Skripal, Langemann und die Petruspapiere – Teil 2

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Zunächst sollte man sich immer die Frage stellen, wieso um den Mordanschlag an Sergei Wiktorowitsch Skripal sowie seiner Tochter ein immenses öffentlichwirksames Aufhebens gemacht wurde.

Geheimdienste, welcher Art auch immer, sind durchaus in der Lage, Morde so zu begehen, dass sie nicht gleich als Morde auffallen. Ein Herzinfarkt, eine plötzliche Krebserkrankung, eine vielleicht auch akut aufgetretene Diabetis sind nur ein paar Beispiele für ein „bequemes und unauffälliges“ Ableben der Opfer.

Ich werde sicherlich keine Beweise für die wahren Täter liefern können, aber um sich ein Urteil über die Untersuchungsergebnisse von Salisbury bezüglich des Nowitschok-Giftes erlauben zu können, müsste zunächst ein Blick hinter den Kulissen der russischen Regierung und deren mögliche Motivation erfolgen.

Auf der Webseite der Tagesschau unter dem Titel „„Gezielte Falschmeldung“ aus Moskau“ vom 23.04.2018 beruft sich das Magazin auf die neuesten Erkenntnisse des Auswärtigen Amtes. Demnach erklärte der russische Außenminister Sergej Lawrow, dass „das Schweizer Labor Spiez“ in „den Proben zum Fall Skripal nicht nur einen Stoff gefunden“ habe, „der zur Gruppe der Nowitschok-Gifte zähle. Es habe auch den Kampfstoff BZ entdeckt, der sich „im Arsenal der US-Armee, Großbritanniens und anderer NATO-Länder“ befinde, so Lawrow. Für den Einsatz von BZ sprächen auch die Symptome, die Sergej Skripal und dessen Tochter gezeigt hätten.“ Das Auswärtige Amt reagierte darauf und ließ folgendes Statement dazu veröffentlichen: „Unter der Überschrift „Falsche Gerüchte im Fall Skripal“ wird das Prozedere der OPCW erläutert und erklärt, warum die Behauptung über einen angeblichen Fund des Kampfstoffes BZ in den Proben aus Salisbury falsch sei. Allerdings wird die Äußerung Lawrows in dem Text nicht erwähnt. Das Auswärtige Amt bezieht sich auf die Verbreitung „falscher Gerüchte“ durch staatlich kontrollierte russische Auslandsmedien in sozialen Medien. Das Fazit:

Dass die unabhängige OVCW Vergleichsproben mit anderen Stoffen benutzt, ist allen Seiten bekannt – auch Russland. Es handelt sich also um eine gezielte Falschmeldung.

Auf Kommentare zum Tweet unter anderem vom russischen Auslandssender „RT Deutsch“ ging das Auswärtige Amt nicht ein.“ (Quelle: Tagesschau vom 23.04.2018 „Gezielte Falschmeldung“ aus Moskau„)

Nun bin ich während meiner Recherchearbeiten u.a. auch auf das Buch von Jürgen Roth „Die neuen Paten – Wie die autoritären Herrscher und ihre mafiosen Clans uns bedrohen“ gestoßen und erhielt dort einen sehr erhellenden Einblick in die russische Wirtschafts- und Energiepolitik; diese Informationen könnten durchaus ein Hinweis darauf sein, dass die Anschuldigungen der westlichen Welt in Richtung Russland nicht nur aus aus der hohlen Hand heraus getätigt wurden.

Dort werden jedenfalls Putins Nähe zu russischen kriminellen Organisation ausführlich behandelt.

Da wäre einmal Dmitri Sachartschenko zu nennen.
Ausgerechnet er war der Leiter der Abteilung für die Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität im Innenministerium. Bei einer Hausdurchsuchung hat man bei ihm umgerechnet 120 (!) Millionen Euro Bargeld in verschiedenen Währungen gefunden. Weitere 100 Millionen US-Dollar fand man auf Konten der Rotschild Bank sowie der Dresdner Bank in der Schweiz. (Quelle: Jürgen Roth, „Die neuen Paten“, Seite 104 f.)
Er muss wohl kräftig abkassiert haben, als es um die Einstellung zahlreicher Korruptionsverfahren gegangen war.
Und Artjom Tschaika, der Sohn des Generalstaatsanwalts Juri Tschaika, betreibt über die Firma Portes Melathron S.A in Nea Moudania ein Hotel.
Er war bereits 2011 durch einen Korruptionsskandal bezüglich illegaler Casinos auffällig geworden. Unter der Hand wurden Deals mit diversen Staatsanwälten geschlossen, damit nicht weiter ermittelt wird. Als Vermittler tat sich besonders Artjom Tschaika hervor, damit auch alles schön in der Familie bleibt. Nebenbei besitzt Artjom Tschaika auch eine Reederei in Irkutsk, Sibierien. Der vorherige Reedner, der sich konsequent geweigert hatte, seine Reederei an Tschaika zu verkaufen, wurde dann plötzlich tot aufgefunden. Offizielle Todesart – Selbstmord.

Und mit dem Gewinn aus der Reederei hat sich Artjom Tschaika am Genfer See auch gleich ein riesiges Anwesen für etwa 2,7 Millionen Schweizer Franken gekauft. Außerdem hat er zusammen mit seinem Bruder ein Unternehmen in Lausanne aufgebaut.
Die Kontakte zur russischen Regierung sind deswegen so praktisch, weil er dadurch immer an lukrative Staatsaufträge kommt, denn zu ihren Partnern zählte auch der ehemalige Leiter einer Ausländerbehörde.
Dieser wiederum arbeitete eng mit dem Mafia-Boss der Organisation Solnzewskaja, Sergei Michailow, zusammen.

Die kriminelle Vereinigung um Michailow soll um die 2000 Mitglieder umfassen, die neben Budapest, Wien, Brüssel, Tel Aviv und Malaga auch in Berlin operieren. Als gegen Michailow in Genf ein Verfahren lief, sorgte der zuständige Untersuchungsrichter Georges Zecchin dafür, dass eine Menge Verfahrensfehler entstanden. So wurde Druck auf die Ermittler ausgeübt, Gerichtsdokumente falsch oder unvollständig übersetzt und sogar der ehemalige US-Justizminister Clark Reims ins Boot gesetzt, um sich für Michailow stark zu machen und ein glühender Verteidiger für ihn zu werden.

Das Ende vom Lied war, dass Michaiow freigesprochen wurde und er sogar noch 450.000 US-Dollar Schadensersatz von den Schweizer Behörden erhielt.

Interessanterweise tauschte dann Georges Zecchin seinen Richterstuhl gegen den Bankstuhl ein und wurde Vorstandsvorsitzender der Credit Agricole Suisse Asien.

Und jetzt kommen wir zu einem noch interessanteren Punkt, der möglicherweise auch Verbindungen zum Skripal-Fall haben könnte.

Wiederum geht es um den Generalsstaatsanwalt Juri Tschaika nebst Söhnen. Im Mittelpunkt stand dabei eine Zuckerfabrik in Krasnodar, die hinter den Kulissen von dem berüchtigten Verbrecher Sergei Tsakop betrieben wurde.

Als Strohfrau wurde die Frau des stellvertretenden Generalstaatsanwaltes, Olga Lopatina, eingesetzt, die sich pro forma von ihrem Mann im Jahr 2011 hat scheiden lassen – so vermutete es der russische Politiker Alexei Anatoljewitsch Nawalny von der Fortschrittspartei, denn erstens traf sich Lopatina auch weiterhin mit ihrem Mann und zweitens trug sie immer noch ihren Ehering.

Interessant ist auch, dass sie zusammen mit Artjom Tschaika Mitbesitzerin des Hotels auf Chalkidiki als Teilhaberin der Firma Portes Melathron S.A. ist.

Nach jahrzehntelangem Terror gegen die Bevölkerung in und um Krasnodar hatte man schließlich im November 2010 im Haus eines der Unternehmer insgesamt 12 Menschen ermordet aufgefunden. Da war es dann schwer geworden, wegzuschauen und einfach von Selbstmord auszugehen. Deswegen wurde u.a. Sergei Tsapok verhaftet, der schließlich nur ein Jahr später im Gefängnis an einem Herzinfarkt verstarb.

Gegen Olga und ihre Mitinvestorinnen, als da wären die Frau des Verwaltungschef der russischen Generalstaatsanwaltschaft namens Alexei Starowerow, wurde natürlich nicht ermittelt.

Wegen der Verbindung zur GTA-Bande (Grand Theft Auto) musste er jedoch von seinem Posten 2014 zurücktreten.

Und weiter kann man bei Jürgen Roth auf Seite 111 lesen: „Und was die Vorwürfe gegen Generalstaatsanwalt Juri Tschaika und seine beiden Söhne angeht, so wurden sie vom Generalstaatsanwalt dementiert. Stattdessen beschuldigte er Nawalny, mmit ausländischen Nachrichtendiensten zusammenzuarbeiten. Tschaikas Söhne wollten den Oppositionspolitiker verklagen, aber es blieb bei der Ankündigung. Olga Lopatina bestritt hingegen, Mitbesitzerin der Zuckerfabrik zu sein. Die Daten eines ihr gehörenden Unternehmens seien gehackt und dann ohne ihr Wissen für die Registrierung der Zuckerfabrik benutzt worden.“

Fest steht, dass es während Putins Präsidentschaft im Jahr 2003 und 2004 gerade an Mitarbeiter der Generalstaatsanwaltschaft riesige Summen von Bestechungsgelder und Kick-back-Zahlungen erfolgten, als es um die Ausstattung der Ministerien mit neuer Informationstechnologie gegangen war. Bei diesen Deals waren auch Unternehmen aus Deutschland beteiligt.

Ein ganz großes Licht in der russischen Unterwelt schien auch Roman Zsepow, ehemaliger Offizier des Innenministeriums, gewesen zu sein.

Der hatte sich bis zu seinem Tod im Jahr 2004 mit seinem Sicherheitsunternehmen „Baltik-Eskort“ in St. Petersburg einen Namen gemacht und hatte seine Finger auch in der Pharmaindustrie, dem Versicherungswesen sowie der Reise- und Filmbranche im Spiel.

Er kassierte ebenfalls Unmengen an Staatsaufträgen und wurde sogar bei der Vereidigung von Putin zum Präsidenten am 07.05.2000 eingeladen.

Und hier wird es interessant, denn bereits in den 90er Jahren wurde auf Zsepow mehrere Anschläge verübt. Gestorben war er dann letztendlich an einer radioaktiven Verstrahlung des Rückenmarks. Hierzu schrieb Roth auf Seite 124: „Die Diagnose: radioaktive Isotope, ein unbekanntes Gift oder Schwermetallsalze. Genaueres wurde nie bekannt, die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft blieben unter Verschluss.“

Es scheint also eine gängige Praxis unter den Russen zu sein, ihre Konkurrenz mit Strahlenwaffen oder Gift aus dem Weg zu räumen.

