakistani im Juli 2016 in Bremerhaven verhaftet. (Quelle: Der Tagesspiegel „Sag niemals, wie“ vom 03.02.2017)

Ach, nebenbei erwähnt zeigt jetzt auch Marokko, wie man richtig die Flüchtlingskarte gegenüber der EU ausspielen kann. Die waren nämlich über das Europäische Gerichtsurteil vom Dezember 2016 ziemlich verärgert, bei dem nun endgültig entschieden wurde, dass die von Marokko beanspruchte Westsahara nicht zum Handelsabkommen zwischen der EU und Marokko gehöre. Dazu schrieb wiederum die FAZ unter dem Titel „Illegale Migration als Drohkulisse“ vom 18.02.2017: „Als Ende Januar 2017 der EU-Energiekommissar Arias Canete die EU-Position zur Westsahara noch einmal bekräftigte, war die Geduld in Rabat offenbar zu Ende. […] Zugleich profitiert Spanien wie kein anderes EU-Mitglied vom Fischereiabkommen, das durch die beiden Urteile wieder fraglich geworden ist. Rund hundert spanische Boote fischen in den Gewässern der Westsahara. Wenn weiterhin vor allem die Europäer von dem Abkommen profitieren, könnte man sich auch Russland, China, Indien und den afrikanischen Nachbarn zuwenden, hieß es jetzt frustriert aus Rabat.“

Na, und jetzt ratet mal, wer sich noch China zuwendet?

Wieder musste ich in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 18.02.2017 lesen, dass die Chinesen bei der Deutschen Bank eingestiegen sind. „Die Deutsche Bank hat einen neuen Großinvestor. Das chinesische Firmenkonglomerat HNA Group hat sich laut einer Mitteilung vom Freitag mit 755 Millionen Euro 3,04 Prozent an der wichtigsten deutschen Bank gesichert und ist damit drittgrößter Aktionär nach der Herrscherfamilie von Qatar und dem weltgrößten Vermögensverwalter Blackrock. Die Chinesen erwägen, noch mehr Geld in die Deutsche Bank zu stecken: „Wir schließen nicht aus, unsere Beteiligung in moderatem Umfang aufzustocken“, sagte ein Sprecher von HNA gegenüber dieser Zeitung: „Wir werden aber auf jeden Fall unter 10 Prozent bleiben.“ […] Die Chinesen haben sich nicht direkt, sondern über den österreichischen Vermögensverwalter C-Quadrat an der Bank beteiligt. […] HNA ist schon seit längerem auf Einkaufstour in Europa und Amerika. Das ursprünglich als reine Fluggesellschaft gestartete Konglomerat von Chinas Tropeninsel Hainan hat etwa für 6,5 Milliarden Dollar ein Viertel am amerikanischen Hotelbetreiber Hilton übernommen. Im Sommer vergangenen Jahres kauften die Chinesen in Europa die Hotelketten Carlson (Radisson, Park Plaza) und NH. Für den Kauf des defizitären Regionalflughafens Frankfurt Hahn ist HNA mittlerweile der einzig ernstzunehmende Anwärter, der gerade von der rheinland-pfälzischen Landesregierung geprüft wird.“

Die Wanda-Gruppe aus Peking soll bereits auch in Gesprächen sein, die Postbank zu übernehmen.

Ja, aber einen richtigen Brechreiz habe ich dann bekommen, als ich den Artikel der Berliner Zeitung vom 20.02.2017 „Die IT-Diktatur“ gelesen habe. Danach sollen Chinas Bürger bei zahlreichen Rechts- und Ordnungsverstößen mit massiven Repressalien zu rechnen haben. Wer zum Beispiel einen Kredit nicht zurückzahlt, darf nicht mit der Bahn oder Flugzeug reisen. Dazu heißt es im o.g. Artikel weiter: „Mehr als 44 Regierungsstellen haben sich zusammengeschlossen, um Regelbrecher auf möglichst vielen Ebenen zu benachteiligen“, lässt sich Meng Xiang zitieren, der Chef der Vollzugsabteilung des obersten Gerichtshof in Peking.“

Vollzogen wird das mit einer riesigen Datenbank, bei der alle, aber auch wirklich alle Daten der Chinesen gesammelt und gründlich ausgewertet werden. Danach bemisst sich dann, wer belohnt oder bestraft wird und wie er zu bewerten ist. „Die chinesischen Kommunisten wollen damit den perfekten autoritären Staat schaffen. […] Handlanger bei dem Vorhaben sind die Internetfirmen des Landes wie Alibaba oder Tencent. In China zeichnet sich damit eine unheilvolle Mischung aus modernster Technik und Stalinismus ab. […] Chinas oberstes Gericht pflegt bereits seit 2013 eine Liste mit langfristig säumigen Schuldnern. Alle 6,7 Millionen Personen auf der Liste sind nun für Reisen in der Luft und auf der Schiene gesperrt.“ (Quelle: Berliner Zeitung „Die IT-Diktatur“ vom 20.02.2017)

Der Testlauf, bei dem Daten aus Finanzbehörden, Telekommunikationsanbietern, Versicherungen, Handelsregister, Ordnungsämter, Sozialmedien, aber auch bei Beschwerdestellen und Petitionsausschüssen gesammelt wurden, fand von 2010 bis 2015 schon mal in der Provinz Jiangsu statt – sicherlich mit durchschlagendem Erfolg.

So, und jetzt könnt Ihr Euch selbst fragen, warum es überhaupt den BREXIT gegeben hat und die USA über die NATO Druck auf Deutschland ausübt, indem der US-Verteidigungsminister James Mattis vorgibt, bis Ende des Jahres 2017 ein Konzept vorzulegen, wie die geforderten Rüstungsinvestitionen von 2% des Bruttoinlandsprodukts zugunsten der NATO erreicht werden. So kann man im Spiegel „Zwei sind zwei sind zwei“ vom 18.02.2017 u.a. lesen: „Die Deutschen scheinen seine Botschaft nicht verstanden zu haben. Mattis hat sie höflich formuliert. Es gebe in Washington eine „gewisse Ungeduld“ mit dem deutschen Beitrag zum westlichen Bündnis, hat er diplomatisch gesagt. Gemeint war: Zahlt endlich euren Anteil, sonst wird es ungemütlich! […] Auf dem Nato-Verteidigungstreffen am Mittwoch in Brüssel stellte der freundliche Herr Mattis den Verbündeten ein Ultimatum. „Ich bin es Ihnen schuldig, Klarheit über die politische Realität in den Vereinigten Staaten zu geben und die Erwartungen der Menschen in meinem Land konkret zu benennen“, sagte der Pentagon-Chef in einer vorbereiteten Rede vor seinen Kollegen. „Amerika wird seiner Verantwortung nachkommen. Aber wenn Ihre Nationen verhindern wollen, dass Amerika sein Engagement in der Allianz zurückfährt, muss jeder von Ihnen zeigen, dass Sie unsere gemeinsame Verteidigung unterstützen.“ Eine deutliche Drohung, die Europäer notfalls ihrem Schicksal zu überlassen.“

Und weiter hießt es im gleichen Artikel: „Zwei Prozent der Wirtschaftskraft aber würden bedeuten, dass der Rüstungsetat von heute 37 auf deutlich über 60 Milliarden Euro steigen müsste. Damit wäre Deutschland mit Abstand die größte Militärmacht in der Mitte des Kontinents. Eine Vorstellung, die den einen oder anderen Europäer nervös machen könnte. Daran soll es nicht scheitern, sagen die Amerikaner. Nennt uns das Land, mit dem wir reden sollen, dann werden wir es davon überzeugen, dass von Deutschland keine Gefahr mehr ausgeht.“

Diese Botschaft kann man in zwei verschiedene Richtungen deuten – von Deutschland wird keine Gefahr mehr ausgehen, weil dann die Bevölkerung sowieso schon am Boden ist; denn neben den hohen Belastungen der sozialen Kassen durch die Integration von Migranten aus aller Welt (und ich meine hier nicht Flüchtlinge, die aufgrund permanenter Menschenrechtsverletzungen und Kriegen gezwungen werden, ihre Herkunftsländer zu verlassen) werden weitere Einsparungen zugunsten der Erhöhung des Militäretats auf den Rücken der deutschen Bevölkerung durchgeführt werden.

Oder: Von Deutschland wird keine Gefahr mehr ausgehen, weil wir dann ohnehin durch eigene Bürgerkriege und Straßenkämpfe mit uns selbst beschäftigt sind, was uns dann wieder zu Flüchtlingen macht, die Deutschland verlassen müssen.

Die Wirtschaft jedenfalls wird erst einmal wieder boomen, denn am 17.02.2017 hat der Rüstungskonzern Rheinmetall schon mal verkündet, dass man mit dem US-Waffenhersteller Raytheon zusammenarbeiten will. „Mit dieser wegweisenden Kooperation beginnen wir ein neues Kapitel für Rheinmetall – sowohl in technologischer Hinsicht wie auch in der Präsenz in wichtigen Märkten“, erklärte Rheinmetall-Chef Armin Papperger. Dabei wollen die beiden Konzerne insbesondere bei der Luftverteidigung, bei Kampfflugzeugen, bei Waffen und Munition sowie im Bereich Cyber-Abwehr kooperieren. Raytheon gehört mit einem Jahresumsatz von zuletzt 24 Milliarden Dollar (umgerechnet 22,5 Milliarden Euro) und 63 000 Mitarbeitern zu den weltweit größten Rüstungskonzernen. In der Branche ist das Unternehmen dabei vor allem für seine Luftabwehrsysteme, Lenkflugkörper und Raketentechnik bekannt.“ (Quelle: Der Tagesspiegel „Ein sicheres Geschäft“ vom 18.02.2017)

Das wird auch Donald Trump mit seiner Politik „Make America Great Again“ und „America First“ sicherlich sehr freuen, denn zufälligerweise hat Rheinmetall auch eine eigene Munitionsfabrik in den USA. Es ist also eher unwahrscheinlich, dass die Deutschen mit heimischen Arbeitsplätzen davon profitieren werden. Jedenfalls ergänzt die FAZ „Rheinmetall rüstet auf“ vom 18.02.2017: „Zwar gab es Mitte 2015 bei der künftigen Raketenabwehr der Bundeswehr eine Niederlage für Raytheon: Die von dem Unternehmen hergestellte Patriot-Batterien sollen nicht weiterentwickelt, sondern durch das Meads-System des europäischen Rüstungsanbieters MBDA ersetzt werden. Doch unterschrieben ist dieser Vertrag immer noch nicht.“

Unterdessen sind der deutsche Panzerhersteller Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und der französische Staatskonzern Nexter eine Fusion eingegangen. Die haben schon mal die Maschinerie für ein neues Panzermodell als Ersatz für die Panzer „Leopard 2“ und „Leclerc“ in Gang gesetzt. Und auch der französische Staatskonzern DCNS überlegt, mit Thyssen-Krupp (TKMS) zusammenzugehen. Angesichts der neuen Lage dürften die Voraussetzungen dafür jetzt viel besser sein. Und so setzt abermals die FAZ vom 20.02.2017 noch eins drauf: „Ähnlich wie zuvor bei Kampfjets oder auch künftig in der Marinetechnik soll beim Bau von Kampfpanzern das frisch fusionierte Duo KMW-Nexter zu einem Herzstück für einen paneuropäischen Heeresausrüster werden. […] „Ich hoffe, dass wir in fünf Jahren noch viel europäischer sind als heute“, wirbt Frank Haun, Vorstandschef von KMW-Nexter, für den Verbund.“ (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung „Berlin und Paris setzen auf gemeinsame Rüstungsprojekte“ vom 20.02.2017)

Und in der Villa Hammerschmidt in Bonn hatten sich unterdessen die Außenminister der G-20 Staaten eingefunden. Thema war u.a auch das Minsker Abkommen, für das sich bis dahin Merkel und Hollande so stark gemacht hatten. Offiziell wollten sich da die Amerikaner noch nicht zur weiteren Vermittlerrolle Deutschlands um den Ukraine-Konflikt auslassen. Am 21.02.2017 konnte man dann aber im Tagesspiegel folgendes lesen: „Doch in Trumps Umgebung denkt man anders. Der persönliche Anwalt des Präsidenten, ein früherer Geschäftsfreund Trumps und ein ukrainischer Politiker basteln an einer Initiative, die den Minsker Mechanismus umgehen würde. Trumps republikanische Parteifreunde sehen die neue Russland-Politik mit wachsender Sorge. Wie die „New York Times“ berichtete, lieferte Trumps Anwalt Michael Cohen den Ukraine-Plan des Trios vor einigen Wochen im Weißen Haus ab. Das Vorhaben sieht demnach den Rückzug russischer Truppen aus der Ost-Ukraine und eine Volksabstimmung der Ukraine über die Frage vor, ob die von Moskau annektierte Halbinsel Krim für 50 oder 100 Jahre an Russland verpachtet werden soll. Cohen hat ebenso wenig außenpolitische Erfahrung wie seine beiden Partner, der Geschäftsmann Felix Sater und der ukrainische Politiker Andrii Artemenko. […] Dennoch ist die Initiative politisches Dynamit, denn sie wird zu einer Zeit bekannt, in der amerikanische Geheimdienste mutmaßliche Verbindungen von Trump zu russischen Stellen untersuchen. Der Präsident verstört seine eigene Partei und die amerikanischen Verbündeten in Europa seit Monaten mit prorussischen Äußerungen.“ (Quelle: Der Tagesspiegel „Trumps Anwalt bastelt an Ukraine-Deal“ vom 21.02.2017)

Als Sigmar Gabriel zum Punkt NATO-Bündnis einwarf, dass Deutschland ja schon so viel für die Entwicklungshilfe oder die Integration von Flüchtlingen leiste, und diese bei dem geforderten „Mehr“ an Verteidigungsausgaben ebenfalls zu berücksichtigen seien, schrieb der Tagesspiegel prompt am 19.02.2017 in seinem Artikel „Neue Sicherheit“: „Nicht nur, dass auch Deutschland das 0.7-Prozent-Ziel für Entwicklung nicht erfüllt. Jeder deutsche Entwicklungshelfer kennt mindestens ein Projekt, das komplett schief gegangen ist. Da gehört mehr Ehrlichkeit her. Wer glaubwürdig sein will, darf zudem nicht nur die Korruption in Entwicklungsländern kritisieren. Auch internationale Firmen, die dort gute Geschäfte machen, müssen sauber arbeiten und Steuern zahlen.“

Was Trump und sein Beraterstab von der EU halten, wurde ja auch schon vielfach in den Medien berichtet. Hier verweise ich einfach auf den jüngsten Artikel des Tagesspiegels vom 24.02.2017 „Aus Skepsis wird Verachtung“. Mehr braucht mal eigentlich nicht mehr dazu zu sagen.

Ich persönlich komme zu folgenden Überlegungen und Schlussfolgerungen: Helmut Kohl mit Wolfgang Schäuble im Gepäck haben den Ausverkauf der deutschen Ostgebiete vorangetrieben. Gerhard Schröder hat die Strukturen für die Organisierte Kriminalität vorwiegend aus dem ehemaligen Ostblock, der Türkei sowie dem Balkan in Deutschland verfestigt und Angela Merkel hat es jetzt fast geschafft, die EU sowie das westliche Verteidigungsbündnis der NATO an die Wand zu fahren.

Wer von unseren Politiker-„Helden“ wird dann als nächstes Deutschland den Todesstoß verpassen?

Die Bildzeitung vom 27.02.2017 schreibt interessanterweise in ihrem Artikel „4-mal so viele Hacker-Angriffe pro Tag“ dazu folgendes: „Die Spuren vieler Attacken führen nach Russland, so die interne BSI-Analyse (liegt BILD vor). Auch der Verfassungsschutz ist inzwischen sicher, dass es russische Cyber-Terroristen waren, die im Mai 2015 den Bundestag angriffen. Bei den Rechnern von 14 Abgeordneten saugten sie 16 Gigabyte Daten und Mails (ca. 4 Millionen DIN A4 Seiten) ab – laut „Zeit“ auch bei einem Computer im Büro der Bundeskanzlerin. Die Beute könnte dazu eingesetzt werden, Abgeordnete bloßzustellen oder gar zu erpressen. Ein Sicherheitsexperte zu BILD: „Das wird uns im Wahljahr noch auf die Füße fallen.“

Zum Abschluss dieser zugegebenermaßen etwas längeren aktuellen Abhandlung passt vielleicht auch wieder die Meldung der Süddeutschen Zeitung vom 01.03.2017 „Zuschuss für U-Boot-Deal“ hinein. Demnach will Deutschland den selbst in Israel in die Kritik geratenen U-Boot-Deal mit Benjamin Netanjahu bezuschussen – und zwar in Höhe von 570 Millionen Euro. Der Vertrag über drei U-Boote zwischen Israel und ThyssenKrupp Marine Systems ist zwar noch nicht abgeschlossen, aber erstaunlicherweise denkt man gar nicht daran, sich das Geschäft von 1,5 Milliarden Euro durch so lästige staatsanwaltschaftliche Ermittlungen wegen Korruption vermasseln zu lassen.

Na ich sage, Prost Mahlzeit und Gute Nacht Deutschland.

Deutschlands Bankrotterklärung – Teil 1 – Eine persönliche Botschaft

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Sehr geehrte Frau Merkel …

oder soll ich Sie nun mit Frau Angela Dorothea Kasner ansprechen?

Ich schäme mich wirklich in Grund und Boden für Sie, denn Sie scheinen ja keinerlei Scham zu kennen.

Ich schäme mich, von so einer Regierung und Parlament vertreten werden zu müssen, die ich weder gewählt noch jemals für gutgeheißen habe.

Sie und Ihre Mannschaft aller Partei-Couleur sind einfach nur noch mehr peinlich und lächerlich, aber leider auch gemeingefährlich.
Ich hätte mich gerne nur kaputtgelacht, aber das Lachen ist mir bereits spätestens seit 1998 im Halse stecken geblieben.

Seien Sie gewiss, dass ich jedem – egal, welcher Hampelmann oder Hampelfrau sich gerade wieder zur Wahl aufstellen lassen will – meine Stimme entziehen werde.

Ich brauche keine Karnevals-Pappnasen, die vorgeben, mich vertreten zu wollen.

Und deswegen werde ich nicht einen müden Cent für das Ausfüllen eines Wahlzettels aufwenden, um solche kriminellen Partei-, Vereins- und Stiftungsstrukturen, wie ich sie schon in meinen zahlreichen vorherigen Beiträgen aufgezeigt habe,  auch noch zusätzlich zu finanzieren; und dabei noch Deutschlands Dummheit zu bestätigen.

Über den rheinländischen Dünnbrettbohrer Martin Schulz gäbe es auch einige sehr interessante Hintergrundinformationen zu berichten, was ich mir allerdings für einen der nächsten Beiträge aufsparen werde.

Hier speziell soll es nur um den katastrophalen Zustand gehen, der mit den SPD-Männern Gerhard Schröder, Walter Steinmeier, Otto Schily, Sigmar Gabriel und den von den Grünen/Bündnis90 an Peinlichkeit kaum noch mehr zu überbietenden Joschka Fischer  richtig Fahrt aufgenommen hat und durch Sie nahezu perfektioniert wurde. Aber es geht bestimmt noch schlimmer.

Bravo, Chapeau und Applaus!! Und Danke für gar nichts.

Sie werden letztendlich dafür die Verantwortung und damit auch die Konsequenzen tragen müssen – auch wenn Sie es jetzt noch nicht wahrhaben wollen.

Ihr Auftritt als sogenannte letzte Zeugin vor dem NSA-Untersuchungsausschuss zeigt ja ganz deutlich, was Sie von dem Land und dessen Staatsbevölkerung, die Sie eigentlich vertreten sollten, halten.

Da schreibt zum Beispiel die Frankfurter Allgemeine Zeitung „Die letzte Zeugin“ vom 17.02.2017: „Am Donnerstag hat sie ihre Pflicht als Regierungschefin gegenüber dem Parlament erfüllt. […] Dann nahm sie Platz und wurde – wie alle Zeugen – nach ihrem Namen, ihrem Geburtsdatum und ihrer Anschrift gefragt. Sie heiße Angela Dorothea Kasner, sei am 17. Juli 1954 geboren und wolle als Adresse das Bundeskanzleramt angeben, sagte sie. Kasner? Das war ihr Geburtsname. Knapp fünf Stunden nach ihrem Versprecher erklärte Merkel, wie es dazu kam: „Weil ich das Dorothea gemeinhin nur mit meinem Mädchennamen verwende.“

Die Wochenzeitung „Das Parlament“ vom 20.02.2017 schrieb unter ihrem Titel „Als Staatsfrau unbeirrt“: „Immerhin eine Überraschung, eine einzige, durften die massenhaft erschienen Medienmenschen notieren, als auf die rituelle Eingangsfrage des Vorsitzenden nach Name und Adresse hin die Zeugin sich vorstellte – als „Angela Dorothea Kasner“, mit ihrem Mädchennamen also.“

Und weiter heißt es ebd.: „Den Faden dieser Erzählung spann die Zeugin Kasner am Donnerstag weiter“.

Wie heißen Sie also wirklich?

Haben Sie schon bei der Aufstellung zur Bundeskanzlerin einen falschen Namen angegeben oder haben Sie jetzt vor dem Untersuchungsausschuss eine Falschaussage getätigt?

Oder ist es mittlerweile üblich, dass Bundeskanzler im Regierungs-/Parlamentstheater generell mit Künstlernamen auftreten?

Ach, und noch etwas – Ihr Wohnsitz ist nicht das Bundeskanzleramt, damit wir uns ganz klar verstehen.
Das Bundeskanzleramt ist der Regierungssitz, falls Sie das noch nicht begriffen haben. Da, wo eigentlich authentische Staatsmänner und –frauen sitzen und regieren sollten.

Mit diesem Auftritt, Frau Angela Merkel oder Frau Angela Dorothea Kasner, haben Sie aus meiner Sicht den totalen Staatsbankrott erklärt.

Damit beende ich meine ganz persönliche Botschaft an Sie, Frau Merkel oder Frau Kasner, und wende mich im nächsten Teil weitaus gewichtigeren aktuellen Themen zu, die aufzeigen, wie es um die Bundesrepublik Deutschland tatsächlich bestellt ist.

Weiter geht es mit Teil 2

Die Smiley Face Killergang – BlackOps gewürzt mit einem Schuss Esoterik – Teil 2

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Zurück zu Teil 1

Anlässlich der vielen Beschwerden und Anzeigen gegen Polizeibeamte aufgrund Polizeikorruption und der hohen Todesfälle von Gefängnisinsassen unter deren Gewahrsam, stellte das CATO-Institut fest: „Sofern exzessive Gewaltorgien und Todesfälle durch Polizeikräfte regelmäßig als Mordfälle angeklagt würden, hätte man bei sogenannten Vertretern der Verbrechensbekämpfung einen Anstieg der Verbrechensrate um 472% gegenüber der normalen Zivilbevölkerung zu verzeichnen.“

(Quelle: Eponymous Rox „Investigating The Case of The Drowning Men – The Smiley Face Serial Murders“, Seite 118)

Zum Zeitpunkt des Verschwindens von Charlie Geurts im Januar 2013 stand die Madison Polizeiinspektion im Bundesstat Wisconsin wegen ihres äußerst brutalen Vorgehens gegenüber Bürgern im Fokus der Ermittlungen. Gegen Stephen Heimsness, einem Polizeibeamten von Madison, lief deswegen eine Petition; die Bürger organisierten sogar eine Demonstration vor dem City Hall, um zu erreichen, dass Heimsness endlich entlassen wird.

Stephen Heimness war bekannt dafür, dass er sogenannte „Troublemaker“ und verdächtig Erscheinende brutal niederschlug, auf sie eintrat, mit Elektroschockern malträtierte oder sogar einfach niederschoss.