Berüchtigt sind auch die Brüder Lew und Michail Tschernoi von der Trans-World-Group. Sie waren in den 90er Jahren die größten Stahl- und Aluminiumexporteure Russlands. Ihre Forderungen auf dem Markt setzten sie zum Teil mit purer Gewalt und Auftragsmorden durch. Die Trans-World Group wurde schließlich von dem Oligarch Wladimir Lissin mit dem Stahlwerk „Nowolipezker Metallurgisches Kombinat“ übernommen.

Lissin erfreut sich ebenfalls größter Unterstützung durch den Kreml.

Zum unmittelbaren Umfeld Putins gehören auch sein Ziehvater Leonid Uswjazow, der ihn nicht nur in Judo ausbildete, sondern ihn auch in die Welt der Machterhaltung durch Kriminalität einführte.

Uswjazow hatte bereits eine 10-jährige Haftstrafe wegen Gruppenvergewaltigung und Hehlerei hinter sich gebracht. Neben Putin trainierte er auch die Brüder Arkadi und Boris Rotenberg, die mittlerweile ebenfalls zu Putins engem Vertrautenkreis zählen.

Während Putin als KGB-Offizier in Dresden eingesetzt war, verbüßte Leonid Uswjazow 1988 eine weitere Haftstrafe. Arkadi Rotenberg gründete hingegen den Ringerclub PBC, die als Trainingsbasis für Schwerstkriminelle angesehen wurde.

Als Putin dann 1992 stellvertretender Bürgermeister in St. Petersburg wurde, kam Uswjazow wieder aus dem GEfängnis raus und schloss sich der kriminellen Vereinigung Tambowskaja an.

1994 wurde Uswjazow schließlich bei einer typischen Bandenauseinandersetzung umgelegt.

Ein weiteres Mitglied der Tambowskaja ist Wladimir Kumarin, der sich später in Wladimir Barsukow umbenannte. Nach kurzen Auseinandersetzungen mit anderen russischen Banden wie den Brigaden von Malyschewskaja und Kasanskaja eroberte Barsukow den Markt mit Schutzgelderpressungen gegenüber Banken, Tankstellen und städtischen Märkten.

Und hier schreibt Roth auf Seite 126 weiter: „Anfang 1990 gehörten zu ihrer Führung ein gewisser Michail Gluschenkow (Chochol), ein ehemaliger Boxtrainer und später Abgeordneter der Duma; die Gawrilenko-Brüder, Führer einer kriminellen Brigade; Alexander Efimow, der spätere Direktor zahlreicher großer Sicherheitsunternehmen; sowie zahlreiche andere „Autoritäten“. Jeder hatte eine Anzahl von Brigaden unter seiner Kontrolle.“

Besonders gruselig sind dann auch die Ausführungen von Jakow Gilinski, ehemaliger Vorsitzender des Institutes für Soziologie und abweichendes Verhalten der russischen Akademie für Wissenschaft. Er war auch Dekan der juristischen Fakultät der St. Petersburger internationalen Universität für Ökologie, Wirtschaft und Recht.

Er beleuchtete vor allem die Rolle Putins während seiner Zeit als stellvertretender Bürgermeister in St. Petersburg. Demnach läuft in Russland auf dem Sektor der Wirtschaft alles illegal ab. Würde man alle russischen Verbrecher in den Knast stecken,würde die Wirtschaft zusammenbrechen. Vor allem auf dem Energiesektor haben die Verbrechersyndikate ihre Finger im Spiel.

Weiter wird aus der Studie auf Seite 128 zitiert: „Gryslow sagte, dass Russlands vier Häfen (Sankt Petersburg, Kaliningrad, Archangelsk und Murmansk) zu 80 Prozent von der Tambowskaja und anderen Gruppen der Organisierten Kriminalität kontrolliert wurden und die Tambowskaja auch an der Leichtindustrie, der Lebensmittelindustrie, dem Holzexport sowie an der Einfuhr von Alkohol und Tabak und deren Verkauf beteiligt ist, ebenso am Ölgeschäft.“

In Madrid wurde im Mai 2015 die Operation Troika bekannt, in der das Who is Who in der russischen Organisierten Kriminalität einschließlich deutscher Verbindungen auf einer 529 seitigen Anklageschrift dargelegt ist.

Darunter auch die Kooperative Osero von St. Petersburg.

Aus diesem Nest stieg zum Beispiel Viktor Subkow bis zum russsichen Staatspräsidenten im Jahr 2000 auf.

Zuvor war er Direktor des Inlandsgeheimdienstes FSB. Boris Nemzow hatte hier entsprechend ausführlich berichtet und wurde wahrscheinlich auch deswegen umgebracht.

Diese Kooperative Osero war ein Zusammenschluss von Landhäusern in der Nähe von St. Petersburg. Sie wurde von Wladimir Smirnow geleitet, der ebenfalls enge Verbindungen zur kriminellen Tambowskaja-Organisation hat und Berater von Wladimir Barsukow wurde .

Die Kripo in Bern hatte ihn bereits mehrfach im Visier gehabt, weil er sich offensichtlich als Verbindungsmann zwischen der Finanz- und Immobilienverwaltung in St. Petersburg und den kriminellen Vereinigungen anbiederte.

Er betrieb auch Firmen in Deutschland, weswegen er oft nach Liechtenstein, die Schweiz und Deutschland reiste. Jetzt kann man dreimal raten, ob es hier nicht auch Verbindungen zum Sachsensumpf gibt.

Interessant ist nämlich, dass auch Wladimir Putin kurzzeitig als Aufsichtsrat einer Immobilienfirma von Smirnow auftauchte. Das war nach Zeugenaussagen 1992. Putin wurde in Frankfurt mit Smirnow gesehen.

Und auf Seite 132 kann man dann weiterlesen: „Im Jahr 1994 wurde von der Sankt Petersburger Stadtregierung, in diesem Fall von Wladimir Putin, die PTK (Petersburgskaja Tobliwnaja Kampagnija) gegründet, die das Exklusivrecht zum Handel mit Brennstoffen in der Stadt erhielt. Aktiv an der Gründung beteiligt war auch Smirnow, der in dem Unternehmen einen führenden Posten übernahm. Den Vertrag hatte Putin unterzeichnet.“

Diese PTK wurde später von der Tamobwskaja übernommen.

Ein weiterer Mann namens Wladimir Jakunin gesellte sich zu diesem Triumvirat dazu.

Er hat ebenfalls beste Beziehungen zu Deutschland in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender der Russischen Eisenbahngesellschaft RZD.

Man sollte dann doch mal überprüfen, ob es hier nicht auch nähere Kontakte zu unserem lieben Ronald Pofalla gibt, der ja seit 2015 ein Vorstandsmitglied des deutschen Gegenstücks zur RZD, nämlich die Deutsche Bahn AG ist.

Mittlerweile hat sich Jakunin aufs Altengleis zurückgezogen, allerdings leitet er nun als Präsident das von ihm ins Leben gerufene „Internationales Forum Dialog der Zivilisationen“ in Berlin.
Matthias Platzeck hat sich bei der Eröffnung des Forums ebenfalls unter den Gästen befunden.

Und was wären alle diese Ausführungen ohne Gerhard Schröder, von dem man ja weiß, dass er eine besonders innige Freundschaft zu Putin pflegt und diese auch fürstlich mit einem Verwaltungsratsleiterposten der Nord Stream 2 von Gazprom (siehe hierzu auch „Der Tagesspiegel“ Neuer Job für Gerhard Schröder bei Gazprom-Tochter vom 05.10.2016) sowie neuerdings auch mit dem Posten eines Aufsichtsratsvorsitzenden bei Rosneft (Quelle: Zeit Online „“Völlig deppert der Kerl““ vom 30.09.2017) belohnt.

Denn zur Osero-Datscha gehörte auch Sergei Fursenko, der nicht nur die Firmen Gazprom Transgaz in St. Petersburg sowie Rossija-Medienholdung NMG als ehemaliger Vorstandsvorsitzender wie seine Westentasche kennt, sondern auch noch Vorsitzender des Russischen Fußballvereins ist.

Nikolai Schamalow, ebenfalls Gründungsmitglied der Kooperative Osero belieferte Zahnarztpraxen in St. Petersburg mit Siemens-Technologie. Er wiederum verdiente sich bis 2008 als Repräsentantder Siemens AG in Russland. Allerdings musste Siemens ihn dann wie eine heiße Kartoffel fallen lassen, nachdem eine Schmiergeldzahlung von 55 Millionen US-Dollar bekannt geworden war. Geschadet hat es ihn aber keineswegs, denn mittlerweile ist Schamalow Mitbesitzer der Vyborg-Werft.

Das ist schon ziemlich praktisch, denn sein Sohn Juri hatte bereits unter Putin als stellvertretender Bürgermeister im St. Petersburger Rathaus einen Job erhalten und ist jetzt Präsident der Gazfond.

Und ein weiterer Sohn von Schamalow, Kirill Schamalow, ist Chefberater für die Auslandsbeziehungen von Gazprom geworden.
Sein Aufstieg war unaufhaltbar, denn er brachte es in der Folge nicht zur zum Chefberater der Gazprom-Bank, sondern auch noch zum Vizepräsidenten des Erdölkonzerns Sibur.

Und als Kirsche oben drauf hat er schließlich 2013 Putins Tochter Katerina geheiratet.
Mittlerweile darf sich Kirill als stolzer Besitzer des zweitgrößten Aktienpakets in der russischen Petroindustrie präsentieren.

Die alten Seilschaften von Putin aus KGB-Zeiten scheinen unzerstörbar zu sein, denn auch der ehemalige stellvertretende Direktor des FSB in St. Petersburg, Sergei Uschakow, hatte einen Posten im Gazprom-Vorstand ergattert. Er hat es bis zum Berater von Dmitri Medwedew gebracht.
Das Privatvermögen von Putin soll sich auf zwei Milliarden US-Dollar belaufen, allerdings sind diese Zahlen nicht bestätigt.

Jedenfalls hatte Putin bei Sotschi einen Luxuspalast errichten lassen, der 1 Milliarde US-Dollar gekostet haben soll, was nicht unrealistisch ist, wenn man sich die Summe betrachtet, die der italienische Architekt Lanfranco Cirillo für seine Arbeit erhalten hat.
Auf seinem Konto in Liechtenstein gingen 48 Millionen US-Dollar ein.

Wer mehr über Putins Amigo-Wirtschaft wissen will, kann sich mal den Artikel der Welt Online vom 16.11.2015 „KGB-Kinder an die Macht“ von Eduard Steiner durchlesen.

In dem Artikel kommt auch die Deutsche Bank nicht sehr gut weg. So kann man u.a. lesen: „Tatsächlich hat diese Praxis im Zuge der Sanktionen noch weiter zugenommen. So hat Putins Judo-Sparringpartner, der Milliardär Arkadi Rotenberg, im vergangenen Jahr einen beträchtlichen Teil seiner Firmen auf seinen Sohn überschrieben, nachdem er selbst auf den Sanktionslisten der USA und Europas gelandet war. Rotenberg gilt als „König der Staatsaufträge“ im russischen Bau- und Pipelinebaugeschäft. Zuletzt geriet er verstärkt in die Schlagzeilen, weil er laut US-Ermittlungsbehörden gemeinsam mit seinem Bruder Boris Milliarden über die Deutsche Bank, möglicherweise unter Verletzung der Sanktionen, ins Ausland geschafft haben soll. Mit im Spiel soll demnach auch ein Verwandter Putins gewesen sein. Ob es sich dabei um Putins Schwiegersohn Schamalow handelt, wie in Russland kolportiert wird, ist nicht bestätigt.“

Im Netz der spanischen Ermittlungen verwickelte sich auch Michail Monastyrski, der sich schließlich als Informant anbot und einige Insiderkenntnisse zum russischen Verbrechersyndikat Tambowskaja und deren enge Verbindung zum Kreml offenbarte.

Er musste genau wie Skripal um sein Leben fürchten, da gegen Monastryrski u.a. auch der Verdacht bestand, in pädokriminelle Machenschaften verwickelt gewesen zu sein.

Er verschaffte zum Beispiel den Gangstern Tariel Oniani und Zachar Kalaschow Arbeitsvisa, denn er hatte gute Beziehungen zur katalonischen Regionalregierung durch einen russischen Kriminellen, der es bis zu einem ranghohen Regierungsmitglied geschafft hatte.

Kalaschow gelang es aufgrund dieser russischen Verbindung zur katalonischen Regierung auch, 150 Tankstellen des russischen Ölkonzerns Lukoil zu eröffnen. Oniani wiederum hatte in Darmstadt 1997 eine georgische Luftfahrtgesellschaft gegründet.
Über seinen Verwandten Tariel Oniani, der sich in Frankreich aufhielt, versuchte er mit seiner Fluggesellschaft Munition über Deutschland nach Georgien zu transferieren.
So erfuhren die Spanier von Monastyrski auch, dass er sein Duma-Mandat für 300.000 US-Dollar gekauft hatte und dass Barsukow alias Kurmani seit 1985 ein KGB-Agent sei. (Jürgen Roth „Die neuen Paten“, Seite 146).

Außerdem offenbarte er, dass hinter Kurmani sehr mächtige Leute aus der Regierung stehen. Er nannte die Namen Igor Setschin und Alexander Karmatsky, wobei er angab, dass Setschin einen höheren Rang als Putin habe.

Er wäre Vorstandsvorsitzender von Rosneft und Putins rechte Hand. Er und Putin wären seit 1992 zusammen.

Und so führten auch wieder die Wege zu Gerhard Schröder. Auf Seite 160 des Buches von Jürgen Roth kann man folgendes lesen: „Bei Rosneft wird Gerhard Schröder einen Deutschen treffen, der in Russland noch einflussreicher sein dürfte als er selbst. Es geht um den Ex-DDR-Bürger Matthias Warnig, eine Schlüsselfigur in der russischen Wirtschaft. Warnig war von 2006 bis 2016 leitender Direktor der Nord Stream AG in der Schweiz, in der Gerhard Schröder ebenfalls einen prominenten Posten innehat. Das erklärt, warum Warnig Ende April 2014 Gast in Sankt Petersburg war, wo der Energiekonzern Gazprom zu Ehren von Schröder zu einem Empfang ind as ehemals fürstliche Jussupow-Palais geladen hatte.“

Dieser Warnig war nicht nur Ex-DDR-Bürger, sondern auch Offizier im besonderen Einsatz unter dem Tarnnamen „Ökonom“. Die zeitliche Nähe zu seinen Aufenthalten in Dresden und St. Petersburg mit Putins Aufenthalten ist jedenfalls verblüffend, auch wenn er stets den Kontakt zu Putin bestreitet.
Aber Warnig wurde schließlich in St. Petersburg Vorstandsvorsitzender der Dresdner Bank AG, wo es ihm gelang, eine Banklizenz für Ausländer zu erhalten. Genehmigt wurde das unter dem stellvertretenden Bürgermeister Wladimir Putin.

Warnig hat es jedenfalls sehr weit gebracht, denn er sitzt nicht nur im Aufsichtsrat der Bank Rossija und der russichen Putin-Amigo-Bank VTB-Bank, sondern hatte als Aufsichtsratsmitglied auch Einblick in der Leipziger Gas Aktiengesellschaft.

Und schließlich fanden die spanischen Ermittler heraus, dass Petrow auch eng mit Iskander Machmudow alias „El Chino“ und Oleg Deripaska verbunden ist.

Beide gehörten der kriminellen Bande Ismailowskaja an, wobei Deripaska heute mehrere Anteile an der Luftfahrt-, Petro- und Autoindustrie hält.

Außerdem kontrolliert er 42% der weltweiten Aluminiumproduktion, während sich Machmudow auf Kupfer spezialisiert hat.

Jedenfalls bezahlte Monastyrski seine Geschwätzigkeit über die Tambowskaja und Ismailowskaja letztendlich am 18.04.2007 mit seinem Leben. Ein LKW hatte ihn platt gemacht.

Roth schreibt auf Seite 147 weiter: „Einer dieser Namen war der von Gennadi Petrow, der kurz nach den Aussagen Monastyrskis zusammen mit weiteren dubiosen russischen Unternehmern und Investoren verhaftet wurde. Außerdem wurden sofort 25 Millionen Euro eingefroren, die auf Konten in Russland, Panama, den Cayman Islands, den USA, der Schweiz und Großbritannien deponiert waren. „Gennadi Petrow, Alexander Malyschew und ihre Verbündeten, die in Spanien als Mitgleider einer kriminellen Organisation verhaftet wurden“, schrieb die Zeitschrift Nowaja Gaseta, „haben besondere Verbindungen in Russland, uner anderem zu Politikern, Regierungsmitgliedern, Direktoren von staatseigenen Unternehmungen, Unternehmern und Freunden von Wladimir Putin. das ist die Situation in Russland.““

Und was die Verbindungen der Tambowskaja zu Deutschland betrifft, tauchte Petrow zusammen mit Andrei Burlakow beim Erwerb der Werften in Rostock-Warnemünde und Wismar auf.

Über die Firma FLC Holding unter der Leitung von Nail Maljutin kratzte Burlakow von Petrow 250 Millionen Euro zusammen und gerierte sich als Retter von Arbeitsplätzen in Mecklenburg-Vorpommern.
Die Werften trugen fortan den Namen „Wadan Yards“.

Und ratet mal, wer dann bei Burlakow einen Posten im Aufsichtsrat ergatterte – es war der ehemalige BILD-Chefredaktuer Hans-Hermann Tiedje und der ehemalige Berater von Finanzminister Hans Eichel, Klaus-Peter Schmidt-Deguelle.

Tiedje ist Vorsitzender des Vorstandes der WMP Eurocom AG und Schmidt-Deguelle ist dort zuständig für die Operativen Aktivitäten. (nachzulesen in Jürgen Roths Buch „Die neuen Paten“, Seite 154)

Burlakow konnte allerdings sein Glück nicht lange genießen, denn am 29.09.2011 wurde er in einem Moskauer Cafe umgelegt.

Und abermals wechselte die Wadan Yards den Besitzer. Diesmal war Witali Jussofow an der Reihe, der äußerst gute Verbindungen zu Gazprom sein Eigen nannte.

Der Spiegel hatte schon damals vermutet, dass Gerhard Schröder die Fäden hinter den Kulissen für diesen Deal gezogen hat. Trotz seiner Klagefreudigkeit hatte Schröder wohl bisher eine gerichtliche Auseinandersetzung mit dem Spiegel gescheut. 

Witali Jussofow  hat die Werften anschließend für den fünffachen Preis wieder an einen Konzern aus Malaysia verkauft.

Über den Madrider Staatsanwalt Jose Grinda Gonzales konnte man dann erfahren, dass er bereits im Januar 2011 der Schweriner Staatsanwaltschaft Unterlagen zum damaligen Deal übergeben habe, doch das Verfahren wurde eingestellt mangels hinreichendem Tatverdachts.

Dann kam aber Nail Maljutin aus der Deckung und berichtete ebenfalls höchstpersönlich der Schweriner Staatsanwaltschaft von den illegalen Finanztransaktionen beim Erwerb der Warnemünder und Wismar-Werften.

Die Aussage lag am 10.08.2012 der Staatsanwaltschaft vor. Ergebnis war, dass Maljutin plötzlich per internationalen Haftbefehl gesucht und schließich 2014 in Österreich verhaftet wurde. Er wurde schießlich im Februar 2017 an Russland ausgeliefert und seitdem hat man nie wieder etwas von ihm gehört.

Wenn man sich also diese zahlreichen Verbindungen der russischen Regierung zu Mafia-Organisationen ansieht, halte ich persönlich einen versuchten Mordanschlag auf Skripal und seine Tochter nicht mehr so abwegig.

Aber mein Hauptaugenmerk ist natürlich speziell auf Deutschland und deren Protagonisten gerichtet. Ich denke, dass wir noch eine ganze Menge Dreck vor unserer eigenen Haustüre wegzukehren haben, bevor wir uns ein Urteil über andere Nationen erlauben können.

Und was ich damit meine, werde ich im dritten Teil ausführlich behandeln, wenn es um die Beschaffenheit unseres Rechtsstaates geht, der nach meinen vorliegenden Informationen schon seit Gründung der RAF nicht mehr bestehen dürfte und poe a poe nach dem gleichen Prinzip wie bei den Russen durch kriminelle und geheimdienstliche Machenschaften einzelner skrupelloser Subjekte ausgehöhlt wurde.

Bis demnächst in diesem Theater, Fortsetzung folgt ….

 

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Skripal, Langemann und die Petruspapiere – Teil 1

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Bezugnehmend auf meinen letzten Beitrag zur Abhöranlage des BND in der Frauenkirche vom 27.03.2018 stieß ich auf einen weiteren Artikel, der sich mit den Spionageaktivitäten von Stasi und BND im Hinblick auf den katholischen Kardinal Julius Döpfner auseinandersetzte. Das Erzbistum von München und Freising berichtete unmittelbar nach dem „Frauenkirchen-Leak“ über dieses eigenartige Gebaren. Unter dem Titel „Auch der BND bespitzelte Kardinal Döpfner“ vom 29.03.2018 verwies das Erzbistum auf die Süddeutsche Zeitung, die diese Information wiederum aus dem Privatarchiv von Reinhard Gehlen gewonnen haben will.

Und so entdeckte ich am 31.03.2018 einen weiteren Beitrag der Süddeutschen unter dem Titel „Der Hirte und die Horcher“.
Hier berief man sich auf ein als „Geheim“ deklariertes Dokument vom 11. Juli 1961, in dem Papst Johannes XXIII. Julius Döpfner von Berlin nach München als Nachfolger für den zuvor verstorbenen Kardinal Joseph Wendel zwangsversetzen ließ. Angeblich hätte sich Döpfner dieser Weisung widersetzen wollen, weil er auf keinen Fall seinen Posten in Berlin räumen wollte.
Zu dem Zeitpunkt zeichnete sich schon ab, dass künftig eine Mauer die BRD von der DDR abtrennen sollte. Deswegen, so die Süddeutsche weiter, habe man seitens des BND einen „Gelegenheitsinformanten mit sehr guten Beziehungen zu hohen Würdenträgern“ angesetzt.