Als Heimsness schließlich den unbewaffneten 30-jährigen Paul Heeman ohne Not einfach erschoss, war das Maß voll. Bis dahin konnten die Verantwortlichen immer noch im Rahmen eines außergerichtlichen Verfahrens denjenigen von den psychopathischen Gewaltexzessen eines Stephen Heimsness Betroffenen über finanzielle Entschädigungen – natürlich auf Kosten der Steuerzahler – ruhig stellen. Das Madison Police Department stand dem von Milwaukee wahrlich in nichts nach.

Der Autor Eponymous Rox führte diesen Umstand in seinem Buch „The Case oft he Drowning Men“ deswegen aus, weil sich gerade in Madison und Milwaukee die rätselhaften Todesfälle von möglicherweise angetrunkenen und durch Drogenmissbrauch unkontrolliert agierende Studenten durch Ertrinken häuften.

Die Polizei Milwaukee ist noch aufgrund eines anderen weltbekannten Falles berüchtigt – der Serienmörder Jeffrey Dahmer trieb damals unter den Augen der Polizei sein Unwesen und konnte dadurch ungehindert mindestens 17 Männer und Jugendliche töten. Doch anstatt die verantwortlichen Polizeibeamten zur Rechenschaft zu ziehen, wurden sie sogar im späteren Verlauf noch ausgezeichnet.

Eponymous Rox kam deswegen zu der Überlegung, dass für einige dieser Fälle möglicherweise die Polizei durch ihr bekanntes brutales Vorgehen verantwortlich ist. Um weitere Spuren zu verwischen, könnten dann die durch Polizeigewalt getöteten Männer in Seen und Flüssen entsorgt worden sein. Sein Verdacht wurde durch einen anderen Vermisstenfall angefacht.

2009 verschwand der 21-jährige Bodybuilder Bryan Barker spurlos, als er zusammen mit ein paar Freunden an der Geburtstagsfeier teilnahm, die in einem Pub in der Innenstadt von Milwaukee stattfand. Wie in anderen Fällen auch, wurde er plötzlich vom Sicherheitspersonal des Lokals aufgefordert, sofort zu gehen. Und in der gleichen Nacht, im selben Pub, wurde auch ein Freund von Bryan Barker aus unerfindlichen Gründen von der Gruppe getrennt und rausgeschmissen. Kurze Zeit später fand man ihn offensichtlich mit einem Bierkrug niedergeschlagen und halb bewusstlos in einer nahegelegenen Allee-Anlage.

Bryan Barker hingegen hatte offensichtlich nicht so viel Glück, denn drei Tage später entdeckte ein Fußgänger seine Leiche im Milwaukee treiben. Der Fall wurde ebenso als selbstverschuldeter Unfall zu den Akten gelegt.

Zwei Jahre später machte ein weiterer Todesfall in Milwaukee von sich reden, der die dunklen Machenschaften des Milwaukee Police Department beleuchtete.

Im Mittelpunkt standen dabei drei Polizeibeamte, die 2011 des Mordes an dem 22-jährigen Derek Williams angeklagt wurden.

Derek Williams wurde verhaftet und in den Polizeiwagen verfrachtet. Dort erstickte er auf dem Rücksitz, nachdem er zuvor schwerstmisshandelt wurde. Es stellte sich im Laufe der Ermittlungen heraus, dass Derek überhaupt nichts getan hatte, sondern vielmehr Opfer einer willkürlichen Polizeigewalt wurde. Um diese Tat zu verdecken, hatten Polizeikollegen des Milwaukee Police Department sogar falsche Zeugenaussagen herangezogen und zerstörten umliegende Überwachungskameras bzw. ließen die Aufnahmen aus den Überwachungskameras neu editieren. Letztendlich wurden nach diesem Skandal trotzdem nur drei von ihnen angeklagt und zu hohen Strafen verurteilt.

Und nur ein Jahr später verschwand am 10.03.2012 der 28-jährige Thomas Hecht aus „Rosi´s Pub“ in Milwaukee. Auch hier verhielt sich die Polizei äußerst verdächtig, nachdem auf merkwürdige Weise wieder Aufnahmen von Überwachungskameras verschwanden. Die Polizei behauptete dabei steif und fest, dass Thomas Hecht gegen 22:00 Uhr die Bar verlassen hatte, allerdings hatten sie dabei ein weiteres Band übersehen, welches eindeutig zeigte, dass Thomas Hecht „Rosie´s Bar“ bereits um 21:15 Uhr verließ.

Als dieser Umstand öffentlich bekannt wurde, und man die Polizei befragte, wie es zu der Diskrepanz um 45 Minuten gekommen ist, hüllte sich das Department in Schweigen. Stattdessen gab der zuständige Polizeisprecher eine Woche später bekannt, dass man alles dafür tun würde, um Thomas Hecht zu finden. Man würde die Suche mit Booten im Fluss weiter fortsetzen, seine Freunde würden befragt und man habe Polizeibeamte dafür abgestellt, das Ufer abzusuchen.

Hecht´s Freunde hingegen sagten aus, dass sie bisher weder befragt noch sonst wie in Kenntnis gesetzt wurden. Sie fingen darüber zu spekulieren an, ob Thomas Hecht möglicherweise mit einem Taxi zur berüchtigten dritten Polizeistation von Milwaukee gebracht und dort zu Tode malträtiert wurde.

Am 22.03.2012 fand man schließlich Thomas Hecht zwischen North Water und East Pleasant Street im Milwaukee. Der Auffindungsort befand sich auf halben Weg zwischen dem Pub und Thomas Hechts Wohnung. Die gerichtsmedizinischen Untersuchungen ergaben, dass Hecht stark alkoholisiert war, und verkündeten offiziell Unfalltod durch Ertrinken infolge von Alkohol. Es wurden keinerlei Angaben dazu gemacht, ob Hecht tatsächlich im Wasser zu Tode kam oder aufgrund vorheriger Verletzungen.

Eponymous Rox lieferte zusätzlich einen interessanten Hinweis im Zusammenhang mit Polizeiwillkür und Korruption unter Polizeibeamten.

In den 90er Jahren kam es bei dem Los Angeles Police Department (LAPD) zu einem handfesten Skandal, der als „Rampart Skandal“ in die Geschichte einging.

Das LAPD hatte zu der Zeit eine sogenannte „Anti-Gang“-Einheit errichtet, die CRASH-Einheit (Community Resources Against Street Hoodlums – Gemeinsame Kraft gegen Straßenstrolche bzw. Rowdies).

In dieser Einheit mischten mehr als 70 korrupte Polizeibeamte mit, die sich an schwerer Bandenkriminalität und Organisierten Kriminalität unter dem Deckmantel der CRASH-Einheit beteiligten. Zu ihren Verbrechen zählten das unmotivierte Schießen auf Bürger, Mord, Schlägereien, illegaler Waffen- und Drogenhandel sowie Banküberfälle. Die Taten wurden regelmäßig durch manipulierte Beweise, Zeugenbeeinflussung, falsche Anschuldigungen und Meineid verdeckt. So konnten sie ihre Karrieren innerhalb der Polizei vorantreiben und ihre eigene finanzielle Situation auf Staatskosten noch zusätzlich aufbessern. Und als ob das nicht schlimm genug wäre, hatte man zusätzlich herausgefunden, dass die verschworene Clique sich untereinander durch bestimmte Merkmale vor den anderen Mitgliedern zu erkennen gab. Sie hatten ein spezielles Logo auf ihren Körpern tätowiert, das aus einem Totenkopf mit Cowboy-Hut bestand. Um den Totenkopf herum waren Pokerkarten drapiert, die sich mit Assen und 8ern (18!!! – eine hochokkulte Zahl) abwechselten, wobei als Kartenmotiv eine skelettierte Hand ausgewählt wurde.

Da fühlt man sich doch gleich an Rockergangs wie die Hells Angels, Bones, Red Devils oder Bandidos erinnert.

Nun hatte ich bereits in meinen früheren Ausarbeitungen zum Datenklau von Liechtenstein Teil 3 die Geheimpolizei von Los Angeles erwähnt, die eine Sondereinheit des LAPD war und sich des computergestützten Dossier-Systems von Western Goals bediente. Hierzu noch einmal der entsprechende Auszug aus meinen Ausarbeitungen unter dem Titel „Alte Kameraden stets zu Diensten“: „Der ehemalige SS-Major Otto Skorzeny arbeitet mit der CIA zusammen und erhält von Dr. Fritz Thyssen und Dr. Gustav Krupp Geld, um Todesschwadronen aufzubauen: die „Todesengel“ in Bolivien, „die Antikommunistische Allianz“ in Argentinien und, zusammen mit Stephano delle Chiaie, die „Guerilla von Christus dem König“ in Spanien. Skorzeny wird 1947 von den Amerikanern freigelassen und zieht nach Madrid, wo er die International Fascista gründet, bei der ehemalige SS-Angehörige, französische OAS-Terroristen und Geheimpolizisten der portugiesischen PDID arbeiten. Die Geheimpolizei in Los Angeles unterhält eine Abteilung mit demselben Kürzel: die Public Disorder Intelligence Division sammelt mithilfe eines computerisierten Dossiersystems der Western Goals von Larry McDonald Geheimdaten der Bürger. McDonald ist einer der Führer der John Birch Society, und Western Goals Filialleiter in Deutschland Eugene Wigner versorgt Gehlens BND mit Geheimdaten. Zu den Verwaltungsräten von Western Goals gehören die Kalten Krieger Edward Teller, der Vater der Wasserstoffbombe, Admiral Thomas Moorer und der ehemalige Luftwaffenpilot Dr. Hans Senholt. Skorzeny ist verantwortlich für die Paladin-Söldner, die unter dem Cover der M.C. Inc. arbeiten. Geschäftsführer dieser Import-Exportfirma in Madrid ist Dr. Gerhard Hartmut von Schubert, der zuvor im Propagandaministerium für Goebbels arbeitete.“ (Quelle: „Mafia, Geheimdienste und Politik der USA Teil 2 (1939 bis 1948)

Einen ersten Durchbruch in den mysteriösen Todesfällen konnten die Eltern von Joshua Swall aus Indiana erreichen.
Der 22-jährige Hobby-Bastler verschwand Mitte November 2012 spurlos, als er das Appartement seines Freundes verließ. Offensichtlich hatte es Joshua sehr eilig, denn er ließ seinen Wagen, sein Handy und seine Brieftasche zurück. Gefunden wurde er dann Wochen später in einem umzäunten Teich auf dem Gelände eines Miethauskomplexes. Zuvor wurde allerdings dieser Teich sowie seine Umgebung von Tauchern und Polizei abgesucht – gefunden hatten sie damals nur einen Schuh von Joshua.

Bei der Autopsie des Leichnams stellte man fest, dass Joshua körperlich übelst misshandelt und geschlagen wurde, bevor man ihn ins Wasser schmiss, wo er dann auch ertrank.

Interessant bei diesem Fall ist, dass Joshua nahezu identische Verletzungen aufwies, wie die Schauspielerin Natalie Wood, die sich im November 1981 auf einem Segelturn mit ihrem Freund Robert Wagner sowie Christopher Walken befand und dabei angeblich vom Segelboot „The Splendor“ unbemerkt in die See fiel, wo sie ertrank. Die Familie von Natalie Wood brauchte 30 Jahre, bis der Fall schließlich im Jahr 2012 als Mordfall neu aufgerollt wurde, nachdem Christopher Walken zugegeben hatte, dass es zuvor einen heftigen Streit zwischen dem Paar gegeben hatte.

Zahlreiche Blutergüsse, Abschürfungen und andere Wunden zeigten auf, dass Joshua über den Boden geschleift worden sein musste, während er noch lebte.

Allerdings hatte der damalige Leiter des Rechtsmedizininstituts von Indianapolis alles dafür getan, diesen Mord wie einen Unfall aussehen zu lassen. Obwohl Joshua signifikante Tätowierungen am Körper trug und daran leicht zu erkennen gewesen wäre, führte der Gerichtsmediziner Joshua als „John Doe“ (Name für unbekannte männliche Leiche), und täuschte so die Eltern über die schlimme Tatsache hinweg, dass es sich bei der aufgefundenen Leiche um ihren Sohn handelte. Es dauerte schließlich Tage, bis die Eltern über die zahnärztliche Untersuchung traurige Gewissheit erhielten. Trotz der offensichtlichen Verletzungen wurde der Fall als Unglücksfall aufgrund von Drogen und Alkohol klassifiziert, obwohl die toxikologischen Untersuchungen keinerlei Anzeichen von Alkohol und Drogen erbrachten. Der Vater von Joshua, ein ehemaliger Militärangehöriger, geriet darüber so in Wut, dass er sich mit dem Autopsiebericht und den toxikologischen Untersuchungsergebnissen an den Journalisten und Buchautor Eponymous Rox wandte. Gleichzeitig heuerte er einen Privatermittler an. Durch den Zwei-Fronten-Angriff konnte zumindest erreicht werden, dass die Todesursache als „unbestimmt“ gewertet und der Fall nicht wieder zu den erledigten Akten abgelegt werden konnte.

Dank eines umsichtigen Todesermittlers aus West Virginia wurde auch der Fall des 22-jährigen Paul Kochu nicht als Selbstmord oder Unfall behandelt. Der angehende Krankenpfleger verschwand in den frühen Morgenstunden des 16.12.2014 in Pittsburgh.

Am Abend zuvor ging er nach einem Footballspiel zusammen mit zwei weiteren Bekannten in den „Smokin´Joe´s Saloon“. In der Nacht zum 16.12.2014 gegen 02:45 Uhr morgens sahen zwei Schwesternschülerinnen ihn humpelnd und blutend auf der Straße gehen, dann verlor sich seine Spur. Seine Bekanntenm, die zuletzt mit ihm unterwegs waren, gaben mehr als einen Monat nach seinem Verschwinden gegenüber Pressevertretern an, Joshua hätte sich in die Hand geschnitten und dabei unverhältnismäßig emotional reagiert. Man hatte die kleine Schnittwunde versorgt, aber Joshua sei dann wohl irgendwie ausgeflippt und einfach aus dem Haus gerannt, während die anderen noch zu einer Pizzeria gegangen wären. Schließlich fand man am 19.03.2015 seine Leiche 84 Kilometer von seiner Unterkunft entfernt am Strand des vom Ohio umschlossenen Wheeling Island, West Virginia. Obwohl die Todesursache aufgrund des hohen Verwesungsgrads nicht mehr festgestellt werden konnte, bleibt der Fall offen.

Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie erinnert mich das Ganze an den Vermisstenfall Lars Mittank, der ab 08.07.2014 in Bulgarien spurlos verschwand. Ich hoffe jedenfalls für die Familie, dass Lars noch lebt und irgendwann wohlbehalten wieder nach Hause findet bzw. gebracht wird.

Im Fall des 26-jährigen Joey LaBute verhält es sich ähnlich. Er wurde zuletzt am 05.03.2016 gegen Mitternacht im Union Café in der Innenstadt von Columbus, Ohio gesehen, bevor sich seine Spur verlor. Er aß und trank dort mit ein paar Freunden und Verwandten. Zuvor soll er noch eine Toilette im Lokal aufgesucht haben. Gefunden wurde seine Leiche Wochen später im Scioto River, wobei der zuständige Todesermittler davon ausging, dass LaBute vorher schon tot war, als er in den Fluss geschmissen wurde. Es konnte nämlich weder in seinen Lungen noch im Magen Wasser gefunden werden. Im Gegensatz zu den bisher bekannten Fällen wurde sein Verschwinden von Anfang an als verdächtig eingestuft. In diesem Zusammenhang wurde auch wieder der Fall des 27-jährigen Medizinstudenten Brian Shaffer aufgerollt, der ebenfalls in Columbus in der Nacht zum 01.04.2006 spurlos verschwand, nachdem er zusammen mit ein paar Bekannten der Ohio Staters den Spring Break im „Ugly Tuna Saloon“ feierte. Kurz zuvor konnte über die Aufnahme der Überwachungskamera vor dem Lokal beobachtet werden, wie Shaffer sich draußen mit zwei Frauen gegen 03:00 Uhr morgens unterhielt und dann wieder in den Saloon ging. Allerdings zeichnete dann keine Videokamera mehr auf, wann er den Saloon endgültig verlassen hatte. Brian Shaffer gilt bis heute als vermisst.

Eponymous Rox lässt jedenfalls keine Zweifel an seiner Vermutung, dass viele Todesfälle unter den Studenten und Männern durch willkürliche Polizeigewalt verursacht und als tödlicher Unfall oder Suizid kaschiert wurde.

Auf Seite 140 seines Buchs „The Case of The Drowning Men“ resümiert er wie folgt:

„As a matter of fact, I rate this popular version of the Smiley Face Murder theory to be the most statistically probable of any I have come across yet. Because, as Southern police forces have already shown us back in the 20th century, it wouldn´t require an actual conspiracy per se to pull off something of this magnitude. It requires only a dangerous belief of being above the law, a deplorable habit of overstepping authority, and a cover-for-your-brother mentality to be triggered in any investigating officers who didn´t participate in the homicides themselves, but who suspected police culpability upon a closer review and hoped to protect their colleagues.

How does it work then, if not through a conspiracy of killer cops killing intentionally? Perhaps at its most malevolent it may be akin to “Firefighter´s Arson” a not so rare occurrence whereby a fireman finds perverse gratification in starting an inferno and later also gets to play hero by helping to put it out.

So, fire versus water, the cops who may be involved in intentionally “drowning” men for thrills and spills would probably be water recovery experts, or ones with strong ties to related professions.”

Frei ins Deutsche übersetzt heißt das:

„Angesichts der vorliegenden statistischen Fakten halte ich diese beliebte Version der Smiley-Face-Mord Theorie als die wahrscheinlichste der bis dahin kolportierten Theorien. Denn wie die südlichen Polizeikräfte bereits im 20. Jahrhundert gezeigt haben [Anm.: Eponymous Rox spielt auf den Rampart-Skandal an], braucht es für diese Art von Verbrechen in dem Ausmaß nicht unbedingt eine Verschwörung unter Polizeibeamten per se. Es braucht dafür nur einen gefährlichen Glauben, über dem Gesetz zu stehen, eine armselige Angewohnheit, seine Machtbefugnisse zu überschreiten und eine bei Ermittlungsbeamten gängige „Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus“-Mentalität, die zwar selbst nicht an solchen Verbrechen teilgenommen haben, aber lieber bei einem möglichen Verdacht gegen die eigenen Kollegen nicht so genau hinsehen in der Hoffnung, diese so vor Strafverfolgung zu schützen.

Aber wie funktioniert es dann, wenn es sich nicht um eine vorsätzliche Verschwörung von Killer-Cops handelt?

Vielleicht lässt sich das am ehesten mit dem Brandstifter aus den Reihen der Feuerwehrmänner erklären, was ein gar nicht so seltenes Phänomen darstellt. Ein Feuerwehrmann findet seinen perversen Drang nach Anerkennung dadurch, dass er zuerst ein Inferno auslöst, um später bei den Löscharbeiten den Helden zu spielen.

Und so haben wir Feuer gegen Wasser – Polizisten, die vorsätzlich im Ertränken von Männern einen übermäßigen Kick verspüren, sind möglicherweise spezialisiert auf dem Gebiet der Bergung von Wasserleichen oder weisen zumindest enge Beziehungen zu solchen Einsätzen auf.“

Allerdings relativiert Eponymous Rox seine o.g. Überlegungen wieder dahingehend, dass es möglicherweise einen viel profaneren Grund für diese Verbrechen gibt.

Heranwachsende und junge Männer gehen von einer Party heim, sind entweder angetrunken, unter Drogeneinfluss, einfach nur müde oder befinden sich wegen eines vorangegangenen Streits immer noch in einem gestressten Zustand. Sie ziehen sich wegen der Kälte ihre Kapuze über oder schlagen ihren Mantelkragen hoch, und wirken auf patrouillierende Streifenbeamte wegen ihres Ganges und der „Vermummung“ irgendwie verdächtig. Sie werden aufgehalten und nach den Papieren gefragt. Der Betreffende reagiert mundfaul, gereizt, unwillig, nervös oder fängt einen Disput an, weil er nicht verstehen kann, warum er kontrolliert wird – er hat doch gar nichts gemacht. Das wiederum fassen solche Psychopathen wie ein Stephen Heimsness als Respektlosigkeit und Provokation auf; vielleicht wartet man aber auch geradezu auf solche Gelegenheit – die Sache fängt zu eskalieren an. Der Mann wird brutal zu Boden gerissen, geschlagen, getreten oder bekommt mehrere Stromschläge durch Teaser ab, wird dabei bewusstlos oder stirbt sogar daran. Und schon sieht sich die Polizei mit einer eigenen Straftat konfrontiert, die verdeckt werden muss. Und wenn gerade ein Fluss oder See in der Nähe ist – Gelegenheit macht Diebe, wie schon ein altes Sprichwort sagt.

Graffitis sind weltweit überall zu entdecken – oftmals findet man an Häuserfassaden, Mauern, Brücken, Schilder, Bäumen etc. irgendwelche Schmierereien wie Emoticons, Sprayer-Initialen, Sprüche, Namen von bekannten Musikgruppen und Rappern, Songtexte sowie Bandenlogos. Bezeichnend ist, dass solche Graffitis, die man an manchen Fundorten entdeckt hatte, in ihrer Machart völlig unterschiedlich sind, sodass sie nicht von ein und demselben „Künstler“ stammen können. Sofern diese Graffitis an den Fundorten authentisch sind, können sie dort auch lange vor dem Auffinden der Leichen angebracht worden sein. Aus diesem Grund sieht Eponymous Rox eher keinen okkulten Zusammenhang mit den mysteriösen Todesfällen. Wenn überhaupt, dann eher als Legung einer falschen Spur, indem man vorhandene Graffitis als Ablenkung nutzt.

Ich persönlich kann mich grundsätzlich mit Eponymous Rox´ Überlegungen soweit anfreunden, allerdings erklärt das aus meiner Sicht noch nicht, warum auch in Großbritannien und Frankreich diese mysteriösen Vermissten- und Todesfälle auftauchen.

Stephen Young verfolgt diesbezüglich in seinem Buch „Dead In The Water – Forever Awake“ eine andere Spur.

Kurz bevor Toader Cazazu verschwand, hinterließ er oder vielleicht auch jemand anderer, auf seiner Facebook-Seite folgende Message:

„Wenn Ihr diese Message liest, werde ich bereits im Ozean versinken … meine Zeit in diesem erbärmlichen Leben endet. Heute kann ich endlich diejenigen sehen, nach denen ich all die Jahre gesucht habe. Endlich kann Toader Cazazu …“.
Der letzte Satz wurde offensichtlich nicht zu Ende geführt (Quelle: Stephen Young „Dead In The Water – Forever Awake“, Seite 5).

Joseph Smedly hinerließ, nachdem er am 27.09.2015 verschwand, ebenfalls eine merkwürdige Nachricht auf seinem Twitter-Account: „Sollte ich tot aufgefunden werden, dann war es kein Selbstmord. Und ich will keinen friedvollen Protest. Vielleicht habe ich zu viel gesagt.“

Seiner Schwester schrieb er noch „Es ist besser, Dir nichts zu erzählen, damit Du sicher und geschützt bleibst.“ (Quelle: Stephen Young „Dead In The Water – Forever Awake“, Seite 8 und Seite 42)

Interessanterweise hatte er kurz vor seinem Verschwinden auf Twitter einen Artikel geteilt, der sich mit dem Reprogrammieren von menschlicher DNS befasste.

Joseph Smedly wurde schließlich am 02. Oktober 2015 im Griffy See in der Nähe seines Campus der Indiana Universität in Monroe, Michigan, tot aufgefunden. Vor seinem Brustkorb war ein Rucksack mit Steinen umgeschnallt. In seinem Schlafzimmer fand man einen handgeschriebenen Zettel, auf dem lediglich „Goodbye“ stand. Sein Handy blieb verschwunden. Die Polizei legte den Fall als Selbstmord zu den Akten, womit sich die Schwester bis heute nicht abfinden kann. Sie vermutet, dass jemand anderer ihr die letzten Nachrichten hinterlassen habe. Erstens scheint der Zettel nicht von Joseph selbst geschrieben zu sein, und zweitens war das Email, das sie zuletzt erhalten hatte, nur mit seinem Nachnamen unterschrieben, was Joseph niemals zuvor getan hatte.