Und hier kommen wir unserem altbekannten Hans Georg Langemann, dem ich schon ein eigenes Kapitel innerhalb meiner Analyse zum Oktoberfest-Bombenanschlag gewidmet hatte, verdächtig nahe.
Denn im besagten Artikel der SZ vom 31.03.2018 kann man u.a. lesen:  „Obwohl wenig später ein BND-Spitzel mit dem Tarnnamen „Petrus“ meldete, der Kardinal sei entschlossen, sich notfalls der päpstlichen Umzugsanweisung zu widersetzen, trat Julius Döpfner am 1. Oktober 1961 sein Amt in München an, das er bis 1976 ausübte.
Doch damit verloren die Geheimdienste keineswegs das Interesse an ihm, zumal Döpfner als einer der Moderatoren beim Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) auf die weltkirchliche Bühne zurückkehrte.
Das Konzil war ein Tummelplatz für Agenten aus der ganzen Welt. Sie wollten herausfinden, wie sich die katholische Kirche in diesen Jahren des Kalten Krieges ausrichtet. Und vor allem: Wer im Vatikan an Einfluss gewinnt oder verliert.“

Wir wissen mittlerweile, dass der damalige BND-Vizepräsident Münstermann gerne Franz Josef Strauß und seinen Amigos aus der CSU ungefragt und unter Missachtung der Verschwiegenheitspflicht interne Dossiers übermittelte (siehe auch Spiegel Online vom 21.04.1997 „Fleurop für Amigos“).

Langemann hatte das schon lange über den ehemaligen BND-Mitarbeiter Graf von Stauffenberg praktiziert (siehe auch Zeit Online vom 09.07.1982 „“Ich bin Bayerns stärkster Mann“„).

Nun teilt die SZ vom 31.03.2018 mit, dass auch Döpfner aus dem reichen Fundus des BND schöpfen konnte.

Ich zitiere: „Einerseits blieb Döpfner Ziel von Gehlens BND, wo es beispielsweise auf empörtes Unverständnis stieß, als der den Posten des katholischen Militärbischofs ausschlug. Andererseits profitierte der Kardinal auch vom BND, wie Forschungen der letzten Jahre ergaben. Unter dem Decknamen „Eigenheim“ soll Döpfner regelmäßig Dossiers mit geheimdienstlichen Erkenntnissen über den Vatikan erhalten haben.“

Und an anderer Stelle in dem genannten Artikel heißt es: „Ein Bundestagsabgeordneter trug ihr [Anm.: gemeint ist die Stasi] 1958 auch zu, dass der Kardinal Adenauer regelmäßig „mit konkretem Material über die Lage der kath. Kirche in der DDR“ versorgte, das jener dann auch in seinen Reden verwende. Aufmerksam registrierten die Spitzel selbst Glückwunschtelegramme Döpfners an CSU-Chef Franz Josef Strauß, mit dem er sich wiederholt zu Geheimbesprechungen getroffen habe.“

Der Artikel endet mit folgendem Absatz: „In München werde Döpfner auch „aus seelsorgerischen Gründen dringend benötigt“, heißt es in der BND-„Vortragsnotiz Nr. 1209“. Denn in der Erzdiözese seien die Dinge „ziemlich verlottert“. Sein Vorgänger Wendel habe sich „gegenüber dem selbstherrlichen Domkapitel nicht durchsetzen“ können. Nun müsse alles „mit Energie in Ordnung gebracht werden“. Und Döpfner sei dafür „der geeignete Mann“ mit der „nötigen Härte“.

Dieser Schlusssatz spricht Bände und führte mich automatisch wieder zu einem Artikel von Jürgen Saupe in „Konkret“ vom Juni 1982 mit dem Titel „Rätsel für die Bundesanwälte“ auf Seite 44.

Als Langemann noch beim BND unter dem Decknamen Lückrath firmierte, besaß er über 32 unterschiedliche Ausweispapiere mit seinem Lichtbild; unter anderem gab er sich als Jacques Dupont im Rahmen der Operation EVA aus. Als man sein Haus erstmals von bayerischen Polizeibeamten durchsuchen ließ, schien man die noch vorhandenen 19 Ausweispapiere übersehen zu haben. Diese entdeckte man erst bei einer weiteren Hausdurchsuchung durch die Bundesanwaltschaft. Die Ausweispapiere hatte er sich offensichtlich über die diplomatischen Vertretungen der BRD im Ausland beschafft, darunter das Deutsche Generalkonsulat in Marseille. Das traf sich deswegen gut, weil Langemann zu dieser Zeit ein großes Anwesen an der französischen Riviera besaß. Abgesehen davon „betreute“ er zahlreiche Konten von BND-Tarnfirmen, wie zum Beispiel die Firma Middle East Trading & Consulting Company GmbH mit Sitz in Bonn. Von dort konnte er sich über ein Konto bei der Schweizerischen Bankgesellschaft Bargeld beschaffen. Offensichtlich war das Konto immer prall gefüllt. Man spricht von mehreren Hunderttausend Schweizer Franken.

Und so resümierte Jürgen Saupe schon damals: „Auch wenn die Bundesanwaltschaft bei der Durchsuchung des Langemann-Hauses einen großen Teil von dessen Dokumenten beschlagnahmt hat (auch diese waren wunderbarerweise den Beamten des bayerischen Innenminister Gerold Tandler entgangen) – woher glaubt die Justiz eigentlich zu wissen, daß diese Dokumente und Filme und Tagebücher und Notizen alles waren? Ein Mann wie Langemann, der akribisch Post und Akten hortet, der Visitenkarten von Jesuiten-Patern, die für den BND tätig wurden, ebenso aufhebt wie von Call-Girls, denen er Politiker zuführte, soll nichts mehr besitzen? Ein Beispiel. Als die Münchner »Abendzeitung« unter Hinweis auf den Herrn Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß meldete, daß dieser sich in eine Nebenstraße der Prinzregentenstraße habe chauffieren lassen, kam aus dem Strauß-Umfeld eine Dementi-Erklärung. Strauß habe dort seine Schwiegereltern wohnen und besuche diese natürlich gelegentlich. Das mag ja sein. Aber: Wohnen diese Schwiegereltern seit Oktober 1976, als von dieser nächtlichen Freizeitgestaltung des CSU-Chefs bei Langemann zu lesen war, in einem Appartement-Haus in der Zaubzerstraße Nr. 13, 2. Stock mit dem Namen Schmölcke an der Tür. 18 Kalenderbücher und sechs Ringhefte mit Aufzeichnungen lagern bei der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Dort tut man sich schwer, alles zu verstehen. Denn BND-Agent Langemann tarnte selbst in seinen Privat-Notizen noch mit List, aber immerhin interessant. (Quelle: Konkret, „Rätsel für die Bundesanwälte“ 06/1982)

Es kommt aber noch besser, denn in dem gleichen Artikel werden auch ein paar kryptische Notizen von Langemann zitiert, so zum Beispiel hier:. „Unter dem 3.7.1964 notierte sich Langemann: »ccm auf Kinderjagd«.“

Was mit „ccm auf Kinderjagd“ gemeint sein könnte, darüber kann ich nur spekulieren. Neben Kubikzentimeter fällt mir momentan nur das Kürzel für Campus Charite Mitte ein.
Hierzu steht auf deren eigener Homepage  zur Geschichte folgendes: „Die Psychiatrische Klinik besteht seit Anfang des 19. Jahrhunderts und wurde nach der Gründung der Berliner Universität 1810 in den folgenden Jahren der Medizinischen Fakultät angegliedert. Die Psychiatrie der Charité hat im 19. und 20. Jahrhundert in herausragender Weise das Fachgebiet Psychiatrie mitbestimmt. Die Klinik hat in ihrer über 200-jährigen Geschichte bedeutende Nervenärzte hervorgebracht. Zu nennen sind Wilhelm Griesinger (Geisteskrankheiten sind Gehirnkrankheiten), Karl Bonhoeffer (akuter exogener Reaktionstyp) und Karl Leonhard (Aufteilung der endogenen Psychosen). In der Zeit des Nationalsozialismus waren wichtige Vertreter der Klinik an den Untaten des  nationalsozialistischen Regimes beteiligt. Der Verein zur Geschichte der Psychiatrie an der Berliner Charité e.V. und die  AG Critical Neuroscience der Klinik befassen sich mit deren Aufarbeitung.“

Was für eine Ironie, wenn man Strauß´ Bemerkung über Langemann bedenkt, als er von dem „Mann mit dem Kopfschuss“ sprach.
Es war eine Anspielung auf Langemanns Kopfverletzung, die er sich im Krieg 1944 zuzog.
Wikipedia hat hierzu vermerkt: „Nach seinem Arbeitsdienst wurde er 1943 zur Wehrmacht eingezogen und an der Ostfront als Fahnenjunker-Unteroffizier eingesetzt. Im Juli 1944 erlitt er eine Kopfverletzung und geriet in Gefangenschaft, aus der er 1945 entlassen wurde. Anschließend wurde er von der British Army bis 1948 als Dolmetscher dienstverpflichtet.“

Und der Spiegel berichtete unter dem Titel „Fahrt nur, fahrt nur, ich muß schreiben“  vom 12.11.1984: „Hans Langemann ist ein kranker Mann. Seine Kriegsverletzung ist kein banaler Streifschuß, sie ist ein Gesichts-Nacken-Durchschuß gewesen. 1944 sind die Folgen nicht in vollem Umfang bemerkt worden. Erst 1979 wurde erkannt, daß offenbar eine leichte Hirnstammschädigung vorliegt. Die Befunde, die sich von 1979 an immer massiver auswirkten, die vom Elend der beruflichen Situation und von einem vorzeitigen Altersabbau intensiviert wurden, passen zu dem Kontrollverlust, zu der Merkschwäche, zum Abgleiten in haftendes und urteilsschwaches Denken – zu allem, was Widerstandsschwäche zur Folge hatte.“

Und dann schreibt Jürgen Saupe in seinem Artikel „Rätsel für die Bundesanwälte“ weiter:
„Fünf Tage später hält Langemann fest: »Renger – Lonc. – Wehner, BND sieht Verheiratung gern«. Gemeint ist hiermit die Verehelichung der späteren Bundestagspräsidentin Annemarie Renger mit dem jugoslawischen Staatsbürger Loncarevic, der vom BND als Nachrichten-Dienstmann Titos angesehen wurde. Die Ehe – inzwischen ist Loncarevic tot – hatte lange Zeit zu Gesprächen und Beratungen im BND geführt, in die von der SPD auch Wehner und vom BND Langemann eingeschaltet waren. Und am 16.9.1964 notiert sich Langemann: »273 in Israel. Zünder!« Hinter solchen Kürzeln stecken weltpolitisch brisante Operationen. »273« war im BND General Langkau, der Chef des strategischen Dienstes. Er hielt für Gehlen und die Bundesregierung den Kontakt zu Israel, wie es auf der anderen Seite BND-Vizepräsident Worgitzky zu Ägyptens Präsident Nasser tat. Und aus der Langemann-Notiz geht hervor, daß im BND-Doppelspiel in Nahost die Deutschen zu dieser Zeit spezielle Waffen an die Israelis lieferten. Ein Thema, das KONKRET noch detailliert schildern wird. Wie auch immer: ob intime Hinweise, wie die »Kinderjagd«, ob privat-politische Dinge wie die Ehe von Frau Renger oder militärisch-politische Dinge wie bundesdeutsche Waffenlieferungen an Ägypten – alles ist in Langemanns Aufzeichnungen zu finden.“

Ich habe Euch schon vorher immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig die BRD-/DDR-Geschichte ist, um die aktuellen Ereignisse verstehen und richtig einordnen zu können, denn Frank Heigl, der dubiose Nachrichtenhändler und ehemaliger BKA-Beamte,  wurde von der Zeit Online vom 09.07.1982 „Ich bin Bayerns stärkster Mann“ wie folgt zitiert: „Nur Franz Peter Heigl, der Nachrichtenhändler im fernen München, ist frohgemut. Einem ZDF-Reporter beschied er neulich geruhsam: „Ich kann Ihnen nur eines sagen, diese Sache Langemann ist langfristig geplant und so aufgebaut, daß sie Stück für Stück preisgegeben wird, und zwar in einem System, das nicht umzustoßen ist.“

Und damit weise ich auf das neueste Bubenstück der bayerischen Staatsregierung hin, die noch vor der Landtagswahl ihren aktuellen Gesetzesentwurf zur Neuordnung des bayerischen Polizeirechts (PAG-Neuordnungsgesetz) vom 30.01.2018 unter der Drucksache 17/20425 mit nahezu uneingeschränkten Befugnissen für den bayerischen Machtapparat ausstatten will.

Heise-Online hat hierzu am 27.03.2018 unter dem Titel „Bayerische Polizei darf künftig auch ohne Verdacht auf konkrete Straftaten im Internet ermitteln“ ausführlich berichtet.

Und das wiederum erinnert mich an das sogenannte Kontaktsperregesetz aus dem für uns heute steinzeitlich wirkenden Jahr 1977. Anlass hierfür war die bis dahin illegale Praxis zur Totalisolierung und Folter der damals in Stammheim bzw. München-Stadelheim inhaftierten RAF-Führungsmitglieder Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin, Jan-Carl Raspe, Irmgard Möller und Ingrid Schubert.

Zum Hintergrund:

Am 19. September 1977 erklärte der damalige bayerische Innenminister Alfred Seidel, dass der Artikel 102 des GG (Abschaffung der Todesstrafe) aufgehoben werden sollte.
In das gleiche Horn stießen auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) sowie Kardinal Höffner auf der Bischofs-Konferenz in Fulda vom 21.09.1977. Am 23.09.1977 fand dann eine Hausdurchsuchung in Hans Heinz Heldmanns Privatwohnung statt (er war damals Baaders Verteidiger) und am 26.09.1977 erklärt Irmgard Möller den Hungerstreik, wobei die inhaftierten RAF-Mitglieder aber ausdrücklich den Selbstmord ausschlossen. Der Hungerstreik war ihre einzig mögliche Reaktion publikumswirksam auf die menschenverachtenden Zustände in Stammheim hinzuweisen. Später erklärte Irmgard Möller, dass die Stammheim-Gefangenen  mehrfach über die Methode der CIA diskutiert hatten, Morde wie Selbstmorde aussehen zu lassen.

Auffällig ist jedenfalls, dass gleichzeitig ein Gesetz zur Legalisierung einer vollumfänglichen Kontaktsperre, insbesondere auch zwischen Verteidiger und Mandanten, im Schnellverfahren verabschiedet werden sollte (Kontaktsperregesetz).

Daraufhin wandten sich zahlreiche Juristenvereinigungen aus Deutschland und Dänemark an damaligen Bundespräsidenten Carstens am 29.09.1977 mit folgendem Apell:

„Die Unterzeichner erklären:

in der Bundesrepublik steht die Verabschiedung eines Gesetzes unmittelbar bevor, durch das unter bestimmten

Bedingungen „jedwede Verbindung von Gefangenen untereinander und mit der Außenwelt ohne jede Ausnahme“ unterbrochen werden kann. Dieses Gesetz soll das rechtswidrige Besuchsverbot von Rechtsanwälten bei wegen des Vorwurfs der „terroristischen Vereinigung“ (§ 129a StGB) Angeklagten oder Verurteilten legalisieren. Das Besuchsverbot wurde bisher unter Berufung auf einen „rechtfertigenden Notstand“, der angeblich seit dem 5.9.77, dem Tag der Entführung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer besteht, durchgeführt. Das bisher beispiellose Besuchsverbot soll jetzt nach bereits dreiwöchiger Praktizierung noch in dieser Woche, in der das Gesetz erstmalig als Entwurf veröffentlicht wurde, verabschiedet werden. Dieses in Presse und Medien einmütig als „ungewöhnlich“ bezeichnete Blitzverfahren der Gesetzgebung hat uns alarmiert. Wir sehen uns dadurch veranlaßt, auf die Tatsache hinzuweisen, daß dieses Vorgehen eine abwägende und gründliche Diskussion unmöglich macht und damit eine öffentlich vorgebrachte Opposition erst gar nicht zustande kommen läßt.“

(Quelle: Karl-Heinz Weidenhammer „Selbstmord oder Mord? Todesermittlungsverfahren Baader Ensslin Raspe“, Seite 44 )

Am 30.09.1977 werden die Verteidiger von Irmgard Möller, Armin Nerwala, sowie von Gudrun Ensslin, Arndt Müller aus Stuttgart festgenommen; angeblich wegen des Verdachts der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung. In Frankreich hat man auch Baader-Verteidiger Klaus Croissant festgenommen, nachdem er sich gegenüber französischen Medien kritisch über die Bundesregierung und dem Umgang mit den RAF-Häftlingen geäußert hatte.

Am Sonntag, den 02.10.1977 wird schließlich das Kontaktsperregesetz verabschiedet. Und dabei passierte noch etwas sehr Merkwürdiges an diesem Tag. Ich zitiere aus dem Buch von Weidenmann „Selbstmord oder Mord?“:

„Volker SpeiteI, zuletzt Bürogehilfe im Stuttgarter Büro der Rechtsanwälte Arndt Müller und Armin Newerla, läßt sich von der Polizei im „Skandinavien -Express“ von Kopenhagen nach Hamburg kurz hinter der Staatsgrenze in Puttgarden festnehmen. Bei seiner Vernehmung gibt er das „Geheimnis“ des 7. Stocks preis: In den Häftlingszellen befinden sich Schußwaffen. Von nun an wird ihn die Bundesanwaltschaft als Kronzeugen benutzen.“

(Quelle: Karl-Heinz Weidenhammer „Selbstmord oder Mord? Todesermittlungsverfahren Baader Ensslin Raspe“, Seite 51)

Was aber hat das alles nun mit Skripal, Langemann und den Petruspapieren zu tun?

Eine ganze Menge, wie ich im zweiten Teil noch ausführlich schildern werde. Und in diesem Kontext passen dann auch wieder die Vorgänge um das Olympia-Attentat von 1972, das Oktoberfestattentat im Jahr 1980 und den NSU ganz gut hinein.

Komisch jedenfalls, dass gerade in der BRD irgendwie immer alles mit drei Buchstabenabkürzungen ausartet – RAF, NSU, BND, MAD, BKA, DDR, BfV, NSA, CIA, CDU, SPD, CSU, NPD, AfD etc. pp.

Und komisch auch, dass gerade in London so viele Doppelagenten sterben müssen, wie auch schon ein längst vergessener Fall aus dem Jahr 1976 zeigt. Hier musste der Exilbulgare Georgi Markov durch einen vergifteten Regenschirm ins Gras beißen (siehe auch Die Welt vom 06.09.2008 „Wie Moskau mit vergiftetem Regenschirm mordete„)

Aber hierzu mehr in Teil 2.

Ein Zombie hing am Glockenseil

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Sicherlich haben sich schon einige Leser meines Blog gefragt, worauf ich mit den beiden Präsentationsankündigungen unter Bloginformationen eigentlich anspiele.

Fangen wir deswegen gleich an, das erste Rätsel aufzulösen:

„Vibes speak louder than Words“ nimmt Bezug auf die neueste Enthüllung des Spiegels zur Lauschtechnik des BND im Nordturm der weltbekannten Frauenkirche aus meiner geliebten oberbayerischen Hauptstadt München.
Der Tipp stammte von Erich Schmidt-Eenboom , der sich im Rahmen seiner Recherchen mit BND-Pensionisten und Veteranen unterhielt, die ihm schließlich von einer Funkleitzelle in der Frauenkirche berichteten. So soll von dieser Funkleitzelle einerseits der Kommunikationsverkehr von ausländischen Diplomanten belauscht worden sein, andererseits aber auch der Beschattung eigener mutmaßlicher BND-Abtrünniger gedient haben.

Das Erzbistum München und Freising erklärte dann auch ganz schnell am 26.03.2018 auf seiner Homepage, dass der BND nun seine Funkanlage aus der Münchner Liebfrauenkirche abgebaut habe.

Erleichtert lesen wir dort: „Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat seine umstrittene Funkanlage im Nordturm des Münchner Liebfrauendoms abgebaut. Das bestätigte der Sprecher der Bundesbehörde, Martin Heinemann, am Montag in Berlin auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Es gebe damit keine technischen Vorrichtungen des BND mehr in der Kathedrale. Der „Spiegel“ hatte erstmals über die Anlage vor einer Woche berichtet und damit in Kirchenkreisen und der Öffentlichkeit Empörung ausgelöst. Das Erzbistum München und Freising hatte in der vergangenen Woche erklärt, es könne „die Verärgerung von Teilen der Bevölkerung und Katholiken“ wegen der Funkanlage des Geheimdienstes im Liebfrauendom verstehen. Domdekan Lorenz Wolf sagte, „Abhörtechnik würden wir im Domturm nicht dulden“. Laut BND-Sprecher handelte es sich bei der Anlage um einen Funksignalverstärker, der „seit Ende der 1980er“ im Kirchturm angebracht war und zur internen Kommunikation des Geheimdienstes diente. Schon seit 2011 sei der „Repeater“ aber nicht mehr genutzt worden.“ (Quelle: http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/bnd-zieht-sich-aus-liebfrauendom-zuruck)

Aber – und jetzt gut aufgepasst, bevor man sich wieder beruhigt aufs Ohr haut und diese Meldung alsbald paranoiden Aluhut-Fabulisten und unverbesserlichen Verschwörungstheoretikern zuordnet – der Münchner Merkur berichtete bereits in seinem Artikel vom 19.03.2018 folgendes:

„Der Katholikenrat der Region München äußert sich auf Anfrage nun „verwundert über die Möglichkeit, dass es am Dom eine Einrichtung des BND zur geheimdienstlichen Kommunikation geben soll“. Man wünsche sich, dass die Anlagen, sofern vorhanden und rechtlich möglich, aus dem Dom entfernt werden.“

Interessant diese Aussage – wieso sollte es rechtlich nicht möglich sein, dass diese Anlage aus dem Dom entfernt werden soll – zumal man sich  hier offensichtlich in einer gewaltigen rechtlichen Grauzone bewegt hat?

Deswegen die erste Frage: Wer ist denn der Hausherr dieses Doms zu „Unserer lieben Frau“ in der Münchner Altstadt?