Und noch seltsamer war die Antwort auf seine letzte Twitter-Nachricht, die er angeblich von seiner Mutter erhalten hatte. Problematisch dabei ist, dass seine Mutter überhaupt keinen Twitter-Account besitzt, und bei weiterer Überprüfung stellte sich heraus, dass dieser Twitter-Account, von dem die Antwort kam, am gleichen Tag eingerichtet wurde, an dem Joseph diese rätselhafte Botschaft hinterlassen hatte.

Kurios bei diesem Fall ist weiter, dass ein Namensvetter von Joseph Smedly, nämlich Joseph Smedley alias „Smed“ alias „Variety Jones“ vermutlich einer der Leute ist, die hinter der Darkweb-Plattform „Silk Road“ stehen soll – ein Online-Marktplatz für den Kauf und Verkauf von illegalen Waffen und Drogen sowie für das Anheuern von Auftragsmorden.

Der 32-jährige farbige Henry McCabe mit liberianischen Wurzeln verschwand am 07.09.2015 in Twin City, Minnesota. In der Nacht, als er verschwand, hinterließ er auf der Sprachbox seines Bruders ein fürchterliches Geschrei und verzweifeltes Flehen, gefolgt von animalisch klingendem Geheul. Im Hintergrund hörte man ein blechernes Geräusch, wie von einer ratternden Maschine. Kurz bevor die Verbindung abbrach, hörte man noch eine kalte, emotionslose und entfernt leise Stimme „Hör auf“.

Am 02. November 2015 fand man seine Leiche halb versunken in einem abgelegenen Teich, etwa 10 Kilometer entfernt von dem Ort, wo er zuletzt gesehen wurde. Es machte den Anschein, als ob McCabe regelrecht so hin positioniert wurde.

Und auch Walton Ward, der aus Kalifornien stammte, aber in Indianapolis studierte, hatte in der Nacht seines Verschwindens am 12.10.2012 gegen 01:40 Uhr noch verzweifelt versucht, über den Polizeinotruf 911 Hilfe zu bekommen; allerdings wurde die Verbindung nach 1 Sekunde unterbrochen.

Am 22. Oktober fand man seine Leiche im Fluss treiben, nur wenige Blocks von der Kneipe „Landsharks Bar“ im Zentrum von Indianapolis entfernt, die er zuvor besucht hatte. Sein Handy fand man am Ufer des Flusses hinter einem Restaurant. Seine Mutter gab noch an, dass er sich in der Bar mit einer Frau treffen wollte, die er auf der Dating-Webseite OKCupid.com kennengelernt hatte. Sie gab ihm gegenüber vor, dass sie von Brownsburg, Indiana kommen und Jura studieren würde. Angeblich hätte sie ein Stipendium für Damen-Wrestling erhalten. Eponymous Rox ging damals während seiner Recherchen dieser Sache nach und stellte dabei fest, dass es überhaupt keine Damen-Wrestling-Mannschaft auf dem College gibt. Fest steht, dass sich diese Dame nicht in der Bar blicken ließ.

Mason Cox hinterließ vor seinem Verschwinden auf seiner Facebook-Seite folgende Mitteilung: „Ich habe keine Angst vor dem Tod, weil ich schon neugierig bin, was danach kommt.“ (Quelle: Stephen Young „Dead In The Water – Forever Awake“, Seite 11)

Der Student Jake Nawan stellte im November 2015 ein selbstaufgenommenes Video auf seiner Facebook-Seite ein. Er verkündete darauf: „Wenn Ihr wirklich das Geheimnis und den Ort und die Kulisse und den Symbolismus durchschaut, Ihr werdet völlig im Arsch sein, yeah … Es ist jenseits der Hektik. Jenseits des Unbekannten.“ (Quelle: Stephen Young „Dead In The Water – Forever Awake“, Seite 12)

Es ist bekannt, dass Jake wenige Tage, bevor er verschwand und dann am 17.11.2015 in einem Fluss in der Nähe des Plymouth State Campus tot aufgefunden wurde, noch psychiatrische Hilfe in Anspruch genommen hatte.

Der 24-jährige Matthew Genovese besuchte am 23.01.2016 zusammen mit Arbeitskollegen ein Pub in Hoboken, New Jersey. Gegen 22:30 Uhr verließ er das Lokal und verschwand. Als er am folgenden Montag nicht zur Arbeit erschien, wurde er als vermisst gemeldet. Ein Polizeibeamter fand am Pier A schließlich seine Brieftasche mit Kreditkarten und Geld sowie seine Schlüssel, so als ob sie bewusst dorthin platziert wurden. Die Leiche tauchte später im Hudson River am Pier 1 auf. In seinem Fall fand man ebenfalls ein Smiley mit dem Worten: „H3yme“.

Stephen Young leitete von diesem Wort das Element H3 für Tritium (Wasserstoff) sowie „Why me“ ab.

Seine Überlegungen führten ihn zu einem Sniper-Computerspiel mit dem Namen „H3“, das 2007 herauskam und auf Xbox lief.

Interessanterweise wird ein weiterer Junge namens Charles Allen jr. bis heute vermisst. Der Psychologie-Student war ebenfalls begeisterter Online-Gamer und bekannt unter dem Pseudonym „Neo Babson Maximus“.

Er führte zeitweise die Weltrangliste des Online-Computerspiels „Half-Life“ an.

Gegenüber seiner Schwester ließ er telefonisch folgenden kryptischen Satz fallen, bevor er spurlos verschwand: „Für die Antwort schau unter der Periodentafel nach“.

Dem ging ein merkwürdiges Ereignis voraus.

Am 11.10.2007 rief ihn seine Schwester noch an und fragte ihn, wieso er sein Facebook-Profil gelöscht habe. Charles Allen bekräftigte gegenüber seiner Schwester, dass er dieses Profil nicht gelöscht habe. Von diesem Moment an bekam er Panik. Er hätte Angst, dass jetzt jemand hinter ihm her sei und er nicht mehr sicher wäre. Er riet ihr, sofort zu den Eltern zu fahren, weil sie jetzt auch in Gefahr sei und nur ihr Vater sie beschützen könne. Er habe zuvor wichtige Emails an bestimmte Leute verschickt, die ihn wohl jetzt schnappen wollen. Dann ließ er den o.g. mysteriösen Satz fallen, bevor er das Gespräch abrupt beendete.

Seine Schwester verstand zu diesem Zeitpunkt nur Bahnhof, auf sie wirkte Charles ziemlich verwirrt.

Kurze Zeit später rief Charles Allen bei seinen Eltern an und hinterließ ihnen ebenfalls verwirrte Botschaften auf der Sprachbox. Die Neben- und Hintergrundgeräusche ließen darauf schließen, dass er während des Gesprächs gerannt sein musste. Es hörte sich an, als ob er sich zu diesem Zeitpunkt im Wald befand.

Laut Auskunft seiner Studienkollegen wirkte Charles an dem besagten Tag in der Universität noch normal und wies keinerlei Anzeichen von Stress oder Paranoia auf. Allerdings wusste keiner von ihnen, dass Charles bereits wegen bipolarer Depression medikamentös behandelt wurde. Auf eigenen Wunsch hatte er aber die Medikamente einige Zeit vorher wieder abgesetzt.

Am Tag nach seinem Verschwinden brach er nachts in das Haus einer Frau ein und stand plötzlich in deren Schlafzimmer. Er dachte, er wäre bei seinem Freund Mason, der jedoch ganz woanders wohnte. Nachdem er seinen Irrtum erkannt hatte, entschuldigte er sich bei der Frau, sprang aus dem Fenster im zweiten Stock und rannte in den angrenzenden Wald hinein. In dem Wald fand man schließlich seine Sportschuhe und seinen Rucksack; von ihm fehlte weiterhin jede Spur.

Bei der Untersuchung seines Computers stellte man fest, dass alle Daten durch Formatieren der Festplatte unwiderrufliche gelöscht wurden.

Eigenartigerweise verhielt sich auch Mike Knoll, der bereits im November 2002 verschwand, in ähnlicher Weise. Auch er tauchte plötzlich – offensichtlich verwirrt – im Haus einer Frau auf, nachdem er zuerst von einem Barbesuch nicht mehr zurückkam. Vier Monate später fand man schließlich seine Leiche in einem See, wobei er nur zur Hälfte im Wasser lag. Es sah wie bei McCabe so aus, als ob er mit Absicht so hin drapiert wurde.

Nun ist bekannt, dass sich auch sinistere Gruppen wie Terrororganisationen und kriminelle Banden solche Online-Computerspiele zunutze machen, um ohne Spuren ihre Botschaften und Aufträge auszutauschen. Bei Sniper-Spielen funktioniert das zum Beispiel durch das Online-Abfeuern von Schusssalven, ähnlich wie beim Morsen.

Der Vorteil bei dieser Sache ist, dass es nahezu unmöglich ist, solche kryptischen Botschaften im Nachgang zu verfolgen; sie gehen in der Datenmasse des Spiels verloren. Ganz zu schweigen vom sogenannten Dark Web über den Onion Router oder Snap-Chat.

Bereits Edward Snowden hatte darauf hingewiesen, dass die NSA und CIA solche Computerspiele wie World of Warcraft beobachten und versuchen, solche virtuell agierende Gruppen zu infiltrieren.

Jedenfalls meldete sich auf Anfrage des Autors Stephen Young ein Mann namens Jacob Vaughan, der eine Idee hatte, was mit dem Graffiti „H3yme“ und dem kryptischen Satz von Charles Allen jr. gemeint sein könnte. Er bezog sich dabei auf das Computerspiel „Half-Life“. H steht dabei für Wasserstoff, Al für Aluminium, F für Fluor, Li für Lithium und Fe für Eisen – also „Half-Life“.

Könnte es also eine Art Geheimsprache über Online-Computerspiele, Facebook, Google, Twitter etc. geben, die sich der Periodentafel von Elementen bedient?

Stephen Young bezieht sich dabei auf die in okkulten Gruppen und Geheimbünden angewandte Kabbala, Astrologie, Spiritualität, Esoterik, Mystizismus und Alchemie.

Am 10. Oktober 2004 fand man in Duluth, New York die Leiche von Grant Geiselhart. Am selben Tag verschwand in der gleichen Gegend Nathan „Fish“ Williams. Er wurde später ebenfalls tot aufgefunden. In der Nähe von Grant Geiselhart´s Leiche fand sich folgender Schriftzug: „Flow on with the Fishes. GOD Grants Pure Wishes“. (Treib weiter mit den Fischen. Gott erfüllt reine Wünsche). Könnten diese beiden Fälle zusammenhängen?

Stephen Young spielt dabei auf die verwendete Wortwahl an. Nathans Spitzname lautete „Fish“, und der Vorname von Geiselhart war Grant. (Quelle: Stephen Young „Dead In The Water – Forever Awake“, Seite 45)

Als Stephen Young in der Google-Suchmaschine die Worte “Neo Babson Maximus” und “H2O” eingab, kam als einer der Suchtreffer ein japanisches Forum raus. Dahinter verbarg sich augenscheinlich eine Spam-Nachricht aus dem Jahr 2006, die zusammen mit den entsprechenden Suchbegriffen vorschlug, eine Dusche zu nehmen („H2O – Neo Babson Maximus Fixing a Shower“) (Quelle: Stephen Young „Dead In The Water – Forever Awake“, Seite 45 ff)

Etwas Ähnliches fiel ihm auf der Suche nach weiteren Informationen zu dem ertrunken aufgefundenen Studenten Ewan Curbeam auf.

Ewan Curbeam studierte an der George Washington Universität in Baltimore, Maryland, und schaffte es sogar auf ein Werbeplakat der Nationalen Garde zur Anwerbung von neuen Rekruten. Kurz nach Thanksgiving 2013 fand man ihn dann tot im Binnenhafen von Baltimore.

Interessanterweise berichtete die Whiteoutpress.com vom Oktober 2013 über Aaron Alexis, der auf dem Washington DC Naval Gelände scheinbar wahllos um sich schoss, und dabei 12 Menschen tötete. Zuvor hatte er sich Wochen zuvor darüber beschwert, Stimmen im Kopf zu hören. Alexis soll ein Fachmann auf dem Gebiet der Elektronik und Elektrotechnik in der Navy gewesen sein. Nach unbestätigten Aussagen soll er sich danach einer privaten geheimen Organisation angeschlossen haben. Einen Monat vor seinem Amoklauf soll er sowohl Freunden als auch Kollegen erzählt haben, dass er das Ziel einer verdeckten Mind-Control-Waffe geworden sei, bei der er Stimmen aus der Wand und Decke hörte. Das ging schließlich soweit, dass er in die Decke und Wände schoss, nur damit diese Stimmen aufhörten.

Er ging sogar deswegen zur Polizei, um Anzeige wegen Körperverletzung durch Mikrowellen zu erstatten.

Nach seinem Amoklauf fand das FBI einen handgeschriebenen Zettel von Aaron Alexis mit folgenden Worten: „Ich litt über drei Monate aufgrund ultra-niedriger Frequenz-Attacken, die mich letztendlich dazu veranlassen, das zu tun.“

Auf seinem Gewehr, mit dem er letztendlich 12 Menschen erschoss, ritzte er ein: „Ende der Qual“.

Nach Aussagen des Journalisten James Moore soll die CIA schon lange mit einer Technologie namens „Rhic-edom“ oder anders ausgedrückt „Radio Hypnotic Intra-cerebral Control n Electronic Dissolution of Memory“ arbeiten.

Mit diesem Instrument soll es möglich sein, ferngesteuert einen hypnotischen Zustand zu generieren, um Botschaften ins Unterbewusstsein zu transportieren bei gleichzeitiger Löschung jeglicher bewusster Erinnerung.

Ich verweise da auf die Aussagen von Dr. George Estabrooke, den ich bereits in meinen Ausführungen zum Oktoberfest-Bombenanschlag – Die ausländischen Verbindungen und Beziehungen Teil 9:

Hierzu führte ich bereits am 21.09.2015 dazu aus: „G.H. Estabrooks schrieb, dass zwei Psychologen um die Zeit des zweiten Weltkrieges damals schon bewiesen hatten, dass es möglich war, Soldaten zu hypnotisieren und sie dazu zu bringen, versteckte Botschaften aufzunehmen, ihre politische Überzeugung zu ändern oder ihre eigenen Freunde zu attackieren.

1940 begann die CIA zahlreiche Programme, das erste war BLUEBIRD, gefolgt von ARTISCHOCKE, MKULTRA und MKSEARCH. Die Navy experimentierte von 1947 bis 1953 im Rahmen von Mind Control mit Befragungstechniken genannt CHATTER.

MKULKTRA entwickelte sich aus MKNAOMI, MOCKINGBIRD und MKDELTA.

Unter den Forschern befanden sich Sidney Gottlieb, James Hamilton, Louis Jolyon West, Ewen Cameron, Robert Heath, William Sweet, Harold Wolff, Martin Orne, Jose Delgado und viele mehr. Sie alle schwiegen sich bis heute dazu aus mit Ausnahme ihres Vorgängers Estabrooks, der dazu eine klare Stellung bezog: „Der Schlüssel, einen effektiven Spion oder Attentäter zu kreieren, liegt in der Zersplitterung seiner Persönlichkeit oder auch in der Schaffung von multiplen Persönlichkeiten via Hypnose. Das ist kein Science Fiction. Das wurde und wird nach wie vor getan. Ich habe es ebenfalls getan….“

Louis Jolyon West soll übrigens der Masterkoordinator aller Mind-Control-Programme gewesen sein. Genau wie George White mietete er in San Francisco, genauer gesagt im Viertel Haight Ashbury, ein Lagerhaus an, um die Hippies zu studieren. West trat nach der Ermordung von JFK, dem Oklahoma Bombenanschlag oder auch im Mordfall Nicole Simpson in der Öffentlichkeit und in zahlreichen TV-Shows auf, um die Mär vom durchgeknallten Einzeltäter an die Masse zu verbreiten.“

Mit den Suchbegriffen „Ewan Curbeam“ und „H2O“ landete der Buchautor Stephen Young zuerst auf ein Online-Diskussionsforum, das sich schwerpunktmäßig mit Onlinespielen und Sport auseinandersetzte. Er entdeckte dort einen Beitrag, auf den er draufklickte und sofort wieder zu einem japanischen Forum weitergeleitet wurde. Dort erschien ein weiterer Diskussionsbeitrag über Robben, die Töne im Wasser machen. Darin fand sich scheinbar völlig zusammenhangslos folgende Sätze, eingestreut in die Diskussionsrunde:

„He has video cameras,“ (Er hat Videokameras)

„They also need to have scenario.” (Sie brauchen auch ein Szenario)

„Comes to an end once you´ve got a trip originating from a friend near to a College.” (Es hört dann auf, wenn Ihr mal einen Ausflug, der bei einem Freund anfängt, in der Nähe des Colleges gemacht habt.)

(Quelle: Stephen Young „Dead In The Water – Forever Awake“, Seite 51 f)

Bei Dan Zamlen machte Stephen Young die gleiche Entdeckung. Er landete auf seiner Online-Plattform namens „Plaintxt“, auf der man zu jedem Thema Fragen und Antworten stellen kann – vergleichbar mit unserer deutschen Plattform „gutefrage.net“.

Dort stieß er auf die Frage aus dem Jahr 2009 „What is the complete adress of the man dan zamlen? {…] drop-off points of city, province, postal code {…]“

Komischerweise fand sich dazu weder eine Antwort noch eine weitere Ausführung. Fest steht nur, dass Dan Zamlen am 05.04.2009 in St. Paul, Minnesota verschwand und am 01.05.2009 in der Nähe des Ford-Autowerks tot aus dem Mississippi geborgen wurde. Dort entdeckte man auch das Schild mit dem Smiley Graffiti.

Erwähnenswert ist auch, dass nach Aussage von Rocky Euenguino, einem anderen Rechercheur in diesen Fällen, 40% aller MK-Ultra Forschungsprogramme mit Hilfe sogenannter Bruderschaften innerhalb der Universitäten laufen.

Es wäre also durchaus denkbar, dass Studenten im Rahmen von PsyOps-Programmen gezielt von den jeweiligen Bruderschaften ausgewählt werden. An dieser Stelle verweise ich wiederum auf meine früheren Ausarbeitungen zum Oktoberfest-Bombenanschlag – Die WSG-Hoffmann – Teil 3 vom 21.09.2015. Ich zitiere daraus wieder betreffende Textpassage: „Von welchem Experiment spricht da Hoffmann und wer ist gegebenenfalls der Auftraggeber für dieses Experiment? Könnte es sich hierbei um ein Experiment in Anlehnung an das von Henry A. Murray durchgeführte Experiment handeln? Dieser hatte 1960 ein drei Jahre andauerndes Experiment mit Studenten der Harvard-University unternommen, an dem auch der Mathematikprofessor Ted Kaczynski als Student, der spätere UNA-Bomber, teilgenommen hatte. Murray war Professor an der Harvard University und zu dem Zeitpunkt 62 Jahre alt. Er hatte einen wegweisenden psychologischen Test entwickelt (TAT – Thematic Apperception Test), ein vielgelesenes Buch darüber geschrieben und beim Militär Rekruten auf ihre Eignung für geheime Einsätze geprüft. Sein Experiment mit den Studenten aus Harvard nannte er „Dyade“, was belastende Streitgespräche zum Inhalt hatte, um in Erfahrung zu bringen, wie Menschen auf ständigen verbalen Druck und Auseinandersetzungen reagieren. Zu diesem Zweck hatte er einen besonders gewieften, rhetorisch begabten Rechtsstudenten herausgesucht, der alle Testpersonen in Streitgespräche verwickeln und ihre Ansichten lächerlich machen sollte, egal, mit welchen Argumentationen und logischen Gedankengängen sie auch kommen. Jeder der Studenten erhielt einen Decknamen; Ted Kaczynskis Deckname war „Gesetzestreu“, da er von allen teilnehmenden Versuchspersonen der verunsichertste und vorsichtigste war. Diese Streitgespräche müssen Ted Kaczynski besonders zugesetzt haben und so entwickelte er sich zum UNA-Bomber, der sich ab 1970 in den Bergen von Montana in einer selbstgebauten Holzhütte verkroch und dort seine Briefbomben bastelte. Lange Zeit stand er auch in Verdacht, der in der Bay Area von San Franzisko aktive Serienmörder, bekannt als Zodiac-Killer zu sein. Allerdings hatte er bei späteren Ermittlungen nachweislich ein Alibi für fünf der Morde nachgewiesen und schied damit wieder aus. Der Zodiac-Killer, der von 1968 bis 1969 fünf Menschen ermordete, von sich selbst in seinen Briefen aber behauptete, 37 Menschen getötet zu haben, wurde bis heute nicht gefasst. Von 1978 an bis 1995 terrorisierte Ted Kaczynski mit seinen Briefbomben Amerika und verlangte, dass sein Manifest „Die industrialisierte Gesellschaft und ihre Zukunft“ veröffentlicht wird. Im Gegenzug würde er mit den Bombenattentaten aufhören. (Quelle: NZZ Folio „Der Versuch mit dem Una-Bomber„)

Ein anderer Privatermittler namens Tomich Carpenter kam hinsichtlich der Fälle von ertrunkenen Männern, vorwiegend Studenten, zu folgendem Schluss:

„Ich glaube, diese Studenten haben ein öffentliches Seminar besucht, und wer sich für weitergehende Informationen interessierte, wurde gebeten, noch länger zu bleiben, um mehr zu erfahren. Ab diesem Zeitpunkt fängt die Rekrutierung an. Später tauchen dann die Leute ertrunken auf, um diejenigen einzuschüchtern und zu indoktrinieren, an den sinisteren Programmen weiter teilzunehmen. Diese jungen Männer teilen sich in irgendwelche Geheimgesellschaften auf, für die sie unterzeichnet haben, um weitere Instruktionen abzuwarten. Geld könnte dabei eine Rolle spielen. Vielleicht werden sie anfangs auch mit der Möglichkeit eines Stipendiums oder Gastvorträgen für den Aufstieg in die höhere Gesellschaft geködert [Anm.: Das könnte zum Beispiel auch bei einem Hans-Georg Langemann oder eben auch Gundolf Köhler der Fall gewesen sein, die hinreichend aus dem Oktoberfest-Bombenanschlag bekannt sind]. So bindet man diese jungen Männer fest in die geheimen Operationen und Programme ein. Wer aussteigen will, findet den Tod. Andere, die nicht mehr auftauchen, leben vielleicht in anderen Geheimgesellschaften unter einer neuen Identität. Aus meiner Sicht ist das eine nationale Angelegenheit und ich glaube, dass wir es hier mit Schwarzen Operationen zu tun haben.“ (Quelle: Stephen Young „Dead In The Water – Forever Awake“, Seite 187 ff)

Diese Theorie scheint auf den Fall des 22-jährigen Studenten Sunil Tripathi zu passen, von dem man annahm, dass er für eine False Flag Operation benutzt wurde. Fakt ist nämlich, dass Sunil Tripathi bereits am 16.03.2013 als vermisst gemeldet wurde. Letztmalig wurde er gegen 01:30 Uhr morgens in der Nähe des Campus der Brown Universität gesehen. Er litt zwar unter leichten Depressionen, war aber deswegen nie in Behandlung und nahm auch keinerlei Medikamente. Er galt als hochintelligent, tiefgründiger Denker und hervorragender Schachspieler.

Am 15.04.2013 wurde er als möglicher Verdächtiger im Bostoner Bombenanschlag zur Fahndung ausgeschrieben und nur Sekunden später tauchte sein Name überall in den sozialen Netzwerken wie Reddit und in Presseagenturen auf.

Das Problem dabei war, dass es anscheinend keinerlei Polizeiberichte gab, die explizit den Namen Sunil Tripathi erwähnten.

Vielmehr scheint es so zu sein dass man sich auf die Zeugenaussage einer ehemaligen Mitschülerin berief, die Sunil auf einem der Bilder und Videoaufnahmen am Tag des Marathonlaufs erkannt haben will – just im VIP-Bereich.