Die Antwort dazu liefert die Webseite deAcademic.com: „Der Dom zu Unserer Lieben Frau in der Münchner Altstadt, oft Frauenkirche genannt, ist Kathedralkirche des Erzbischofs von München und Freising und gilt als Wahrzeichen der bayerischen Landeshauptstadt.“ (Quelle: Academic, „Frauenkirche München“ )

Und weiter heißt es ebd.: „Der dreischiffige spätgotische Backsteinbau mit umlaufendem Kapellenkranz ist 109 m lang, 40 m breit und 37 m hoch. Entgegen einer weit verbreiteten Legende, die besagt, dass die beiden Türme mit ihren charakteristischen Hauben sich um genau einen Meter in der Höhe unterscheiden, sind diese fast gleich hoch: der Nordturm misst 98,57 Meter, der Südturm dagegen nur 98,45 Meter. Da die Stadtverwaltung im Stadtzentrum innerhalb des Mittleren Rings keine Gebäude mit einer Höhe von über 100 Metern erlaubt, und auch außerhalb dieses Rings seit November 2004 vorläufig keine höheren Gebäude im Stadtgebiet mehr gebaut werden dürfen, sind die Türme weithin sichtbar. Der Südturm kann bestiegen werden und bietet einen einmaligen Blick auf München und die nahen Alpen.“

Man sollte nebenbei wissen, dass Joseph Kardinal Ratzinger von 1977 bis 1982 Erzbischof von München und Freising war. Und in dieser Zeit gab es wiederum ein interessantes Ereignis, das sich schließlich 2010 zu einem handfesten Skandal emporkämpfte, was möglicherweise dann auch eine weitere Erklärung für die angebliche Stilllegung der Funkleitzelle im Jahr 2011 liefern könnte.

Hierzu kann man in Wikipedia dann lesen: „Die Zeit als Erzbischof nimmt in den meisten biografischen Blicken auf Joseph Ratzinger wegen ihrer Kürze nur einen geringen Platz ein. In den Blick der Öffentlichkeit geriet die Amtszeit Joseph Ratzingers als Erzbischof von München und Freising im März 2010, als bekannt wurde, dass 1980 ein Priester von Essen nach München versetzt worden war, der dort sexuellen Missbrauchs verdächtigt wurde. Der Priester wurde auf Bitten des Bistums Essen im Januar 1980 als Kaplan in der Erzdiözese München und Freising aufgenommen. Er sollte in München eine Therapie machen. Das Erzbistum München und Freising stellte hierzu in einer Erklärung vom 12. März 2010 fest: „Aufgrund der Aktenlage muss die Arbeitsgruppe des Ordinariates davon ausgehen, dass damals bekannt war, dass er diese Therapie vermutlich wegen sexueller Beziehungen zu Jungen machen sollte. 1980 wurde beschlossen, ihm Unterkunft in einem Pfarrhaus zu gewähren, damit er die Therapie wahrnehmen könne. Diesen Beschluss hat der damalige Erzbischof mit gefasst.“ In den 1980er Jahren hielt man Pädophilie allgemein für durchaus therapierbar. Nach umfangreichen Untersuchungen der Erzdiözese München und Freising wurde festgestellt, dass der damalige Generalvikar, als Personalverantwortlicher der Erzdiözese, den Priester abweichend von diesem Beschluss jedoch „uneingeschränkt zur Seelsorgemithilfe in einer Münchner Pfarrei angewiesen“ hatte. In der Erklärung der Erzdiözese heißt es weiter: „Der wiederholte Einsatz [des Priesters] in der Pfarrseelsorge war ein schwerer Fehler. [Der damalige Generalvikar Gruber] übernimmt für die falschen Entscheidungen die volle Verantwortung“. Der Psychiater des Priesters hatte die Erzdiözese davor gewarnt, den Geistlichen in der Kinder- und Jugendarbeit einzusetzen, dies schriftlich jedoch erst 1985. Eine vereinzelt diskutierte Verwicklung des damaligen Erzbischofs in diese Personalentscheidung ist zu verneinen: „Es waren seine Untergebenen, die glaubten, sie hätten [den Priester] im Griff, der Weihbischof, der Generalvikar.“ (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Benedikt_XVI.)

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt – es sollte dennoch nicht verwundern, dass auch der BND und so manche anderen Behörden gerne ein längeres Ohr an der Quelle hätten. Ob hier lediglich Überzeugungsarbeit des BND ausreichte oder doch noch mit weiterem kompromittierendem Material nachgeholfen werden musste, um entsprechende Lauschtechnik im Nordturm der Frauenkirche zu verbringen, überlasse ich deswegen dem hier geneigten Leser.

Und damit hört sich der nächste Absatz vom Erzbistum München und Freising vom 23.03.2018 aus seinem Artikel „Was macht der Geheimdienst im Dom?“ schon weniger nebulös an: „Neben vielen anderen Dingen ist nun auch noch ungeklärt, ob die Anlage gegenwärtig überhaupt noch in Betrieb ist. Laut Domdekan Wolf habe der BND gegenüber der Kirche bislang erklärt, das Gerät nicht mehr zu nutzen. Experte Schmidt-Eenboom gab jedoch zu bedenken, dass das Kommando „QB30“ nach wie vor bestehe. Denkbar sei zudem, dass es die Einrichtung im Domturm zwar nicht mehr selber nutze, aber an eine andere Behörde weitergegeben hat. So oder so: Wohl auch gefördert durch die öffentliche Kritik beteuerte Wolf, bereits in Gesprächen mit dem BND über einen Abbau der Anlage zu stehen.“

Zurück zur zeitlichen Eingrenzung des Anbringens der Lauschtechnik.

In Wikipedia steht dazu weiter: „In den Jahren 1971–1972 gestaltete man nach den Vorgaben des Zweiten Vatikanischen Konzils den Altarbereich um und senkte ihn ab. In den Jahren 1980–1981 wurde der Innenraum neu gefasst und die Gewölberippen in einem Ockerton gestrichen. In den Jahren nach 1984 wurden im Kirchendach wieder die ursprünglichen Schleppgauben eingebaut, auf die man in der ersten Aufbauphase verzichtet hatte. Die ca. 120 Epitaphien vom ehemaligen Friedhof der Salvatorkirche an den Außenmauern der Frauenkirche wurden in den Jahren 1982–1983 konserviert. Im Vorfeld des 500-jährigen Weihejubiläums der Kirche im Jahr 1994 wurden ab dem Jahr 1989 die Türme und der Innenraum restauriert (Anm.: Hervorhebung durch mich). Von der ursprünglichen Ausstattung sind einzig die Glasgemälde der Chorfenster und einzelne Gemälde und Skulpturen erhalten, die durch andere Stücke, die nach der Purifizierung ins Diözesanmuseum Freising verbracht worden waren, ergänzt wurden. So ist das Kircheninnere seit der durchgreifenden Restaurierung von 1989 bis 1994 heute wieder reicher ausgestattet, als in den ersten Jahrzehnten nach dem Krieg.

Nun ja, im Spiegel vom 17.03.2018 liest man interessanterweise „Das Observationskommando QB30 des Bundesnachrichtendienstes (BND) hat die Münchner Frauenkirche für das Beschatten von Spionen oder ausländischen Diplomaten genutzt. Die Geheimdienstler bauten dazu Sende- und Empfangsanlagen in die Glockentürme ein. So konnten die Agenten während einer Observation Funkverkehr untereinander und mit der Zentrale in Pullach halten. Der Einbau erfolgte noch vor dem Mauerfall 1989 (Anm.: Hervorhebung durch mich); inzwischen greift der BND wohl nicht mehr auf die Anlage zurück.“ (Quelle: Der Spiegel, „BND nutzte Münchner Frauenkirche für Beschattungen“ vom 17.03.2017)

Also angesichts der Restaurationsmaßnahmen ab den Jahren 1980 bis 1989 wäre es nicht verwunderlich, wenn innerhalb dieses Zeitraums auch der BND diese Gelegenheit genutzt hatte, um sein Equipment dort unterzubringen.

Und dass das mit Wissen des Erzbistums geschah, leugnet nicht einmal der Sprecher des Erzbistums selbst, denn in dem bereits oben erwähnten Artikel „Was macht der Geheimdienst im Dom?“ steht schwarz auf weiß: „Dass die BND-Apparatur im Turm des Doms der Kirche grundsätzlich bekannt war, ist kaum zu bezweifeln. Domdekan Lorenz Wolf selbst bestätigte deren Vorhandensein am Donnerstag. Öffentlich bekannt war sie vor dem „Spiegel“-Bericht jedoch nicht.“

Die Frage, wie viele Lauschposten es in dieser wunderschönen Stadt noch gibt, die bisher unentdeckt geblieben und auch weiterhin im Betrieb sind, sollte man sich allerdings schon stellen.
Des Weiteren sollte man sich auch die Frage stellen, ob es während weiterer Restaurationsmaßnahmen innerhalb der Frauenkirche lediglich einen Austausch gegen leistungsstärkere Gerätschaften zum illegalen Tracking, Horchen und Gucken gegeben hat.

Vielleicht hat das Ganze dann auch mal einen positiven Effekt, wenn es um die Aufklärung des sogenannten Isar-Mords geht, bei dem am 28.05.2013 der italienische Luft- und Raumfahrtingenieur Domenico L. ohne scheinbaren Grund von einem Fremden angepöbelt und schließlich am helllichten Tag erstochen wurde (siehe hierzu auch tz vom 27.05.2017 „Noch immer nicht aufgeklärt: Isar-Mord jährt sich“)

Und so möchte ich doch den Beitrag mit einer Sage des Teufelstritt in der Eingangshalle der Münchner Frauenkirche abschließen.

„Der Baumeister Jörg Ganghofer hatte mit dem Teufel einen Pakt geschlossen, damit ihm dieser helfe, die Kirche zu bauen. Im Tausch zu der Hilfe sollte der Teufel die Seele der ersten Person bekommen, die die Kirche betritt. Als die Kirche fertig war und die Menschen in die Kirche strömten, wollte der Teufel seinen Lohn abholen. Als er zum Baumeister ging, sagte dieser allerdings, dass die geleistete Arbeit des Teufels schlecht sei, da er die Fenster in der Kirche vergessen habe. Und tatsächlich: Als er einen Blick in die Kirche warf, gab es in der ganzen Kirche kein einziges Fenster. Vor Wut stampfte der Teufel fest auf und verließ wutschnaubend die Kirche. An dieser Stelle ist der Fußtritt des Teufels bis heute zu sehen, und der Teufel ist noch heute als Wind um die Kirche zu hören.“ (Quelle: Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Teufelstritt)

 

Der Dummfick Oliver Dikas Fabulist meldet sich mal wieder zu Wort

Liebe Leserinnen und Leser meines Blogs,

sicherlich habt Ihr Euch schon gefragt, warum ich längere Zeit nichts mehr eingestellt habe.

Der Grund liegt in den umfangreichen Recherchen für weitere Themen, deren Ausarbeitungen nun mal einige Zeit brauchen.

Ich möchte es aber trotzdem nicht versäumen, eine kleine Nachricht an das fette, kleine, schmierige Schweinchen namens Oliver Dikas ein paar Worte zu richten.

Klickt den Beitrag einfach weg, wenn es Euch nicht interessiert.

Ich habe einen eigenen Blog zu diesem Psychopathen eröffnet, denn im Gegensatz zu diesem Schwachomaten brauche ich mich nicht hinter Tausenden von Pseudonymen zu verstecken und geisteskranken Abfall in die Welt zu setzen.

Ich denke, das ist doch ganz in Deinem Sinne – nicht wahr?

Meinen Blog CaroimChaos möchte ich für so einen Schwachsinn mit Dir nicht weiter versauen. Insofern tobe Dich auf meinem neuesten Blog Dummfick Oliver Dikas aus.

Die Bibel und Neuzeit – Teil 1 – Ostern in der Endzeit

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Schon vor längerer Zeit hatte ich versprochen, mich in meinen nächsten Beiträgen intensiver mit der Bibel und ihre Bedeutung in unserer Zeit auseinanderzusetzen.

Das bevorstehende Osterfest nehme ich deswegen gerne zum Anlass, um das letzte Kapitel „Bibel und Neuzeit“ meines Blog-Buches zu beginnen.

Es ist kein Zufall, dass es sich hier just um das 13. Kapitel handelt, denn auch Jesus und seine 12 Jünger waren zusammen 13 an der Zahl.

Die Zahl 13 steht damit symbolisch für die Erneuerung und Wiedergeburt.

Mit Jesus wurde das reine Christentum (ohne Unterscheidung zwischen Katholiken, Evangelisten, Protestanten und Orthodoxen) eingeläutet, das die Menschen zu mehr Bewusstsein für die wahre Essenz des Lebens jenseits der Materie und damit auch wieder zu Gott als allmächtigen Schöpfergeist und himmlischen Vater zurückführen sollte.

Das Alte Testament hatte ja bis zu diesem Zeitpunkt über seine ausgesuchten Schreiber und Propheten von zahlreichen Gräueltaten der antiken Menschen berichtet, sodass es für Gott höchste Zeit wurde, ein letztes Mal zur Warnung und Errettung der menschlichen Seelen seinen fleischgewordenen Sohn Jesus Christus auf die Erde zu schicken.

Wenn wir also Ostern feiern, sollten wir dabei immer im Hinterkopf behalten, dass Jesus Christus von Gott höchstpersönlich als Opferlamm für die Menschen auf Erden dargebracht wurde. Es spielt hierbei keinerlei Rolle, ob es sich um Muslime, Christen, Juden, Atheisten, Buddhisten, Hindus oder sonstige Glaubensrichtungen handelt, denn für Gott zählt nur alleine die Wahrheit und Aufrichtigkeit des einzelnen Herzens.

Dass ich mich hier vor allem auf die Bibel stütze, ist dem Umstand geschuldet, dass ich erstens im christlichen Glauben erzogen wurde und zweitens viel ältere indische, chinesische und afrikanische Originalschriften/Zeichen nicht lesen kann bzw. deren Sprache nicht mächtig bin.

Für mich steht allerdings fest, dass Gott seine Botschaften allen beseelten Menschen in ihren jeweiligen Sprachen und Traditionen auf der Erde schon lange Zeit vor der Bibel an die Hand gegeben hat, um sie nach dem Sündenfall für das „Überleben“ in der Materie vorzubereiten und für die Erlösung aus der dualistischen Welt (das Reich Satans) anzuleiten.

Die Seele eines jeden Menschen ist das göttliche Feuer oder besser gesagt – der göttliche Funke, der mit einem seidenen Silberschnürchen (symbolisch gesprochen) mit der schöpferischen Urquelle verbunden ist. Deswegen ist es auch so wichtig, diesen Funken niemals zum Erlöschen zu bringen, denn das würde auch den zweiten und damit endgültigen Tod bedeuten, wie es schon Jesus in Matthäus, Kapitel 25, Vers 40 ff. sagte: „‘Wahrlich, ich sage euch: In dem Maße, wie ihr es einem der geringsten dieser meiner Brüder getan habt, habt ihr es mir getan‘. Dann wird er seinerseits zu denen zu seiner Linken sagen: ‚Geht weg von mir, ihr, die ihr verflucht worden seid, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bereitet ist. Denn ich wurde hungrig, aber ihr gabt mir nichts zu essen, und ich wurde durstig, aber ihr gabt mir nichts zu trinken. Ich war ein Fremder, aber ihr nahmt mich nicht gastfreundlich auf, nackt, aber ihr bekleidetet mich nicht, krank und im Gefängnis, aber ihr saht nicht nach mir.‘ […] „Wahrlich, ich sage euch: In dem Maße, wie ihr es einem dieser Geringsten nicht getan habt, habt ihr es mir nicht getan. Und diese werden in die ewige Abschneidung [Anm.: Trennung von dem Silberschnürchen und damit auch das Erlöschen des göttlichen Funkens – die Seele stirbt] weggehen, die Gerechten aber in das ewige Leben.“

Was es heißen kann, seine Seele zu verlieren, dürften viele Horrorgeschichten über verfluchte Orte und Geister durch die jeweiligen Zeitepochen hindurch klar verdeutlicht haben. Ich verweise an dieser Stelle auch auf den 6. Teil meiner Ausarbeitung zu den Kindermorden BRD – Rituelle Morde, Okkultismus und Satanismus im Sinne der Staatsräson?

Bereits die Ureinwohner Afrikas wussten ganz genau, dass der Mensch aus der Dreiheit Körper, Geist und Seele besteht, wobei der Körper ganz sicher stirbt und sich in seine atomaren Bestandteile auflöst, während die Seele u.U. überleben und zu ihrem Ursprung zurückkehren kann, sofern sich der verstorbene Mensch bis dahin seiner göttlich-kosmischen Verbindung bewusst war. Der Geist allerdings ist reine physikalische Energie (Kundalini), die nicht vergeht; aber ohne Seele ist der Geist verdammt, hier in der Materie ewig blind herumzuwandern und rastlos nach neuen Wirten zu suchen, die er besetzen, manipulieren und energetisch aussagen kann. Physikalisch gesehen muss sich also der Geist ohne Seele irgendwie energetisch auf Erden umwandeln, um sich an die gegebenen materiellen Rahmenbedingungen anzupassen.

Wenn neuere Geschichten wie „Chucky, die Mörderpuppe“ ihre Runden machen, wissen die Drehbuchautoren und Regisseure von Hollywood ganz genau, was diese Filme in ihrer Grundaussage zu bedeuten haben.

Um wahrgenommen zu werden, ist dem herumirrenden Geist jedes Mittel recht, selbst in leblose Materie einzufahren, wo er dann sein trauriges, sinnentleertes Dasein ohne Aussicht auf Erlösung fristen muss. Er ist damit für immer an die Materie angekettet und zum Spielball dieser satanischen Kräfte geworden, wie ich es auch schon in meinem jüngsten aktuellen Beitrag zum NATO-Bündnis und Sicherheitspolitik Deutschlands zum Ausdruck gebracht hatte.

An dieser Stelle empfehle ich aber auch gerne den Film mit Steve Martin aus dem Jahr 1984 „Solo für Zwei“.

Ich persönlich würde jedenfalls so ein Höllenleben, bestehend aus permanenter Unzufriedenheit, purer Gier, unstillbarer Geltungssucht und immerwährenden sexuellen Drang ohne Aussicht auf Befriedigung nicht führen wollen, nachdem das einzige von Gott gegebene Verbindungs- und Steuerungselement – nämlich die Seele – fehlt.

Deswegen habe ich mir auch eine weitere Textpassage aus dem Neuen Testament zu Herzen genommen.

In Markus, Kapitel 3, Vers 28 ff. sprach Jesus: „Wahrlich, ich sage euch, daß den Söhnen der Menschen alles vergeben werden wird, was auch immer ihre Sünden und Lästerungen sein mögen, die sie lästernd begehen. Wer immer aber gegen den heiligen Geist lästert, erlangt niemals Vergebung, sondern ist ewige Sünde schuldig. Dies, weil sie sagten: „Er hat einen unreinen [Anm.: ohne Seele] Geist.“

Und so wird durchaus verständlich, was Jesus meinte, als er weiter sagte: „Und wenn deine Hand dich je straucheln macht, so hau sie ab; es ist besser für dich, verstümmelt in das Leben einzugehen, als mit zwei Händen in die Gehenna [Anm.: Scheol oder Feuersee] zu fahren, in das Feuer [Anm.: Begierde, unstillbarer Drang], das nicht ausgelöscht werden kann. […] Und wenn dein Fuß dich straucheln macht, so hau ihn ab; es ist besser für dich, lahm in das Leben einzugehen, als mit zwei Füßen in die Gehenna geworfen zu werden. […] Und wenn dein Auge dich straucheln macht, so wirf es weg; es ist besser für dich, einäugig in das Königreich Gottes einzugehen, als mit zwei Augen in die Gehenna geworfen zu werden, wo ihre Made nicht stirbt und das Feuer nicht ausgelöscht wird. Denn jeder muß mit Feuer gesalzen werden. Das Salz ist vortrefflich; wenn aber das Salz jemals seine Kraft verliert, womit wollt ihr es denn würzen? Habt Salz [Seele] in euch selbst, und haltet Frieden untereinander.“ (Quelle: Das Neue Testament, Markus, Kapitel 9, Vers 42 ff)

Wir alle haben doch keine Ahnung, was in unseren eigenen Körpern vorgeht, welche erbitterten Kriege ums Überleben tagtäglich geführt werden, in denen Millionen, wenn nicht sogar Milliarden von Zellen sterben, andere wiederum im Körper neu entstehen und geboren werden, um dann innerhalb kürzester Zeit wieder zu sterben. Aufgrund mangelnden Bewusstseins darüber werden Krankheiten oftmals lange nicht wahrgenommen, bis dann die ersten fühlbaren Schmerzen oder Unwohlsein erscheinen.

Wir selbst können uns doch bis heute nicht erklären, warum Tiere imstande sind, zusammen mit dem Menschen zu trauern oder sich zu freuen, kranke oder traurige Menschen zu trösten oder aufzumuntern, wenn sie merken, dass es uns nicht gut geht. In vielen Fällen sind Tiere sogar noch aufmerksamer als so mancher Mensch.

Wir selbst können uns weiterhin bis heute nicht erklären, warum Pflanzen auf bestimmte Arten von Geräuschen und Musik in einer Weise reagieren, die uns nur noch mehr ins Erstaunen versetzen.

Wie kann es sein, dass Pflanzen bei sanfter und harmonischer Musik regelrecht aufblühen und wachsen, während sie bei Heavy Metal Musik oder ohrenbetäubenden Getöse kläglich verkümmern?

Genau genommen haben wir von gar nichts eine Ahnung; das betrifft umso mehr die Essenz des Lebens.

Was für einen Grund gibt es also für uns, in die Natur und die Geschöpfe der Erde herumzupfuschen und Gott zu spielen, oder uns über andere Menschen und Lebewesen groß zu machen?

Und wer kann heute die Frage verbindlich und nachweisbar beantworten, wer zuerst da war – das Huhn oder das Ei?

Diese rhetorische Frage führt mich auch gleich zum Osterhasen und die Eier, die traditionell am Osterfest für die Kinder versteckt und zu ihrer Freude gesucht werden.