Der Student von der Brown Universität sah dem später verurteilten Tschetschenen Dzhokhar Tsarnaev zum Verwechseln ähnlich.

Ich habe speziell über die Tsarnaev-Brüder und ihre mögliche Rolle im Bostoner Bombenanschlag auch schon ausführlich im Zusammenhang mit dem Kursk-Geheimnis – Russisch Roulette – Teil 2 berichtet. Hierzu kurz die einleitenden Worte, für diejenigen, die sich dafür gesondert interessieren: „Eine andere, äußerst interessante Verbindung zu Halliburton ergibt sich allerdings durch die Tsarnaev-Familie, die 13 Jahre später beim Boston-Marathon-Bombenanschlag noch eine größere Rolle spielen sollte. Da hatte nicht nur der Onkel der beiden mutmaßlichen Attentäter Dschochar und Tamerlan Zarnajew die Tochter des CIA-Beamten Graham Fuller, Samantha Ankara, geheiratet, sondern war auch noch bei den Firmen Sun God und Halliburton unter Vertrag. Diese Firmen waren als Zulieferer von Söldnern für die US-Besatzungstruppen im Irak und Afghanistan bekannt geworden….“

Als Polizeibeamte einen Häuserkomplex in Watertown, Boston, auf der Suche nach Sunil Tripathi, stürmten, nahmen sie einen jungen Mann fest, der sich im späteren Verlauf als Dzhokhar Tsarnaev zu erkennen gab. Über Watertown wurde eine Ausgangssperre verhängt. Dzhokhars Bruder Tamerlan wurde bekanntermaßen erschossen, als er sich auf einem Boot aufhielt.

Das schürte zusätzlich das Misstrauen in den alternativen Medien, die davon ausgingen, dass es sich bei dem Bombenattentat um eine False Flag Operation handelte. Spekulationen darüber, dass Sunil Tripathi möglicherweise als Krisenschauspieler, Double oder Sündenbock für einen der Tsarnaev-Brüder agieren sollte, machten ihre Runden. Letztendlich fand man Sunil Tripathi am 23.04.2013 tot in einem Fluss, der durch den India Point Park in Providence fließt. Entdeckt hatte die Leiche ausgerechnet der Trainer der Rudermannschaft der Brown Universität, in der auch Sunil Tripathi gewesen war. Er konnte nur noch mehr aufgrund seines Zahnabdrucks identifiziert werden. Als Todesursache wurde Suizid diagnostiziert.

Hatte dann James Holmes, der angebliche Attentäter des Aurora Batman Desasters in Colorado einfach nur Glück, dass er noch lebt?

Grace Powers, die diesen Fall intensiv untersuchte, stellte fest: „Zwei Monate vor dem Massaker wurde das Leben von James Holmes komplett auf den Kopf gestellt. Das war, als zwei Black-Ops-Auftragskiller in sein Leben traten und ihn mit der Droge Scopolamin behandelten.“ (Quelle: Stephen Young „Dead In The Water – Forever Awake“, Seite 197 ff).

An dieser Stelle ist es wichtig, noch einmal einen kurzen Überblick über die Droge Scopolamin, auch bekannt unter dem Namen “Devil´s Breath“ zu geben. S

Scopolamin wird aus Nachtschattengewächsen wie Stechapfel, Bilsenkraut, Alraune oder Engelstrompeten hergestellt. Diese Droge wurde bereits in den 40er und 50er Jahren vom CIA sowie den Naziwissenschaftlern, die im Rahmen der Operation Paperclip in die USA einreisen konnten, als Wahrheitsserum benutzt. Man testete sie an Gefängnisinsassen, Politikern und Mafia-Bossen.

Es wird vermutet, dass auch der Biologe und CIA-Beschäftigte Dr. Frank Olsen mit dieser Droge behandelt wurde, um sich schließlich freiwillig aus dem Fenster im 13. Stock des New Yorker Statler Hotels zu stürzen.

Devil´s Breath hat die Eigenschaft, dass diese Droge nicht einmal oral eingenommen werden muss. Es ist völlig ausreichend, einem Ahnungslosen das feine Pulver ins Gesicht zu blasen, um seine volle Wirkung zu entfalten.

In Großbritannien ist ein Fall bekannt geworden, bei dem eine kriminelle Bande ahnungslosen Touristen das Pulver ins Gesicht blies, woraufhin diese auf der Stelle unter ihre Kontrolle kam. Die Droge macht völlig willenlos und unfähig, irgendwelche logischen Schlüsse zu ziehen. Die Betroffenen verwandeln sich buchstäblich in Zombies und führen unter dem Einfluss der Droge alles aus, was ihnen vorgegeben wird. Im besagten Fall nutzten die Kriminellen diesen Zustand aus, um Touristen um ihre Kreditkarten einschließlich PIN-Nummern sowie Brieftaschen zu erleichtern. Dabei gingen die Betroffenen sogar scheinbar freiwillig zum nächsten Bankautomaten, hoben das von ihnen geforderte Geld ab und übergaben es den Gangstern. Dann gingen sie auf Geheiß der Räuber in ihre Hotelzimmer, um noch alle anderen Habseligkeiten auszuhändigen.

Nachdem die Wirkung der Droge nachgelassen hatte, konnten sich die Betroffenen an absolut gar nichts mehr erinnern.

Der Daily Mail schrieb dazu: „Sie ist geruchs- und geschmacklos und kann dem Essen beigegeben oder in Getränke aufgelöst werden. Frauen wurden damit behandelt und anschließend einer Gruppenvergewaltigung ausgesetzt oder anderen Männern zum Sex angeboten. Normalerweise wird sie in das Getränk gegeben, um die betreffenden Personen wachen irgendwo anders auf, ohne sich daran erinnern zu können, was passiert ist. Die Droge blockiert für eine gewisse Zeit die Fähigkeit des Gehirns, Erinnerungen zu generieren; das macht es auch unmöglich, sich später an diejenigen zu erinnern, die möglicherweise für das Verabreichen der Droge infrage kommen.“ (Quelle: Stephen Young „Dead In The Water – Forever Awake“, Seite 199 f).

Anfang 2012 haben sich 79 junge Menschen kurz nacheinander selbst erhängt. Es geschah in der Umgebung von Wales, etwa eine Stunde Fahrzeit von Brecon Beacons National Park. Dieser Vorfall wurde von der Presse weitgehend ignoriert, obwohl es einige gab, die ihren Selbstmord überlebt hatten. Auf die Frage, wieso sie das getan haben, antworteten sie unisono, dass sie eine Stimme in ihrem Kopf hörten, die ihnen befahl, sich selbst zu erhängen. Dann würde alles in Ordnung kommen. Keiner dieser Unglücksraben hatte zuvor Anzeichen einer geistigen Störung oder psychischen Erkrankung gehabt. Der Verdacht liegt nahe, dass sie Opfer einer Art elektronischen niedrig frequenten Waffe wie ELF-, Mikro- oder Skalarwellen wurden.

Ich hatte bereits die Experimente von Montauk, Long Island in meinen Ausführungen zum Germanwings-Absturz – Teil 4 kurz behandelt, bei dem Soldaten mit Radarwellen behandelt wurden, um auszutesten, wie sich diese Wellen auf den emotionalen Zustand auswirken.

Fest steht, dass Kevin Gannon und Anthony Duarte zusammen mit dem Experten für Gang-Stalking und häuslicher Terror, Prof. Lee Gilbertson von der St. Cloud Universität eine Studie („Case Studies in Drowning Forensic“) zu diesen bis dahin bekannten Fällen geschrieben haben. In über 100 Fällen meinen sie, so viele Übereinstimmungen gefunden zu haben, dass ein Zusammenhang als sehr wahrscheinlich gelten kann.

Der ehemalige DIA-Agent Kelly Snyder hat die Organisation „Find Me“ gegründet, um ebenfalls diesem Phänomen auf die Spur zu kommen. Dabei stieß er auf mehr als 300 Fälle, die äußerst verdächtig erscheinen und möglicherweise eine Verbindung untereinander aufweisen.

Jedenfalls scheint es auch jemanden zu geben, der eine der Attacken überlebt hat.

Cullen fuhr zusammen mit seinen Freunden Ryan und Jay nach La Crosse, Wisconsin in die Stad, um sich dort in einer Bar zu amüsieren. Anschließend wollten sie gemeinsam bei Jay übernachten. Gegen 01:30 Uhr morgens hielten sie sich in „John´s Bar“ auf. Als sich alle zur Sperrstunde auf den Weg machen wollten, stellten sie fest, dass Cullen fehlte. Bis um 05:30 Uhr morgens suchten Jay und Ryan nach ihrem Freund, konnten ihn aber nirgendwo finden. Um 07:00 Uhr morgens fand sich Cullen aus eigenem Antrieb in der Notaufnahme eines örtlichen Krankenhauses ein. Er war tropfnass, hatte weder Jacke noch Schuhe an und befand sich in einer Art Schockzustand. Er konnte sich auch nicht mehr erinnern, was passiert war. Als er zu sich kam, befand er sich in einem Fluss und schaffte es gerade noch, sich ans Ufer zu retten, wo er dort vor Erschöpfung erst einmal zusammenbrach. Als er erneut wach wurde, rannte er schließlich nur noch mehr auf Socken über die Straße zum nahegelegenen Krankenhaus. Dort wurden ihm Urin- und Blutproben abgenommen, man konnte jedoch keine hohe Alkoholkonzentration oder Drogen im Blut feststellen.

Das Unfassbare an der Geschichte ist, dass zuvor um die gleiche Zeit ein anderer Junge namens Jeff Gessy am 10.04.1999 in der gleichen Umgebung verschwand und am 24.05.1999 nur noch mehr tot aus dem Fluss geborgen werden konnte. Ihm fehlte dabei ebenfalls ein Schuh. Er war völlig ausgeblutet, und weitere Untersuchungen ergaben, dass Jeff Gessy etwa 10 Stunden vor seinem Tod längere Zeit kopfüber gehangen sein musste. Obwohl er mehr als 40 Tage verschwunden war, konnte er nur wenige Tage im Wasser gelegen haben.

Auf der Spur nach dem bis dahin noch als vermisst gemeldeten Jungen nahm ein Fährtenhund seine Spur auf, die zur Niedbalski-Brücke führte. Bei der Brücke schien der Hund allerdings verwirrt zu sein, weil er noch eine andere Spur gewittert hatte. Es stellte sich später heraus, dass es die Spur von Cullen war.

Das wiederum korrespondiert  auch mit dem Mord an Chris Jenkins. Am 09.11.2002, also neun Tage nach dem Verschwinden von Chris Jenkins, wurde Joshua Guimond vermisst. Er war zuletzt auf dem Gelände der Beneictine St. Johns Abbeville and University Collegeville in Minnesota gesehen worden. Joshua Guimond wollte ursprünglich wieder zu seinem Schlafraum zurückgehen, kam dort aber nicht an. Er ließ seine Brille zurück, trug auch keinen Mantel und hatte kein Auto.

Auf der Suche nach dem vermissten Jungen wurden ebenfalls Fährtenhunde eingesetzt, die zu einem See hinter der Kathedrale führten, allerdings fand man dort keine Leiche. Im Gegensatz zu Chris Jenkins wurde er bis heute nicht aufgefunden. Allerdings witterten die Hunde an der Kathedrale nicht nur Joshua Guimonds Spuren, sondern auch die von Chris Jenkins.

Ausgerechnet diese Kathedrale hatte bereits ihren Ruf weg, nachdem bekannt wurde, dass insgesamt 18 Priester und Mönche im Verdacht standen, mehr als 250 Studenten sexuell missbraucht und körperlich misshandelt zu haben. Auf ihrer eigenen Homepage ist eine öffentliche Entschuldigung gegenüber den Opfern zu finden, die vom Missbrauch betroffen sind.

Die Hoboken Polizeistation in New Jersey meldete im März 2014 folgendes: Kurz vor 02:00 Uhr morgens gingen drei Männer durch den Park, die plötzlich ein Rufen hörten. Zuerst dachten sie sich nichts dabei und gingen weiter. Dann aber hörten sie weitere Rufe und Hilfeschreie. Sie riefen daraufhin die Polizei an. Diese fand schließlich am Hudson River einen Mann, der sich verzweifelt an einem Betonpfeiler im eiskalten Wasser von Pier C klammerte. Ganz in der Nähe wurde im Übrigen nur zwei Jahre später auch Matthew Genovese´s Leiche gefunden. Die Polizei warf dem Mann ein Seil zu und zog ihn schließlich aus dem Fluss. Man brachte ihn in ein Krankenhaus, wo er wegen der Unterkühlung behandelt wurde. Bei dem Mann handelte es sich um den 24-jährigen Ryan Lee. Bei seiner Vernehmung erzählte er den Polizeibeamten, dass ihn drei Männer, die er nicht kannte, in den Fluss geschmissen hätten. Zuvor wäre er in einem Nachtclub namens „Boa“ gewesen. Als er die Bar nach einem Streit mit seiner Freundin verließ, wurde er von drei ganz in schwarz gekleideten Männern angegriffen, die ihn packten und in den Fluss warfen. Der ganze Vorfall trug sich in der Nacht zum St. Patricks Day zu.

Noch seltsamer ist der Fall des Studenten Brandon Swanson aus Marshall, Minnesota. Er schien im Mai 2008 mitten in einer verlassenen Gegend von Minnesota spurlos verschwunden zu sein. Zuvor rief er noch am Abend seinen Vater an, weil er eine Autopanne hatte. Er hatte sich laut seiner letzten telefonischen Auskunft im Schlamm festgefahren, und bat seine Eltern, ihm zu helfen. Dabei gab er die Örtlichkeit an, in der er sich befand. Er wollte seinen Eltern zur nächstgelegenen Stadt (mglw. dachte Brandon, er wäre in Cottonwood, Vesta oder Redwood Falls?) entgegengehen. Während er immer noch mit seinem Vater telefonierte, gab er sich zunehmend ungeduldiger und irritiert. Er wunderte sich, warum seine Eltern noch nicht in Sichtweite waren; dabei warteten sie bereits genau an dem Punkt, an dem sie Brandon laut seiner Beschreibung vermuteten. Er sprach immer davon, dass er doch die Lichter der Stadt schon sehen könne und er nicht verstehe, warum sie ihn noch nicht gefunden hätten. Sie fuhren weiter über die Straßen um die Stadt herum, konnten Brandon und sein Auto aber nirgendwo entdecken. Das Gespräch dauerte 50 Minuten, bevor es abrupt abbrach. Der Vater hörte Brandon noch „Scheiße“ fluchen; dabei hatte er den Eindruck, dass es nicht deswegen war, weil er möglicherweise gestolpert oder hingefallen wäre. Der Fluch hörte sich eher erschrocken und überrascht an. Nachdem das Gespräch abbrach, versuchten ihn die Eltern immer wieder telefonisch zu erreichen, während sie nach ihm verzweifelt suchten. Aber Brandon ging nicht mehr ans Telefon. Sie suchten bis in die frühen Morgenstunden des nächsten Tages, und fuhren dann zur Polizei. Es wurde sofort eine großangelegte Suchaktion eingeleitet. Erst am nächsten Tag fand man aufgrund der letzten Signale des Mobiltelefons Brandons Wagen in der Gegend um Taunton zwischen Marshall und Canby, ungefähr 28 Kilometer von der nächsten Stadt entfernt. Die Lichter am Horizont, die Brandon zuletzt vorgab zu sehen, konnten nicht von der Stadt gewesen sein, die er gegenüber seinem Vater zuletzt genannt hatte. Die Gegend, in der der Wagen aufgefunden wurde, war ländlich, mit vielen Windrädern und von Kanälen durchzogen. Mit Spürhunden verfolgte man dann Brandons Spuren, die nicht zu einem der Kanäle führten, sondern mitten in ein Feld, wo sie dann plötzlich endeten. Man setzte Wärmebildkameras, berittene Polizeiranger, Taucher, Drohnen und Gruppen von freiwilligen Helfern ein, aber Brandon bleibt bis zum heutigen Tag verschwunden.

Das wiederum ähnelt einem weiteren Fall aus Texas, der sich im August 2013 zutrug. Dabei handelte es sich um den 27-jährigen Brandon Lawson, der kurz vor seinem unerklärlichen Verschwinden ebenfalls einen verzweifelten Telefonanruf tätigte. Er befand sich gerade neben der Autobahn bei Bronte, als er die Polizei anrief. Es gab wohl einen Familienstreit, weswegen er erst einmal seinen Kopf frei machen wollte, und in der Gegend herumfuhr bis ihm schließlich das Benzin ausgegangen war. Daraufhin rief er zunächst seinen Bruder an, um ihn zu bitten, mit einem Kanister Benzin zu kommen. Irgendetwas musste aber danach passiert sein, während er auf seinen Bruder wartete. Jedenfalls sah er sich plötzlich veranlasst, den Notruf 911 zu wählen. Der Notrufzentrale meldete er aufgeregt, dass er offensichtlich gejagt werde, er befände sich mitten im Wald und habe gerade mitangesehen, wie ein anderer Kerl zu Boden gestoßen wurde. Er wäre zufällig da reingerannt. Man solle sich bitte beeilen und ihm helfen. Er konnte noch eine Frage von der Zentrale beantworten, bevor das Gespräch abbrach.

Komisch ist nur, dass daraufhin keinerlei Polizeieinsatz erfolgte, um wenigstens nachzusehen, was da los ist. Lediglich ein Autobahnpolizist kam zufälligerweise zu dem verlassenen Laster, wo auch schon Brandons Bruder sowie seine Ehefrau mit einem Benzinkanister auf ihn warteten. Just in dem Zeitpunkt rief dann auch Brandon wieder seinen Bruder an. Er murmelte, dass er irgendwo im Feld sei und bluten würde. Sowohl der Autobahnpolizist als auch Bruder nebst Ehefrau hatten keine Ahnung, dass Brandon zuvor einen Notruf abgesetzt hatte. Vielmehr vermutete der Bruder, Brandon würde sich vor der Polizei verstecken, weil noch einen Haftbefehl gegen ihn lief. Erst am nächsten Tag meldete die Familie Brandon Lawson als vermisst. Auch Brandon Lawson bleibt bis heute verschwunden.

Und genauso verhielt es sich mit dem 22-jährigen Josh Snell, der am gleichen Tag wie Todd Geib, nämlich am 11.06.2005 in Eau Claire, Wisconsin, verschwand. Zuvor nahm er an einer Hochzeitsfeier teil. Auch er versuchte einen Freund gegen Mitternacht über das Handy zu erreichen. Er schien sehr aufgeregt zu sein und redete davon, dass er furchtbare Angst habe und sich gerade in einem Busch versteckt hielt, weil jemand hinter ihm her sei. Er habe keine Ahnung, wo er sei. Er betonte, dass er überhaupt nichts getan habe, aber jetzt wirklich um sein Leben fürchte. Vier Tage später fischte man seine Leiche aus dem Chippewa River.

Besonders merkwürdige Vorkommnisse konnte man bei Tommy Booth ausmachen, der am 03.02.2008 tot im Fluss bei Woodlyn, Pennsylvania, aufgefunden wurde.

15 Tage zuvor zeigten ihn Videoaufnahmen von Überwachungskameras, wie er gerade den Nachtclub „Bootlegger“ betrat, allerdings gab es keinerlei Zeugen und Videoaufnahmen, die ihn wieder rausgehen sahen. Seine Leiche fand man in einer merkwürdigen Stellung auf. Es sah so aus, als ob er mit zwei Stöcken bewusst an einer bestimmten Stelle im seichten Fluss positioniert wurde. In der Nähe lag auch sein Handy, wobei man feststellte, dass die Signale seines Handys bewusst blockiert wurden.

Pat Brown, eine Kriminologin, die eine Vielzahl dieser Todesfälle untersuchte, stolperte über ein Vorkommnis, das sich in der Polizeiwache in St. Charles, Missouri, zugetragen hatte. Dort erschien ein Mann, der gegenüber der Polizei damit prahlte, der größte und beste Serienmörder zu werden. Er wurde ausgelacht und rausgeschmissen. Als er wiederholt bei der Polizeiwache auftauchte, bekam er sogar eine Ordnungsstrafe wegen diesen permanenten Belästigungen.

Im Mordfall von Chris Jenkins tauchte dieser Mann dann wieder auf; zu diesem Zeitpunkt weilte er nämlich in Minneapolis. Er war in einem Bestattungsunternehmen an der Rezeption beschäftigt und ausgiebiger Besucher einer Pornoseite namens manunderwater.com, auf der Harcore-Sexfilme angeboten werden, die ausschließlich unter Wasser gedreht wurden. Pat Brown nahm getarnt als männlicher Student im Forum der besagten Pornoseite Kontakt auf und gab vor, auf Sex mit Männern unter Wasser zu stehen. Es kam zu einem regen Austausch, bei dem besagter Mann freimütig erzählte, was er alles mit dem vorgeblichen Studenten anstellen wollte einschließlich der Tötungsart. Es war offensichtlich, dass es sich um einen perversen Sadisten handelte. Er saß auch anschließend im Gefängnis, nachdem er die Familie seines Arbeitgebers bedroht hatte; unteressen setzten sich aber die mysteriösen Todesfälle von Studenten fort. Die Polizei schloss deswegen einen Zusammenhang aus.

Chuck Loesch wiederum stieß bei seiner Untersuchung des Mordfalls Chris Jenkins auf eine Gruppe, die sich selbst „Dealers of Death“ nannte. Einer von ihnen war Jeramy Alford, der mittlerweile wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Er selbst behauptet, Chris Jenkins von der Brücke gestoßen zu haben – so, wie viele andere auch. Allerdings schenkte man seinen zusätzlichen Geständnissen keinen Glauben weil er zu der fraglichen Zeit nirgendwo auf Überwachungskameras auftauchte. Unterstützt wird das auch vom Autopsiebericht, wonach Chris Jenkins keinerlei äußerliche und innere Verletzungen aufwies, die bei einem Sturz von der Brücke ersichtlich sein müssten. Dem widerspricht auch die Auffindungssituation, bei der Chris seine beiden Arme vor seiner Brust verschränkt hatte.

Trotzdem sind die Aussagen von Jeramy Alford insofern interessant, weil er selbst gegenüber dem FBI zugab, nur Teil einer viel größer operierenden Gruppe gewesen zu sein. Auf das Konto seiner Gruppe – so behauptet er jedenfalls – gingen etwa 40 Morde von Männern.

Ein Mann mit dem Spitznamen „Zmiley“ bekannte sich ebenfalls zu der Gruppe, als er wegen eines vergleichbar geringeren Delikts verhaftet wurde. Ihm und andere Mitglieder legte man zur Last, minderjährige Ausreißer beherbergt und einen von ihnen mit einem fünfzackigen Stern gebrandmarkt zu haben. Der Ermittlungsbeamte Gary Sykes, zuständig für diesen Fall, schließt nicht aus, dass an deren Geschichte etwas Wahres dran sein könnte. Fest stünde, dass sie offenkundig zu allem fähig seien. In seinem Zuständigkeitsbereich sind sie auch für Raubüberfälle verantwortlich, um sich Geld für Drogen zu beschaffen. Sie wären jedenfalls sehr gestört und hätten überhaupt keinen Respekt vor einem Menschenleben.

Eines Tages hatte sich jemand anonym in einem Forum gemeldet, das sich speziell mit den Todesfällen auseinandersetzte. Er schrieb: „Ich habe jetzt die sogenannten „Dealers of Death“ über ein paar Jahre beobachtet, und dabei scheint es, als ob ihre Mitglieder sehr geheimnisvoll agieren und vom einfachen Hühnerdieb bis zum Feuerwehrmännern, Polizeibeamten und CIA-Mitarbeiter reichen. Es scheint, als ob sie auch untereinander ihre wahren Identitäten nicht preisgeben. Stattdessen benutzen sie Tarnnamen. Sie halten sehr geheime Treffen ab, meistens im Kernland. Offensichtlich haben sie einige geheime Traditionen von anderen Maurerlogen übernommen. Ich habe ermittelt, dass das Wissen um die Gruppe bis zur Spitze von hochrangigen Regierungsmitgliedern reicht, allerdings wurde das nirgendwo schriftlich festgehalten. Ich würde mal schätzen, dass dieser Gruppe um die 2.000 Mitglieder angehören, die im ganzen Land operieren.“ (Quelle: Stephen Young „Dead In The Water – Forever Awake“, Seite 132 ff.).