Es geht nicht darum, dass es sich um einen ursprünglich heidnischen Brauch handelt, der angeblich von Satanisten und Okkultisten zur Täuschung und Ablenkung der Christen eingeführt wurde, wie es so manch selbsternannte Gurus und „Weltverbesserer“ Glauben machen wollen.

Schlimm genug, dass es so viele Menschen gibt, die diesen Schwachsinn auch noch auf dem Leim gehen.

Das Ei ist von Anbeginn das Symbol für das Entstehen eines Lebens in der materiellen Welt.

Alle Amphibien, Insekten und Vögel legen Eier; Menschen und Säugetiere tragen ihre Eier zur Befruchtung und Entstehung des Lebens in sich. Samen und Pollen der Pflanzen werden durch Insekten oder auch einfach durch den Wind zum Befruchten der weiblichen Pflanzen gebracht, was für sich betrachtet schon ein einziges Wunder darstellt.

Wenn also der neuzeitliche Christ an Ostern bunt bemalte Eier zum Frühstück serviert oder seine Kinder nach Osternestern mit Schokoladeneiern suchen lässt, dann sollte damit gleichzeitig der Auferstehung Christi gedacht werden – die Selbsterkenntnis und Erneuerung der Göttlichkeit unserer Seelen, denn schon bei der Befruchtung wird dem Körper auch der Geist (Kundalini-Energien) und die Seele (göttlicher Funke) für die Entstehung eines neuen Lebens in die Brutstätte oder Gebärmutter gelegt. Es ist nachgewiesen, dass bereits ein Fötus im Mutterleib Reize von außen sowie die Gefühlswelt der werdenden Mutter wahrnimmt und darauf reagiert. Wenn das Baby geboren wird, hat es bereits einen ganzen Rucksack an Erfahrungen mit sich gebracht, der es auf dem Weg seiner weiteren Entwicklung begleitet und weiter prägt. Frischgebackene Mütter können davon eine ganze Opernarie singen.

Der Osterhase symbolisiert dabei die verschlungenen Wege bei der Entstehung des materiellen wie auch des spirituellen Lebens, denn sein Kaninchenbau ist ebenso rätselhaft wie unergründlich. Man weiß nie, wohin sein Bau führt und wo er endet.

Wenn also der traditionelle Osterhase den Kindern die Eier vorbeibringt, kredenzt er den jungen Seelen seine Gunst, indem er ihnen symbolisch das Wertvollste auf der Welt freiwillig und ohne Gegenleistung übergibt.

Alles, was die Kinder tun müssen, ist nach ihnen zu suchen und freudig in Empfang zu nehmen.

Wie sagte Jesus schon im Neuen Testament: „Wer suchet, der findet. Wer klopft, dem wird aufgetan. Wer bittet, dem wird gegeben. Wer gibt, von dem wird angenommen.“

In der Offenbarung des Johannes steht in Kapitel 7, Vers 3 ff.: „Beschädigt nicht die Erde noch das Meer, noch die Bäume, bis wir die Sklaven unseres Gottes an ihrer Stirn versiegelt haben.“ Und ich hörte die Zahl derer, die versiegelt waren, hundertvierundvierzigtausend, versiegelt aus jedem Stamm der Söhne Israels: aus dem Stamm Juda zwölftausend versiegelt; aus dem Stamm Ruben zwölftausend; aus dem Stamm Gad zwölftausend; aus dem Stamm Ascher zwölftausend; aus dem Stamm Naphtali zwölftausend; aus dem Stamm Manasse zwölftausend; aus dem Stamm Simeon zwölftausend; aus dem Stamm Levi zwölftausend; aus dem Stamm Issachar zwölftausend; aus dem Stamm Sebulon zwölftausend; aus dem Stamm Josef zwölftausend; aus dem Stamm Benjamin zwölftausend versiegelt. Nach diesen Dingen sah ich, und siehe, eine große Volksmenge, die kein Mensch zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen standen vor dem Thron und vor dem Lamm, in weiße lange Gewänder gehüllt, und Palmenzweige waren in ihren Händen. Und sie rufen fortwährend mit lauter Stimme, indem sie sagen: „Die Rettung [verdanken wir] unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm.“

Ich denke, es geht hier eindeutig hervor, dass mit den Stämmen Israels nicht nur Juden oder Christen oder von mir aus auch die Zeugen Jehovas gemeint sind, sondern weltweit alle Menschen, die sich zum allmächtigen Schöpfergeist bekennen.

Die Zahl 144.000 dürfte dahingehend leicht erklärbar sein, weil am Ende der Tage wohl nicht mehr Menschen mit einer göttlichen Seele übrigbleiben werden, die sich tatsächlich die Ermahnungen und Lehren von Gott und Jesus zu eigen gemacht haben und danach leben.

Nicht umsonst hat Johannes in seinem ersten Brief in Kapitel 4, Vers 18 ff. verkündet: „Furcht gibt es nicht in der Liebe, sondern vollkommene Liebe treibt die Furcht aus, weil die Furcht hemmend wirkt. In der Tat, wer sich fürchtet, ist nicht vollkommen gemacht worden in der Liebe. Was uns betrifft, so lieben wir, weil er uns zuerst geliebt hat. Wenn jemand erklärt: „Ich liebe Gott“ und doch seinen Bruder haßt, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er gesehen hat, kann Gott nicht lieben, den er nicht gesehen hat. Und wir haben dieses Gebot von ihm, daß der, der Gott liebt, auch seinen Bruder liebe. Jeder, der glaubt, daß Jesus der Christus ist, ist aus Gott geboren worden, und jeder, der den liebt, der das Geborenwerden veranlaßt hat, liebt den, der aus jenem geboren worden ist. Dadurch erkennen wir, daß wir die Kinder Gottes lieben, wenn wir Gott lieben und nach seinen Geboten handeln. Denn darin besteht die Liebe zu Gott, daß wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer, denn alles, was aus Gott geboren worden ist, besiegt die Welt. Und das ist die Siegesmacht, die die Welt besiegt hat; unser Glaube.“

Und den Brief schließt Johannes mit folgenden Worten ab: „Kindlein, hütet euch vor Götzen.“

Die meisten, die ich aus meinem unmittelbaren und mittelbaren Umfeld kenne, spucken im wahrsten Sinne des Wortes auf ihre Seele und damit göttliche Verbindung, denn es ist viel wichtiger, selbst in Saus und Braus zu leben.

Da flippt so mancher schon aus, weil der Laptop oder das Internet nicht funktioniert oder weil ein Fußballspiel ausgefallen ist.

Nahezu als Weltuntergang wird es empfunden, wenn kein Handyempfang besteht oder wenn man sein Handy am Arbeitsplatz nicht benutzen darf.

Fäkaliensprache, Beleidigungen und gehirnamputiertes Gestammel scheinen besonders hip zu sein; übrigens ist das ein Phänomen, was man besonders in Deutschland und Österreich beobachten kann.

Wie schon im Alten Testament sind der Glaubensabfall und die Hinwendung zum Materialismus extrem weit vorangeschritten.

Kindesmissbrauch, Kinderpornografie, Tierquälerei, Kriege, Gemetzel, Mord, Geldgier, Raub, Lug, Betrug, Heuchelei, Korruption, falsche Rechtsprechung, künstliche Intelligenz, Raubbau an der Natur, Ausbeutung und Verdreckung der Gewässer, atomare Verschmutzung, Hungersnöte, Wasserknappheit, Ausbeutung ganzer Nationen, materielle Abhängigkeiten bis hin zum Entzug der einfachsten Lebensgrundlagen für alle Menschen, Tiere und Pflanzen haben in unserer Zeit den Höhepunkt erreicht und sind schon zur Normalität geworden.

Der Bezug zur wahren Essenz des Lebens scheint schon lange verloren zu sein – wie eben zu Tagen Noahs bevor die Sintflut hereinbrach.

Einer der ersten Propheten aus dem Alten Testament, der das schon lange vorausgesehen hatte, war Jesaja, Sohn des Amoz. Er hatte etwa zwischen 850 und 700 v.Chr. gelebt.
Die Prophezeiungen legte er schriftlich in der Zeit zwischen 778 und 732 v.Chr. in Jerusalem nieder.

Doch dazu mehr im zweiten Teil – Jesajas Warnungen und Vorhersagen für unsere Zeit

Fortsetzung folgt …

 

Neues von Psychodikas alias Oliver Dikas Fabulist

Hi an meinen begeisterten Cyberstalker mit den tausend Pseudonymen (sprutzstutz, harry belle, badboy77, psychofrasl, derwienerchris, mamuba, fornsic, Kratzmeister, cucumbre, WaldiDammer und so weiter, und so fort)!

Wie soll ich Dich diesmal nennen?

Blödel-Dikas, Deppen-Dikas, Brunzdumm-Dikas, Aso-Dikas?

Kannst es Dir ja für Deine nächsten Ergüsse aussuchen.

Ich habe Dich schon fast vermisst, aber als ich Deinen neuesten „Coup“ caroinchaos gesehen habe, wusste ich, dass sie Dich offensichtlich wieder aus der Gummizelle freigelassen haben.

Du schaffst es einfach nicht, Dein geistiges Tourette-Syndrom unter Kontrolle zu  halten, nicht wahr?

Ey Alter, das macht nichts, auch wenn nicht jeder damit umgehen kann, wie man an den zahlreichen Foren erkennen kann, aus denen Du schon innerhalb kürzester Zeit mit Karacho rausgeflogen bist.

Glaub mir, ich habe tiefes Mitgefühl für Dich, nachdem Dir noch nicht einmal eine abgewrackte 5 Euro Hure einen runterholen will.

Die Damen kann ich allerdings auch gut verstehen, weil eben so eine Kackbratze und Kotzbrocken wie Du unglaublichen Würgereiz hervorruft, den man dann nur schwer unter Kontrolle bekommt.

Übrigens bist Du ganz schön fett geworden, aber das bringt ein Aufenthalt in der Geschlossenen mit Medikamentencocktail so mit sich.

Oder hast Du Dir zu viel Engelstrompetentee reingepfiffen und bist während Deiner Scopolamin-Trips einem unkontrollierten Fresswahn verfallen?

Das würde natürlich auch Deine Fantasielosigkeit und geistigen Dünnschiss erklären, den Du neuerdings wieder mit dem Blog caroinchaos sowie Facebook und Twitter durchs Netz gejagt hast.

Aber jeder Idiot und Psychopath hinterlässt im Netz auch Spuren, deswegen bereite ich auch schon einen neuen Beitrag zu Dir vor.

Das wird sehr interessant – versprochen.

Bis demnächst!

Ein kleines Gedicht zum Nachdenken

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Es hat mir keiner geholfen, weil ich mir selbst helfe.

Es war keiner da, der an mich geglaubt hat, weil ich an mich selbst glaube.

Es war keiner da, der mir die Hand reichte, weil ich mir selbst genug bin.

Es war keiner da, der mir Schutz anbot, weil ich mich selbst schütze.

Es war keiner da, der mich liebte, weil ich mich selbst liebe.

Ich bin frei.

(Verfasser: Kosmo168)