Und das wiederum erinnert an die Serienmörder Charles Berkowitz aus New York, Henry Lee Lucas sowie Ed Gein aus Plainfield, Wisconsin.

Charles Berkowitz alias „Son of Sam“ hatte selbst immer wieder betont, dass nur ein Mitglied einer satanischen Gruppe bzw. eines Wicca-Kults war.

Henry Lee Lucas wiederum gab an, Mitglied einer Gruppe namens „The Hand of Death“ gewesen zu sein. Und von Wisconsin ist mittlerweile bekannt, dass dieser Bundesstaat zu den Hochburgen des Satanismus und Pädophilie in den Vereinigten Staaten zählt (siehe auch Narkive Newsgroup Archive „Wisconsin is Hotbed of Satanism“)

Charles Manson mit seiner Family kann ebenfalls dazugerechnet werden, nachdem er aussagte, mit den La-Bianca- und Tate-Morden einen Rassenkampf (Helter Skelter) auf den Straßen entfahcen zu wollen, um die Endzeit herbeizuführen. Ihm werden auch enge Verbindungen zur Process Church Of The Final Judgment nachgesagt, die zuletzt ihren Hauptsitz von New Orleans in die Bronx, New York City verlegt hatte. Als die Ermittlungen zu den Serienmorden von Charles Berkowitz liefen, suchten sie das Weite irgendwo im Westen der Staaten.

In einem seiner zahlreichen Interviews sagte Charles Manson: „Erinnert Euch an den Rattenfänger von Hameln; sie haben ihn nie bezahlt, und deswegen verloren sie ihre Kinder. Nun, Ihr werdet sechs Generationen von Kindern durch mich verlieren, weil Ihr mir nicht das zahlen wollte, was Ihr mir schuldet.“ (Quelle: Stephen Young „Dead In The Water – Forever Awake“, Seite 142 ff.).

Nebenbei bemerkt hatte der Rattenfänger von Hameln mit dem Spiel seiner magischen Flöte alle Ratten aus der Stadt Hameln gelockt und sie in den Fluss springen lassen, wo sie ertranken.

Und ist es da ein Zufall, dass während des Prozesses gegen Charles Manson und drei seiner Gespielinnen, Ronald Hughes, der Verteidiger von Leslie van Hourten, tot in einem Seitenarm des Sespe Hot Spring in der Nähe von Ojai, Los Angeles, trieb?

Auch sein Tod wurde als Unfall deklariert, obwohl Charles Manson ihm vorher gedroht hatte, ihn töten zu lassen, sollte Leslie van Houten aussagen.

Ach, und nebenbei fällt mir auch wieder der Film „Angeklagt“ mit Jodie Foster aus dem Jahr 1988 wieder ein. In dem Film spielte sie ein einfaches Mädchen vom Land, das eines Nachts in der Bar von mehreren Bargästen vergewaltigt wird. In dem Film fuhr sie einen roten Sportwagen mit dem Kennzeichen „SXY (Sexy) Sadie“, der Kosename von Susan Atkins, als sie noch Tänzerin in der von  Anton LaVeys Church of Satan organisierten Show „Witches´ Sabbath“ gewesen war.

In diesem Zusammenhang würde es sich vielleicht auch wieder lohnen, den Mord an drei 8-jährigen Jungen aus West Memphis, Arkansas wieder unter die Lupe zu nehmen. 1993 hatte man drei kleine Kinder namens Steve Branch, Christopher Byers und Michael Moore tot in einem Bach aufgefunden, der durch ein Waldstück fließt, der unter den Einwohnern auch als Robin Wood Hill bekannt ist. Alle drei waren gefesselt und zum Teil schwer misshandelt und verstümmelt worden.

Damals wurden dafür drei Jugendliche namens Damien Echols (18 Jahre), Jason Baldwin (16 Jahre) und Jessie Misskelley (17 Jahre) wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Gegen Damien Echols wurde sogar die Todesstrafe verhängt. Der Fall wurde unter „The West Memphis Three“ weltweit bekannt. Der äußerst dubiose und fragwürdige dreiteilige Dokumentarfilm „Paradise Lost“ wurde produziert und landesweit ausgestrahlt, um zu bekräftigen, dass Echols, Misskelley und Baldwin in Wahrheit unschuldig seien. Hinreichende Belege dafür wurden jedoch nie vorgelegt. Aufgrund der Verurteilung und der darauffolgenden Dokumentation „Paradise Lost“ folgte eine landesweite Kampagne für die Freilassung der verurteilten Mörder. Dieser Kampagne schlossen sich viele Rocksänger, Schauspieler und Showgrößen wie Johnny Depp an.

Hierzu heißt es zum Beispiel auf Wikipedia: „Der Fall löste eine Welle der Solidarisierung mit den Verurteilten in der Öffentlichkeit aus. Unter anderem wurde 2002 von Henry Rollins das Musikalbum Rise Above: 24 Black Flag Songs to Benefit the West Memphis Three produziert, auf dem Künstler wie Lemmy Kilmister, Tom Araya, Nick Oliveri, Ryan Adams und Dean Ween von Ween gemeinsam mit der Rollins Band Songs der Gruppe Black Flag coverten und dessen Einnahmen den West Memphis Three zugutekamen. Zwei Jahre zuvor hatte Eddie Spaghetti einen Free the West Memphis 3 betitelten Sampler zusammengestellt, an dem sich unter anderem die Bands Rocket from the Crypt, L7 und Killing Joke beteiligt hatten. Andere Bands und Künstler wie etwa Pearl Jam, Alkaline Trio, Michale Graves, Sage Francis, Disturbed und Zao widmeten den dreien Lieder, auch andere Prominente wie Johnny Depp, Winona Ryder, Trey Parker, Robert Smith und Regisseur Peter Jackson bekundeten ihre Solidarität.“

2011 wurden Misskelley, Baldwin und Echols unter Vorbehalt aus dem Gefängnis entlassen ohne jedoch freigesprochen zu werden. Mittlerweile lebt Damien Echols von seiner „Berühmtheit“ und hat sich in Salem, Massachusetts, niedergelassen, wo er weiterhin dem Wicca-Kult frönt. Er bekennt sich nach wie vor zu den Schriften von Aleister Crowley und bietet selbst zahlreiche esoterische Kurse wie Astrologie, Kartenlegen, Hexenkunst etc. an.

Die Frage ist nur – was veranlasst das einzelne Individuum, sich solchen Gruppierungen anzuschließen?

Der Fall Luke Helder könnte darüber Aufschluss geben. Luke war im Jahr 2002 Student der Kunstakademie in der Universität von Wisconsin. Er war besessen von der Idee der Unsterblichkeit, Astralreisen sowie Esoterik in Theorie und Praxis. Er konnte auch seine Studienkollegin Amanda Dolan dafür begeistern, indem er ihr von seinen außerkörperlichen Erfahrungen erzählte. Seiner Meinung nach ist der Tod nur eine Illusion.

Irgendwann begann er an einer Art „Manifest“ zu schreiben, in dem er u.a. die Legalisierung von Marihuana sowie die Befreiung der Menschheit aus der Versklavung durch die Regierung forderte. Er fertigte Flugblätter mit folgendem Inhalt an: „Wenn Ihr unter dem Eindruck steht, dass der Tod existiert, tut Ihr alles daran, um ihn aus dem Weg zu gehen. Ich bin hier, um Euch den näheren Sinn zu erklären; Ihr werdet leben, egal in welcher Form auch immer. Es liegt nur an Eurem Verständnis. Nur wenige Leute verstehen den Tod; es gibt nicht sowas wie einen Tod! Die Religion wurde dafür geschaffen, um den Überlebensinstinkt [Anm.: und damit die Angst vor dem Tod] aufrechtzuerhalten. Wenn Ihr den Tod fürchtet, seid Ihr beeinflussbar, sowohl geistig als auch körperlich; Ihr erschafft Eure eigene Realität. Die Menschen, die ich von dieser Vorstellung befreien konnte, sind überhaupt nicht tot. Wer die Begrenzungen anerkennt und akzeptiert, der verringert die Substanz des Lebens.“ (Quelle: Stephen Young „Dead In The Water – Forever Awake“, Seite 237)

Kurze Zeit später fertigte er eine Landkarte des Mittleren Westens in Form eines Smiley Face an. Ausgerichtet an diesem Gesicht hinterließ er Briefbomben in Briefkästen, wobei mehrere Menschen aufgrund der Explosionen schwere Verletzungen davontrugen. Als er gefasst wurde, erzählte er der Polizei voller Stolz, dass er schon die Verbindung mit den zwei Smiley-Face-Augen vollbracht habe. Leider habe er das komplette Gesicht nicht mehr zur Vollendung bringen können.

Ein Zimmergenosse von Helder namens James Devine sagte gegenüber dem FBI aus, dass Luke ein Experiment startete, bei dem er beweisen wollte, dass der Tod nur die Übergangsform in ein neues Leben wäre, sozusagen als grenzenlose Energie im Raum.

Dan Mitchell beschäftigte sich mit dem okkulten Aspekt dieser Todesfälle seinem nicht mehr existenten Blog „Well Of High Strangeness“. Er spricht da von einem Hive Mind, eine Art geistige Einheit, die uns in einer Blase gefangen hält und kontrolliert. Er vergleicht dabei unsere Welt mit einem Terrarium, in das diese Geistige Einheit eingreift und eine bestimmte Art von Energie erntet, die von ausgesuchten Menschen ausgestrahlt wird. Demnach ist das Terrarium nach einem Gitternetz angeordnet, wobei jeder Sektor von einem Genius Loki überwacht wird. Neuerdings beschäftigen sich immer mehr Forscher mit den parasitären Archonten, die von einer fünften Dimension unsere Welt kontrollieren. Dr. John Dee, der während der Regentschaft von Königin Maria I Anfang des 17. Jahrhundert lebte, war ein englischer Mathematiker, Astronom, Astrologe, Geograph und Mystiker. Er wurde damals wegen Zauberei und Schwarzen Magie angeklagt, von der Königin Elizabeth I jedoch begnadigt und als Hofastrologe und königlicher Berater eingesetzt. Bereits Dee sprach von einer Einheit in Form eines Gitternetzes aus, das sich aus Punkten, Linien und Kreisen zusammensetzen würde. Seine Energie würde dieser Hive Mind über die Genius Loki von den Ariern beziehen. Nach Auffassung von Dan Mitchell würden die arischen Menschen über die höchste Form der Energie verfügen, welche die Maschine des Hive Minds zur Spiegelung der Realität, wie wir sie kennen, füttern würden. Er führt weiter aus: „Diese Maschine (und seine Untergebenen) verwandeln die Opfer in sogenannte „Luna-tics“ (Verrückte), die merkwürdige Telefonanrufe bei ihren Familienmitgliedern oder der Polizei tätigen bevor sie verschwinden. Diese Telefonanrufe sind oft unsinnig und offenbaren, dass ihr Geist verwirrt und gestört ist, unfähig zu sagen, wo sie sind oder was mit ihnen geschieht.“ (Quelle: Stephen Young „Dead In The Water – Forever Awake“, Seite 247)

Nach Auffassung von Dan Mitchell wirkt Wasser wie Elektrizität innerhalb dieses Hive Minds. Bekanntermaßen ist Wasser der beste Leiter von Elektrizität, und das wäre der Grund, warum man die sterbenden oder kurz vorher verstorbenen Körper im Wasser findet. In dem Moment, wo das Opfer seine Lebensgeister aushaucht, werden diese über das Wasser in die Maschine transportiert und abgeerntet. Dabei wird auch gerne zusätzlich die Energie des zunehmenden Mondes als Verstärkung herangezogen.

Jeder Loki hat wiederum Untertanen, die man allgemein als Dämonen bezeichnen kann. Sie sind in der Lage, in die Gedanken und Träume der Opfer einzudringen, sie damit zu verwirren und schließlich durch Täuschung zu töten. Laut Aussage von Christan White, einem anderen Esoteriker, können sich diese Dämonen sehr wohl für eine kurze Zeit materialisieren. Er selbst wäre Zeuge gewesen, wie dunkle Schatten sich auf die Jagd nach Menschen gemacht hätten.

Die Lokis wiederum würden von den Demiurgen kontrolliert und befehligt werden. Ihre Anweisungen übertragen sie dann unterschwellig in die physikalische Welt, vorwiegend über das Unterbewusstsein.

Das würde dann wieder einige Erinnerungen an Elisa Lam wachrütteln.

Ich habe diesen Punkt aber noch aus einem anderen Grund aufgeführt – es würde erklären, warum die Nazis vom Okkultismus und den Ariern so besessen waren.

Im nächsten Teil werde ich mich dann intensiver mit dem Fall Agnes Roth auseinandersetzen.

Bis zum nächsten Mal

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Urbane Legenden – Die Smiley Face Killergang – Ertrunken oder ermordet – Teil 1

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Ausnahmsweise beginne ich dieses Kapitel mit einer Geschichte, die 1997 ihren Anfang in den USA nahm.

Mittlerweile sind diese rätselhaften Todesfälle über den großen Teich nach Großbritannien und Frankreich übergeschwappt, sodass es vielleicht nur noch mehr eine Frage der Zeit ist, bis wir auch in Deutschland mit derartigen Todesfällen konfrontiert werden.

Eine Vielzahl von jungen Männern wird dann vielleicht aus Nebenarmen und Kanälen von Flüssen wie der Elbe, dem Rhein, dem Main, der Donau oder auch aus Seen wie dem Starnberger See, dem Bodensee oder dem Chiemsee geborgen werden, denen man Ertrinken durch Unfall oder Selbstmord attestiert, weil sie am Abend zuvor zu viel Alkohol und Drogen zu sich genommen haben.

England bezeichnet ihren Smiley Face Killer als „The Pusher“, der verstärkt in der Gegend um Manchester aktiv ist, während die Franzosen sich ängstlich fragen, ob sie es auch mit der französischen Ausgabe eines Smiley Face Killers zu tun haben, der möglicherweise dort seit 2010 sein Unwesen treibt.

Ihr seid also vorgewarnt, liebe Jungs und Männer.

Im Norden der USA entlang der Interstate 90und 94 in der Umgebung der Großen Seen und an der Grenze von Kanada sind seit 1997 junge Männer zwischen 19 und 36 Jahren auf mysteriöse Weise spurlos verschwunden. Manchmal tauchten ihre Leichen Tage und Wochen, aber auch erst Monate und sogar Jahre später auf. Einige wurden bis heute nicht mehr gefunden.

Auffällig ist, dass sich diese Vermisstenfälle gehäuft zwischen den Monaten September und April ereigneten. Das Muster ist dabei immer das gleiche: Gesunde, gut gebaute Männer, in der Vielzahl sportlich sehr aktiv, gehen eines Abends mit Freunden oder Verwandten aus, werden irgendwie von ihrer Gruppe getrennt und verschwinden dann ohne, dass sie jemals wieder lebend gesehen wurden.

Später werden sie dann in einem nahegelegenen See, Fluss, Bach, Wasserreservoir, Teich, Kanal, Wassergraben etc. aufgefunden; meistens mitten im Winter und voll bekleidet. Als Todesursache wird immer wieder „Ertrinken durch Unfall oder Selbstmord“ angegeben. In den meisten Fällen nimmt man an, dass diese jungen Männer betrunken die Orientierung verloren haben und deswegen ins Wasser gefallen sind. In dem einen oder anderen Fall mag das sicherlich auch zutreffen, aber mittlerweile wurden bis zum heutigen Tag mehr als 400 Männer auf diese Weise aufgefunden, und die Serie der Ertrinkungsfälle reißt nicht ab.

In Wisconsin, La Crosse häuften sich die Todesfälle auffällig, worunter u.a. auch der Fall des 21-jährigen Studenten Jared Dion aus dem Jahr 2004 fällt. Spätestens ab diesem Zeitpunkt mehrten sich die Gerüchte darüber, dass im Norden Amerikas ein Serienkiller oder eine Gang aus Serienkiller ihr Unwesen treiben, und es wurde nicht ausgeschlossen, dass möglicherweise auch die Polizei darin verwickelt ist, weswegen man von deren Seite die diese rätselhaften Todesfälle als profane Unfälle oder Selbstmorde deklarieren würde, um die Akten schnell zu schließen.

Weil die Unruhe und Gerüchteküche unter den Studenten in La Crosse nicht aufhören wollten, sahen sich Universitätsprofessoren und Vorstandmitglieder der jeweiligen Psychologischen und Soziologischen Abteilungen bemüßigt, Stellung darüber zu beziehen, warum diese Fälle nicht mit Morden zu tun haben können.

Ihre Theorie zum Phänomen der ertrunkenen Männer untermauerten sie mit folgenden fünf Feststellungen:

  1. Die Studenten trinken eben zu viel und können sich in diesem Zustand selbst nicht mehr unter Kontrolle halten, weswegen sie dann irgendwo einen Fluss, Bach oder See aufsuchen, um sich abzukühlen und wieder frisch im Kopf zu werden. Dabei kommt es dann zu diesen Unfällen. Gerade in den kalten Herbst- und Wintertagen kommt es dann sehr schnell zum Schockzustand mit Unterkühlung, Desorientierung und darauffolgender Bewusstlosigkeit, was schließlich zum Ertrinkungstod führt.
  2. Der Grund, warum dem nur Männer zum Opfer fallen, liegt eben an dem übermäßigen Alkoholgenuss, der zu tollkühnen Taten anspornt, was man bei Frauen nicht beobachten kann, weil sie im alkoholisierten Zustand nicht alleine in der Nacht herumwandern – ganz besonders nicht, wenn sie sich gerade auf einer Party befinden.
  3. Jährliche Statistiken belegen, dass Männer 10 x mehr durch Unfälle infolge von Wasseraktivitäten sterben als Frauen. In vielen solchen Fällen spielt dabei fast immer Alkohol und Drogen eine Rolle.
  4. Im Gegensatz zu anderen Universitäten wie Madison liegt die Wisconsin Universität La Crosse direkt am Fluss, der plötzlich und unerwartet sehr tief geht und schnell fließend ist, was die Gefahr noch zusätzlich erhöht, dort den Boden unter den Füßen zu verlieren, mit der Strömung mitgerissen zu werden und schließlich zu ertrinken.
  5. Die Ähnlichkeiten zwischen den Opfern sind illusorisch, was ganz leicht damit erklärt werden kann, dass man andere qualifizierende Faktoren der einzelnen Todesfälle nicht berücksichtigt.

Die illusorischen Ähnlichkeiten wurden wie folgt zusammengefasst:

  1. Die meisten männlichen Opfer waren weiß und zwischen 17 und 27 Jahre alt.
  2. Sie lebten überwiegend in Minnesota, Wisconsin, Michigan, Indiana oder Chicago – alles Städte, die um den Lake Michigan gelegen sind.
  3. Es handelt sich hierbei in den meisten Fällen um Studenten oder Absolventen der Universitäten und Fachhochschulen.
  4. Die meisten Männer galten als hochintelligent.
  5. Sehr viele Männer wiesen eine gute bis sehr gute körperliche Kondition auf oder waren als Athleten, Foot- und Lacrosse-Spieler sportlich aktiv.
  6. Zuletzt wurden sie feiernd und trinkend mit Freunden oder Verwandten auf einer Party gesehen.
  7. Viele befanden sich unter Alkohol-, vereinzelt auch unter nachweisbarem Drogeneinfluss.
  8. Sie wurden von ihren Freunden getrennt, mit denen sie anfangs auf Partys, Privatfeiern oder in Bars gekommen waren.
  9. Alle verschwanden zwischen 22:00 Uhr und 04:00 Uhr morgens.
  10. In der Mehrzahl der Fälle wurden die betroffenen Jungs und Männer von ihren Freundn oder Familien als vermisst gemeldet.
  11. Alle Fälle wurden zunächst mit dem Ergebnis geschlossen, dass es sich infolge eines Unfalls oder Selbstmordes um einen Ertrinkungstod handelte.
  12. Viele von ihnen wurden ertrunken im Kanal, Hafenbecken oder Seitenarme des Mississipis, Red Cadar oder Lake Michigan gefunden.
  13. Sofern die Leichen aufgefunden wurden, wiesen sie laut Autopsieberichten keine außergewöhnlichen Anzeichen von Verletzungen, Strangulation, Schuss- und Stichwunden oder andere offensichtliche Verletzungen durch fremde Hand auf.
  14. Alle verschwanden zwischen den Monaten September und April.

Dem begegneten die Verteter der Unfall- und Selbstmordtheorie damit, dass diese vorgeblichen Ähnlichkeiten nichts Ungewöhnliches darstellen, weil alle Städte an Flüssen und Seen gelegen sind, und sich viele Studenten dort aufhalten. Außerdem besteht die überwiegende Bevölkerung des oberen Mittleren Westens aus europäisch stämmigen weißen Amerikanern. Gewöhnlich trinken alle Studenten in Bars und Lokalen der Umgebung. Auch die Zeiten sind in diesem Kontext nichts Ungewöhnliches, weil die meisten zwischen 22:00 Uhr und 04:00 Uhr morgens sowie in den späten Herbst- und Wintermonaten Lokalitäten aufsuchen, um sich zu amüsieren. Gut 30% aller männlichen Studenten passen in dieses Raster. Bezogen auf die La Crosse Universität sind davon 114 Studenten betroffen, von denen wiederum 34 junge Männer jeden Freitagabend sich die Kante geben. Viele gehen danach alleine in die Nacht raus, wenn die Bar zumacht. Andere wiederum torkeln zum Fluss. Zu jeder Zeit fällt mal dann und wann jemand betrunken ins Wasser und ertrinkt im schlimmsten Fall. Oftmals werden die Polizei und Rettungskräfte vor Ort tätig, wenn Studenten betrunken die Orientierung verloren haben und in den Fluss gefallen sind. Die Statistiken zu Rettungsmaßnahmen würden das hinreichend belegen.

Damit konnte man zunächst tatsächlich die aufgekommenen Zweifel und Ängste unter den Studenten zerstreuen; aber als sich die Fälle sowohl unter betrunkenen als auch nüchternen jungen Männern weiter häuften – manchmal verschwanden zwei oder mehr innerhalb der gleichen Zeitspanne an verschiedenen Orten – wurde erneut die Gerüchteküche über eine marodierende Killerbande unter dem Schutz der Polizei entfacht.

In den Jahren 2005 bis 2007 fand man die Leichen der Betroffenen nicht nur in Flüssen wie dem Calumet, Hudson, Charles, Mississippi, Milwaukee, Wabash und Wisconsin, sondern auch in Seen wie Lake Michigan, Lake VaVerne und Lake Mendota, wo auch die Universität Madison liegt. Zudem fand man bei einigen der Leichen ein Smiley Face oder andere verwirrende Botschaften aufgesprüht.

Schließlich machte sich im Jahr 2008 die Reporterin Kristi Piehl zusammen mit ein paar ehemaligen Polizeibeamten auf die Suche nach möglichen Spuren eines Serienmörders, der an der Interstate 90 und 94 sein Unwesen treibt.

Ihre Dokumentation darüber wurde zwar mit einem Emmy ausgezeichnet, gleichzeitig verlor sie aber beim Fernsehkanal KSTP-TV in Minnesota ihren Job, nachdem sich die Story von der Smiley Face Killergang über das ganze Land verbreitet hatte.

Kriminalexperten wurden jedoch mittlerweile ebenfalls hellhörig und begannen auf ihre Weise die Fälle zu analysieren und auszuwerten.

Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass es in der Tat zwischen den Fällen ein bestimmtes Muster gibt, das auf die Ermordung der bis dahin betroffenen Opfer aus der Studentenschaft hinweisen könnte.

So resümierte Dr. Maurice Godwin, ein Kriminalpsychologe: „Die Wahrscheinlichkeit, dass fünf alkoholisierte Studenten unter gleichen Umständen auf ähnlichen oder auch abweichenden Routen wandern und dann an einem Flussufer enden, geht nahezu gegen Null.“

Ein anderer Profiler namens John Kelly vermutete, dass die Studenten zuvor mit irgendwelchen Medikamenten oder Drogen (zum Beispiel Devils Breath, das völlig geruchs- und geschmacklos ist und den Betroffenen zu einer Art willenlosen Zombie verwandelt. Zudem lässt sich diese Droge nicht mehr im Körper nachweisen) ruhiggestellt, anschließend in einer Badewanne oder mobilen Wassertank ertränkt und danach in den Fluss geschmissen wurden.

Der bekannte Pathologe Cyril Wecht kam ebenfalls zu dem Ergebnis, dass sich die Opfer hinsichtlich ihrer Statur sehr ähneln würden. Lee Gilbertson, Professor für Strafrecht an der St. Cloud Universität, fügt hinzu, dass die meisten Unfälle mit Todesfolge durch Ertrinken im Sommer bei Sportarten wie Wasserski, Kajak-, Kanu- und Bootsfahren, Schwimmen und weiteren Sportaktivitäten zu verzeichnen sind und nicht im Herbst- oder Winter.

Angesichts dieser Expertenmeinungen mischte sich schließlich auch die Politik durch Senator Sensenbrenner aus Wisconsin sowie den US-Kongressabgeordneten McNulty aus New York ein. Sie forderten das FBI direkt auf, eine formale Untersuchung einzuleiten, ob hier ein oder mehrere Serienmörder in ihren jeweiligen Bundesstaaten am Werk sind.

Der Polizeichef von La Crosse, Edward Kondracki folgerte daraus polemisch: „Ja, es gibt einen Serienmörder, und der ist bekannt. Sein Name ist Alkohol.“

Es folgte eine Diffamierungskampagne gegen die Reporterin Kristi Piehl, und die bis dahin entwickelten Theorien für einen oder mehrere Serienmörder unter dem Namen „Smiley Face Killer“ wurden ins Lächerliche gezogen.

Gleichzeitig wurden aber auch auf Kosten der Steuerzahler umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen in der Nähe von Flüssen, Bächen, Seen und Kanälen vorgenommen. Man errichtete Zäune, ließ Streifenpolizisten an Flüssen patrouillieren, installierte noch mehr Überwachungskameras und startete eine Kampagne gegen die Serienmördertheorie.

Scheinbar normalisierte sich wieder das Leben an den Universitäten und betroffenen Städten.

Der erste bekannte Fall, der dieser Serie von rätselhaften Ertrinkungstode zugerechnet wurde, war der des 21-jährigen Studenten Patrick McNeill, von dem es mittlerweile als gesichert gilt, dass er Opfer eines Verbrechens und nicht eines selbst verschuldeten Unfalls war.

Patrick McNeill studierte an der Fordham Universität von New York und wurde am 07. April 1997 in der Nähe einer Anlegestelle des East River in Brooklyn im Wasser treibend und bereits stark verwest aufgefunden.

Zuletzt wurde Patrick am 16. Februar 1997 in der Bar „Dapper Dog“ in Manhattan gesehen, wo er mit einigen seiner Studentenkameraden ein paar Bier trank. Zu dem damaligen Zeitpunkt war „Dapper Dog“ eine beliebte Studentenkneipe, in der auch regelmäßig Gastbarkeeper aus der Studentenschaft rausgepickt wurden, um das jeweilige Gefolge zum exzessiven Trinken zu animieren. Das Pub war dafür berüchtigt, Alkohol an Minderjähre (in Amerika gilt man erst ab 21 Jahren als erwachsen) auszugeben und die offensichtlich schon stark angetrunkenen Minderjährigen noch weiter zum Trinken aufzustacheln. Diese zahlreichen Verstöße neben angezeigten Ruhestörungen und Lärmbelästigungen wurden auch immer wieder bei dem New York Police Department zur Anzeige gebracht.

Patrick McNeill passte interessanterweise so gar nicht recht in das Bild der saufenden und pöbelnden Studenten rein. Er war für seine Hilfsbereitschaft und sein Engagement in zahlreichen sozialen Einrichtungen und Vereinen bekannt. McNeill hatte sich zusammen mit sieben anderen Kommilitonen auf dem Fordham Campus in der Bronx eine Unterkunft geteilt. Offensichtlich wurde er da schon einigen seiner Zimmergenossen gemobbt. Möglicherweise spielte da eine gehörige Portion Eifersucht auf den gut aussehenden, bei Mädchen und Frauen beliebten und athletisch gebauten Studenten mit.

Er visierte eine berufliche Zukunft beim FBI an.

In den frühen Morgenstunden des 16.02.1997 verabschiedete er sich schließlich von seinen Kameraden, um mit der U-Bahn zu seinem Campus zurückzukehren. Einige Gäste des Dapper Dog beobachteten noch, wie er eine Weile vor der Bar herumhing, um angeblich auf eine Freundin zu warten, die sich noch auf der Toilette befand. Man vermutete, dass es ihm wohl zu lange dauerte, bis die Freundin von ihrem Toilettenbesuch zurückkam, und so machte er sich alleine auf den Weg zur nahegelegenen U-Bahnstation. Das war das letzte Mal, dass man Patrick McNeill lebend gesehen hatte.

Im Zuge der Ermittlungen meldeten sich jedoch noch ein paar andere Augenzeugen, die zu diesem fraglichen Zeitpunkt McNeill auf den Weg zur U-Bahnstation gesehen hatten. Sie beobachteten, wie McNeill auf seinem Weg von der 92. Straße, in der das Pub lag, zur Second Avenue herumtorkelte und gelegentlich hinfiel, bevor er sich wieder aufrappelte und schwankend weiterging. Die Zeugen beschrieben auch einen Wagen, der McNeill seit dem Pub in einem gewissen Abstand zu folgen schien. Zuvor hatte der gleiche Wagen schon in der zweiten Reihe vor dem Pub geparkt. Es erschien ihnen so, als ob der Fahrer mit dem Auto McNeills Weg verdecken wollte. Einigen kam das so verdächtig vor, dass sie sich sogar einen Teil des Autokennzeichens merkten.

Es folgten in den nächsten Tagen und Wochen Suchaktionen, initiiert von McNeills Eltern und Verwandten. Mehr als 10.000 Suchplakate wurden von New York City bis Yonkers angebracht, um das Schicksal ihres Sohnes aufzuklären. In der Zwischenzeit kam es zwischen den McNeills und dem NYPD zu Reibereien, weswegen McNeills Vater seine Verbindungen zu den Republikanern im benachbarten Westchester spielen ließ, um so Druck auf die Polizei aufzubauen. Das veranlasste einige Beamte des NYPD, ihre eigene Meinung zu dem Vermisstenfall McNeill in die Öffentlichkeit zu streuen, insbesondere über seinen Charakter und möglichen Aufenthalt. Diese Meinungen ließen in der Mehrzahl kein gutes Haar an Patrick McNeill. So „offenbarte“ ein Detective zum Beispiel kryptisch, dass McNeill offensichtlich einige Fehler gemacht hatte und er wohl eine gewisse Zeit und Raum bräuchte, um sich über bestimmte Dinge klar zu werden.

Ein anderer meinte, dass er einfach durchgeknallt wäre und sich irgendwo in Queens aufhalten würde. Er wäre bei jeder Party dabei gewesen und hatte einfach keine Lust aufs College.

Die Gerüchte, die von der Polizei selbst in die Öffentlichkeit gestreut wurden, gingen sogar so weit, dass man zum Schluss behauptete, er hätte ein paar Mädchen geschwängert und wäre deswegen vor seinen zahlreichen Verpflichtungen davongelaufen. Selbst mit Andeutungen zur Zugehörigkeit einer okkulten Gruppe sparte man nicht. McNeill soll in seinen Ohren und Zunge Piercings getragen haben. Daneben hätte er auf seinem Unterarm ein keltisches Kreuz tätowiert. Auch das Pub „Dapper Dog“ geriet ins Kreuzfeuer der öffentlichen Untersuchungen, insbesondere, was die Aussagen der Angestellten betraf. Einer von ihnen behauptete, McNeill hätte an der Westside Heroin gespritzt, aber weil er ja jetzt 21 Jahre alt ist, hätte die Polizei nicht dagegen unternehmen können. Daneben gab es auch noch einige andere merkwürdige Zeugenberichte, die McNeill nach seinen Verschwinden noch im März in verschiedenen Stadtteilen von New York gesehen haben wollen. Darunter befand sich auch die Zeugenaussage eines Immobilienmaklers, der gegenüber der Polizei angab, dass eines Tages ein junger Mann, der auf die Beschreibung von McNeill passen würde, in sein Büro total verwirrt und aufgelöst hereingestolpert war. Es sah zerzaust und verwahrlost aus, konnte sich kaum artikulieren und wäre dann wieder aus dem Büro gerannt. Solche und ähnliche Berichte beschäftigten die Polizei noch zusätzlich. Diesen Hinweisen wurde nicht nachgegangen mit der Erklärung, dass man nicht noch zusätzlich mit solchen Zeugenaussagen seine Zeit verschwenden würde, um den ohnehin fruchtlosen Hinweisen nachzugehen.

Als McNeill schließlich am 07. April 1997 etwa 17 Kilometer von der Bar entfernt aufgefunden wurde, trug er nur noch mehr Jeans und Socken. Er trieb auf den Rücken mit dem Gesicht nach oben im Wasser, was völlig untypisch für Ertrunkene ist. Dieser Fall landete schließlich als mögliches Verbrechen auf dem Tisch des ehemaligen NYPD-Polizeibeamten und jetzt als Privatermittler tätigen Kevin Gannon.

Im Zuge der gerichtsmedizinischen Untersuchungen fand man heraus, dass McNeill um seinen Hals vertikale Linien aufwies, die auf eine Art von Umwickelung mit einem Verband, Schnur oder Kordel schließen ließ.

In der Leistengegend fand man Fliegenlarven von einer Stubenfliege, die unmöglich erst im Wasser abgelegt worden waren. Außerdem fehlten die für Wasserleichen typischen Ablösungen von Hauptpartien, sodass man schließlich zu dem Schluss kam, dass McNeill nur ein paar Tage im Wasser gelegen sein konnte.

Anhand der Totenflecke, die sich vor allem auf seiner Vorderseite gebildet hatten, konnte man daraus schlussfolgern, dass McNeill zuerst auf dem Bauch gelegen haben musste, was wiederum im totalen Widerspruch zu seiner Auffindungssituation mit dem Kopf nach oben im Wasser treibend stand. Gannon vermutete, dass McNeill mit einer Droge wie GHB oder Rohypnol außer Gefecht gesetzt wurde. Er veranlasste daraufhin eine umfangreiche Untersuchung zur Identifizierung des verdächtigen Fahrzeugs, das McNeill nach zahlreichen Augenzeugenberichten gefolgt war. Zu seiner Überraschung wurde jedoch sein Anliegen von der NYPD-Führung mit der Begründung abgelehnt, dass diese Fahndung nach dem Fahrzeug 1.200 US Dollar kosten würde, was angesichts der bisher nicht eindeutig verifizierten Todesursache von McNeill ein zu kostspieliger Aufwand darstellt.

Doch den Fall zu lösen, wurde Kevin Gannons Obsession, und so begann er nach seinem Ruhestand privat, weitere Fälle zu untersuchen.

Einer, der sich ihm anschloss, war der Privatdetektiv Chuck Loesch, der im Fall Chris Jenkins seine Ermittlungen aufgenommen hatte.

Am 27.02.2003 wurde die stark verweste Leiche des 21-jährigen Chris Jenkins aus dem Mississippi geborgen.

Jenkins war auf der Carlson Schule für Management und Vizekapitän des University of Minneapolis Lacrosse-Teams. Zuletzt wurde er am 31.10.2002 in der „Lone Tree Bar & Grill“ an der Kreuzung der 5. Straße und Hennepin-Allee-Straße im Stadtzentrum von Minneapolis gesehen.

Sein Leichnam trieb mit dem Rücken im Wasser unter der 3. Alleebrücke nur etwa 1 Kilometer von der Bar am Südufer des Mississippis entfernt.

Wie bei Patrick McNeill beschwerte sich auch die Mutter von Chris Jenkins über die Polizei, die davon ausging, dass sich Jenkins aufgrund von Depressionen selbst umgebracht haben soll.

Es hieß, dass er erst seit zwei Monaten eine neue Freundin hatte, und es vor seinem Verschwinden in der Bar zu einem kleinen Streit wegen ihr gekommen war, in dessen Folge er aus dem Lokal geschmissen wurde ohne noch die Gelegenheit zu bekommen zu haben, seine Brieftasche, Handy und Schlüssel mitzunehmen.

Komisch dabei ist, dass gemäß dem Polizeibericht vom 10.11.2002 ein Türsteher zuvor mit Jenkins neuer Freundin in der Bar geflirtet hatte; dieser Türsteher arbeitete hauptberuflich als Polizist, aber an diesem Tag hatte er frei und verkleidete sich merkwürdigerweise zur Halloweenparty mit wesentlichen Elementen seiner Polizeiuniform. Dieser Polizeibeamte wurde dann noch einmal laut Zeugenaussagen gesehen, wie er nach der Halloween-Party das betreffende Mädchen in seinem Auto heimfuhr, während von Chris Jenkins jegliche Spur fehlte. Chris Jenkins war nach zahlreichen Zeugenaussagen ein sehr fleißiger Student, der die besten Voraussetzungen mit sich brachte, nach vier, und nicht – wie sonst üblich, erst nach 5 ½ Jahren sein Diplom zu bekommen. Er galt als sehr zuverlässig liebenswürdig und familiär. Mit seiner Familie hielt er mindestens einmal am Tag telefonischen Kontakt. Trotz dieser übereinstimmenden Aussagen aus dem Freundes- und Familienkreis lehnte die Polizei eine umfangreiche Suche nach Chris Jenkins ab. Auch nach der Vermisstenanzeige wurde wenig getan, den verdächtigen Spuren nachzugehen. Das veranlasste die Eltern, auf ihre eigene Faust und Kosten die Suche nach ihrem Sohn fortzusetzen. Sie organisierten eine Gruppe von nahezu 100 freiwilligen Helfern und engagierten den Privatdetektiven Chuck Loesch.

Dabei stieß er auf einige Ungereimtheiten hinsichtlich der Polizeiarbeit.

Offiziell behauptete man, dass Jenkins gesehen wurde, wie er in Richtung Hennepin-Allee-Brücke ging. Sie schlussfolgerten daraus, dass sich Jenkins in selbstmörderischer Absicht von der Brücke gestürzt haben musste, und dann von der starken Strömung des Mississippis mitgerissen wurde, wo er schließlich auch im eiskalten Wasser ertrank.

Als sich Chuck Loesch die Bilder von der Überwachungskamera ansah, die vor dem Lokal und anderen kleineren Geschäften in der Straße installiert waren, stellte er fest, dass keine einzige Kamera an diesem Abend Chris Jenkins aufgenommen hatte.

Mit zwei Spürhunden, die er zu unterschiedlichen Zeiten getrennt voneinander einsetzte (der erste Hund kam innerhalb der ersten 6 Tage nach dem Verschwinden von Chris Jenkins zum Einsatz, der zweite etwa drei bis vier Wochen später), verfolgte er Chris Jenkins Spur ab dem Lokal, die ihn schließlich zu einem danebenliegenden Parkhaus führte. Von dort aus mündet die Ausfahrtrampe direkt zur nahegelegenen Autobahn Interstate 94. Beide Hunde konnten hingegen keinerlei Spuren zu der angegebenen Brücke wittern. Im Parkhaus fand er dann auf den Stellplätzen 89 und 90 noch ein paar rote Federn und eine Schnur, die eindeutig von Chris Jenkins Indianerkostüm stammten, das er zum Zeitpunkt seines Verschwindens anhatte.

Als man Jenkins schließlich vier Monate später im Wasser treibend auffand, trug er immer noch sein Indianerkostüm, wobei das Hemd fest in die Hose gesteckt war, die Schuhe fehlten allerdings. Auffällig war, dass seine Arme und Hände vor der Brust verschränkt waren, fast so, als ob er sich gerade in friedvoller Andacht zum Gebet hingelegt hätte. Bei näherer Untersuchung stellte man weiterhin fest, dass Chris Jenkins in seiner Hand ein paar Haare umschlossen hielt, die sich bei weiteren Untersuchungen als seine eigenen Haare herausstellten. Zudem gab es weitere Anzeichen für äußere Verletzungen. Die anschließende Blutuntersuchung ergab, dass Chris entgegen den Zeugenaussagen aus dem Lokal lange nicht so viel getrunken hatte und auf keinen Fall sturzbetrunken gewesen sein konnte. Abgesehen davon wurde die Gegend einschließlich der besagten Brücke, wo man auch den Leichnam von Chris Jenkins aufgefunden hatte, mehrere Mal nach seinem Verschwinden gründlich abgesucht – damals ohne Spuren. Auch das wurde im Polizeibericht vom 10.11.2002 festgehalten.

Trotz dieser Widersprüche weigerte sich die Polizei, daraus ein mögliches Verbrechen abzuleiten und legte den Fall als Unfall schnell zu den Akten.

Als Reaktion auf diesen Vorfall wurden verschärfte Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet, um die aufkommenden Zweifel, die Überlegungen hinsichtlich eines Serienmörders und das Misstrauen der Öffentlichkeit gegenüber der Polizei im Keim zu ersticken.

Die Todesfälle jedoch brachen nicht ab – es folgten Chad, Nathan, Glen, Jeremy, Matthew, Jared, Adam, Dan, Todd, Josh, Jacob, Matt, Lucas, Nicholas, Scott und David.

Und schließlich wurde nach langem Hin und Her auch der Fall Chris Jenkins im Jahr 2006 als Mordfall wieder neu aufgerollt – bisher allerdings ohne weitere konkrete Ermittlungsansätze.

Die Mutter von Chris Jenkins schrieb über diesen Fall ein Buch mit dem Titel „Footprints in Courage“.

Der nächste, der sich in dieses Mysterium einreihte, war der 22 Jahre alte begeisterte Camper Todd Geib.

Er wurde zuletzt am 11. Juni 2005 auf einem Grillfest mit Lagerfeuer in Muskegon County, Michigan gesehen, als er sich von seinen Freunden verabschiedete, um zu seinem in der Nähe aufgestellten Zelt zurückzugehen.

Etwa um kurz nach Mitternacht erhielt einer der Freunde auf seinem Handy einen Anruf von Todd, in dem er panisch reinkeuchte, keine Luft mehr zu bekommen und irgendwo im Feld zu stehen.

Die sofort gestartete Suche nach Todd blieb allerdings erfolglos und am 27. Juni 2005 verkündete die Polizei unter der Hand, dass man Todd zwar nicht gefunden hätte, es aber anonyme Hinweise geben würde, wonach Todd von einem Auto angefahren und irgendwo begraben liegen würde.

Wenige Tage später fand ein Pärchen, das mit seinem Kanu unterwegs war, Todds Leiche im Ovidhall Lake in der Gemeinde Casnovia treibend. Casnovia ist eine ländliche und bewaldete Gegend, die schon zuvor von 1.500 Polizeibeamten, Rettungskräften und freiwilligen Helfern gründlich und mehrfach abgesucht wurde.

Und bevor man überhaupt erst einmal die Ergebnisse der gerichtsmedizinischen Untersuchungen abwartete, deklarierte die Polizei gegenüber der Öffentlichkeit diesen Fall als Ertrinken im See wegen Alkohol.

Damit wollte sich aber die Mutter von Todd Geib nicht abfinden und engagierte ebenfalls eine Privatermittlerin namens Trish DeAngelis.

Zunächst einmal ließ sich DeAngelis den Autopsiebericht aushändigen und überreichte diesen dem Pathologen Dr. Michael Sikirica. Dieser wiederum sicherte sich während eines internationalen Treffens von Gerichtsmedizinern und Todesermittlern durch weitere Expertenmeinungen ab mit dem Ergebnis, dass mehr als 200 Teilnehmer dieser Veranstaltung zum Schluss kamen, Todd Geib war erst zwei bis maximal fünf Tage tot, als man ihn gefunden hatte. Die Frage stellte sich also, wo er sich zum Zeitpunkt seines Verschwindens die ersten zwei Wochen aufgehalten hatte.

Mit diesem Ergebnis wandte sich Trish DeAngelis mit einem Brief, datiert auf den 07.Oktober 2009, an den zuständigen Staatsanwalt von Muskegon County, Tony Tague, um ihm dieses Ergebnis mitzuteilen.

Der Staatsanwalt leitete diesen Brief an die Michigan State Police weiter mit der Bitte, diesen Fall noch einmal neu zu betrachten, doch die Polizei teilte nach drei Monaten der Geib-Familie mit, dass sie nicht beabsichtigen würden, den Fall neu aufzurollen. Es gäbe keine weiterführenden hinreichenden Indizien für ein Verbrechen.

Bis heute versucht die verzweifelte Mutter, erfolglos über Facebook die Behörden dazu zu bewegen, die näheren Todesumstände ihres Sohnes aufzuklären.

Kevin Gannon, der sich mit diesen oben genannten und anderen Fällen seit Jahren intensiv auseinandersetzt, kann auf eine 20-jährige Erfahrung als ehemaliger NYPD-Polizeibeamter zurückblicken.

Er wurde zweimal mit der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet und ging als Sergeant in den Ruhestand.

Während seiner Zeit als Beamter des NYPD war er vor allem auf verschiedene Sicherungstechniken, Ermittlungsarbeit, Polizeimanagement, Katastrophenschutz sowie elektronische Überwachung und Observation spezialisiert. Ihm wurden unter anderem die Aufgabe übertragen, Sicherheitsmaßnahmen für Prominente wie Mutter Teresa, den israelischen Premierminister Barak, den Prinzen Nawaf von Saudi-Arabien, den russischen Präsidenten Wladimir Putin, Fidel Castro, Microsoft-Vorstandsmitglied James Allchin, den ehemaligen Vizepräsidenten Al Gore sowie den ehemaligen Präsidenten Bill Clinton auszuarbeiten.

Immer wieder entdeckte Gannon in der Nähe der Leichenfundorte zahlreiche mysteriöse Graffitis und Zeichen an Bäumen, Begrenzungswällen und Wänden. Dabei handelte es sich um Textpassagen aus sonderbaren Film- und Musikstücken (zum Beispiel „You Can´t See What You´re not Looking For – eine Textpassage aus dem Horrorfilm „Scream“, die an einem der Leichenfundorte entdeckt wurde, wobei das o im ersten You ein Smiley darstellte), Smiley-Emoticons oder kryptische Initialen.

So entwickelte er die Theorie der Smiley Face Killergang.

Gannon ist davon überzeugt, dass die Mehrzahl der Männer ermordet und auf geradezu perfide Weise entsorgt wurden. Wasser wäre aus seiner Sicht immer noch das beste Mittel, um offenkundige Beweise wie DNA-Spuren, äußere und innere Verletzungen, Fasern und andere physikalische Spuren buchstäblich wegzuspülen. Zudem wird bei den verwesenden Leichen ebenfalls Ethanol und geringe Mengen an GHB freigesetzt. Das allgemein begrenzte Budget für Todesermittlungen tut sein Übriges, um diese Todesfälle als Morde unerkannt zu lassen.

Am 22. Dezember 2007 verschwand der 21-jährige Student Joshua Szostak von seinem Lokalbesuch in Albany, New York.

Das Bayou Café lag an der North Pearl Straße, wo Joshua mit seinen Freunden fröhlich und ausgelassen ein paar Drinks zu sich nahm. Über den ganzen Abend verteilt hatte er vier Bier getrunken, was man nicht als übermäßigen Alkoholgenuss bis zur Besinnungslosigkeit und Exzess bezeichnen kann.

Gegen Mitternacht brach er zunächst mit einem Freund auf und bahnte sich seinen Weg durch die im Lokal stehende Menge Richtung Ausgang. Von der Überwachungskamera gegenüber dem Lokal wurde aufgezeichnet, wie Joshua zusammen mit seinem Freund auf dem Bürgersteig stand und sich noch kurze Zeit unterhielt. Dann verabschiedete sich der Freund von Joshua und ging seines Weges, während Joshua noch alleine vor dem Lokal stehenblieb. Kurze Zeit später konnte man beobachten, wie Joshua plötzlich seine Klamotten durchwühlte, um möglicherweise einen Gegenstand, wahrscheinlich sein Handy, aus seiner Jackentasche herauszuholen. Immer wieder rauschten mehrere Fahrzeuge vorbei, darunter auch zwei Taxis. Um Joshua gruppierten sich zeitweise ein paar Leute. Soweit schien noch alles normal zu sein, bis Joshua plötzlich nach vorne stolperte und sich in Schmerzen zu winden schien. Er torkelte wieder und versuchte unerwarteter Weise, seinen Mantel aufzureißen. Er schien auf einmal völlig verwirrt zu sein, hatte Mühe, sich auf den Beinen zu halten, ging dann langsam von der Bar weg, legte zwischendurch eine kurze Pause ein, um noch einmal an seinem Mantel zu zerren. Dann verschwand er, den Mantel in der Zwischenzeit wieder in Ordnung gebracht, aus dem Kamerabild. Nach Aussagen seiner Freunde hatte Joshua seinen Wagen nur einen oder zwei Blocks entfernt vom Bayou Café geparkt.

Als man Joshuas Leiche im Hudson River entdeckte, wurde auch bekannt, dass man dort bereits auch sein Handy am Boden liegend gefunden hatte. So folgerte man, dass Joshua in dem besorgniserregenden Zustand nicht zu seinem Auto, sondern in entgegengesetzter Richtung zum Fluss etwa 3 Kilometer südlich gegangen war. Das widerspricht aber weiteren Videoaufnahmen, die ihn noch wenige Minuten später an der Kreuzung der North Pearl und State Straße zeigten. Dann verlor sich endgültig seine Spur.

Dafür nahm eine andere Überwachungskamera am Hafen von Albany in der gleichen Nacht etwas anderes auf – irgendjemand stahl ein Auto des Amtes für Umweltschutz, was dort geparkt stand.

Kurz danach wurden der oder die Diebe dabei gefilmt, wie sie mit dem gestohlenen Auto zu einem abgelegenen Ort direkt am Ufer des Hudson Rivers fuhren, wo später auch die Leiche von Joshua gefunden wurde. Er oder sie durchbrachen ein abgeschlossenes Tor, um auf das nicht öffentlich zugängliche Gelände zu fahren. Dort stellte der Dieb das Auto ab und machte sich unerkannt aus dem Staub.

Eigenartigerweise gab die Polizei später an, dass keine weiteren Überwachungskameras auf dem Gelände installiert waren, um zu sehen, wohin der Dieb konkret verschwunden und ob er gegebenenfalls in ein anderes Auto eingestiegen ist.

Jedenfalls ist der Vorfall insofern bemerkenswert, weil aufgrund des Diebstahls kurze Zeit später die ganze Gegend abgesucht und dabei das Handy von Joshua entdeckt wurde.

Deswegen wurde er zu diesem Zeitpunkt bereits als Hauptverdächtiger in diesem Diebstahl aktenkundig gemacht, bevor seine Eltern ihn als vermisst melden konnten.

Still und heimlich wurde allerdings der Verdacht wieder fallengelassen, nachdem sich herausstelle, dass die gesicherten Fingerabdrücke am gestohlenen Wagen nicht von Joshua stammten. An der Behauptung, dass Joshua einfach abgehauen und untergetaucht sei, weil er möglicherweise doch etwa mit dem Diebstahl zu tun haben könnte, wurde aber weiterhin festgehalten, ohne konkret nach ihm zu fahnden.

Am 22.04.2008 fand man schließlich seine Leiche im Hafenbecken.

Trotz all dieser Ungereimtheiten verlor das Albany Police Department keine Zeit, um die Mär zu verbreiten, dass Joshua versehentlich in den Fluss gefallen und dort auch ertrunken sei.

Der Fall wurde noch am selben Tag als Unglücksfall geschlossen.

Doch damit hörten die Kuriositäten in diesem Fall nicht auf.

Der Vater machte sich schließlich Wochen nach Kenntnisnahme der Obduktionsergebnisse selbst auf die Suche nach weiteren Spuren.

Er fuhr noch einmal die ganze Strecke entlang des Flusses vom Lokal bis zum Leichenfundort ab. Dabei entdeckte er auf einem Baum ganz in der Nähe des Leichenfundortes ein Smiley Face aufgesprüht.

Die Polizei beschuldigte später den Vater, dieses Emoticon selbst auf diesen Baum aufgesprüht zu haben, um den Fall künstlich am Kochen zu halten und eine Mordtheorie daraus zu fabrizieren.

Daraufhin wandte sich Joshuas Vater an Kevin Gannon. Der berühmte Fernsehmoderator Larry King brachte dazu auch eine Sondersendung, in der er betroffene Famillien, Kevin Gannon, Cyril Wecht, Anthony Duarte und Candice Delong interviewte. Dabei sprach er mittlerweile von 35 verdächtigen Todesfällen dieser Art in 33 Städten, wobei es sich ohne Ausnahme um Männer unter 30 Jahren handelte.

Am 19.05.2009 fand man den 19-jährigen Studienanfänger Dan Zamlen im Mississippi in der Nähe des Ford-Autowerks.

Er besuchte die Universität von St. Thomas in St. Paul, Minnesota, und wear am 05. April 2009 zusammen mit ein paar Studienkollegen unterwegs.

Auf dem Weg nach Hause rief er noch eine Freundin an. Kurz bevor das Gespräch abrupt beendet wurde, hörte die Freundin am anderen Ende der Leitung plötzlich, wie Dan um Hilfe schrie.

Weil dieser Fall nur einer von vielen in dieser Kette war, sah sich die St. Paul Polizei bemüßigt, einen 400-seitigen Bericht zum Tod von Zamlen zu veröffentlichen, aus dem hervorging, dass der Tod des Studenten als Selbstmord klassifiziert werden muss. Zamlen hätte einen fragwürdigen Lebensstil gepflegt mit homosexuellen Anwandlungen, die er sich selbst nicht eingestehen wollte. Deswegen habe er sich letztendlich umgebracht.

Wie in anderen Fällen zuvor gingen die Eltern auf die Barrikaden. Es wurde wieder auf eigene Faust ermittelt.

Demnach war Dan Zamlen mit einer Gruppe von Kommilitonen in einer Bar in der Stadt von St. Paul. Gegen 02:00 Uhr morgens machte er sich schließlich alleine auf den Heimweg, nachdem es mit einem seiner Kumpels Stress gegeben hatte.

Soweit bekannt, wollte er noch zur Universität von Minnesota gehen, um dort mit betreffender Freundin, die er dann auch angerufen hatte, im kleinen Kreis weiter zu feiern.

Auf dem Weg dorthin telefonierte er deswegen noch mal mit seiner Freundin Anna. Zu diesem Zeitpunkt musste er sich auf dem Mississippi Boulevard bei Saint Claire befunden haben.

Auf dem Campus der Universität ist er jedoch nicht mehr angekommen, denn irgendwo auf der Strecke muss etwas passiert sein, was ihn veranlasste, noch ins Telefon zu schreien „Oh mein Gott, Hilfe!“

Von Dan ist bekannt, dass er Pfadfinder der Eagle Scouts und Sportler war. Er unterrichtete nebenbei Katechismus und war schon vorher in der Kirche als Messdiener tätig gewesen. Zudem war er Diabetiker und trug deswegen zum Zeitpunkt seines Verschwindens am Körper ein automatisches Insulinabgabegerät, das einen lauten Warnton von sich gibt, wenn das verabreichte Insulin zur Neige geht.

Umso größer waren natürlich die Sorgen bei Freunden und Familie. Aus diesem Grund war auch sein Handy mit einem speziellen GPS-Funk ausgestattet, um jederzeit Zamlen im Notfall zur Hilfe kommen zu können.

Anna zum Beispiel führ noch in der Nacht zu der Kreuzung, die Zamlen zuletzt in dem Telefonat genannt hatte, aber sie konnte ihn dort nirgendwo antreffen. Die Polizei hielt es jedoch nicht für notwendig, zumindest die GPS-Signale, die das Handy bis 08:30 Uhr morgens abgab, auszuwerten. Bei den Eltern machten sich langsam auch Zweifel breit, ob die Aussagen von Anna so stimmig sind, denn wann immer sie ihre Story von den letzten Minuten des Telefonats erzählte, kam sie immer mit neuen Versionen rüber, die teilweise im Widerspruch zu ihrer ursprünglichen Geschichte standen. Aufgrund der Hartnäckigkeit der Eltern kamen schließlich acht Spürhunde zum Einsatz, die die Spur von Zamlen aufnehmen sollten. Alle ohne Ausnahme führten nicht zum Fluss, sondern zu einer weiteren Kreuzung, wobei diese Spuren dann abrupt endeten. Auch Hubschrauber mit Wärmebildkameras und Boote, ausgestattet mit Infrarottechnologie und Echoloten, die den Fluss absuchten, konnten keine Leiche im Schlick des Mississippis aufspüren. Unterdessen drehten freiwillige Helfer, Freunde und Verwandte von Dan Zamlen in der Nachbarschaft buchstäblich jeden Grashalm um und klapperten rund 7.000 Haustüren ab, um Anwohner nach dem Verbleib von Zamlen zu befragen.

Als schließlich seine Leiche ein paar Meilen flussabwärts bei den Fordwerken von einem Angestellten im Wasser treibend aufgefunden wurde, entdeckte man auf dem Ford-Schild gesprüht ein Smiley mit Teufelshörnern.

Zuvor fand man einen Football in der Umgebung, in der Zamlen zuerst verschwand, auf dem ebenfalls ein Smiley gezeichnet war.

Zu diesem Zeitpunkt kursierten dann auch auf einmal merkwürdige Gerüchte über Kevin Gannon. Angeblich soll er in zahlreichen Missbrauchsfällen und sexuellen Übergriffen involviert sein, konkrete Anzeigen oder Beschwerden gab es allerdings nicht.

Die Polizei bleibt jedenfalls bis heute dabei, dass sich Dan Zamlen selbst umgebracht hätte, weswegen sie keinerlei Veranlassung sehe, weitere Ermittlungen durchzuführen.

Am 16.03.2010 wurde dann die Leiche des 23-jährigen Gregory Hart am Ufer des Woonasquatucket River entdeckt.

Gregory Hart saß noch am 13.03.2010 mit Bekannten in der Red Room Bar in Providence, Rhode Island zusammen.
Er hatte gerade die Diplomabschlussprüfung an der Universität von Massachusetts in Dedham bestanden. Um 01.30 Uhr morgens verließ er schließlich die Bar und verschwand zunächst spurlos.

Zu dieser Zeit hatte das Providence Police Department mit einem anderen Skandal, der sogenannten „Operation Deception“ zu kämpfen, nachdem bekannt wurde, dass sechs Polizeibeamte in einen Kokainring involviert waren.
Außerdem wurden einige Ermittlungsbeamte wegen Misshandlung und körperliche Übergriffe gegen einen in Handschellen gefesselten Mann angeklagt. Videoaufnahmen belegten, wie sie auf den bereits wehrlosen Mann mit einer Taschenlampe einprügelten.
Und ausgerechnet diese Polizeiinspektion verkündete nach Auffinden des Leichnams von Gregory Hart, dass keinerlei Anzeichen von äußerer Gewalt sichtbar seien; es wäre ein klarer Fall von Ertrinken infolge seines Alkoholrausches. Das stand aus Sicht der Familienmitglieder und Freunde, die Gregory Hart auch im Fluss treibend aufgefunden hatten, klar im Widerspruch zu dem, was sie vor Ort gesehen hatten.
Gregory wies schwere Gesichtsverletzungen auf, um die Augenhöhlen zeichneten sich kräftige Blutergüsse ab, seine Kleidung war zerrissen und an seinen Fingerknöcheln und Kinn zeigten sich Schnitte und Abschürfungen. Erschwerend kam hinzu, dass just die Inhaberin der Red Room Bar mit einem Polizisten des Providence Police Department verheiratet war. Und die Stelle, an der Gregory angeblich ins Wasser gefallen und ertrunken sei, war mit einer hohen Zementmauer, auf der zusätzlich noch ein Zaun angebracht war, abgesichert. Gregory hätte also erst über diese Mauer und den Zaun klettern müssen, um anschließend in den Fluss zu fallen.
Auffällig war, dass die Polizei sich von Anfang geweigert hatte, den Vermisstenfall zu bearbeiten. Es fand keine Auswertung der Überwachungskameras statt, die inner- und außerhalb der Bar angebracht waren. Der Türsteher verschwand unmittelbar nach dem Verschwinden von Gregory aus der Stadt, um sich weiteren Befragungen zu entziehen, und die Bekannten, die zuletzt mit Gregory Hart in der Bar gewesen waren, machten ebenfalls dicht und weigerten sich sogar, an den organisierten Suchtrupps teilzunehmen. Nach dem Auffinden der Leiche zwei Tage später versuchte der Polizeichef des Providence Police Department, Major Thomas Oats, die Gemüter zu beruhigen, indem er öffentlich verkündete, dass er ebenfalls die Todesumstände von Gregory Hart verdächtig fände. Er wollte unter allen Umständen einen weiteren Skandal um seine Polizeiinspektion vermeiden.

Nun muss man dazu sagen, dass zu dieser Zeit aufgrund der Schneeschmelze Hochwasser war und der Fluss große Mengen an Steinen, Geröll und Äste mit sich schwemmte. Insofern ist es nicht unwahrscheinlich, dass Gregory in den Fluss gestürzt ist, gegen den Strom ankämpfte und so diese schweren Verletzungen in Gesicht und Händen davontrug. Allerdings müssten diese Verletzungen überall am Körper sichtbar sein, nachdem Gregory von den tosenden Wellen mitgerissen und gegen Felsen und Steine geschleudert wurde. Das war aber nicht der Fall. Und entgegen der anfänglichen Behauptung, es hätte vor dem Verschwinden keinerlei Auffälligkeiten gegeben, stellte sich im weiteren Verlauf heraus, dass es sehr wohl einen heftigen Streit zwischen Gregory und den Bargästen gegeben hatte. Außerdem änderte die Polizei plötzlich ihre Aussagen zu Gregorys Handy. Zunächst hieß es, dass Gregorys Handy auf einem Parkplatz des Red Room gefunden wurde. Als die Eltern dann nähere Informationen zu den letzten SMS und Anrufen von Gregory einforderten, behauptete man plötzlich, dass das Auslesen des Handys nicht mehr möglich sei, weil es in der Tasche von Gregory und damit im Wasser war. Die Eltern forderten daraufhin die Herausgabe des Handys. Nur zögerlich übergab die Polizei schließlich das in fünf Teile zerbrochene Handy mit dem Hinweis, dass selbst die Rhode Island Staatspolizei keinerlei Informationen mehr herauslesen konnte. Die Familie suchte einen IT-Spezialisten von TechFusion auf, der schließlich zu 100% ausschließen konnte, dass das Handy im Wasser lag. Dieses spezielle Apple iPhone war mit einem Sensor ausgestattet, der im Falle von Garantieansprüchen anzeigen kann, ob das Handy nicht durch eigenes Verschulden kaputtgegangen ist. Dieser Sensor zeigt damit auch an, ob das Handy mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten in Berührung gekommen ist. Ein Laie kann diesen Sensor nicht finden, schon gar nicht entfernen. Aber in Gregorys Fall wurde dieser Sensor absichtlich zerkratzt.

Es endete wie bei so vielen Fällen – die Ermittlungen wurden eingestellt, die offizielle Geschichte, Gregory Hart sei sturzbetrunken in den Fluss gefallen und dort ertrunken, aufrechterhalten.

Das amerikanische Zentrum für Verbrechensforschung (Center for Homicide Research) veröffentlichte 2010 eine Studie zu den bis dahin bekannten Fällen, um die Theorie eines Smiley Face Killers oder einer Smiley Face Killerbande endgültig zu den Akten zu legen.

Nun muss man weiterhin wissen, dass es auf der Seite der Vertreter der Serienmördertheorie auch gewisse Ungereimtheiten gab.

Zum Beispiel soll in der Nähe von East Lansing, Michigan ebenfalls ein junger Mann ertrunken aufgefunden worden sein.
Weder sein Name noch der genaue Ort noch die Hintergründe wurden jemals veröffentlicht.
Hingegen streute Kevin Gannon in die Öffentlichkeit, dass zufälligerweise an diesem Ort das Graffiti „Sinsiniwa“ entdeckt wurde, worauf man sich seiner Aussage nach zunächst keinen Reim machen konnte.
Erst Monate später, nachdem man einen anderen jungen Mann namens Matt Kruziki in der Sinsiniwa Avenue, Dubuque, Iowa ertrunken aufgefunden hatte, konstruierten die Privatdetektive eine Verbindung.
Sie kolportierten die Auffassung, dass das Wort „Sinsiniwa“, was auf indianisch so viel wie „Klapperschlange“ oder auch „Heimat des jungen Adlers“ bedeutet, ein Hinweis auf das nächste Opfer gewesen sein könnte.

Der damals 23-jährige Matthew Kruziki ging am 23.12.2005 zusammen mit seinem Nachbarn, den 19-jährigen Curtis Lesniewski in den exotischen Tanzclub The River Queen Lounge in East Dubuque, Illinois. Interessanterweise ist diese Stadt auch als Sin City bekannt. Offensichtlich kam es kurz vor Mitternacht zwischen Matt und einem Barkeeper zum Streit wegen der Rechnung, weswegen man ihn schließlich hinauskatapultierte ohne ihm die Gelegenheit zu geben, wenigstens noch seine persönlichen Sachen wie den Mantel, das Handy und die Geldbörse mitzunehmen. So stand er erst einmal in der Kälte draußen und versuchte wieder in die Bar reinzukommen, um seine Habseligkeiten wiederzubekommen, doch er wurde sowohl von den Barangestellten als auch von der hinzugerufenen Polizei daran gehindert. Danach verlor sich jede Spur.  Am 18.03.2006 flog ein Pilot mit seinem Wasserflugzeug über den Mississippi und entdeckte an der Sinsiniwa Avenue die Leiche von Matthew Kruziki im Wasser treiben.

Die detaillierten Hintergründe zu seinem Verschwinden kann man auf dem Blog Footprint At The Rivers Edge nachlesen.

Und auch der Privatermittler James Anderson, ehemaliger Polizeibeamte des Bostoner Police Departments, bekleckerte sich nicht gerade mit Ruhm, als er versuchte, die Serienmördertheorie auf seine ganz besondere Weise in der Öffentlichkeit zu zementieren.

Am 30.10.2009 ging Alex Mahoney zusammen mit seinem besten Freund Kyle, dessen Bruder Chris sowie seiner Freundin auf Kneipentour in der Lower East Side, New York.
Irgendwann gegen 01:00 Uhr morgens wollte die Gruppe wieder nach Hause gehen, allerdings war Alex auf einmal verschwunden.
Kyle versuchte daraufhin mehrmals, Alex auf dem Handy zu erreichen, aber immer ohne Erfolg. Sie klapperten zusammen die letzten Bars ab, wo sie sich zuvor aufgehalten hatten, konnten ihn aber nirgendwo ausfindig machen. Alex war wie vom Erdboden verschluckt. 10 Tage nach seinem Verschwinden erhielt Kyle am 08.11.2009 plötzlich eine Nachricht von seiner Sprachbox, welche ihm die Nummer von Alex´s Handy anzeigte. Er hörte die Sprachnachricht ab, konnte aber nur Straßengeräusche von fahrenden Autos und murmelnden Menschen wahrnehmen; direkt draufgesprochen hatte offensichtlich niemand. Alex wurde letztendlich am 20.11.2009 ertrunken in einem Kanal des Hudson Rivers aufgefunden.

Am 30.10.2009 verschwand auch Mason Perkins in Ithaca, New York, etwa 322 Kilometer von New York City entfernt.
Genau wie Alex Mahoney war auch er mit ein paar Freunden unterwegs, um Halloween in der Disko „Haunt“ zu feiern.
Zuletzt wurde er auf einem Parkdeck gesehen, wo er laut Augenzeugenberichten zusammen mit fünf oder sechs anderen kostümierten Leuten in einen weißen Lieferwagen eingestiegen sein soll.

Am 25.02.2010 fand man schließlich Mason am Cayuga Lake Waterfront Trail. Und obwohl man in seiner Hand ein Büschel seiner eigenen ausgerissenen Haare fest umklammert fand (genauso wie bei Chris Jenkins), ging man von einem Unfall aus.

James Anderson, der diese Todesfälle im Staat New York verfolgte und sich nicht mit der offiziell verkündeten Unfalltheorie zufriedengab, will danach auf einmal als einziger am 02.03.2010 ein Graffiti an der Kanalwand entdeckt haben, wo man Alex Mahoneys Leiche geborgen hatte.
Auf dieser Wand stand in blauer Schrift „CayugaWT“.
Er machte davon ein Foto und schlussfolgerte öffentlichkeitswirksam gegenüber zahlreichen örtlichen Fernsehkanälen, dass dieses Graffiti ein eindeutiger Hinweis auf eine mordende Bande sei, die so dreist war, kryptisch den Leichenfundort von Mason Perkins – Cayuga Waterfront Trail –zu nennen. Leider hatte James Anderson die Rechnung ohne das New York Police Department gemacht, denn die konnten anhand der zahlreichen Polizeifotos vom Leichenfundort zweifelsfrei nachweisen, dass dieses Graffiti am Tag des Auffindens von Alex Mahoney noch nicht vorhanden war. Weil das Graffiti offensichtlich nachträglich an die Wand gemalt wurde, resümierte das NYPD, dass James Anderson möglicherweise dieses Graffiti selbst an die Wand gesprüht hatte, um auf Biegen und Brechen die Fälle Mahoney und Perkins miteinander in Verbindung zu bringen. Im Fall von Mason Perkins war ihm zuvor schon gelungen, den Fall noch einmal aufrollen zu lassen, nachdem er anhand der gerichtsmedizinischen Fotos das Büschel Haare in der Hand entdeckt hatte. (Quelle: Dokumentarfilm „The Smiley Face Killer“ von New Dawn Films)

Im Fall des 20-jährigen Studenten Jay Polhill sah die Sache allerdings etwas anders aus.
Er besuchte die Columbia Fachhochschule in Chicago und absolvierte dort eine Ausbildung zum Fotografen.

Am 28.02.2010 packte er seine Kamera und seinen Laptop, um abends auf eine Party zu gehen. Das war das letzte Mal, dass Kommilitonen ihn sahen.
Gefunden wurde er schließlich am 02.03.2010 achtundzwanzig Kilometer weiter von seiner Wohnung entfernt in einem Seitenarm des Calumet Rivers. Dort trieb er von der Hüfte abwärts nackt in der Nähe der 126. Straße und South Stony Island Avenue im südlichen Stadtgebiet von Chicago.
Hier konnten die Gerichtsmediziner nicht mehr umhin, die zahlreichen schweren Verletzungen, die ihm offensichtlich mit Prügel, Baseballschlägern oder ähnlichen Schlagwaffen zugefügt wurden, aufzulisten und seinen Tod als unbestimmt zu klassifizieren. Vermutlich ertrank er aufgrund seiner Verletzungen und schwersten Misshandlungen, so das Resümee der Autopsie. Es gab noch ein paar Verletzungen auf seinen Beinen, die postmortem entstanden sein mussten. Diese wurden aber höchstwahrscheinlich durch den Propeller eines Außenboard-Motors verursacht, als seine Leiche im Wasser flussabwärts trieb. Die Kamera und der Laptop, die Jay am Abend seines Verschwindens mitgenommen hatte, tauchten nicht mehr auf. Weitere Blutuntersuchungen zeigten, dass Jay weder Drogen noch Alkohol im Blut hatte.
Trotz der gerichtsmedizinischen Befunde wurde die Polizei jedoch nicht müde, öffentlich von einem Unfall oder sogar Selbstmord auszugehen, obwohl es keinerlei Anzeichen dafür gab. Sie stellten die Ermittlungen ein und damit war für sie der Fall erledigt. Nicht so für Jay Polhills Familie, die natürlich auf eigene Kosten weiter ermitteln ließen. Sie zogen einen Privatermittler und einen zweiten Gerichtsmediziner zu Rate mit dem Ergebnis, dass es sich hier eindeutig um einen Mordfall handelt. Die Polizei von Chicago wurde somit förmlich gezwungen, den Fall wieder aufzunehmen. Mittlerweile wird der Fall von Jay Polhill von einer sogenannten Cold Case Unit der Chicagoer Polizeidirektion bearbeitet. Der oder die Mörder von Jay Polhill wurden bis heute nicht gefasst.

Die Serie der mysteriösen Todesfälle im Wasser setzte sich weiter fort.

Am 05. März 2011 gegen 20:30 Uhr besuchte der 19-jährige Student Alexander Grant eine Studentenparty an der Skidmore Fachhochschule in Saratoga Springs, New York. Er selbst studierte an der Boston Fachhochschule Kunst und Literatur und wollte bei seinem Freund auf dem Skidmore Campus übernachten.

Zwei Stunden später verließ er jedoch zusammen mit ein paar Freunden die Party, um noch zu einer Privatfeier in der gleichen Straße zu gehen. Sie nahmen den Campus-Bus und kamen dort auch gemeinsam gegen 22:30 Uhr an. Offensichtlich gefiel es ihnen aber nicht so gut, denn kurze Zeit später machten sie sich wieder auf den Weg zu einer anderen Party, welche von den Skidmore Lacrosse Spielern anlässlich des Spring Breaks veranstaltet wurde.
Gegen 23:50 Uhr gingen bei der Polizei von Saratoga Springs zahlreiche Beschwerden wegen Ruhestörung aufgrund der beiden Partys ein.
Um 00:30 Uhr gelang es schließlich der Polizei, die Feiern aufzulösen, was nach deren Aussagen zwar etwas länger gedauert hätte, aber soweit ohne weitere Zwischenfälle abgelaufen sein soll.
In dieser Nacht gab es jedenfalls keine Festnahmen oder Ausschreitungen. Die Leute zerstreuten sich Richtung Campus oder Innenstadt, um dort in kleinen Grüppchen weiter zu feiern.

In den frühen Morgenstunden des 06.03.2011 erhielt dann die Polizei einen weiteren Notruf von einem Angestellten einer Arztpraxis aus der Innenstadt. Er meldete einen möglichen Einbruch. Als die Polizei vor Ort war, sah sie eine schmale Fensterscheibe, die zerbrochen war und eine beträchtliche Menge an Blut. Weitere Blutspuren fand man im Eingangsbereich der Praxis, aber offensichtlich wurde nichts gestohlen. Die Videokameras zeigten schließlich einen jungen Mann, der nur mit einem langen T-Shirt und Boxershorts bekleidet war. Er trug eigenartigerweise nur einen Socken. Er hatte gegen 01:15 Uhr morgens durch das schmale Fenster das Grundstück betreten und stand etwa eine Stunde völlig planlos und verwirrt auf dem Grundstück herum. Er ging auf die Hauswände zu, torkelte und fiel immer wieder hin. Man konnte auf der Videoaufnahme seinen blutenden Fuß sehen. Zunächst wusste die Polizei damit nichts anzufangen und ging von einem Drogen- oder Alkoholrausch aus.

Gegen 17:00 Uhr desselben Tages riefen schließlich die College-Freunde von Alexander Grant bei der Polizei an und meldeten ihren Freund als vermisst, nachdem er weder auf Textnachrichten noch auf Telefonanrufe reagiert hatte. Sie erzählten der Polizei, dass sie Alexander auf der letzten Party gegen 23:30 Uhr aus den Augen verloren hätten.
Sofort schrillten bei der Polizei alle Alarmanlagen, denn sie stellten zwischen dem gemeldeten Einbruch und dem Vermisstenfall eine Verbindung her. Zudem war ein Schneesturm vorhergesagt und so begannen sie unverzüglich mit den Such- und Rettungsmaßnahmen für Alexander Grant. Aufgrund des heftigen Schneefalls mussten sie erst einmal die Suchaktion einstellen, setzten diese aber am 07.03.2011 weiter fort.

Am 8.03.2011 gegen Mittag fand man dann die Leiche von Alexander Grant in einem seichten Fluss, dem Putnam Creek, verheddert im Gestrüpp und unter einer Eisfläche, etwa 500 Meter von der Arztpraxis in der Care Lane entfernt. Die Autopsie wurde in Albany am Albany Medical Center durchgeführt. Todesursache war Ersticken und Unterkühlung.
Eigenartigerweise wollte keiner der Partygänger und Zeugen mit der Polizei reden, um Licht in die näheren Umstände des Todes von Alexander zu bringen. Stattdessen nahmen sich alle ohne Ausnahme Anwälte und verweigerten jede Aussage. Daraufhin wandten sich die Eltern von Alexander an die Presse. Die Staatsanwaltschaft ging sogar soweit, den in Frage kommenden Teilnehmern und Veranstaltern der beiden Partys bei kleineren Delikten, die im Zusammenhang mit jener Nacht stehen, im Gegenzug für nähere Informationen zu Alexanders Verschwinden Straffreiheit zuzusichern, aber alle hüllten sich weiter in Schweigen. Zu allem Überfluss ließen sich auch die zuständigen Labors für weitere Blutuntersuchungen unverhältnismäßig viel Zeit mit den Ergebnissen. Im August 2011 lagen noch immer keine Ergebnisse vor. Erst am 21. September 2011 konnte dann der Polizei mitgeteilt werden, dass weder schwere Drogen noch andere Medikamente im Blut von Alexander Grant gefunden wurden, die sein Verhalten erklären hätten können. Lediglich eine verhältnismäßig geringe Menge an Alkohol sowie THC (Marihuana) ließ sich feststellen.

Doch es wurde noch kurioser, denn kurze Zeit später ließ man durchsickern, dass die Blutalkoholkonzentration doch höher war als zuvor angegeben. Außerdem hätte man eine weitere Überwachungskamera ausgewertet, die Alexander zeigte, wie er auf dem Bahnhof Lane in der West Avenue in der Innenstadt von Saratoga Springs gegen 23:30 Uhr völlig verwirrt, aber da noch komplett angezogen, herumgewandert sei. Er wankte um das Stationsgebäude herum und ging dann direkt auf die Gleise zu. Zuletzt wurde er entlang der Bahngleise Richtung Church Street gesehen, wo auch die letzte Party der Skidmore Lacrosse Spieler stattfand. Fragen, warum diese Videoaufnahme nicht schon früher bekanntgegeben wurde, blieben hingegen unbeantwortet.

Der Fall von Alexander Grant ist bis heute auch für die Polizei von Saratoga Springs nicht geschlossen; nach wie vor versuchen die Eltern und die Polizei, nähere Informationen zu erhalten. Dafür haben sie eine Belohnung von 100.000 US Dollar ausgelobt. Doch selbst diese Summe scheint keinen zur Aussage zu bewegen, was in den letzten Stunden von Alexander passiert ist.

Etwas Ähnliches scheint dem 26-jährigen Charlie Geurts passiert zu sein.

Am 15.01.2013 besuchte er zusammen mit einem Arbeitskollegen die Landesgartenschau am Alliant Energy Center in Madison, Wisconsin.
Er kehrte danach erst einmal wieder in das Sheraton Madison Hotel zurück. Unerklärlicherweise verließ er gegen 02:20 Uhr am Morgen des 16.01.2016 alleine das Hotel für einen Spaziergang und wurde seitdem nie wieder gesehen.
Er ließ sein Handy und seinen Lastwagen im Hotel zurück.
Die Auswertung einer Überwachungskamera des Hotels zeigte Charlie, wie er das Hotel verließ. Allerdings konnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht ermittelt werden, ob er zu dem nahegelegenen zugefrorenen See gegangen war.
Etwa eine halbe Stunde später, nachdem Charlie das Hotel verlassen hatte, rief ein Hauseigentümer am Waunona Weg, der am Strand des Monona Sees verläuft, die Polizei an, weil irgendjemand permanent an seiner Hintertüre klopft und um Hilfe schreit. Als die Polizei anrückte, fand sie niemanden vor. Sie ging zu diesem Zeitpunkt von einem Landstreicher aus, der sich mit einem Trick Zugang zum Haus verschaffen wollte. Erst, als Charlie Geurts von seinem Arbeitskollegen als vermisst gemeldet wurde, nahm die Polizei an, dass es sich bei dem nächtlichen Besucher am Waunona Weg möglicherweise um Charlie Geurts gehandelt haben könnte. Polizeihunde wurden daraufhin zum Lake Monona gebracht, wo sie auch tatsächlich die Spur von Charlie aufnehmen konnten, allerdings rd. 2 Kilometer vom Strand entfernt. Daraufhin machten sich Rettungskräfte daran, Löcher in die Eisdecke des Sees zu bohren und mit Unterwasserkameras den Seegrund zu inspizieren. Sie konnten jedoch keine Leiche finden.

Erst am 17.04.2013 fand man dort tatsächlich seine Kleidung und Habseligkeiten. Kurze Zeit später konnte man auch seine Leiche aus dem See bergen. Nähere Informationen dazu lassen sich auf dem Blog Footprints At The Rivers Edge nachlesen.
Auch dieser Fall ist bis heute ungeklärt, insbesondere, warum Charlie Geurts in diesen frühen Morgenstunden für einen Spaziergang das Hotel verließ und er anschließend in voller Panik und laut Hilfe schreiend gegen eine Haustüre hämmerte bevor er endgültig von der Bildfläche verschwand.

Noch seltsamer ist der Fall des 24-jährigen Nicholas Wilcox aus Milwaukee.

Er feierte zusammen mit Freuden Sylvester 2013 in einer damals berüchtigten, mittlerweile geschlossenen Bar namens „Irish Rec Room“ in der Innenstadt von Milwaukee.
Zu dem Zeitpunkt stand er kurz vor seiner Abschlussprüfung in Politikwissenschaft. In der Nacht zum 01. Januar 2013 kam es dann zu einem Streit zwischen zwei Männern, bei dem Nicholas dazwischen ging, um zu schlichten.
Wilcox Freundin Kelly McGonagil konnte noch beobachten, wie daraufhin alle drei Männer scheinbar aus der Bar geschmissen wurden, da sich der Tumult vor der Eingangstüre abspielte. Sie versuchte daraufhin, Wilcox per Handy zu erreichen, aber sein Handy war offensichtlich aus oder der Akku war leer.
Sie ging zu den Türstehern, um sie zu fragen, was los sei und erhielt dort die Antwort, dass Nick mit einem anderen Typen rausgegangen sei, der ein rotes T-Shirt trug.
Als Wilcox nicht mehr auftauchte, meldete sie ihn bei der Polizei als vermisst.
Die Türsteher, die Wilcox zuletzt gesehen und ihn rausgeschmissen haben wollten, wurden befragt und änderten ständig ihre Aussagen. Mal soll er in Begleitung eines Mannes gewesen sein, dann wiederum sei er doch alleine weggegangen.
Es stellte sich heraus, dass wegen dem bereits zweifelhaften Ruf dieses Lokals die ganze Silvesternacht ein ziviler Polizeiwagen in der Nähe des Eingangs gestanden hatte, um die Bar zu observieren. Die wiederum wollten nichts von so einem Vorfall  mitbekommen haben. Sie konnten sich auch nicht erinnern, Nick Wilcox draußen in der Kälte stehen gesehen zu haben.
Die Videobänder der Überwachungskameras in und außerhalb des Lokals zeigten Wilcox nur im Innenraum der Bar, wo er sich gerade in der Gasse zum Ausschank befand. Der angebliche Begleiter mit dem roten T-Shirt wurde ebenfalls nirgendwo gesichtet.
Dafür entdeckte man am 10. Januar 2013 im Milwaukee River die Leiche eines etwa 50-jährigen Mann, der unter dem Eis lag, nicht weit entfernt von der Irish Rec Room Bar.
Wie die Polizei später feststellte, verschwand der Mann um die gleiche Zeit wie Nick Wilcox, allerdings war von ihm lange Jahre dokumentiert, dass er unter Depressionen litt und sich möglicherweise selbst umgebracht hatte. Ende Januar wurde es dann für diese Zeit ungewöhnlich warm und der Milwaukee begann mehr und mehr aufzutauen. Schließlich entdeckten am 28.03.2013 zwei Streifenbeamte die Leiche von Nick Wilcox, als sie gerade am Ufer patrouillierten. Nicht weit entfernt vom Fundort hatte man ein Jahr zuvor am 22.03.2012 die Leiche des 28-jährigen Thomas Hecht gefunden, der ebenfalls während eines Kneipenbesuch in Rosie´s Bar in der Water Street am St. Patricks Day des 10. März 2012 spurlos verschwand. Zuvor feierte er noch mit ein paar Freunden in dem Pub und von einer Sekunde auf die andere war Thomas Hecht plötzlich unauffindbar – bis zum 22.02.2012, wo man seine Leiche aus dem Milwaukee fischte. Im Gegensatz zu Thomas Hecht war aber Wilcox Leiche so stark verwest, dass man die Todesursache nicht mehr feststellen konnte. Man kam zu dem Schluss, dass es sich um einen tödlichen Unfall gehandelt haben muss und schloss die Akten.

Nachdem es bis heute keine nachvollziehbare Erklärung für viele der mysteriösen Todesfälle gibt und sich die Serie bis zum heutigen Tag weiter fortsetzt, wurden sowohl im Internet als auch von Journalisten und Buchautoren einige Theorien aufgestellt, die ich im zweiten Teil dieser Serie vorstellen werde.

Ob es sich dabei um wilde Verschwörungstheorien handelt oder doch ein Quäntchen Wahrheit darin steckt, darf dann jeder für sich selbst entscheiden.

Weiter mit Teil 2

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Endzeittraum – Dienstag, der 10. Januar 2017 – Die Dattelpalme und der Angriff der Türken

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Ich hatte am Dienstag, den 10. Januar 2017 gegen 04:00 Uhr morgens noch einen irren Traum, der aber auch aus meiner Sicht eine große Bedeutung zu haben scheint.

Jedenfalls befand ich mich im Traum in einem wunderschönen Garten, in dessen Mitte eine Dattelpalme stand. Der Baum bog sich schon vor lauter Früchte. Irrsinnigerweise hingen dort nicht nur Datteln, sondern auch Rosinen und andere kleinere Beeren. Ich war gerade eifrig damit beschäftigt, diese Früchte mit Zuckerguss zu überziehen und probierte dann auch die eine oder andere Frucht. Sie schmeckten ausgezeichnet, obwohl ich doch in der Realität Datteln und Rosinen – schon gar nicht getrocknet – überhaupt nicht ausstehen kann.
Aber die schmeckten wie das mit Schokolade überzogene Studentenfutter, das man in Tüten kaufen kann.

Und dann war da noch eine Merkwürdigkeit.

Ich sah mich im Traum immer wieder durch einen Spiegel und dabei sah ich aus wie die Schauspielerin Cleo Kretschmer. Ich hatte die gleiche Frisur und sogar ein bisschen auch das Gesicht wie Cleo Kretschmer, als sie die Hauptrolle in „Arabische Nächte“ spielte.
Im Traum war ich aber noch viel hübscher, was mir unheimlich schmeichelte.

Ich war so glücklich und schaute immerzu selbstverliebt in diesen Spiegel. Dabei lächelte ich auch immer wieder.
Dann sah ich witziger Weise noch einen Zettel am Baum hängen, auf dem stand, dass ich bitte das Drehbuch für eine Telenovela „Die Blume der Nacht“ noch heute fertigstellen soll.
Wie auch immer, während ich also mit den Früchten am Baum beschäftigt war und in Richtung eines hellen Blockhauses rief, dass ich soweit alles vorbereitet hätte und mich beeilen müsse, damit die Früchte auch weiterhin genießbar bleiben und nicht vergiftet werden, hörte ich auf einmal eine wiederholte Ansage, die aus irgendeinem Funkgerät oder Radio zu kommen schien. Sie lautete „Die Türken haben angegriffen, der Dritte Weltkrieg ist gekommen.“ Ich rannte daraufhin schnell zu dieser Blockhütte, um mich zu verbarrikadieren. In dieser Hütte war noch ein junger Mann, der dürfte noch keine 30 Jahre alt gewesen sein. Er sah eigentlich ganz gut aus, vielleicht ein bisschen wie ein Nerd. Er trug einen hellen Vollbart und seine Frisur erinnerte mich an einen kleinen Schulbub. Er wirkte auf mich mit seinen großen, blauen Augen sehr sanft und schüchtern. In der Mitte der Blockhütte, die im Inneren mit dunklem Holz verkleidet war, stand ein riesiges Bett und das war mit einer karierten Tagesdecke überzogen. Ich sprang auf dieses Bett, auf dem schon meine beiden Katzen Tom und Sherry herumtrampelten, d.h. in dem Moment habe ich eigentlich nur meine Sherry auf dem Bett tanzen sehen, Thomas war zwar da, aber ich sah ihn nicht im Traum, obwohl ich ganz deutlich seine Anwesenheit spürte. Die Tagesdecke bestand aus dunklen Quadraten (dunkelgrün, dunkelblau, dunkelrot, die sich voneinander durch schwarze Umrandungen abhoben). Ich nahm mir noch ein paar Stücke von Drähten und Leitungen bzw. sehr dünnen Kabeln, die irgendwo im Haus herumlagen. Daraufhin fing ich an, diese Leitungen und Drähte miteinander zu verbinden, während ich im Schneidersitz auf dem Bett saß. Der Mann setzte sich neben mich und half mir beim Zusammenfügen der Drähte und dünnen Kabeln oder Leitungen. Auf einem riesigen Sideboard an der Wand der Blockhütte war eine Apparatur aufgestellt, die ich aber nicht genauer erkannte. Es war auf jeden Fall kein Equilizer, Stereoanlage oder sonstiges bekanntes Funk- oder Telekommunikationsgerät. Ich kann mich auch nur noch mehr an einige Drehknöpfe und kleine Hebelchen erinnern. Und dennoch muss es irgendetwas mit Kommunkation zu tun gehabt haben. Und immer wieder hörte ich die Sprüche über den Einmarsch der Türken. Komischerweise war die Stimmung in der Blockhütte aber äußerst entspannt, ja sogar harmonisch, und ich arbeitete mit diesem jungen Mann weiter an diesem Art Leitungsnetz, bis ich dann auf einmal so erschöpft war, dass ich meinen Kopf an die Schulter des Mannes legte und einfach nur schlafen wollte. Er nahm mich dann in den Arm und wiegte mich wie ein Baby, während ich die Augen schloss und diese unglaubliche Stimmung genoss. Dann bin ich aber leider auch aufgewacht.

Ich habe dann auf diesen Traum hin die Tarotkarten gelegt, weil ich der festen Überzeugung bin, dass dieser Traum etwas zu bedeuten hat. Mit Hilfe der Tarotkarten (als 9er-Reihe, d.h. 3 Reihen zu je drei Karten) kann ich dann bestimmte Symbole im Traum entziffern.

Vieles ist mir dabei schon klar, aber ich wollte es eben mit den Tarotkarten noch einmal bewusst visualisieren, und dabei nahm ich drei Kartendecks zur Hand.

Für die Grundlegung benutzte ich das Cosmic-Tarot und für die Spezifizierung der einzelnen Karten dann das Osho-Zen-Tarot sowie das Wild Wood Tarot.

Dabei kam folgende Konstellation heraus.
1. Karte „Kelch As“, „Erfolg“ und „Die Ahnin“.
2. Karte: „Der Mond“, „Der Traum“ und „Der große Bär“.
3. Karte: „Die Liebenden“, „Teilen“ und „Drei der Gefäße – Freude“.
4. Karte: „Der Turm“ in umgekehrter Position, „Geduld“ und „Gleichgewicht“.
5. Karte: „8 der Schwerter“ in umgekehrter Position, „Blitz“ und „Die Reise“.
6. Karte: „Stab 2“, „Intensität“ und „Neun der Bögen – Respekt“.
7. Karte: „König der Stäbe“ in umgekehrter Position, „Feier“ und „Neun der Gefäße – Großzügigkeit“.
8. Karte: „Ritter der Münzen“, „Jenseits der Illusionen“ und „Sechs der Steine – Ausbeutung“.
9. Karte: „Kraft“, „Fülle“ und „Der Schamane“.

Als Zusatzkarten (2 Karten) habe ich noch „Kelch Prinz“, „Wir sind die Welt“ und „Das Rad“ sowie „Die Herrscherin“, „Der Aussenseiter“ und „Sechs der Bögen – Fülle“ gezogen.

Ich vermute mal, dass möglicherweise die Türken entweder ganz überraschend in den Balkan einmarschieren, weil der Turm zweimal auf den entscheidenden Positionen erschienen ist.

Zudem ist durch die Zentralkarte „8 der Schwerter“ die Uneinigkeit und Zwietracht zwischen den Nationen angezeigt. Möglicherweise könnte es aber auch auf dem Balkan zu einem Attentat kommen, das durch türkische Konspiratoren initiiert oder organisiert wird.

Ich glaube aus zwei Gründen, dass es den Balkan betrifft:

Erstens verbindet mich aufgrund meiner slawischen Vorfahren (ursprünglich aus Serbien und der heutigen Tschechei) ein besonderes Band mit dem balkanesischen Volk – in mir fließt sozusagen balkanesisches Blut. Ich habe deswegen das Gefühl, als ob mir meine Ahnen über diesen Traum eine Botschaft für den Balkan übermitteln wollen.
Zweitens kann ich mir einen überraschenden Einmarsch der Türken zum Beispiel in den Iran, Syrien, Israel oder auf der anderen Seite Georgien nicht vorstellen. Dieser geografische Brennpunkt ist meiner Meinung nach für die Großmächte wie Russland auf der einen und Amerika auf der anderen Seite bestimmt, mit denen sich die Türkei nicht so ohne Weiteres anlegen würde – es sei denn, es ist mit den Keyplayern so abgestimmt.

Aufgrund der angezeigten Datteln hatte ich natürlich überlegt, ob es nicht doch irgendein welterschütterndes plötzliches Ereignis in der Golfregion gibt, aber wie gesagt – ich kann mir das nicht so recht vorstellen.

Wie auch immer, die Datteln und die anderen getrockneten Früchte auf dem Baum, die ich mit Zuckerguss konservieren und vor Vergiftungen bewahren wollte, stehen aus meiner Sicht symbolhaft für das Anlegen von Vorräten aus Konserven und getrockneten essbaren Sachen.

Außerdem wird der Dattelbaum auch unter den botanischen Namen „Phoenix“ geführt. Ich musste da natürlich sofort an den sagenumwobenen Vogel und den Spruch „Wie Phönix aus der Asche“ denken.

Die Blockhütte steht demnach für einen Ort, an dem man sich unauffällig für kurze Zeit aufhalten und verstecken kann, denn so schnell, wie das Ereignis wie ein Gewitter heraufzieht, verschwindet es auch wieder.

Aufgrund der Entspannung und Harmonie im Haus und das Anfertigen eines Netzes aus Drähten und feinen Kabeln (Kommunikationsnetz?) gehe ich davon aus, dass danach die Völker wieder mehr zusammenrücken und sich untereinander helfen und trösten.

Ich möchte jetzt nicht zuviel hineininterpretieren, aber ich denke, dass dieses Ereignis, sollte der Traum wirklich eine tiefergehende Bedeutung haben, im Frühsommer stattfinden wird, auch wenn die Dattelernte eigentlich im Winter stattfindet.

Und ansonsten, wenn nichts dran sein sollte, verbuche ich es unter einem sehr schönen Traumerlebnis.

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